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Montag, 25. August 2025

Tag 94 - Kragerø-Brevik: Letzter Segeltag!

Wie jeden Tag seitdem Johanna da ist, schein auch heute wieder die Sonne vom strahlend blauen Himmel. Und auch heute kommt der südliche Wind, den wir für die Fahrt nach Norden brauchen, erst am Nachmittag. Ralf ruft bei unserem Winterlager an und wir bekommen einen Krantermin für diesen Donnerstag. Also kann ich eine Übernachtung, den Bus und den Flug für Freitag buchen. Wir stellen noch einen Maschine Wäsche an und gehen dann in der Badeanstalt gleich gegenüber schwimmen (siehe auch Titelbild). Es gibt ein großes Becken und verschiedene Möglichkeiten zum Schwimmen direkt im Meer. Wir sind vorsichtig, denn es sind auch einige Feuerequallen unterwegs.
Danach ist auch unsere Wäsche sauber und trocken und wir nutzen die Picknicktische zum Falten. Ich kann sicher sagen, dass ich noch nie an so einem netten Ort Wäsche zusammengeleg habe!
Johanna und Ralf gehen noch shoppen und kaufen jeweils eine Hose. Es gibt gute Angebote, denn überall ist Sommerschlussverkauf. Im Hafen ist es jedenfalls ziemlich leer.
Der Winddreher kommt zuverlässig und wir sind nach dem Mittagessen unterwegs und können zum letzten Mal für dieses Jahr das Schärensegeln genießen.
Heute treffen wir einige Fähren und diesen Schlepper, denen wir im engen Fahrwasser ausweichen müssen.
Wir müssen einige Male den Kurs ändern und entsprechend die Segelstellung anpassen. Alle Manöver klappen schnell und gut.
Johanna lernt sehr schnell und arbeitet überall mit - wir freuen uns sehr, dass sie uns diese Woche begleitet hat.
Gegen abend segeln wir dann das letzte Stück durchs Fahrwasser nach Brevik, von wo aus Johanna morgen einen kurzen Weg zur Bushaltestelle hat. Wir haben es dann nicht mehr weit bis zu unserem Winterlager.
 

Montag, 9. September 2024

Tag 98 - Tarbert-Portavadie: Regen und Wellness

Heute haben wir nur einen kurzen Weg auf die andere Seite von Loch Fyne nach Portavadie vor uns. Bei der Ausfahrt aus dem Hafen von Tarbert treffen wir gleich die Fähre, die die gleiche Strecke fährt.
Paul hat die Temperaturen etwas unterschätzt und es wird dann doch kühl nur in Shorts und T-Shirt.
Wir rollen nur die Fock aus und nach einer halben Stunden können wir sie schon wieder einpacken.
Es geht durch die enge Einfahrt in die Marina, die wir schon 2016 besucht haben.
Daher wissen wir, dass ein Investor hier Luxus-Appartements, ein Restaurant und einen Spa-Komplex gebaut hat.
Und genau da wollen wir heute hin. Es gibt Sauna, Dampfbad, verschiede Becken drinnen und draußen und es können Massagen und Schönheitsbehandlungen gebucht werden. Wir genießen den Gegensatz zwischen kaltem Regen und warmen Wasser im Infinity-Pool (siehe Titelbild) und haben Spaß im Whirlpool.
Ralf und ich gönnen uns noch ein Heißgetränk im Restaurant (mit falschem Kaminfeuer)...
bevor es dann zurück auf die Triton geht, die brav im Hafen auf uns gewartet hat.

Sonntag, 29. April 2018

Tag 299 - Anegada: Black Forest Cake & Lauch

Pünktlich um 11:00 Uhr treffen wir uns zu sechst an Land und unser Taxifahrer Dennis ist auch schon am Start. Hier ist das Taxi ein umgebauter Pickup mit netten roten Sitzbänken, leider ohne Sonnendach. Wir steigen ein und los geht es zu ersten Attraktion.
Dabei handelt es sich um einen Aussichtspunkt am Rande der großen Salzseen im Inneren der Insel. Angeblich kann man von hier aus die berühmten Flamingos beobachten. Mit Hilfe des dort aufgestellten Fernrohrs können wir ganz weit weg am anderen Ende des Sees ein paar kleine rosa Punkte erahnen. Wir lästern, dass das wahrscheinlich alles Plastik-Flamingos sind und ein oder zwei davon hin- und hergezogen werden (wie auf den Schießständen auf der Kirmes)…
Da ist die Aussicht nach der anderen Seite schon interessanter, denn im flachen, türkisfarbenen Wasser der Bucht sind die Kitesurfer unterwegs. Für die ist das natürlich hier mit dem Passatwind ein ideales Revier.
Wir fahren weiter über die Insel, gerade Straße, flach, rechts und links grün-braune Büsche, ab und zu eine Ziege und einige – oft beschädigte – Hütten. Ohne es zu bemerken, aber wir den Hauptort der Insel „The Settlement“ erreicht. Dort gibt es eine Iguana-Hilfsstation. Der Anegada Leguan lebte nur hier auf dieser Insel und wurde durch Nahrungskonkurrenz mit Ziegen, Schafen und Rindern und durch Katzen und Hunde, die die Jungtiere jagen, stark dezimiert.
Mittlerweile wurden eine Gruppe von Leguanen auf der Nachbarinsel Guana Island ausgewildert, wo sie sich wohl erfolgreich vermehren. Hier in der Station werden Jungtiere aufgezogen, bis sie ca. 400 g wiegen und sich gegen verwilderte Katzen verteidigen können. Dann werden sie mit einem Peilsender versehen und wieder ausgewildert.
Wir sehen die Seewasserentsalzung, die Polizei, die Feuerwehr, die Kirche und die Schule. Auf der Insel lebten bei der letzten Zählung im Jahr 2010 knapp 300 Menschen und die Schule wird von ca. 60 Schülern besucht. Angeboten wird die 1-12 Klasse und es unterrichten 20 Lehrer (ein Verhältnis, von dem wir nur träumen können). Es gibt auch eine Krankenstation, der Arzt kommt allerdings nur montags… Wir halten dann noch am Einkaufszentrum und kaufen etwas Brot und ein paar Getränke. Ralf hatte auf frischen Lauch gehofft (Lauch-Hackfleisch-Suppe), nach Möglichkeit aus biologischem Anbau, aber der ist leider gerade ausverkauft….
Dann bringt uns Dennis ein einen der schönen Strände an der Nordküste. Die Insel ist fast völlig von Korallenriffen umgeben und hier kann man wunderbar schnorcheln. Schon die Farben am Strand sind einfach wunderschön und so wie ich mir Karibik vorgestellt habe. Wir haben zwar unsere tollen Panorama-Masken eingepackt, aber leider die Schnorchel-Aufsätze vergessen. Ich schwimme zwar eine Weile über das Riff, kann aber nur im Blindflug Fotos machen. Ralf leiht sich eine Maske von einem netten Engländer und berichtet von einer schönen Unterwasserwelt.
Wir sitzen dann noch eine Weile auf bunten Stühlen und lassen einfach die ganze Szene auf uns wirken. Der Himmel ist richtig himmelblau, der Korallensand weiß und das Wasser hat viele Schattierungen von türkis… Hier im Schatten und im Wind sind die Temperaturen sehr angenehm und das alles noch in netter Gesellschaft – traumhaft!
Es gibt sogar eine kleine Kneipe, in der wir kühle Getränke und ein Sandwich bekommen. Als Abschluss der Tour geht es dann noch zum „Anageda International Airport“. Das entsprechende Schild ist funkelnagelneu.
Der Blick ins Terminal und auf das Rollfeld ist danach dann eher etwas enttäuschend, denn hier ist absolut nichts los und auch die Maschinen sehen nicht alle so wirklich flugbreit aus… Dafür gibt es aber wieder ein paar nette karibische Hühner. Wahrscheinlich muss man die erst einmal von der Landebahn jagen, wenn wirklich mal ein Flieger kommen sollte…
Mittlerweile ist es Kaffeetrinkenszeit geworden und Ralf ist ja immer noch auf der Suche nach der Kaffee-Kultur in der Karibik. Er träumt von „Coffee and Black Forest Cake“ und verspricht, wenn es so etwas hier auf der Insel gibt, würde er die ganze Truppe dazu einladen. Auf Nachfrage erklärt Dennis überraschenderweise, dass im „Neptune’s Treasure Hotel“ Brot und Kuchen gebacken werden und dass wir dort sicher auch Kaffee bekommen können… Also nix wie hin – mit dem Dinghy kein Problem.
Das Etablissement ist ganz offensichtlich das erste Haus am Platz und wir sitzen wunderbar mit Blick über unsere Ankerbucht. Es gibt zwar keine Schwarzwälder-Kirschtorte, aber Zimtschnecken, Mango-Muffins, Brownies und natürlich Kaffee… Was geht es uns wieder gut!
Vom Kaffeetrinken können wir dann nahtlos zum Sundowner übergehen, den wir heute im Cockpit der VELA DARE einnehmen. Wie so oft, war es die gute Entscheidung, unsere Pläne zu ändern und uns mit unseren schweizer Freunden treffen. Nach Anegada sind wir nur gefahren, weil die YUANA Crew davon so nett erzählt hat… Magali & Willi, Gaby & Markus: es war schön mit euch und wir werden euch vermissen und gespannt euren weiteren Abenteuern folgen!

Freitag, 16. März 2018

Tag 255 - Marina Bas-du-Fort-Ilet du Gosier: Kleines Paradies

Wir verabschieden uns aus der Marina und von dem lebhaften Gästesteg. Hier war ein guter Ausgangspunkt, um die Insel zu erkunden und Einkäufe zu tätigen. Auch heute Morgen versorgen wir uns wieder mit frischem Baguette, Huhn und Hackfleisch. Ich gehe nochmal „richtig“ duschen und wir füllen unseren Wassertank, denn nun ist wieder Ankern angesagt.
Wir haben hier Daniel von der AQUAVITE getroffen, die wir schon aus der Marina Phare Bleu auf Grenada kennen und er hat uns zum Ankern die kleine Insel „Ilet du Gosier“ empfohlen, die nur 3 sm entfernt vor der Südküste liegt. Am späten Vormittag fahren wir das Kurze Stück um die Ecke und der Anker fällt auf gut drei Meter tiefem Wasser – sehr hübsch hier! Nach der letzten Woche mit den vielen schönen aber anstrengenden Besichtigungstouren ist es schön, es sich mal wieder an Bord gemütlich machen zu können.
Am Nachmittag wollen wir uns dann aber doch noch die ca. 300 m entfernte Insel anschauen. Wir haben keine Lust, das Beiboot aufzubauen, also beschließen wir, es einmal mit Schwimmen zu versuchen. Auf dem Weg zum Ufer haben wir Wind und Strömung gegen uns und natürlich müssen wir auch auf die anderen Boote aufpassen. Als wir ankommen, fährt gerade das letzte Ausflugsboot wieder zurück nach Guadeloupe. Wir laufen ein wenig herum und können beobachten, wie die Wellen sich am Riff vor der Insel brechen. Das ist gut, denn dadurch ist unser Ankerplatz recht geschützt. Die Insel alleine wäre zu klein.
Hier gibt es zahlreiche Palmen und wunderbaren weißen Sand. Wir stecken die Füße ins Wasser und genießen die Atmosphäre. Es ist hier wirklich eine Barfuß-Route, denn wir haben seit Monaten keine Socken mehr angehabt. Für mich könnte es gerne ca. 5 Grad kälter sein, aber mittlerweile habe ich mich gut an die Temperatur gewöhnt und es ist wirklich schön, nur mit Top und kurzer Hose unterwegs zu sein. Auch Jacken und Pullover sind nicht erforderlich, den auch abends bleibt es warm. Ideal finde ich die Wassertemperatur von ca. 26 Grad.
An einer schattigen Stelle neben einem Wrack sind zahlreiche Einsiedler-Krebse unterwegs. Im erstem Moment haben wir sie gar nicht gesehen und waren ganz überrascht, als sich auf einmal eine Muschel selbständig bewegte. Bei genauerem Hinsehen haben wir dann immer mehr Krebse entdeckt. Der größte von ihnen hatte vielleicht den Durchmesser eines 1-Euro-Stücks und war schon fast zu dick für seine Muschel.
Wir laufen am wunderbaren Strand entlang und machen uns dann auf den Rückweg. Der ist viel einfacher, denn nun haben wir Wind und Strom mit uns und wir sind schnell unterwegs. Nach einer Süßwasserdusche an Deck wird es schnell dunkel. Morgen heißt es früh aufstehen, denn wir wollen zeitig auf den „Saintes“ sein, um noch eine Mooring zu erwischen.