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Sonntag, 1. April 2018

Zusammenfassung: März 2018


Statistik
Seemeilen: 341
Motorstunden: 19
Segeltage: 13
Nächte auf See: 1
Liegetage: 18
Häfen/Ankerplätze: 13 
Martinique: St. Anne, Anse Miton (A), Marina Z’Abricot, St. Pierre
Dominica: Prince Rupert Bay (M)
Guadeloupe: Point-A-Pitre, Ilet du Gosier (A), Pigeon Island (A), Deshaies (A)
Les Saintes: Anse de Bourg (A)
Antigua: English Harbour, Jolly Harbour (A)
St. Barts: Gustavia (A)
St. Martin: Marina Fort Louis
                                                      
Segeln und Wetter
Bis Martinique waren wir in den Windward Islands – also Gegenwind bei der Fahrt nach Norden. Das hat sich jetzt geändert, denn die weiteren Inseln sind die Leeward Islands. Sie machen einen sanften Bogen nach Westen und der Wind kommt nun eher halb oder sogar etwas von hinten. Außerdem ist jetzt im März die Zeit des starken Christmas Winds vorbei.

Für uns bedeutet das überwiegend Wind in angenehmer Stärke aus angenehmer Richtung, so dass unsere Segeltouren richtig Spaß machen. Nur auf Dominika pfeift uns der Wind am Ankerplatz noch so richtig um die Ohren und dort kommen (durch die hohen Berge) auch immer wieder kräftige Regenschauer. Seit Guadeloupe regnet es wesentlich weniger – dafür ist es manchmal an windgeschützten Orten sehr warm. Im Moment sind wir auf St. Martin und hier kühlt es abends jetzt schon auf 23°C ab – für uns sehr ungewohnt…

Boot
Bei unserem Anker (ein 25 kg Spade, mit dem wir sehr zufrieden sind) funktioniert der Schalter der Ankerwinde nicht mehr richtig. Wir bekommen auf Martinique einen neuen und tauschen ihn aus. Auf St. Martin wird die Ankerkette nochmal neu farbig markiert – es ist wichtig zu wissen, ob wir ausreichend Kette herausgelassen haben (3-5 mal Wassertiefe laut Echolot).

Auch auf St. Martin kommt unser Paket mit den Z-Profilen für die kleinen Seitenfenster an, die Ralf vor unserer nächsten längeren Fahrt montieren will. Fünf von 10 Fenstern sind schon fertig. Überhaupt wollen wir hier auf St. Martin noch alle wichtigen Arbeiten am Boot erledigen, weil wir davon ausgehen das es auf den Virgin Islands nicht mehr so viele Möglichkeiten dafür gibt.
Zwischendurch hat Ralf noch unser neues Beiboot geklebt, dass versehentlich bei einem Anlegemanöver am Heck der Triton ein kleines Loch bekommen hat. Sonst sind wir mit dem Zustand des Bootes sehr zufrieden.

Verpflegung/Versorgung
Wir kaufen größere Mengen in Martinique und auf Guadeloupe ein, denn hier gibt es europäische Waren zu guten Preisen. Auf den anderen Inseln ergänzen wir mit Brot und frischen Produkten. Insgesamt ist die Versorgungslage hier sehr gut. Wir gehen auch ab und zu auswärts essen, meist ein Imbiss auf Ausflügen und finden, dass auch da das Preis-Leistungsverhältnis auf den französischen Inseln am besten ist.

Crew
Das war jetzt unser neunter Monat an Bord – seit 271 Tagen sind wir praktisch 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag zusammen, ein echter Beziehungstest. In diesem Monat haben wir uns gut verstanden. Irgendwie haben wir immer noch Gesprächsthemen, sei es über Pläne, Erlebnisse, neue und alte Freunde, Familie, Politik, Bücher, menschliches Verhalten, Ethik und Moral, Beziehung im allgemeinen und speziellen, Länder, Eindrücke etc.

Sightseeing
Auf Martinique waren wir ja schon im Januar und daher machen wir keine großen Ausflüge. Stattdessen sind wir mit Fähre, Bus und zu Fuß unterwegs und gehen ein wenig Shoppen in Fort de France und beim Decathlon.

Auch Dominica hatten wir schon im Januar besucht, aber diesmal gehen wir nicht in die Hauptstadt Roseau, sondern in die Prince Rupert Bay im Norden der Insel. Dort haben sich die Guides zur PAYS Organisation zusammengeschlossen und bieten verschiedene Führungen an. Wir fahren auf dem Indian River und nehmen an einer Rundfahrt über die Insel teil – wild und schön, aber sehr viele Schäden durch den Hurrikan Maria letztes Jahr. Hier fällt ganz besonders die Freundlichkeit der Menschen auf – wir werden mehrfach auf der Straße angesprochen und herzlich begrüßt. Wir spüren dass wir willkommen und wichtig für die Wirtschaft der Insel sind – unbedingt besuchen!

Ganz neu für uns war Guadeloupe, auch wieder eine französische Insel. Unsere Ausflüge führen uns in den hohen, vulkanischen Westteil und der gefällt uns landschaftlich ganz besonders gut. Ganz besonders viel Spaß macht uns verschienene Besuche bei Wasserfällen und das Baden in den dazugehörenden Seen. Die Marina in Point-A-Pitre ist groß und gut ausgestattet und wir fühlen uns wie in Europa.

Noch europäischer ist es dann auf den Saintes, einer Inselgruppe im Südosten, die auch zu Guadeloupe gehört. Sehr gepflegt mit vielen Touristen und entsprechenden Angeboten. Wieder zurück in Guadeloupe erkunden wir noch Pigeon Island (schönes Schnorcheln) und Deshaies (viele Pelikane) an der Westküste.

Unsere nächste Insel ist wieder eine mit englischer Vergangenheit: Antigua. Wir liegen ganz wunderbar in der Marina von English Harbour. Das ist gleichzeitig die größte Touristenattraktion. Bei anderen Ausflügen auf der Insel haben wir zwar schöne Erlebnisse, aber wirklich attraktive Tipps zum Sightseeing gibt es nicht. Sehr empfehlenswert ist jedoch das sonntägliche Barbecue auf Fort Shirley, das seit über 30 Jahren dort regelmäßig veranstaltet wird. Steelband, Sonnenuntergang, wunderbare Aussicht, leckeres Essen – ein tolles Erlebnis. Weniger attraktiv ist Jolly Harbour – das Wasser ist milchig, der Ankerplatz rollig und die Fahrt an Land weit.

Wieder zurück in Frankreich und in der Welt der Schönen und Reichen sind wir auf St. Barthélemy (St. Barts). Die kleine Insel ist ein einziges Luxus-Resort. Viele Superyachten, viele exklusive Geschäfte, viele elegante Villen und sehr viele Autos. Wir haben viel Spaß auf einer Inselrundfahrt mit einem Quad und es gibt wirklich sehr schöne Strände und fantastische Aussichtspunkte.

Nun sind wir auf St. Martin, einer kleinen Insel mit einem französischen und einem niederländischen Teil. Wir haben noch nicht viel angesehen, weil wir uns hier um die TRITON und verschiedene Fragen der Organisation und Verwaltung kümmern wollen/müssen. Bisher kennen wir nur die französische Inselhauptstadt Marigot, die vom Hurrikan Irma schwer angeschlagen ist.

Begegnungen
Wieder sind die Begegnungen mit anderen Seglern etwas ganz Besonderes. Jeder, der bis hierher gekommen ist, hat ganzes Stück interessanten Weg hinter sich. Auf Dominica treffen wir Lynn und Mark von der ROXY, Susea und Gene von der MOODY BLUES (beide aus USA) und Bruna und Marco von der italienischen GAGIANDRA, die mit uns an Ausflügen teilnehmen. Auf Guadeloupe gibt es ein Wiedersehen mit Kerstin und Ralf von der LOTHLORIEN und mit Daniel von der AQUAVITE.

Auf Antigua haben wir nette Nachbarn im Hafen: die OCEAN HOBO aus England mit Linda und Ian, und die LA CAPITANA aus Finnland. Ganz zufällig treffen wir Gaby und Markus von der KISU und Amanda und Simon von der CARRIED AWAY wieder – richtig nett. Dadurch lernen wir dann auch noch Sam und Adrian von der NEVA kennen. Mit der Crew der LOTHLORIEN und Margret und Martin von der TOCCATA gehen wir gut essen.

Daneben folge ich auch einer ganzen Reihe von Segeln über ihre Blogs, Facebook und Instagram oder ich „stalke“ sie auf Marinetraffic – immer interessant zu lesen, wo die anderen sind und was sie so erleben. Mit Segelfreunden, die in andere Richtungen oder in einer anderen Geschwindigkeit fahren, sind wir über Mail, WhatsApp und andere Messenger verbunden – wirklich ein gutes Gefühl, ein Teil dieser internationalen Gemeinschaft zu sein.

Neben den Seglern haben wir natürlich auch noch Kontakt mit zahlreichen anderen Menschen, die hier leben und arbeiten. Besonders gut haben uns die Mitglieder von PAYS auf Dominika gefallen, z.B. Martin „Providence“, der einen wirklich guten und mehrsprachigen Service angeboten hat. Mein persönlicher Favorit ist Didier, der Taucher, der uns bei unserem Anker-Missgeschick so schnell und gut geholfen hat – selten einen so sympatischen und charmanten Menschen getroffen!

Fazit
Entspanntes und schönes Segeln in den Leeward Islands, sehr vielseitige Erlebnisse und viele nette Begegnungen. Als Charter-Revier finden wir bisher Guadeloupe am besten. Die Insel selbst bietet viele verschiedene Buchten und Häfen und die Nachbarinseln Marie Galante, Les Saintes, Dominica und Antigua können mit Tagestörns erreicht werden.

Bevor wir hier waren, haben wir uns gefragt, was wir vier Monate in der Karibik machen sollen, aber die Zeit vergeht wirklich wie im Fluge. Nun wollen wir noch einen Monat auf den Virgin Islands verbringen und dann ist es schon Zeit für den Sprung auf die Bermudas und dann an die US-Ostküste.

Mittwoch, 28. März 2018

Tag 267 - Jolly Harbour-Gustavia: Nette Nachtfahrt

Gestern um kurz nach 22:00 Uhr holen wir den Anker hoch und machen uns auf den Weg nach St. Barts. Bis die Segel gesetzt sind und der richtige Kurs anliegt, bleibe ich noch oben, ziehe mich aber so gegen 23:00 Uhr zum Schlafen zurück. Um 3:00 übernehme ich dann die Wache. Ralf berichtet von einer Schauerböe und ich bekomme auch noch zwei mit. Der Wind wird jeweils stärker und dreht, es regnet und nach der Böe ist der Wind dann erst mal weg… Unser guter Sir Henry fährt mit scheinbarem Wind (wahrer Wind und Fahrtwind) und diese Wechsel führen dann zu Schlangenlinien. Neben uns fährt ein großes Kreuzfahrtschiff (Adventure of the Seas) und das will ich natürlich nicht treffen.
Aber nach zwei Stunden wird alles wieder ruhig und wir kommen mit etwa halben Wind gut voran. Hinter mir am Horizont ahne ich noch die Lichter von Antigua, neben mir sehe ich Nevis und St. Kitts, über mir sind die Sterne und schon gegen 5:00 Uhr kann ich schon einiges erkennen, auch wenn die Sonne selbst erst nach sechs aufgeht. Ich stelle unsere Sonnenflügel ein und baue unser Sonnendach auf.
Irgendwann gegen acht ist Ralf dann wieder wach und der Wind wird schwächer und – gegen die Vorhersage – achterlicher. Wir baumen aus und es geht langsam weiter voran. In den Windwards haben wir über zu viel Wind zu weit von vorne gemeckert, in den Leewards ist es jetzt zu wenig Wind und zu weit von hinten… Aber es ist auch ganz nett, mal wieder gemütlich segeln zu können. In der Nähe von St. Barts treffen wir noch auf einige Fischpötte – auch einer der Gründe, warum wir nicht nachts hier ankommen wollten.
Für die rund 75 sm brauchen wir am Ende mit Ankermanövern knapp 16 Stunden, damit sind wir zufrieden. Der Ankerplatz ist sehr voll, aber wir finden noch ein Plätzchen ziemlich weit außen und der Anker hält auch gleich. Hier gibt es die Möglichkeit, sich online anzumelden und das machen wir auch (natürlich nicht mit Sailclear, das auf den englischen Inseln eingesetzt wird, das wäre ja zu einfach gewesen). Wir fahren an Land und nach wenigen Minuten hat der nette Hafenmeister das Formular ausgedruckt und gestempelt – geht doch! Die Hauptstadt Gustavia selbst ist hufeisenförmig um das Hafenbecken herum angelegt und wir laufen gleich los, um etwas zu essen zu finden.
Schließlich landen wir in einer ganz tollen Crêperie, die zwar kein Sonderangebot ist, in der wir aber das beste Essen seit Monaten bekommen. Ganz ausgezeichnet!
Einziger Nachteil des Etablissements: es liegt direkt an einer Straßenkreuzung und hier ist verkehrsmäßig alles los, was nicht angebunden ist: Feuerwehr, Krankenwagen, Taxi, Betonmischer, Kranwagen, Jeeps, Cabrios, Pic-Ups, Vans, SUVs, Roller, Motoräder, Quads, Elektrofahrzeuge…
Schließlich mache ich aus der Not eine Tugend und beginne, die Dinger zu fotografieren. Ich komme mir vor wie früher mit meinen Matchbox-Autos, wo ich mich gefreut habe, wenn ich wieder ein neues Modell für meine Sammlung bekommen habe. Das hier ist nur eine ganz kleine Auswahl. Dabei hat die ganze Insel nur 21 km²… Morgen wollen wir uns auch in den Verkehr stürzen, denn wir haben ein Quad gemietet.
Auf St. Barts gibt es nicht nur nette Restaurants, sondern auch jede Menge Boutiquen aus dem Luxus-Segment, denn hier ist wieder ein Treffpunkt für Superyachten. Wir bewundern einige Schaufensterauslagen, kaufen dann aber doch nur etwas Brot, Käse und Pasteten für das Abendessen ein.
Die Superyachten selbst können wir uns im Hafen und auch draußen vor Anker anschauen. Wir müssen wieder eine Weile fahren, um die TRITON zu erreichen. In unserer Nähe liegt eine weitere Hallberg Rassy: die TOCCATA ist gerade angekommen und wir machen dort noch eine Zwischenstation für einen kleinen Schwatz.

Dienstag, 27. März 2018

Tag 266 - Jolly Harbour: Entscheidungen und Erledigungen

Unsere ersten Gedanken gehen nach Hause, denn Ralfs Vater wird heute 80 Jahre alt. Wir versuchen, zu telefonieren, haben aber die Zeitumstellung in Deutschland nicht berücksichtigt und so erreichen wir ihn nicht persönlich. Also auch hier nochmal viele Geburtstagsgrüße!

Morgen wollen wir weiter und daher stehen heute einige Erledigungen an. Das Auto muss zurückgegeben werden, wir müssen ausklarieren, einkaufen, Benzin für unseren Außenborder tanken, unsere Gasflasche muss abgeholt werden und wir wollen uns auch noch mit Amanda und Simon von der CARRIED AWAY treffen. Den ersten Teil der Liste erledigt Ralf am Vormittag und unser Außenborder hat so richtig Gelegenheit, Betriebstemperatur zu erreichen, denn die Fahrt bis in den Hafen dauert jeweils 20 Minuten.
Wir diskutieren, wohin wir von hier aus fahren wollen. Die Nachbarinsel Barbuda haben wir gleich ausgeschlossen, denn sie wurde letztes Jahr vom Hurrikan Irma vollständig zerstört. Alle Bewohner mussten evakuiert werden. Wir hatten überlegt, nach St. Kitts zu fahren, insbesondere Ralf war interessiert, denn dort soll eine Eisenbahn fahren. Wir rufen an, aber es gibt Tickets frühstens am Freitag oder Samstag. So lange wollen wir dort nicht bleiben. Der Wind soll aber auf NE drehen und schwächer werden und dann kommen wir von dort nicht so gut weg. Also entscheiden wir uns, direkt nach St. Barthélemy, kurz St. Barts, zu segeln. Das sind 75 sm und damit wir im Hellen ankommen, werden wir heute Abend noch starten.
Vorher geht es noch zur zweiten Runde an Land und wir bekommen dort tatsächlich die gefüllte Gasflasche. Abgabestelle ist das Security-Häuschen des Werftgeländes hinter der Bootstankstelle. Von dort wird sie dann von „Denny“ abgeholt und gefüllt wiedergebracht. Er ist zwar etwas später als verabredet da, aber sehr korrekt, denn da unsere Flasche nur 5 kg fasst, bekommen wir sogar noch Geld zurück.
Dann treffen wir uns mit Amanda und Simon und lernen bei der Gelegenheit auch noch Sam und Adrian von der NEVA kennen, die auch an die amerikanische Ostküste wollen. Jeder hat wieder eine interessante Geschichte zu erzählen. Jeder hat schon eine lange Reise hinter sich und kann Tipps und Erfahrungen weitergeben – es ist wirklich schön, zu dieser Gemeinschaft zu gehören. Unser Beiboot ist schon an Deck, jetzt noch fertig bloggen, einen Kleinigkeit essen und dann machen wir uns auf den Weg.

Montag, 26. März 2018

Tag 265 - Antigua: Bienen und Barbecue

Nach den Norden und Osten ist heute der Süden und Westen von Antigua an der Reihe. Wir fahren über eine der zahlreichen unbefestigten Straßen (und sind wieder froh, dass wir ein zerbeultes, schmutziges Auto haben) zur Christian Valley Agricultural Station. Wieder landen wir an einem Tor und kommen mit dem Auto nicht weiter. Aber das kleine Seitentor ist nicht verschlossen und so laufen wir hinein.
Die landwirtschaftliche Station wurde 1973 noch von den Briten ins Leben gerufen und sollte verschiedene Obstbäume kultivieren. Die Obstbäume sind noch zahlreich vorhanden, aber uns erscheint es so, dass eine konsequente Kultivierung fehlt. Im Jahr 2012 wurden verschiedene Wanderwege zur Vogelbeobachtung von den Finnen gesponsort und da sind noch einige Schilder zu sehen aber insgesamt haben wir den Eindruck, dass das Gelände nicht mehr ernsthaft genutzt wird. Das ist schade, denn es wäre interessant, Informationen über Tiere und Pflanzen zu erhalten und wir könnten uns das Gelände gut mit geführten Touren und Proben der Früchte vorstellen.
Wie schon erzählt, wurde 2009 der höchste Gipfel der Insel in Mount Obama umbenannt und hier finden wir nun das entsprechende Monument.
Ralf meint, es wäre technisch besser gewesen, die Plakette (eine Fliese) aufzukleben, anstatt sie festzuschrauben, denn dann wäre sie nicht geplatzt…
Wir erkennen Kokosnüsse, Bananen und Mangos, stehen aber ratlos vor einigen anderen Pflanzen. Ich meine aber einen Weihnachtsstern zu erkennen, der hier als großer Busch wächst. Die roten Blätter sind keine Blüten, sondern Hochblätter, die zum Anlocken von Insekten verwendet werden. Das klappt prima, denn zahlreiche Bienen zeigen reges Interesse.
Ich stehe eine ganze Weile einfach nur vor dem Busch und beobachte das Leben um mich herum. Neben den Bienen sind auch noch Schmetterlinge und ein Kolibri unterwegs und nach einer Weile entdecke ich auch noch einen sehr kleinen Gecko.
Wir laufen wieder zurück zum Auto und fahren weiter an der Küste entlang, bis zu einem Abzweig, der auf den Mount Obama führen soll. Die Straße ist aber so schlecht, dass wir mit unserem Toyota nicht mehr weiterkommen, das wäre ein Fall für einen Geländewagen. Also geht es wieder auf die Küstenstraße, die immer wieder wunderbare Ausblicke aufs Meer bietet. Hier sind wir vorgestern auch entlang gesegelt.
Anschließend fahren wir den „Fig Tree Drive“ in Richtung Falmouth Harbour. Der Weg soll angeblich durch den Regenwald führen, aber da haben wir z.B. auf Guadeloupe ganz andere Regenwälder gesehen. Es gibt einige größere Bäume, aber der Weg führt eher durch nette kleine Örtchen. Im Hafen sind wir mit Gaby und Markus von der KISU verabredet. Wir kommen zeitig an und können noch eine Kleinigkeit essen und auf dem Weg zum Auto eine rote Riesenkrabbe (unwissenschaftlicher Name) bestaunen.
Zu viert geht es dann weiter auf die Shirley Hights Lookout, wo jeden Sonntag (seit 31 Jahren) ab 16:00 Uhr ein großes Barbecue veranstaltet wird. Als wir kommen, ist der Platz schon recht gut gefüllt und die Stimmung ist prima.
Eine Steelband spielt was das Zeug hält, wirklich gut und ein abwechslungsreiches Programm mit vielen bekannten Songs von den Beatles, Abba, Filmmusik, etc. Die Abendsonne taucht die ganze Szene in goldenes Licht und es gibt eine spektakuläre Aussicht auf English Harbour und Falmouth Harbour. Über allem liegt der Geruch nach leckerem Barbecue…
Wir sehen zwar nicht den berühmten „green flash“ (ein kurzes grünes Leuchten kurz vor oder nach Sonnenuntergang) aber die Sonne versinkt wunderschön im Meer und der Geruch von Grill hat nicht zu viel versprochen. Das Team hier ist sehr professionell und so bekommen wir alle flott gutes Essen und Getränke. Dazu noch die nette Gesellschaft – ein wirklich tolles Erlebnis!

Sonntag, 25. März 2018

Tag 264 - Antigua: Glückliche Zufälle

Wir lesen gerne Blogs und Geschichten von anderen Seglern und vor ein paar Jahren hat die AMAZONE eine ähnliche Reise unternommen wie wir. Wie wir mittlerweile bestätigen können ist der Buchtitel „14 Monate Sommer“ sehr passend gewählt. Ganz praktisch schauen wir dort immer nach, wo die Gasflaschen gefüllt werden können und haben das dann auch so gemacht. Auch hier soll es wieder die Möglichkeit geben und so telefonieren wir morgens und bekommen einen Abgabetermin um 14:00 Uhr.

Also Gasflasche ausbauen und dann geht es den langen Weg mit dem Dinghy an Land. Wir wollen wieder ein Fahrzeug mieten und kommen – zufällig – an einer Autovermietung vorbei. Gleich angefragt und es gibt einen Toyota für uns. Ralf zahlt immer mit meiner Kreditkarte (von unserem gemeinsamen Segelkonto), weil er von seiner die PIN nicht weiß. Jedenfalls erklärt er, dass dies die Karte seiner Frau sei und fragt, ob das ein Problem ist… Spontane Antwort des netten Vermieters: „Nicht, wenn die Dame dort ihre Frau ist…!“ So fängt der Tag gleich gut an.

Das Auto ist alt, zerkratzt und schmutzig, aber das ist uns ganz recht, dann müssen wir auf den teilweise schlechten Straßen nicht so aufpassen. Erstes Ziel ist es, herauszufinden, wo wir die Gasflasche nachher abgeben müssen, denn das Hafengelände ist sehr groß. Wir finden die Stelle und können die Flasche gleich dort lassen und dann am Montag wieder abholen – prima, denn jetzt müssen wir nicht um 14:00 Uhr zurück sein.

Dann fahren wir in die Hauptstadt, St. John's, die nicht weit entfernt liegt. Heute ist Markt und daher sind Parkplätze Mangelware. Aber schließlich können wir uns noch irgendwo dazwischen quetschen. Zufällig sind wir in der Nähe der St. John’s Cathedral, die in unserer Karte als „point of intrest“ bezeichnet wird, aber wie sich herausstellt, ist sie geschlossen. Wir vermuten gefährliche Bauschäden. Auch sonst ist das Stadtbild nicht besonders ansprechend und vieles wirkt renovierungsbedürftig.
In der Nähe des Kreuzfahrt-Terminals sieht die Welt dann etwas anders aus. Dort gibt es den „Historic Redcliffe Quay“, wo früher mit Sklaven, Rum, Zucker und Kaffee gehandelt wurde. Heute werden die historischen Gebäude von kleinen Geschäften und Restaurants genutzt. Und dort treffen wir – zufällig – Amanda von der CARRIED AWAY. Wir waren Nachbarn in der Marina Rubicon auf Lanzarote und haben uns dann in Santa Cruz auf Teneriffa bei den Vorbereitungen für die Atlantik-Überquerung getroffen. Sie liegen auch in Jolly Harbour und wir tauschen karibische Telefonnummern, damit wir uns verabreden können. Danach ist es Zeit für einen kleinen Imbiss bei „Cuties“.
Wie schon erwähnt, interessiert sich Ralf (neben Äpfeln, Nutella und Nachmittags-Kaffee) auch für Dampfmaschinen und Motoren und der nächste glückliche Zufall warten schon hinter der nächsten Ecke auf uns. Mit den Worten: „Das ist ein Ruston!“ läuft Ralf auf einen großen Motor zu und beginnt, ihn genauer zu untersuchen. Fachleute können sicher erkennen, dass das Teil nur einen liegenden Zylinder hat und die Nockenwelle mit den Ventilsteuerungen außen angebracht ist. Ich sehe nur, dass der Motor sicherlich schon lange Zeit nicht mehr gelaufen ist und in absehbarer Zeit auch nicht laufen wird…
Aber der Motor in unserem kleinen, schwarzen Toyota läuft und wir fahren zum nächsten „point of interest“, nach Parham, einem kleinen Ort an der Nordküste. Wir können nicht wirklich etwas von Interesse finden, einfach ein verschlafenes Dorf im unrestaurierten Originalzustand. Überhaupt sind wir bisher etwas enttäuscht, denn Antigua ist flach und daher eher trocken, die Vegetation ist nicht üppig grün wie auf den regenreichen, hohen Vulkaninseln, sondern eher spärlich und braun und an unserer Straße liegen hässliche Hallen.
Der nächste Stopp bietet dann verschiedene Überraschungen. „Betty’s Hope“ ist eine ehemalige Zuckerplantage, die wir über eine unbefestigte Straße erreichen. Obwohl wir innerhalb der Öffnungszeiten da sind, ist das Tor geschlossen und der Herr, der uns mit einem Mini-Bus entgegenkommt meint nur, dass wir die Tür zu machen sollen, wenn wir wieder gehen… Es gibt noch die Reste von zwei alten Mühlen und sonst nur noch stark überwachsene Ruinen – also eher langweilig.
Es gibt aber auch große Bäume und darunter schattige Bänke (siehe im Bild oben rechts). Die Mühlen sind, klar, an eine Stelle gebaut, an der es Wind gibt und so ruhen wir uns dort etwas aus. Ich habe gerade eine halbwegs bequeme Lage gefunden und bin dabei, einzuschlummern als ich plötzlich ein sehr lautes und nahes Schnauben höre. Wir beide sitzen senkrecht auf unseren jeweiligen Bänken finden uns Auge in Auge mit einem Maultier wieder, dass uns aufmerksam beäugt und noch ein paarmal unwillig schnaubt. Wir beenden unsere Siesta und treffen auf dem Gelände noch weiter Tiere, die sich alle dort ganz zuhause fühlen: Schafe (keine Hörner, kein Bart, langer Schwanz), Ziegen (Hörner, Bart, kurzer Schwanz) und eine sehr zutrauliche und sehr dünne Katze.
So war der Besuch dann zwar nicht historisch aber doch biologisch interessant! Wir fahren weiter, denn wir wollen auch noch eine Stelle von geologischem Interesse aufsuchen, die Teufelsbrücke „Devil’s Bridge“ ganz im Osten der Insel. Vorher biegen wir aber einmal falsch ab und finden uns – zufällig – in einem Gebiet mit zahlreichen Resorts wieder. Der Weg endet an einem wunderschönen Strand mit weißem Sand, klarem, türkisfarbenen Wasser und einigen Touristen. Wir stecken die Füße ins Wasser und erfrischen uns mit einem kalten Getränk. Dabei lernen wir – zufällig – einen amerikanischen Koch kennen, der hier seine 95jährige Mutter besucht und der begeistern von seinem alten Mercedes erzählt.
Dann schaffen wir es doch noch, die Devil’s Bridge zu finden, die ganz an der äußersten Spitze einer Landzunge liegt. Es ist keine Brücke, sondern ein kurzer Felsvorsprung, an dem sich bei entsprechendem Wetter die Wellen spektakulär brechen. Heute ist aber eher ein ruhiger Tag und wir müssen eine Weile auf eine größere Welle warten.
Trotzdem gefällt es uns hier sehr gut. Das weiche Gestein bildet wilde, vom Meer ausgewaschene Formationen, die Abendsonne taucht die Szene in goldenes Licht und in der nahegelegenen Nonsuch Bay ankern einige Segelboote. Ganz am Schluss erleben wir auch noch das „Blow-Hole“, das durch den Wellengang unheimliche Atemgeräusche von sich gibt und manchmal sogar eine Wasserfontäne in die Luft spritzt.
Für den Rückweg nehmen wir einen etwas anderen Weg und hier sieht die Insel schon wesentlich hübscher aus, als auf der Straße im Norden. Erfüllt mit vielen Eindrücken kommen wir zurück und kaufen noch schnell am Hafen für ein kaltes Abendessen ein. Ein sehr schöner, anstrengender und abwechslungsreicher Ausflug! Es lief zwar einiges ganz anders als gedacht, aber gerade dadurch haben sich interessante Erfahrungen und Begegnungen ergeben.

Samstag, 24. März 2018

Tag 263 - English Harbour-Jolly Harbour: Segeln, Ankern, Essen

Antigua besteht nicht, wie die meisten von uns besuchten Inseln, aus Vulkangestein, sondern aus Kalksteinformationen, die durch das Wachstum von Steinkorallen entstanden sind. Statt hoher Vulkanberge, die entsprechend steil ins Meer abfallen gibt es hier eher Hügel und zahlreiche vorgelagerte Korallenriffe. Das bedeutet, dass bei der Navigation Vorsicht geboten ist, denn es gibt zahlreiche Untiefen und es das Wasser ist insgesamt ziemlich flach und daher von einem wunderschönen Türkisblau. Funfact: der höchste Berg wurde 2009 umbenannt und heißt jetzt „Mount Obama“ nach dem damaligen US-Präsidenten.
Wir tanken noch Wasser und machen das Cockpit sauber (denn die Mindestmenge, die abgegeben wird sind 10 Gallonen, ca. 380 l) und nehmen dann Abschied von English Harbour mit seinen historischen Gebäuden und schönen Schiffen.
Bei strahlender Sonne geht es in respektvollem Abstand an der Südküste entlang nach Westen und dann „um die Ecke“ nach Norden. Jolly Harbour ist ein kleiner Ort mit einer großen Marina und Werftanlage. Wir bleiben aber draußen in der Bucht und suchen einen Platz zum Ankern. Am Ufer sehen wir verschiedene Wracks liegen (Hurrikan? Tsunami? Fehler beim Ankern?) und wir fahren eine ganze Weile herum, bis wir einen akzeptablen Ankerplatz finden.
Die Anforderungen an den Ankerplatz sind: Wasser nicht zu flach, denn dann könnten wir aufsetzen, wenn Wellen kommen. Aber auch nicht zu tief, denn sonst reicht unsere Kette nicht. Nicht zu nah an anderen Schiffen, dabei berücksichtigen, dass die Boote sich um ihren Anker drehen können. Und natürlich auch nicht zu nah an Land oder Untiefen, denn auch wir könnten uns bewegen. Auch nicht zu weit weg von Land, denn wir wollen ja schnell dort sein… Schließlich legen wir uns ziemlich weit nach außen und nehmen die weitere Anfahrt in Kauf – dafür bekommen wir auch den Sonnenuntergang fast aus der ersten Reihe.
Am Abend sind wir mit den Crews der LOTHLORIEN und der TOCCATA, auch einer Hallberg Rassy, die wir schon in Oeiras (Lissabon) getroffen haben, zum Essen verabredet. Wir fahren schon eine halbe Stunde vor der Zeit los und das ist gut so, denn es dauert eine Weile, durch die verzweigte Hafenanlage zu fahren. Wir haben eine gute Zeit bei einem netten, aber ziemlich leeren, Italiener. So langsam überlegen wir alle, wann und wo wir die Karibik wieder verlassen wollen. Ende April, Anfang Mai soll es nach Norden in Richtung Bermudas gehen…
Die TOCCATA liegt in der Marina, aber wir anderen müssen im Dunkeln wieder zurück auf unseren Ankerplatz. Ralf und Kerstin sind ganz lautlos unterwegs, denn sie betreiben ihr kleines „Banana-Boot“ mit einem Elektromotor. Das ist vermutlich der Antrieb der Zukunft.
Wir tuckern mit unserem schweren Außenborder wieder zurück zur TRITON, geleitet von schön beleuchteten roten und grünen Fahrwassertonnen. Wir sind gerade an Bord gestiegen, als ein großer Vogel auf unserem Bugkorb landet. Er ist nicht beeindruckt, als ich mich Schritt für Schritt heranschleiche um Fotos zu machen. Auch der Blitz schockt ihn nicht… Recherchen ergeben, dass es sich wahrscheinlich um einen Nachtreiher handelt. Wir vermuten, dass er unser Ankerlicht vorne als Locklicht zum Fischen verwenden will.

Freitag, 23. März 2018

Tag 262 - English Harbour: Nette und interessante Menschen

Wir gehen als erstes unter die Dusche und dann weiter zum Bäcker. Bedauerlicherweise sind wir jetzt wieder auf einer Baguette-losen-Insel, also kaufen wir ein paar „rolls“, nicht wirklich knusprig, und (sehr leckeren) Karotten- und Schokoladenkuchen. Nach dem gemütlichen Frühstück machen wir uns auf, um die Umgebung zu erkunden. Der Nelson’s Dockyard National Park ist seit 2016 UNESCO-Weltkulturerbe. Die Gebäude sind originalgetreu restauriert und werden heute für verschiedene Zwecke genutzt.
Wir laufen das kurze Stück zur Einfahrt in die Bucht, wo das Wachhäuschen mit Kanonen und das Pulverdepot untergebracht waren. Von dort haben wir einen wunderbaren Blick über den Naturhafen (s.o.) und das Meer.
Unterwegs treffen wir verschiedene Tiere (Achtung, die Fotos geben NICHT die aktuellen Größenverhältnisse wieder): freilaufende Ziegen, die sehr geschickt an den steilen Hängen nach Futter suchen, die von uns „Karibik-Amseln“ genannten schwarzen Vögel und nette kleine Geckos. Die „Amseln“ heißen offiziell „carib grackel“, auf Deutsch „Trauergrackel“ (Quiscalus lugubris).
Direkt neben unserer Bucht „English Harbour“ liegt noch eine zweite Bucht „Falmouth Harbour“ und da wir die Masten der dort liegenden Schiffe schon sehen können, entscheiden wir uns, auch dort noch vorbeizugehen. Unterwegs kommen wir an einer kleinen Kunstgalerie vorbei, die wunderschön in verschiedenen Blautönen gestrichen ist. Wir schauen hinein und finden tatsächlich einen Linoldruck (natürlich blau und mit Boot), den wir gleich für unsere Sammlung erstehen.
In Falmouth Harbour setzten wir uns für ein kühles Getränk in den Schatten und plötzlich werden wir herzlich begrüßt: Gaby und Markus von der KISU liegen hier vor Anker und wollen sich auch hier stärken. Gabi schreibt eines von meinen Lieblings-Blogs mit viel Humor und Selbstironie und wir lesen uns gegenseitig schon seit dem Start in Holland letzten Juli. Wir haben uns dann unterwegs nach Teneriffa ein paar Mal getroffen und sind zusammen die Odyssey gesegelt. Nun haben wir uns aber seit Barbados im Dezember nicht mehr gesehen und daher freuen wir uns besonders über das unerwartete Treffen!
Zurück in unserem Hafen schaffen wir es noch, das Museum zu besuchen, das im „Naval Officer’s and Clerk’s House“ untergebracht ist. Im unteren Stockwerk gibt es Informationen über die Geschichte des Dockyards und im oberen Stock ist ein ganzer Raum Lord Nelson gewidmet.
“The Most Noble Lord Horatio Nelson, Viscount and Baron Nelson, of the Nile and of Burnham Thorpe in the County of Norfolk, Baron Nelson of the Nile and of Hilborough” um nur einige seiner Titel und Ehren zu nennen hat ein wirklich bemerkenswertes Leben geführt. Vielleicht nicht ganz so bekannt ist, dass er mit einer Dame, Frances "Fanny" Nisbet, von der Karibik-Insel Nevis verheiratet war, die er kennenlernte, als er hier in Antigua für die Durchsetzung der „Navigation Acts“ (Handelsbeschränkungen) zuständig war.

Er ist uns auf unseren Reisen schon mehrfach begegnet, so 2013 in London, wo wir auf dem Trafalgar Square die entsprechende Seeschlacht nachspielten und Max Lord Nelson darstellte oder 2014 in Portsmouth, wo wir sein Schiff, die HMS Victory, besichtigt haben, von der hier ein Modell zu sehen ist. Er hatte eine leidenschaftliche Liebesaffäre mit der verheirateten Emma Hamilton, war ein charismatischer Führer, der sich auch von der Verletzung eines Auges und dem Verlust eines Armes nicht von weiteren Aktivitäten abhalten ließ und starb während der siegreichen Schlacht von Trafalgar (nicht ohne noch die letzten Worte "God and my country" zu murmeln). Nach seinem Tod wurde seine Leiche dann in einem Fass Brandy konserviert nach England transportiert. Hier im Museum ist sein berühmtes Flaggensignal zu Beginn der Schlacht von Trafalgar ausgestellt: „England expects that every man will do his duty!“
Dann geht es zurück zum Schiff, wo wir einen neuen Nachbarn vorfinden, die OCEAN HOBO aus England mit Linda und Ian, mit denen wir gleich nett ins Gespräch kommen. Auf unserer anderen Seite liegt Pirjo und Jan mit der LA CAPITANA aus Finnland. Sie sind schon seit sieben Jahren unterwegs und geben uns Tipps für die amerikanische Ostküste.