Posts mit dem Label Vorbereitungen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Vorbereitungen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 8. September 2026

Tag 96 - Heiligenhafen-Marina Ortmühle: Endspurt

Morgen früh um 7:30 Uhr haben wir unseren Krantermin, also müssen heute alle Arbeiten erledigt werden. Wir haben beide lange Checklisten, was vor dem Winterlager zu tun ist und wir erledigen erst einmal gemeinsame Aufgaben. Der Ausbaumer, der Baum und der Baumniederholer werden abmontiert und aufs Deck gelegt. Alle Fallen, das zweite Vorstag und die Dirk müssen am Mast befestigt werden. Dabei ist es wichtig, dass Edelstahl nicht im direkten Kontakt mit Aluminium kommt. Der Radarmast wird gelegt, der Fockroller mit einer Latte stabilisiert und alle Kabel zwischen Mast und Schiff getrennt.
Danach arbeiten wir ein eigenen Projekten. Ich sortiere die Schränke aus - dank unseres Mietwagens können wir ungenutzte Dinge mit heim nehmen. Auch die Seekarten und Handbücher werden durchgeschaut und ggf. zum Verkaufen mit heim genommen. Aus den letzten Resten suchen wir uns noch etwas zum Mittagessen zusammen und dann können Kühlschrank und Küche geputzt werden. Ralf bringt die Fock für Reparaturen zum Segelmacher und reinigt unser Sonnendach. Zwischendurch machen wir auch noch eine Kaffeepause am Hafen.
Wir bringen die gepackten Taschen schon einmal zum Auto und machen uns dann auf den Weg in den Werfthafen Ortmühle, der nur knapp eine Seemeile entfernt liegt (siehe auch Titelbild).
Dort dürfen wir uns schon unter den Hafenkran legen, damit es morgen früh gleich losgehen kann.
Ich sortieren noch weitere Kleinigkeiten und packe meinen Rucksack mit diverser Elektronik, während Ralf das Auto in unseren neuen Hafen holt. Außerdem müssen noch Arbeiten am Motor erledigt werden, die erst gemacht werden können, wenn der Motor nicht mehr verwendet wird.
Um kurz vor 20:00 Uhr sind wir fertig und fahren zum Abschlussessen zu einem Griechen am Yachthafen. Er war uns gestern durch angenehme Gerüche aufgefallen und das Essen ist wirklich lecker! Wir sind zufrieden, dass wir alle Arbeiten gut erledigen konnten und hoffen morgen auf einen reibungslosen Ablauf.

Sonntag, 6. September 2026

Tag 94 - Strande-Heiligenhafen: Gute Planung!

Wir haben drei nette Tage mit Ausflügen von Strande aus nach Laboe und Kiel verbracht und die Wetterberichte studiert. Heute geht es weiter.
Zwischen Kiel und Heiligenhafen liegt die Hohwachter Bucht und darin ein Schießgebiet der Marine, das von Montag bis Freitagmittag nicht durchfahren werden darf und dann einen große Umweg erfordert.
Heute, am Sonntag, wird nicht geschossen, nach wechselhaftem Wetter in den letzten Tagen haben wir Rückenwind und die Sonne lacht am blauen Himmel - so haben wir uns das vorgestellt und wir können auf dem kürzesten Weg über die Bucht fahren.
Bei Wind von hinten baumen wir das Vorsegel aus, damit die Segelfläche optimal genutzt  werden kann. Bei diesem Kurs schaukelt das Schiff hin und her, aber wir sind trotzdem sehr zufrieden mit unserer Planung (siehe Titelbild).
In Heiligenhafen füllen wir die beiden Dieseltanks - das erste Mal in dieser Saison, denn wir sind ganz überwiegend gesegelt.
Im Hafen angekommen machen wir eine kurze Pause und nehmen dann noch die Segel herunter. Sie werden zusammengelegt und verpackt.
Für heute haben wir genug erledigt. Morgen wollen wir einen Mietwagen in Lübeck abholen, Dienstag wollen wir das Boot für das Winterlager vorbereiten und Putzen&Packen und am Mittwoch soll die Triton dann aus dem Wasser gehoben werden.

Freitag, 3. Juli 2026

Tag 48 - Aalborg: Sauber und ordentlich

Die ganze Nacht und heute den ganzen Tag haben wir hier sehr stürmischen Wind mit Böen Windstärke 8 und wir sind froh, dass wir hier sicher im Hafen liegen.
Wir verbringen den Tag mit Aufräumen, Aussortieren und Putzen. Wir schauen die Bücher, Seekarten und Kleidung durch, Ralf schließt eine neue Gasflasche an und ich spüle die diversen Aufbewahrungsboxen.
Wir schauen die - wenigen - Lebensmittel durch, essen noch ein paar Reste und schmieren uns Brote für die lange Zugfahr (mit 5x Umsteigen) morgen.
Wichtig ist es, das Boot gut Festzubinden und wir tauschen noch die Festmacher aus, damit die Triton auch bei unterschiedlichen Wasserständen (wir hatten durch den Starkwind eine Differenz von fast einem Meter) sicher liegt.
Jetzt, im Abendlicht (siehe auch Titelbild), ist der Wind etwas schwächer geworden aber er soll auch in den nächsten Tagen kräftig wehen und aus westlichen Richtungen kommen. Wir sind froh, dass wir uns entschieden haben, hier zu bleiben.

Donnerstag, 21. Mai 2026

Tag 5 - Stathelle: Bargeldlos zahlen für Anfänger

An Bord schlafen wir immer sehr gut und so machen wir uns morgens ausgeschlafen an die Arbeit. Ein Segelboot benötigt natürlich auch Segel und die wollen wir heute setzen. Wir beginnen mit dem Focksegel vorne, dass erst hochgezogen und dann aufgerolle wird. Das Großsegel hinten macht mehr Arbeit, denn wir müssen die Segellatten wieder in die entsprechenden Taschen stecken und dann alle Rutscher fetten und in die Schiene am Mast einfädeln.
Alles klappt prima, das Wetter wird immer besser und die Triton sieht wieder aus wie ein Segelboot (siehe Titelbild). Unser Zeitplan sieht vor, dass wir jetzt noch ein paar Dinge einkaufen, unterwegs zu Mittag essen und dabei das Auto nochmal laden. Wir fahren also zum nahegelegenen Einkaufszentrum und laden erfolgreich zwei Taschen voll. Aber an der Kasse kommt das böse Erwachen: sechs Karten von drei verschiedenen Konten werden verweigert.
Auch die Bank direkt nebenan kann nicht helfen. Offensichtlich wurde das System gehackt und Karten funktionieren nicht mehr. Norwegen ist eines der hochentwickelsten Länder der Erde und Bargeld gibt es auf der Bank nicht - hier ist alles bargeldlos... Wir haben kein norwegisches Geld dabei, so dass wir auch nicht essen oder das Auto laden können... Etwas frustriert geht es wieder aufs Boot, wo wir noch ein paar Kronen vom letzen Jahr haben und Ralf macht sich auf den den Weg zu einem kleinen Flughafen in der Nähe um das Auto pünktlich zurückzugeben. Wir hoffen, dass dort die Karten wieder funktionieren.
Tatsächlich klappt alles und Ralf kann das Auto sogar noch die erforderlichen mehr als 70% laden und den Bus zurück mit Karte bezahlen - puh. Vor dem Abendessen geht Ralf dann noch wie jedes Jahr in den Mast, um die Lazy Jacks einzufädeln (ein System, das verhindert, dass das Großsegel beim Bergen vom Baum fällt).
Damit sind wir segelfertig und es kann morgen los gehen. Über den Tag ist das Wetter immer besser geworden und wir genießen unser erstes Abendessen im Cockpit.
Es ist so schön, wieder an Bord zu sein und die Sonne zu beobachten, wie sie langsam hinter den umliegenden Bergen versinkt. Wir sind froh, dass insgesamt alles so gut geklappt hat.

Montag, 18. Mai 2026

Tag 2 - Stathelle: Pflegeprogramm

Wir haben eine gute Nacht in unserem kleinen Holzhäuschen verbracht und starten am nächsten Tag mit Vorfreude in den grauen Morgen. 
In der Werft ist wenig los - wahrscheinlich sind viele Boote schon im Wasser. Wir finden die Triton in ihrer beheizten Halle, wo sie lieb auf uns gewartet hat.
In diesem Jahr ist die Liste der Arbeiten nicht so lang, da wir planen, unser Winterlager in Deutschland zu haben. Dort können wir dann mit dem Auto hinfahren und entsprechend Material mitnehmen. Aber auf jeden Fall müssen die Opferanoden getauscht werden und die Propeller von Motor und Bugstrahlruder benötigen neue Farbe (siehe auch Tittelbild). Im Fall vom Bugstrahruder müssen Sie zunächst ausgebaut werden:
Nach dem Mittagessen, dass wir im Sozialraum der Werftarbeiter einnehmen dürfen, kümmern wir uns dann um den Mast. Er muss gereinigt und mit einer speziellen Aluminium-Politur behandelt werden. Er steht zu weit vom Wasserschlauch weg und beim Schieben fällt er herunter:
Soweit wir sehen können, ist glücklicherweise nichts kaputt gegangen. Ich kümmere mich also um den Mast und am Ende glänzt er wieder wirklich schön!
Die Farbe auf den Propellern ist mittlerweile getrocknet und Ralf kann alles wieder zusammenbauen und abschmieren. Mit der neuen Opferanode sieht die Schraube richtig schick aus:
Wir machen mittlerweile nicht mehr alle Arbeiten selbst, sondern haben die Werft beauftragt, den Rumpf zu polieren. Als wir ankommen, ist das noch nicht gemacht, aber tatsächlich taucht ein netter junger Mann auf, der sich mit Hilfe einer Mini-Arbeitsbühne eifrig an die Arbeit macht.
Morgen müssen wir dann noch den Mast fertig zusammenbauen und dann steht dem Einwassern am Mittwoch von unserer Seite aus nichts mehr im Weg. Zufrieden fahren wir den kurzen Weg zurück in unser Häuschen und kaufen unterwegs noch etwas zum Abendessen ein. Ralf ist mittlerweile Spezialist für Selbst-Check-Out-Kassen geworden.

Mittwoch, 27. August 2025

Tag 96 - Brevik-Stathelle: Viele Vorbereitungen

Heute haben wir eine lange Liste mit Arbeiten, um die Triton für das Winterlager vorzubereiten. Daher fahren wir gleich morgens los und unter der ersten Brücke hindurch. Anders als in der letzten Woche mit Johanna ist es heute grau und regnerisch.
An der zweiten Brücke wird gerade eine weite Spur neu gebaut. Die beiden Brücken sind sehr hoch, weil hier große Schiffe industriell hergestelle Produkte wie z.B. Magnesium oder Düngemittel abholen.
Schon nach kurzer Fahrt erreichen wir "Wector Yachting", wo die Triton den Winter verbringen soll.
Anders als bei unseren anderen Liegeplätzen ist es hier laut und schmutzig. Neben uns werden Autoreifen gemahlen und später mit einem Schiff abtransportiert.
Wir füllen die Tanks der Triton für den Winter auf. Einen Ölwechsel hat Ralf schon in Brevik erledigt.
Danach nutzen wir eine Regenpause, um den Baum und den Ausbaumer abzunehmen und auf dem Deck zu verstauen. Wir trennen alle elektrischen Anschlüsse des Mastes und bereiten ihn zum Legen vor (siehe Titelbild). Wir putzen Küche und Bad gründlich, saugen Staub, sortieren Seekarten und Handbücher und packen unsere Taschen. Ich schreibe unsere Seemeilenliste fertig und erstelle eine Karte mit allen Häfen. Nun haben wir nur noch eine kurze Liste mit Arbeiten bevor die Triton morgen um 10:00 Uhr aus dem Wasser gehoben werden soll.

Montag, 7. Juli 2025

Tag 58 - Bergens Seilforening: Wir machen klar Schiff

Kein Wind, sonnig und richtig warm - gute Bedingungen für Arbeiten an Bord (siehe Titelbild). Wir nutzen die Gelegenheit, die Schränke und Stauräume durchzusehen und auszusortieren, was wir nicht oder nicht mehr benötigen. Viele Seekarten und Handbücher haben wir schon getauscht. Der Rest kommt mit nach Hause und soll dann verkauft werden. Auch die Kleidung wird durchgesehen. Außerdem waschen wir noch zwei Maschinen.
Unter Deck wird der Staubsauger geschwungen - das geht nur mit Landstrom und war mal wieder nötig.
Wir räumen unser "Kühl-Loch" aus (ein großer Raum wird durch eine kleine Klappe gefüllt) und putzen auch das (ich komme mit ausgestreckten Armen nicht auf den Boden und helfe mir mit Lappen über Spülbürste). Es ist nicht mehr viel übrig und wir machen noch Sandwiches für den Reisetag morgen.
Auch an Deck gibt es einiges zu tun. Ralf ist nicht zufrieden mit dem Spiel des Steuerrads und plant dort eine Verbesserung. Man beachte: T-Shirt und kurze Hosen - das hatten wir nicht mehr seit den ersten Tagen in Largs!
Jede Menge Leinen werden verstaut - insbesondere, um sie vor dem UV-Licht zu schützen. Überall sieht die Triton jetzt schön und aufgeräumt aus!
Es war gut, dass wir noch die Zeit hatten, alles in Ruhe fertig zu machen. Morgen müssen wir nur noch das Cockpitzelt aufbauen und den Haupschalter ausmachen. Der Bus zum Flughafen fährt direkt vor der Tür ab und braucht nur 30 Minuten. Wir genießen noch das wunderbare Abendlicht im Cockpit.