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Montag, 1. September 2025

Zusammenfassung Sommer 2025


Seit der Saison 2021 sind wir auf dem Weg von Holland zurück in die Ostsee, wo wir die ersten 25 Jahre unseres Seglerlebens verbracht haben. Damit wir unterwegs noch etwas von Europa sehen, sind wir von Holland aus die französische Küste entlang in die Biskaya gesegelt. Nach einem Abstecher ins Baskenland 2022 sind wir 2023 von Morlaix aus nach Irland gestartet, das wir dann zu 3/4 umrundet haben Dann ging es nach Schottland, wo wir unser Winterlager 2024/2025 im Firth of Clyde hatten. Dieses Jahr haben wir auf den ersten Teil der Reise die Hebrideninseln, Orkney und Shetland erkundet und nach der Halbzeitpause sind wir von Bergen aus an der norwegischen Küste entlang bis kurz vor dem Oslofjord gesegelt..

Statistik

  • Seemeilen: 1.255
  • Motorstunden: 96
  • Tage gesamt: 98
  • Nächte an Land: 5
  • Segeltage: 49
  • Nächte auf See: 1
  • Liegetage: 43
  • Liegeplätze: 47

Schottland: Largs, Holy Island, Lamlash, Campbeltown, Port Ellen, Ardminish Bay (Gigha), Caighouse (Jura), Craobh, Oban, Tobermory (Mull), Lock Scresort (Rum), Canna, Mallaig, Portree (Skye), Rona, East Tarbert (Harris), Stornoway (Lewis), Bay of Culheim, Kinlochbervie

Orkney und Shetland: Stromness, Kirkwall, Whitehall, Fair Isle, Lerwick

Norwegen: Hjellestad, Bergen, Bekkjarvik, Munkavagen, Gjermundshamn, Nordheimsund, Sild, Rosendal, Leirvik, Langevag, Skudeneshavn, Stavanger, Tananger, Egersund, Kirkehamn, Vare, Kristiansand, Slattholmen, Faervikilen, Lyngör, Nodvikbukt, Kragerö, Brevik, Stadhelle

Montag, 16. September 2024

Zusammenfassung Sommer 2024


Nach unserer Atlantikrunde 2017-2019 haben wir uns überlegt, dass wir unser Boot in mehreren Segelsommernn zurück in die Ostsee bringen wollen, wo wir die ersten 25 Jahre unseres Seglerlebens verbracht haben. Damit wir unterwegs noch etwas von Europa sehen, sind wir (nach der Corona-Saison 2020, die wir in der Nordsee verbracht haben) ab 2021 von Holland aus die französische Küste entlang in die Biskaya gesegelt. Nach einem Abstecher ins Baskenland 2022 sind wir 2023 von Morlaix aus nach Irland gestartet und haben die irische Südküste und die Westküste bis zur Shannon-Mündung erkundet. Dieses Jahr ging es dann weiter Rund-Irland und dann mit einem Abstecher auf die Isle of Man in den schottischen Firth of Clyde, wo die Triton nun in Fairlie Quay im Winterlager liegt.

Statistik

  • Seemeilen: 1.053
  • Motorstunden: 63 (15%)
  • Tage gesamt: 104
  • Nächte an Land: 12
  • Segeltage: 42
  • Liegetage: 50
  • Liegeplätze: 39

Irland: Kilrush, Carrigaholt, Killeany Bay, Galway, Rassaveal, Roundstone, Clifden, Inishbofin, Clare Island, Broad Heaven Bay, Sligo, Teelin Bay, Rossilion Bay (Arranmore), Aran Road, Sheep Haven, Greencastle, Derry, Portrush, Rathlin Island, Ballycastle, Bangor, Ardglass, Howth, Dun Laghoire, Skerries, Carlingford, Ardglass

Isle of Man: Peel

Schottland: Stranrear, Troon, Largs, Greenock, Lochgoilhead, Holy Loch Marina, Millport, Ardrossan, Campbeltown, Lochranza, Tarbert, Portavadie, Tarbert, Largs

Samstag, 2. September 2023

Zusammenfassung Sommer 2023

Nach unserer Atlantikrunde 2017-2019 haben wir uns überlegt, dass wir unser Boot in mehreren Segelsommernn zurück in die Ostsee bringen wollen, wo wir die ersten 25 Jahre unseres Seglerlebens verbracht haben. Damit wir unterwegs noch etwas von Europa sehen, sind wir (nach der Corona-Saison 2020, die wir in der Nordsee verbracht haben) ab 2021 von Holland aus die französische Küste entlang in die Biskaya gesegelt. Nach einem Abstecher ins Baskenland 2022 sind wir dieses Jahr von Arzon in der Südbretagne aus gestartet und bis in die Shannon-Mündung im Westen Irlands gekommen.

Statistik

  • Seemeilen: 942
  • Motorstunden: 76
  • Tage gesamt: 97
  • Nächte an Land: 8
  • Segeltage: 41
  • Nächte auf See: 2
  • Liegetage: 48
  • Liegeplätze: 40

Bretagne: Le Crouesty, Île de Houat, Port Haliguen, Île aux Moines, Vannes, Île dArz, Bono, Le Crouesty, Sauzon, Locmiquélic, Doelan, Port Manec'h, Beg Meil, Loctudy, Le Guilvinec, Andierne (Ste. Evette) Île de Sein, Douarnenez, Camaret-sur-Mer, L'Aber Ildut, L'Aber Wrac'h, Roscoff, Morlaix

UK: Newlyn, Penzance

Irland: Kilmore Quay, Dunmore East, Crosshaven, Kinsale, Dunnycove Bay, Baltimore, Schull, Cape Clear (Süd), Cape Clear (Nord), Lawrence Cove (Bear Island) Cahersiveen, Knightstown, Dingle, Ventry Harbour, Carrigaholt, Kilrush 

Samstag, 31. Dezember 2022

Zusammenfassung Sommer 2022

Nach unserer Atlantikrunde 2017-2019 haben wir uns überlegt, wo wir in den nächsten Jahren segeln wollen. Insbesondere wegen unserer Eltern ist es uns wichtig, in Europa zu bleiben, damit wir im Notfall kurzfristig daheim sein können. Grundsätzlich wollen wir wieder zurück in die Ostsee, wo wir die ersten 25 Jahre unseres Seglerlebens verbracht haben. Allerdings wollen wir auf dem Weg dahin noch einiges anschauen. Geplant ist, in mehreren Segelsommern von Holland aus über Frankreich, Spanien, Irland, Schottland und Norwegen schließlich wieder nach Fehmarn zu kommen, wo wir jahrelang unser Winterlager hatten.

Natürlich klappt das nicht immer wie geplant, aber grundsätzlich sind wir auf dem Weg. 2020 waren wir wegen Corona nur an der deutschen Nordseeküste unterwegs. 2021 sind wir von Workum in Holland aus bis nach Arzon in der Südbretagne gesegelt. Weil es uns hier so gut gefällt, sind wir in diesem Jahr nach einem Abstecher ins Baskenland und nach Nordspanien wieder nach Arzon ins Winterlager zurückgekehrt.

Statistik

  • Seemeilen: 1075
  • Motorstunden: 70
  • Tage gesamt: 88
  • Segeltage: 36
  • Nächte auf See: 5
  • Liegetage: 45
  • Liegeplätze: 30

Frankreich 1: Le Crouesty, Concarneau, Ste Marine, Fluss Odet (A), St. Nicolas (Glenan, M), Port Louis, Port Tudy (Île de Groix), Port Haliguen, La-Trinite-sur-Mer, La Roche Bernard, La Turballe, Pornichet, Pornic, L'Hérbaudiere (Île de Nourmoutier), Port Joinville (Île d'Yeu), Port Olona (Les Sables d'Olonne), Port Médoc

Baskenland: San Sebastian, Getaria, Mutriko, Bermeo, Getxo Marina (Bilbao)

Spanien: Laredo

Frankreich 2: Port Médoc, La Rochelle, St.-Martin-de-Ré, St.-Gilles-Croix-de-Vie, Port Joinville (Île d'Yeu), Port Guen (Belle-Île, A), Le Palais (Belle-Île), Port Haliguen, Le Crouesty

Freitag, 24. September 2021

Zusammenfassung Sommer 2021


Nach unserer Atlantikrunde 2017-2019 haben wir uns überlegt, wo wir in den nächsten Jahren segeln wollen. Insbesondere wegen unserer Eltern (drei davon 80+) ist es uns wichtig, in Europa zu bleiben, damit wir im Notfall kurzfristig daheim sein können. Grundsätzlich wollen wir wieder zurück in die Ostsee, wo wir die ersten 25 Jahre unseres Seglerlebens verbracht haben. Allerdings wollen wir auf dem Weg dahin noch einiges anschauen. Geplant ist, in mehreren Segelsommern von Holland aus über Frankreich, Spanien, Irland, Schottland und Norwegen schließlich wieder nach Fehmarn zu kommen, wo wir jahrelang unser Winterlager hatten.

Leider ist uns 2020 Corona dazwischengekommen, so dass wir nur etwas an der deutschen Nordseeküste unterwegs sein konnten. Aber in diesem Sommer haben wir wie geplant von den Niederlanden aus die französische Küste der Normandie und der Bretagne erkundet.

Statistik

  • Seemeilen: 917
  • Motorstunden: 63
  • Segeltage: 32
  • Nächte auf See: 1
  • Liegetage: 32
  • Liegeplätze: 30

Niederlande: Workum, Enkhuizen, Amsterdam (Aeolus), Scheveningen

Frankreich (und Kanalinseln): Boulogne-sur-Mer, Dieppe, St-Valery-en-Caux, Le Havre, Honfleur, Deauville, Ouistreham, Caen, St-Vaast-la Hougue, Cherbourg, Diélette – St Helier, Jersey – Iles Chausey (M), Rade de Brehat (A), Roscoff, L’Aber Wrac’h, L’Aber Ildut, Camaret-sur-Mer, Anse de Morgat (A), Morgat, Le Guilvinec, Concarneau, Port Louis, Quiberon (Port Haliguen), Le Crouesty

Donnerstag, 1. Oktober 2020

Zusammenfassung Sommer 2020


Uns geht es wie allen anderen – wir müssen unsere Pläne wegen Corona ändern… Eigentlich sollte die Triton im Frühjahr ein neues Deck (Flexi-Teak) bekommen, dann wollten wir im Mai zum Boot nach Workum und es segelfertig machen. Anfang Juni stand die Hochzeit von Freunden auf dem Programm und danach sollte die Reise nach Nordspanien gehen, wo wir uns im September ein neues Winterlager suchen wollten. Unterwegs war ein Treffen mit Freunden in der Nähe von Bordeaux geplant…

Schon Punkt eins auf der Liste, das neue Deck, konnte nicht wie geplant erledigt werden, weil wir nicht mehr in die Niederlande einreisen durften… Erst Mitte Juni können die Vorbereitungen weiter gehen und im Juli wird dann das Deck verlegt. Danach muss alles wieder angeschraubt, geputzt und eingeräumt werden.

Ich bin nicht nur unglücklich über die Verzögerung, denn die Heilung meines Fußes (Versteifung oberes Sprunggelenk 10/2019) zieht sich hin und das Gehen, Autofahren (es ist der rechte Fuß) und Radfahren ist erst gar nicht und dann nur unter Schmerzen möglich. Zusätzlich hat mein Vater noch einen Schlaganfall und ich hätte meine Eltern in dieser Situation nicht allein lassen wollen.

Aber bis Anfang August ist alles soweit wieder im grünen Bereich, so dass wir zum Boot fahren können und erst einmal 10 Tage mit Arbeiten an Bord verbringen. Neben den normalen Arbeiten zum Auswintern muss immer noch einiges wieder festgeschraubt werden. Wir hatten das Boot nach unserer Atlantikrunde komplett leergeräumt und rüsten es jetzt wieder aus. Erst am 18. August können wir zum ersten Segeltag starten. Es ist klar, dass wir nicht nach Spanien segeln können und wollen und so beschließen wir, sozusagen nach „rechts“ zu fahren und uns überwiegend die deutsche Nordseeküste anzuschauen.

Statistik

Seemeilen: 557
Motorstunden: 48
Segeltage: 15
Nächte auf See: 1
Liegetage: 38
Liegeplätze: 15 (12 verschiedene)

Workum – Harlingen – Vlieland – Borkum – Norderney – Hooksiel – Helgoland – Bremerhaven – Helgoland – Amrum – Hörnum – Norderney – Terschelling – Makkum - Workum

Samstag, 31. August 2019

Zusammenfassung Reise 2019

Teil 1 - USA: Dennis, MA - Newport, RI

In diesem Jahr stand die Rückführung von Cape Cod zu unserem Winterlager in Workum an und am 08.05.2019 fliegen wir zurück in die USA zum Boot. Zwei Wochen lang bereiten wir die TRITON auf die nächste Atlantiküberquerung vor: Antifouling streichen, Halterungen für den neuen Treibanker montieren, verschiedene Reparaturen vornehmen, Mast stellen, Segel anschlagen, alles Systeme wieder installieren und Testen, Großeinkauf von Lebensmitteln etc. Wir schlafen in vier Meter Höhe auf dem Boot, natürlich ohne Toilette, die ja mit Seewasser funktioniert und es ist echt kalt (die Temperaturen sind oft nur einstellig).

Herzerwärmend ist dagegen die Freunlichkeit der Menschen. Carol Ann und Dana, die wir letztes Jahr in Newport kennengelernt haben und die in der Nähe wohnen, laden uns zum Essen ein. Ein alter Segler schenkt uns einen Heizlüfter, der die Situation an Bord deutlich verbessert und Toni, die gute Seele des Betriebs, hilft wo sie kann und leiht uns ihr Auto für unsere Einkaufstouren. Die Marina verkauft auch Ersatzteile und es gibt einen kleinen Imbiss, wo wir uns regelmäßig stärken können. In zwei Tagen segeln wir dann das Boot durch den Cape Cod Canal nach Newport, RI, von wo aus wir starten wollen. Dort kaufen wir noch frische Lebensmittel und warten auf das OK von unserem Wetterrouter Chris Parker: klick

Teil 2 - Atlantik: Newport, RI - Lajes des Flores (Azoren)

Wir fahren am Nachmittag los und hinein in relativ ungemütliches Wetter zunächst mit starkem Wind und Wellen. Zwischendurch verlässt uns der Wind um dann noch stärker zurückzukommen. Wir verlieren unser Fenderbrett und (zunächst unbemerkt) unseren Gennaker-Rüssel. So ohne große Eingewöhnung fühlen wir uns nicht wirklich gut. Zur latenten Übelkeit und Kälte kommt dann noch eine völlig mondlose Nacht... langsam frage ich mich, was ich hier eigentlich mache... 
Wir haben uns nicht ganz an den Plan von Chris gehalten, der uns erst weit nach Süden geschickt hat, sondern sind etwas früher nach Westen abgebogen... Leider haben wir nicht bedacht, dass er seine Ein- und Austrittspunkte aus dem Golfstrom mit Bedacht gewählt hat, um seitliche Strudel zu vermeiden. Der Wind ist - wie angesagt - weggegangen, die Wellen sind aber noch da und wir schaukeln heftig herum, der Motor läuft nur langsam, um Sprit zu sparen und auf einmal zeigt unsere Kurslinie auf dem Plotter nach hinten... wir brauchen eine Weile, bis wir darauf kommen, dass wir hier 3 kn Gegenstrom haben und bei knapp 3 kn Geschwindigkeit eben nach USA zurück fahren...

Aber am 4. Tag sieht die Welt dann schon ganz anders aus: der Gegenstrom ist vorbei, der Himmel ist blau, wir haben den richtigen Wind in der richtigen Stärke, die Temperaturen steigen und mit ihnen die Stimmung an Bord. Der Rest der insgesamt 17 Tage verläuft dann schön und ereignislos. Wir wechseln uns mit den Wachen ab, essen die leckeren Sachen an Bord, backen Brot, duschen auf dem Achterdeck, lesen, hören Musik, schreiben Blog... Manchmal besuchen uns Delfine und jeden Morgen und Abend können wir Sonnenauf- und untergänge genießen. Wir holen täglich selbst die Wetterdaten als Grip-Files ab und bekommen regelmäßig Updates von Chris Parker, der uns um Starkwind und Flauten herumsteuert. Nach 2239 sm kommen wir abends in Lajes des Flores auf der westlichsten Azoreninsel an - eine insgesamt sehr gute Überfahrt.

Freitag, 7. September 2018

Zusammenfassung Reise 2017/2018

Eine wunderbare Reise, noch besser, als ich es mir vorgestellt hatte. Wir haben unglaublich viel gesehen, erfahren, ersegelt, erlebt und gelernt. Ich bin froh, glücklich und dankbar, dass alles so gut geklappt hat und dass wir uns so gut verstanden haben.

Vor der Fahrt hatte wir uns Gedanken gemacht, was alles passieren könnte und entsprechnde Ausrüstung besorgt, die wir erfreulicherweise nicht gebraucht haben:
  • Keine Stürme, zweites Vorstag und Sturmfock wurden nicht benutzt
  • Keine Kranheiten, zwei Kisten Medikamente wurden nicht angefasst, nur Fenestil gegen juckende Insektenstiche und meine Rheuma-Mittel habe ich verwendet
  • Keine Unfälle, nur kleine Kratzer und Schnitte, Nähzeug etc. blieb im Koffer
  • Kein Ausfall von notwendiger Ausrüstung, alle Reparaturen konnten mit Bordmitteln erledigt werden
  • Keine Kriminalität, kein Diebstahl oder gar Raub, im Gegenteil, Ralfs verlorenes Portemonnaie wurde zurückgegeben
Wir haben gesehen, dass wir mit sehr wenig Platz, Kleidung, Strom, Wasser, Diesel, Benzin, Gas auskommen können. Musik und Bücher (außer Revier- und Reiseführern) hatten wir platzsparend in elektronischer Form dabei. Uns hat in dieser Hinsicht nichts gefehlt.

Wir haben aber auch erkannt, dass wir auf keinen Fall – wie einige unserer Segelfreunde – alle Brücken hinter uns abbrechen und ganz aufs Boot ziehen wollen. Dazu sind wir mit vier Eltern, drei Kinder, zwei Jobs und einem Kater – nicht zu reden von vielen Freunden – doch viel zu sehr verwurzelt in Deutschland.

Größere Strecken segeln, an Bord leben, neue Menschen kennenzulernen und neue Orte zu entdecken macht uns viel Freude. Wir wollen daher versuchen – solange das familiär, gesundheitlich und finanziell möglich ist – im Sommer drei bis vier Monate auf dem Boot zu verbringen und uns in den anderen acht Monaten um Familie, Freunde und Aufgaben an Land zu kümmern.

Klar ist aber auch, dass wir hier nicht mehr genauso weitermachen wollen wie vorher. Gerade durch meine Krankheit (und sicher auch durch allgemeines Altern und die Nebenwirkungen der Medikamente) muss ich mir meine Kräfte einteilen und Prioritäten setzten. Ich habe mir vorgenommen, die eingene Heimat wie ein Tourist zu entdecken und ganz besonders die Beziehungen zu lieben Menschen zu pflegen.

Für jedem Monat und die Atlantiküberquerung gibt es Zusammenfassungen: Klick

Alle 100 Tage haben Ralf und ich unabhängig voneinander einen Fragebogen ausgefüllt: Klick

Noch etwas Statistik:
Seemeilen
9.235
Motorstunden
411 (ca. 1.200 sm = 13 %)
Segeltage
192 (45 %)
Nächte auf See
51
Liegetage
237 (55 %)
Liegeplätze
130
Länder
15
Niederlande, Belgien, UK, Spanien, Portugal, Barbados, Grenada, St. Vincent and the Grenadines, St. Lucia, Dominica, Antigua and Barbuda, US-Virgin Islands, British Virgin Islands, Bermuda, USA
Bundesstaaten USA
11
North Carolina, Virginia, Maryland, Delaware, New Jersey, New York, Connecticut, Rhode Island, Massachusetts, New Hampshire, Maine
Inseln
44
England, Isle of Wright, Ilsa Ons, Isla Cies, Porto Santo, Madeira, Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria, Teneriffa, Barbados, St. Lucia, Martinique, Dominica, Grenada, Carriacou, Union Island, Tobago Cays, Canouan, Bequia, Guadeloupe, Ilet du Gosier, Les Saintes, Pigeon Island, Antigua, St. Barts, St. Martin, St. Croix, Buck Island, St. John, St. Thomas, Jost van Dyke, Virgin Gorda, Anegada, Bermuda, Delmarva (Halbinsel), Tilghman Island (Chesapeake Bay), Manhattan, Sheffield Island (Long Island Sound), Fishers Island, Block Island, Martha's Vinyard, Nantucket, Gallops Island

Samstag, 1. September 2018

Zusammenfassung: August 2018

Statistik
Seemeilen: 350
Motorstunden: 25
Segeltage: 16
Nächte auf See: 1
Liegetage: 15
Liegeplätze: 13
Rhode Island: Newport (M)
Massachusetts: Martha’s Vinyard (A), Nantucket (A) (M), Monument Beach (A), Provincetown (M)
Maine: York Harbor (M)
New Hampshire: Portsmouth (M)
Massachusetts: Newburyport, Rockport (A), Marblehead (M), Boston (A) (M), Gallops Island (A), Plymouth (M)
                                                      
Segeln und Wetter
Wieder ein Monat mit ganz überwiegen sonnigem Wetter und nur ganz wenigen Regentagen. Die Temperaturen waren meist angenehm nur auf die Hitzewelle in Boston mit weit über 30 Grad hätte ich gut verzichten können.

Bis auf den Cape Cod Canal und das kurze Stück von York Harbor nach Portsmouth konnten wir alle Strecken gut segeln, teilweise mit Gegenwind, manchmal sehr langsam oder nur unter Fock, aber immerhin. Wir haben versucht uns so einzuteilen, dass der Strom mithilft und das hat gut geklappt. Es war gut, in einem Sprung nach Maine zu segeln und uns dann auf dem Rückweg nur kurze Strecken zu machen.

Boot und Ausrüstung
Wir sind jetzt auf dieser Reise über 9.000 sm mit der TRITON gesegelt und insgesamt sehr zufrieden mit dem Boot un der Ausrüstung. Ein ausgezeichnetes Blauwasserboot, gutmütig, kursstabil, sicher, kaum Spritzwasser, weiche Bewegungen in der Welle, gute Seekojen, prima Schutz durch die Scheiben und das feste Dach. Die Solarpanele und die Windselbststeueranlage haben sich hervorragend bewährt.

Natürlich gab es auch in diesem Monat ein paar Reparaturen: die Windselbststeueranlage drehte nicht richtig, der Kühlwasserpiepser am Motor, das Licht im Bad, neue Batterien für das Bugstrahlruder… und ein neuer Enterhaken, weil wir den schönen alten leider verloren haben. Mittlerweile läuft der neue Plotter dank Adapterkabel, aber die neue Selbststeueranlage macht immer noch Ärger. Eventuell müssen wir auch noch den Elektromotor austauschen.

Verpflegung/Versorgung
Immer gute Versorgungsmöglichkeiten mit großer Auswahl. Wir wissen mittlerweile, dass es leckeren Käse etc. in der Delikatessenabteilung gibt und dass die Supermärkte immer außerhalb liegen. Meistens kochen an Bord und wechseln uns damit ab. An Land gibt es auf Ausflügen Kleinigkeiten wie Sandwiches oder Burger, gerne auch was aus dem Deli, was wir dann auf einer netten Bank essen. Diesmal hatten wir sogar ein paar mal mit Kaffee und Kuchen Glück!

Crew
Auch im 14. Monat des 24/7 Zusammenlebens haben wir uns ganz überwiegend sehr gut verstanden. An Bord sind wir ein eingespieltes Team mit einer festen Aufgabenverteilung und die Abläufe laufen wie am Schnürchen. Konfliktpotential gibt es machmal, wenn ich als „Sicherheitsbeauftragte“ auf verschiedenen Maßnahmen bestehe. An Land haben wir ähnliche Interessen und sind uns einig, was wir anschauen und unternehmen wollen. Blöde ist, dass ich nicht mehr gut, schnell und weit laufen kann.

Sightseeing
Von Newport aus ist es nur ein Sprung auf die beiden Inseln Martha’s Vinyard und Nantucket, jede mit ihrem eigenen Charme, wunderbar gepflegter Landschaft, Gärten und hübschen Häusern mit den typischen silbergrauen Schindeln und weißen Aktzenten. Leider sind wir in der Hauptsaison da und es ist uns etwas zu voll.

Dafür haben wir dann eine einsame Ankerbucht in der Buzzards Bay und als Kontrast dann wieder pralles Leben in Provicetown. Die Mardi-Gras-Parade ist sicher eines der Highlights unserer Reise! Von dort aus machen wir einen Sprung ins südliche Maine nach York Harbor, um einen kleinen Eindruck von der so gelobten Gegend zu bekommen. Wirklich wunderschön, es erinnert uns sehr an die schwedischen Schären. Einziger Nachteil: unzählige Hummerpötte…

Damit haben wir den nördlichsten Punkt an der Küste erreicht und fahren in kleinen Etappen wieder nach Süden. Nach einem kurzen Abstecher in Portsmouth, New Hampshire sind wir wieder zurück in Massachusetts. Sehr gut gefällt uns Rockport, mit seinem malerischen Hafen und vielen kleinen Galerien. Wir besuchen Marblehead für einen Abstecher nach Salem (eher enttäuschend) und sind ganz begeistert von Boston mit seinen ganz unterschiedlichen Stadtvierteln. Besonders beeindruckt uns der Besuch beim MIT.

Begegnungen
Nicht nur Natur und Kultur, sondern vor allem die Begegnungen mit anderen Menschen macht diese Reise so besonders. Wir haben immer noch über verschiedene Medien Kontakt mit Segelfreunden aus aller Welt. In Boston haben wir die WILDERNESS wieder getroffen und schön zusammen gefrühstückt. Dann sind da die verschiedenen, sehr unterschiedlichen, UBER-Fahrer, die meist Interessantes zu erzählen haben, die Tour-Guides, die oft ungewöhnliche Persönlichkeiten sind und andere Menschen, mit denen wir ins Gespräch kommen („Did you really SAIL from Germany?“)

Fazit
Wir sind sehr froh, dass wir uns entschieden haben, nicht diese Saison nach Hause zu segeln, sondern stattdessen die amerikanische Küste zu erkunden. Besonders New England gefällt uns so gut – als erstes Revier seit Kontinentaleuropa – dass wir uns gut vorstellen könnten, hier noch mindestens eine weitere Saison zu verbringen… Wir haben nur einen kurzen Abstecher nach Maine gemacht, aber das machte Lust auf mehr und weiter nach Norden Richtung Kanada.

Aber auch der Teil, den wir gesehen haben ist wunderbar mit vielen Häfen, Buchten, Ankerplätzen, Inseln und interessanten Städten. Hier ist für jeden etwas dabei: Einsamkeit und Trubel, tolle Landschaften aber auch jede Art von Kultur und Geschichte. Genau die Mischung, die uns gut gefällt.

Mittwoch, 1. August 2018

Zusammenfassung: Juli 2018

Statistik
Seemeilen: 416
Motorstunden: 39
Segeltage: 17
Nächte auf See: 1
Liegetage: 14
Liegeplätze: 16
Maryland: Baltimore Canton (A), Worton Creek (A), Groove Point (A), Chesapeake City (A)
Delaware: Delaware City
New Jersey: Cape May (A), Atlantic Highlands (A)
New York: New York, Port Washington M) , Fishers Island (A)
Connecticut: Sheffield Island (A), Bridgeport, New Haven (A), Stonigton (M)
Rhode Island: Block Island (A), Newport (M)
                                                      
Segeln und Wetter
Wir hatten überwiegend Sonne und leichten Wind. Abends oder nachts manchmal eine (Gewitter)Front, die dann Wind und Regen brachte. Ansonsten nur einen Regentag in New York und einige wenige Tage mit bedecktem Himmel. Sehr angenehm ist, dass das Wasser wesentlich kühler geworden ist, nachdem wir die Chesapeake Bay verlassen haben. Dadurch kühlt auch das Schiff unter Deck besser ab.

Das letzte Stück Chesapeake Bay, durch den Kanal und den Delaware hinunter sind wir überwiegend motort. Den Sprung nach New York und durch den Long Island Sound konnten wir recht gut segeln. Wir haben unsere Ziele auch nach günstiger Windrichtung ausgesucht. Bis auf die Woche in New York haben wir nur wenige Marinas besucht und meist vor Anker oder an einer Mooring gelegen.

Boot und Ausrüstung
Alle Komponenten der neuen elektrischen Selbststeueranlage sind mittlerweile eingebaut und soweit angeschlossen. Wir haben uns auch entschieden, den Kartenplotter gleich mit auszutauschen. Nun müssen wir noch alle Geräte miteinander verbinden und verschiedene Einstellungen vornehmen.
Auch der Außenborder hat wieder Probleme gemacht, aber da Ralf einen von Paul mitgebrachten neuen Vergaser eingebaut hat, läuft er jetzt wieder einwandfrei.

Verpflegung/Versorgung
Wir besuchen die gut sortierten Supermärkte per Fahrrad oder mit Uber und sind dadurch sehr gut versorgt. Seitdem wir herausgefunden haben, dass Quark durch Skyr oder griechischen Yoghurt ersetzt werden kann, steht auch wieder Kräuterquart mit Kartoffeln auf dem Speiseplan.
In den meisten von uns besuchten Restaurants werden Sandwiches, Burger und Pizza angeboten. Mit Pizza kann man nicht viel falsch machen. In Jersey City haben wir sehr gut chinesisch/thailändisch gegessen und in New York haben wir uns öfter etwas aus dem Deli geholt und dann auf einer Bank gegessen.

Crew
In diesem Monat wurde die Crew durch Leonie und Paul verstärkt. Wir haben eine sehr schöne und ausgefüllte Woche in New York verbracht und sind dann noch einige Tage zusammen gesegelt. Stimmung und Verpflegung waren sehr gut und wir hatten eine prima Zeit zusammen.

Sightseeing
Auf dem letzten Stück der Cheaspeake Bay, dem Kanal und dem Delaware gab es viel Natur und wenig zu besichtigen. In Cape May, einem beliebten Badeort, haben wir einen netten Fahrradausflug zu einem Leuchtturm unternommen.

Das absolute Highlight war natürlich New York, das natürlich eine unendliche Auswahl an Sehenswürdigkeiten bietet. Wir hatten einen City Pass und haben uns ausgesucht: Empire State Building, Rockefeller Center, 9/11 Memorial und Museum, MoMA, Museum of Natural History, Statue of Liberty und Ellis Island (mit Museum). Außerdem waren wir im Central Park, am Times Square, zum Konzert im Bryant Park, in Chinatown, Little Italy, in Ellen’s Stardust Diner mit singenden Kellner und wir haben eine Fahrradtour nach Brooklyn gemacht.

Im Long Island Sound haben wir Mystic Seaport besucht, das größte maritime Museum der USA, mit einer kompletten Holzboot-Werft, einem Museumsdorf und zahlreichen historischen Booten, die auch wirklich benutzt werden – toll!

Begegnungen
Immer wieder treffen wir nette andere Segler, so werden wir in Atlantic Highlands von Gwen und Chis von der DAWALI angesprochen, mit denen wir uns sehr verstehen. Überraschend treffen wir in Port Washington Fung und Charles von der WILDERNESS wieder, die wir zuletzt in Lissabon gesehen hatten. Und und New York hatten wir die Freude mit Enrico Mittag zu essen – er arbeitet im Financial District direkt neben unserem Fähranleger und wir hatten uns seit 2012 nicht gesehen.

Fazit
In diesem Monat sind wir von Maryland über Delaware, New Jersey, New York und Connecticut bis nach Rhode Island gesegelt. Es war eine sehr abwechslungsreiche Strecke: von kleinen Ankerbuchten durch einen Kanal und einen Fluss hinunter in einen typischen Badeort. Dann – nach wochenlanger Fahrt in Binnenrevieren und Kanälen – wieder hinaus auf den Atlantik und dort eine (schöne) Nachtfahrt.

Von einem verschlafenen Ort in New Jersey ging an der Freiheitsstatue vorbei in die Metropole New York. Die Einfahrt nach New York war für mich ein absoluter Gänsehaut-Moment und wirklich die Erfüllung eines Traums! Und dann natürlich New York selbst mit seinen fantastischen Angeboten! Eine besondere Freude war es, dass Leonie und Paul mit von der Partie waren. Unvergesslich auch die Fahrt durch den East River an ganz Manhattan vorbei und durch Hell Gate in den Long Island Sound.

Nur wenige Meilen von New York entfernt und in Sichtweite der Skyline war es dann wieder ruhig und friedlich im Long Island Sound. Ein schönes Segelrevier mit Inseln, Buchten und relativ einsamen Ankerplätzen und dann wieder sehr touristisch und voll in Mystic und auf Block Island. Insgesamt wunderschön und sehr sehenswert – wir sind froh, dass wir uns für diesen Strecke entschieden haben.

Sonntag, 1. Juli 2018

Zusammenfassung: Juni 2018

Statistik
Seemeilen: 399
Motorstunden: 50
Segeltage: 16
Nächte auf See: 0
Liegetage: 14
Liegeplätze: 17
North Carolina: Belhaven, Alligator River (A),  North River (A), Coinjock Marina, Great Bridge
Virginia: Norfolk, Hampton, Cape Charles, Deltaville, Reedville (A), Solomons Island (A)
Maryland: Tilghman, St. Michaels (A), Annapolis (M), Baltimore Dock, Baltimore Canton (A)
                                                      
Segeln und Wetter
Nach dem Monat mit den meisten gesegelten Seemeilen ist nun der Juni der Monat mit den meisten Motorstunden. Das liegt natürlich daran, dass im oft schmalen Kanal des Intracoastal Waterway Segeln nicht möglich ist.

Seitdem wir auf der Chesapeake Bay unterwegs sind, konnten wir fast alle Etappen segeln. Es gibt zahlreiche Marinas und Ankerplätze auf beiden Seiten der Bay und es fühlt sich ein wenig so wie auf der Ostsee an. Wir haben Tagesetappen von 20 bis maximal 40 Seemeilen und sind – bis auf die Stopps in den Großstädten – fast jeden Tag ein Stück weitergefahren.

Die Windverhältnisse sind hier sehr wechselnd, aber meist schwach. Wir haben mehrfach erlebt, dass der Wind über den Tag um 360 Grad gedreht hat… Abends gibt es öfter mal ein Gewitter – eben ein Binnenrevier. Navigatorisch gibt es keine Probleme, denn alles ist sehr gut ausgetonnt. Wir müssen allerdings mit unserem Tiefgang von 1,90 m aufpassen, denn die Bay ist insgesamt sehr flach. In einige Flussmündungen kommen wir nicht herein. Glücklicherweise gibt es keine Steine, sondern der Boden ist schwarzer Mudder. Bisher hat unser Anker immer gut gehalten, aber das Saubermachen ist jedes Mal eine unangenehme Aufgabe…

Das Wetter ist bisher immer warm und feucht und hat sich in der letzten Woche zu sehr, sehr heiß entwickelt. Für mich erstaunlicherweise wärmer als in der Karibik… und der Wind fehlt. Das Wasser ist trübe und eher braun und läd nicht wirklich zum Baden ein. Je weiter wir nach Norden kommen, um so weniger salzig ist es.

Boot und Ausrüstung
Die alte elektronische Selbststeueranlage hat nun endgültig die Arbeit eingestellt. Im ICW hat aber James (der kleine Pinnenpilot) die Arbeit sehr gut übernommen und auf einigen Segeletappen durfte auch Sir Henry wieder ran. Er hat aber Probleme mit schwachen und wechselnden Winden. Wir haben eine neue Steuerungseinheit für die große elektrische Anlage gekauft und die wird Ralf jetzt nach und nach einbauen.

Zwischendurch hat auch der (sonst sehr zuverlässige) Außenborder mal kurz verweigert, aber das Problem (Schwimmernadelventil hängt) konnte schnell gelöst werden.

Verpflegung/Versorgung
Die Supermärkte sind hervorragend sortiert und die Preise – insbesondere in Anbetracht des günstigen Dollar-Kurses – sehr akzeptabel. Sie (die Supermärkte) liegen nur leider sehr selten in Hafennähe sondern eher auf der grünen Wiese. Wir sind dann aber mit Bussen, Taxi und – was sehr gut funktioniert – dem Fahrdienst Uber oder Lynk zum Einkaufen gefahren.

Sehr empfehlenswert ist der Ankerplatz in Baltimore direkt vor der – passend benannten – Anchorage Marina. Dort ist der Bootausrüster West Marine und ein sehr großer Supermarkt direkt am Dinghy Dock.

An unseren Besichtigungstagen haben wir oft unterwegs eine Kleinigkeit gegessen, meist in Richtung Burger, Tacos oder Sandwich. Mir gefällt gut, dass es immer ein Glas Eiswasser gibt und dass alkoholfreie Getränke und Kaffee nachgefüllt werden. Die Preise auf der Karte sind ohne Steuer und Bedienung, so dass das noch mit einkalkuliert werden muss. Prima finden wir das einfache Zahlen mit Kreditkarte.

Crew
Wieder ein sehr netter und harmonischer Monat, es gab nur eine ganz kurze Unstimmigkeit bei einem Manöver. Sonst sind die Aufgaben beim Segeln klar verteilt und oft genügt ein kurzes Wort oder ein Blick, um uns zu verständigen.

An Land suchen wir beide Ausflugsziele aus und wir sind uns fast immer einig, was wir anschauen wollen. Wichtig ist uns, nicht alles „abzuarbeiten“, sondern uns lieber für wenige Ziele in Ruhe Zeit zu lassen.

Sightseeing
Auf dem ICW gab es recht wenig zu besichtigen. Die Orte waren klein und eher verschlafen aber dafür war die Tierwelt, insbesondere die zahlreichen Vögel (Fischadler, Pelikane, Kormorane, verschiedene Möwen, Gänse, Enten) und die Flusslandschaften sehr sehenswert. Nur auf die Insekten hätte ich sehr gut verzichten können…

Ab Norfolk und in der Chesapeake Bay gab es dann sehr viele Möglichkeiten für touristische Aktivitäten. In den Städten Hampton, Annapolis, Washington D.C. und Baltimore haben wir Museen, Gebäude und Schiffe besichtigt, haben an Touren teilgenommen und sind ins Kino und ins Konzert gegangen.

Die Chesapeake Bay bietet aber neben den Großstädten auch nette kleine Orte und Ankerbuchten. Je nach Bedürfnissen ist hier für jeden etwas dabei. Auch in den kleineren Orten gibt es häufig ein maritimes Museum, z.B. in Solomons Island und St. Michaels.

Begegnungen
Wir sind weiter sehr angetan von der offenen und freundlichen Art der Menschen hier. Sobald wir den Mund aufmachen, werden wir gefragt, woher wir kommen und oft ergibt sich dann im Bus oder an der Supermarktkasse ein Gespräch. Die Angestellten in Geschäften und Restaurants sind sehr aufmerksam, höflich, freundlich und hilfsbereit. Das Gegenteil von Service-Wüste…

Witzig sind auch die Gespräche mit den Fahrern von Uber und Lynk – meist Einwanderer – die oft interessant von der Stadt und ihrem Leben erzählen.

In Deltaville haben wir Debbie kennengelernt, die auf einem Boot arbeitete und uns sehr nett mir ihr unterhalten. Bei einer Führung in Annapolis war ein deutsches Paar dabei, die beide Bootbauer und Segler sind – sehr interessant! In Baltimore haben wir die Crew der SEAHAWK getroffen und uns gegenseitig auf den Booten besucht – auch wieder ein schöner Austausch.

Besonders nett fand ich die Begegnungen mit den Künstlern im Bromo-Seltzer-Tower in Baltimore. Tommy Roberts, von dem wir einen Druck und ein Bild gekauft haben, hat uns als Künstler und als Mensch sehr beeindruckt.

Fazit
Ganz neue Erfahrungen in den USA und wir sind froh, dass wir nicht dieses Jahr nach Europa zurückfahren, sondern uns die Zeit genommen haben, die Ostküste zu erkunden. Die Naturschönheiten des ICW sind etwas ganz Besonderes, aber wir haben gemerkt, dass wir Segler sind und uns mit dem Kanalfahren (eine Option, wenn wir älter sind) noch Zeit lassen wollen. Die Chesapeake Bay ist ein ganz wunderbares Revier mit vielen Möglichkeiten – alleine hier könnten wir Jahre verbringen und hätten trotzdem nicht alle Buchten und Marinas gesehen…

Insgesamt empfinden wir hier alles zwei bis drei Nummern größer als bei uns. Angefangen mit den riesigen PickUps and SUVs, den großen Getränken und Packungen im Supermarkt und im Restaurant, der Größe der Gebäude über die Breite der Straßen bis zu den Entfernungen… Was wir bisher gesehen habe ist sehr aufgeräumt und gepflegt und zumindest in den Kleinstädten gibt es wohl sehr wenig Kriminalität, denn nichts ist abgeschlossen (z.B. die Waschräume und Werkstätten in den Marinas) und vorm Baumarkt stehen auch nachts die Blumen und Gartenmöbel einfach auf der Straße.

Ganz begeistert sind wir von den Museen. Selbst in den kleinsten Orten sind die Ausstellungen sehr gut aufbereitet und mit Schildern und Erklärungen versehen. Statt reinen Sammlungen sind es eher interaktive Lernerfahrungen mit Audios, Videos und Experimenten. Es gibt häufig viele Freiwillige, die Führungen anbieten oder für Fragen bereitstehen.

Freitag, 1. Juni 2018

Zusammenfassung: Mai 2018

Statistik
Seemeilen: 1672
Motorstunden: 24
Segeltage: 17
Nächte auf See: 11
Liegetage: 14
Liegeplätze: 6   
Bermuda: George Town (A)
USA: North Carolina: Beaufort, Oriental, R.E.Mayo, Bath, Washington
                                                      
Segeln und Wetter
Das ist bisher der Monat, in dem wir am meisten gesegelt sind: über 1600 sm in zwei großen Etappen. Es sind gleichzeitig auch die längsten Stücke, die wir jeweils nur zu zweit unterwegs waren. Auf beiden Überfahrten haben wir uns von „Wettergott“ Chris Parker ein Wetterrouting machen lassen und beide Male waren wir mit dem Resultat sehr zufrieden. Bis auf ein paar – gut zu handhabende – Schauerböen hatten wir nur günstigen Wind von der Seite oder von hinten, konnten praktisch alles Segeln und sind sehr gut vorangekommen.

Wir haben die Karibik verlassen und das Wasser ist merklich kühler geworden, was dazu führt, dass es nachts etwas abkühlt, tagsüber aber weiterhin warm bleibt. Wir haben unsere Flauschdecken herausgeholt. Das Klima auf den Bermudas fanden wir dadurch sehr angenehm.

Hier an der Ostküste ist es tagsüber warm mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit und bisher mit sehr wenig Wind. Die atlantische Hurrikan-Saison beginnt offiziell erst am 1. Juni, aber dieses Jahr gab es bereits einen namentliche benannten subtropischen Sturm „Alberto“. Wir waren nicht vom Wind betroffen, aber von den dazugehörenden heftigen Regenfällen haben wir am Rande auch etwas mitbekommen. Tagsüber ist es warm mit hoher Luftfeuchtigkeit und bisher mit wenig Wind.

Boot und Ausrüstung
Wieder haben Sir Henry und Lady Triton die See-Etappen hervorragend, zuverlässig und schnell bewältigt – alles hat prima funktioniert! Es gab nur kleinere Reparaturen bzw. Verbesserungen: Püttingeisen abgedichtet, neuer Geber für die Anzeige des Wassertanks und die alte elektronische Selbststeueranlage wieder zum Leben erweckt.

Verpflegung/Versorgung
Auf unseren Seestücken waren wir immer sehr gut mit vorgekochtem Essen versorgt, dass wir dann jeweils nur aufwärmen mussten. Auf Bermuda gibt es einen netten Lebensmittel-Laden direkt am Hafen… Aber alles ist EXTREM teuer… Daher haben wir uns auf Bermuda mit Einkäufen und auch mit auswärts Essen gehen sehr zurückgehalten.

Nun – in USA – gibt es (fast) alles, reichlich und zu moderaten Preisen. Das einzige Problem ist, dass die Lebensmittel-Geschäfte oft außerhalb und damit recht weit vom Hafen entfernt liegen. Das war aber in Beaufort kein Problem, denn unsere Marina hatte ein „Courtesy Car“, das wir kostenlos zum Einkaufen benutzen konnten.

Crew
Bis auf eine kurze Diskussion wieder ein sehr harmonischer Monat. Auf See haben wir uns jeweils mit den Wachen abgewechselt und hatten eigentlich nur am Nachmittag/frühen Abend eine Zeit, in der wir beide gleichzeitig wach und im Cockpit waren. Wir haben uns gut an die Wachen gewöhnt und hätten problemlos auch noch weiter segeln können. Wir interessieren und beide für unsere Ziele und informieren uns über Landschaft, Natur, Geschichte und mögliche Sehenswürdigkeiten auf unserer Reise.

Sightseeing
Nach einer Woche Segeln haben wir dann eine wunderbare Woche auf Bermuda verbracht. Eine ganz spezielle Insel mit viel sehenswerter (englischer) Geschichte, wunderbarem Wetter, türkisblauem Wasser, gepflegten Häusern und sehr netten Menschen. Einziger Nachteil: die Preise…

Eine weiter Woche Segeln brachte uns dann an die amerikanische Ostküste, genauer nach Beaufort, North Carolina, eine sehr gute Wahl: sehr gepflegt, sehr hübsch, moderat touristisch mit vielen Möglichkeiten für Sightseeing und netten Restaurants und Geschäften.

Nun sind wir unterwegs auf dem Intracoastal Waterway und haben bisher in North Carolina Oriental, Bath und Washington besucht. Die Orte sind unspektakuläre und sehr verschlafene Kleinstädte aber die Landschaft, in der sich Ozean und Flüsse treffen, ist wunderschön mit Bäumen, Büschen, Marschland und zahlreichen Tieren und Pflanzen.

Begegnungen
Auf Bermuda haben wir die Familiencrew der TROLL (die wir aus Phare Bleu auf Grenada kennen) und die MANWE (die mit uns die Odyssey gesegelt ist) wiedergetroffen. Mit der Crew der MANWE haben wir zwei nette Abende verbracht. Zufällig haben wir beim Radfahren Juneia und Charles kennengelernt, die seit 30 Jahren auf der Insel leben und mit denen wir uns nett unterhalten.

Jetzt in USA ist es sehr leicht, mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Wir werden – wohl wegen unseres Akzents – oft gefragt, wo wir herkommen und wir bekommen sehr oft Hilfe angeboten, z.B. hat eine nette Dame in Bath Ralf vom Supermarkt wieder zum Boot gefahren. Alle sind offen und freundlich. Es mag oberflächlich sein, aber ich finde diese Art sehr angenehm und nett.

Fazit
Ein sehr abwechslungsreicher und interessanter Monat, der uns von der Karibik über Bermuda in die Südstaaten der USA gebracht hat – ganz unterschiedliche Welten. Ich bin sehr froh, dass die großen Segelstrecken so gut geklappt haben und dass wir uns so schöne Orte wie Bermuda und Beaufort ausgesucht haben – beide sicher eine Reise wert!

Montag, 30. April 2018

Zusammenfassung: April 2018

Statistik
Seemeilen: 223
Motorstunden: 14
Segeltage: 14
Nächte auf See: 1
Liegetage: 16
Liegeplätze: 15
St. Martin: Marigot Bay (A)
USVI: St. Croix: Gallows Bay (A), SCYC (A), Buck Island (A), St. John: Great Lameshure Bay (M), Caneel Bay (M), Trunk Bay (M), St. James: Christmas Cove (M), St. Thomas: Red Hook Marina, Red Hood Bay (M)
BVI: Jost van Dyke: Great Harbour, Lee Bay, Virgin Gorda: Leverick Bay (A), Spanish Town, Anegada
                                                      
Segeln und Wetter
Der Wind kommt immer noch aus östlichen Richtungen, ist aber insgesamt mindestens eine Stärke schwächer geworden, so dass wir nur noch angenehme 4 Beaufort haben. Windstille haben wir dieses Jahr noch nicht erlebt. Hier in den nördlichen Inseln ist es wesentlich trockener, so dass wir praktisch jeden Tag blauen Himmel und Sonne haben und unsere Batterien voll laden können. Durch den Wind sind die Temperaturen gut auszuhalten.
Wir haben eine schöne Nachtfahrt von St. Martin nach St. Croix (US-Virgin Islands) und ab dann sind die Entfernungen zwischen den Inseln nur noch kurz und oft vor großen Wellen geschützt, so dass uns selbst (halbe) Tage aufkreuzen nichts ausmachen.

Boot und Ausrüstung
Am Boot waren diesen Monat nur Kleinigkeiten zu erledigen: Gummistopfen auf das Ruder der Hydrovane, damit das Dinghy nicht wieder an der scharfen Kante kaputt geht. Positionslichter und das Licht im Kühlschrank wurden ausgetauscht und ein kleiner Oktopus aus dem Kühlwasserkreis des Motors entfernt. Der Tankanschluss für den Außenborder war kaputt, aber Ralf hatte Ersatz dabei und so dauerte die Reparatur nur ein paar Minuten. Außerdem wurde die kaputte Windex im Masttop ausgetauscht, auch nur eine Sache von ca. 1/2 Stunde.

Bei der Elektronik gab es ein paar Probleme mit „Mailverstopfung“ auf dem Satellitentelefon und Memory mit diversen Telefonkarten. Wir benötigten diesen Monat die deutsche Aldi-Karte für St. Martin (EU) die Flow-Karte aus Barbados für die britischen Virgin Islands und eine neue AT&T Karte für die US-Virgin Islands (die dann hoffentlich auch auf dem Festland funktioniert).
Während ich das schreibe, ist ein Taucher dabei, unser Unterwasserschiff zu reinigen, damit die Triton auf dem Weg nach Bermuda nicht von Bewuchs gebremst wird. Dann ist Boot und Ausrüstung wirklich in gutem Zustand.

Insgesamt sind wir mit unserer alten Lady SEHR zufrieden und würden sie gegen kein anderes Boot eintauschen wollen (vielleicht, vielleicht würden wir bei einer etwas größeren HR schwach). Wir haben uns in allen Situationen sicher und gut gefühlt und kommen mit ihren Eigenheiten seht gut zurecht.

Verpflegung/Versorgung
Auf den USVI und BVI gibt es Supermärkte mit vielen Produkten. Die Auswahl an Wurst, Käse und Brot ist eher überschaubar und alles ist sehr teuer, weil es importiert werden muss. Auch auswärts Essen (bei uns meist nur ein Imbiss) und Getränke (ich sage nur Painkiller) sind teuer. Nach meinem Gefühl oft Premium-Preise für mittelmäßige bis schlechte Gegenleistung. Ein Highlight war die leckere Pizza vom Pizza-Boot in der Christmas Cove.

Crew
Wieder ein entspannter Monat, in dem wir uns gut verstanden haben. Bei allen Manövern sind die Rollen eindeutig verteilt und wir sind ein eingespieltes Team. Auch bei der Auswahl der Ziele und den Unternehmungen sind wir uns sehr einig. Wir können sehr gut zusammen reden und zusammen schweigen. Es gibt auch genug Zeit „alleine“, in der jeder sich mit sich selbst, lesen, schreiben, Musik hören, nachdenken, nicht denken beschäftigt…

Sightseeing
Wir beginnen den Monat auf St. Martin und machen dort, zusammen mit der TOCCATA, einen netten Tagesausflug mit dem Auto. Es ist unglaublich viel durch den Hurrikan zerstört worden. Der niederländische Teil der Insel war auch vorher nicht besonders hübsch, sondern zugebaut mit Bettenburgen und Spielkasinos. Aber es gibt zahlreiche schöne Strände, die auch von Einheimischen rege genutzt werden. Eine Attraktion ist der Strand direkt an Flughafen, über den die ankommenden Maschinen zum Greifen nah fliegen.
Wir besuchen die US Virgin Islands (USVI) und beginnen mit der größten, St. Croix, weil diese von Süden kommend am nächsten liegt. Erst einmal lernen wir, dass die die Inseln früher einmal dänisch waren, bevor sie von den USA 1917 gekauft wurden. Immer noch ist viel dänisch inspirierte Architektur zu sehen, die uns sehr gut gefällt. Wir erkunden die Insel mit dem Auto und sind begeistert von dem wunderbaren botanischen Garten. Im Segelclub werden wir herzlich aufgenommen und ein absolutes Highlight unserer Reise ist das Schnorcheln im Riff von Buck Island.

Unsere nächste Insel ist dann St. John, die zu 2/3 Naturschutzgebiet ist und wunderbare Buchten mit Mooringtonnen (Ankern ist im Nationalpark verboten) bietet. War St. Croix vom Hurrikan nur gestreift worden, hat er hier wieder voll zugeschlagen und es ist viel kaputt gegangen. Aber die Unterwasserwelt ist auch hier sehr schön.

Wir machen einen kurzen Stopp in der Christmas Cove (St. James), wo es ebenfalls ein Schnorchelrevier und das schon erwähnte Pizza-Boot gibt bevor wir weiter fahren zur Hauptinsel St. Thomas. Wir gehen in die Red Hook Bay an der Ostseite der Insel und sind dann mit (sehr empfehlenswerten) Safari-Bussen und einer Taxi-Tour unterwegs. In der Hauptstadt Charlotte Amalie können bis zu sechs Kreuzfahrtschiffe anlegen und in der Stadt reiht sich ein Duty-Free-Shopping-Laden an den nächsten. Auch hier hat der Hurrikan brutal zugeschlagen und fast alle Hotels sind geschlossen.

Von den US Virgin Islands ist es nur ein Katzensprung zu den British Virgin Islands und wir klarieren in Jost van Dyke ein. Hier war es sicher mal schön und hier gibt es die berühmte „Foxy’s Bar“, aber jetzt ist fast alles kaputt. Weil wir uns mit Freunden treffen wollen, lassen wir die größte Insel Tortola aus und segeln direkt nach Virgin Gorda. Dort teffen wir uns im geschützten Gorda Sound im Norden der Insel. Hier ist in der Leverick Bay schon einiges wieder aufgebaut und wir haben eine nette Zeit mit unseren Freunden.

Es kommt dann der Vorschlag, zusammen nach Anegada zu fahren, ausnahmsweise keine Vulkan- sondern eine Koralleninsel. Auch hier hat natürlich der Hurrikan zugeschlagen, aber die Welt unter Wasser ist noch in Ordnung. Dazu kommt die türkisfarbene See, weiße Sandstrände, blauer Himmel, Palmen (etwas gerupft) – ein schöner Ausflug!

Begegnungen
Wir haben den Eindruck, dass es unverhältnismäßig viele Hallberg Rassys auf Langfahrt gibt. Insgesamt wurden von der Werft nur etwa 3000 Boote gebaut (das war die Jahresproduktion von Bavaria zu guten Zeiten). Virtuell kennen wir die AKKA und die KRASSY und unterwegs getroffen haben wir die PEACH und die THYRA. Neu kennengelernt vor Buck Island haben wir die MORA, die dann leider Richtung Süden aufgebrochen ist.

Mit der TOCCATA haben wir eine schöne Zeit auf St. Martin verbracht und die YUANA haben wir – zum ersten Mal seit Barbados – auf Virgin Gorda wiedergetroffen. Dort gab es auch ein sehr schönes Wiedersehen mit der KISU und der VELA DARE (beides keine HRs) und wir waren dann alle zusammen auf Anegada.

Wir hatten eine sehr nette Begegnung mit amerikanischen Touristen am Point Udall auf St. Croix und wurden dort im Segelclub herzlich aufgenommen. Und dann sind da natürlich die Einwohner, die in der Tourismus-Branche arbeiten. Die Taxifahrer und Guides sind selbständige Unternehmer und oft eindrucksvolle Persönlichkeiten. Besonders in Erinnerung wird uns Francis, der Aktivist und Philosoph bleiben. Da gab es die Geschichtenerzählerin und die nette Polin in St. Croix, die Dame, die die Tourist-Information in Charlotte Amalie betreut und hierher gesegelt ist, den Familien-Clan, der seit Jahrzehnten Kameras verkauft  und, und, und…

Fazit
Wir hatten eine gute Zeit in den Virgin Islands. Favorit ist ganz klar St. Croix mit Buck Island. Insgesamt sind St. Martin/Sint Maarten, die USVIs und die BVIs sehr stark vom Hurrikan getroffen worden. Es ist ja nicht nur der Wind, sondern auch die herumfliegenden Teile, starke Regenfälle mit Erdrutschen, weitere Zerstörung durch Tsunamis, Verwitterung, weil das Geld zur Reparatur fehlt, fehlender Umsatz, weil Hotels, Restaurants und Geschäfte geschlossen sind etc. Die Region wird sicher lange brauchen, bis sie sich wieder erholt hat.

Trotzdem kann ich jeden nur ermutigen, hierher zu reisen. Von allem, was wir von der Karibik gesehen haben, ist das hier das einfachste und geschützteste Charterrevier mit unzähligen schönen Buchten, gutem Wetter, schöner Natur (besonders unter Wasser) und kurzen Strecken. Die Menschen brauchen die Touristen, damit hier wiederaufgebaut werden kann.