Coratriton
Segeln und Mehr
Samstag, 13. Juni 2026
Tag 28 - Ellös: Die Hallberg-Rassy Rally
Ich bin eine Vertreterin der 4x-Freuen Philosophie: Vorfreude - Freude wenn das Ereignis stattfindet - diese Freude aussprechen - schöne Erinnerung. Auf die Hallberg-Rassy Rally habe ich mich schon viele Monate gefreut, besonders weil Jan & Laura und Paul & Johanna mit dabei sind. Und heute war es dann soweit - um 11:00 Uhr ist der Start und 38 Boote laufen aus - ein sehr schöner Anblick!Ralf steuert sehr aufmerksam über den Kurs und zeigt sein Können als Regattasegler: sehr gute Tonnenmanöver, die "Lee-Banane" auf dem Vorwindkurs und taktische Wenden auf der Kreuz.Jan und Paul machen auf der Hohen Kante Gewicht für die Optimierung des Trimms und auch Johanna, Laura und ich wechseln bei jeder Wende die Seite.Raumschots hält Paul das Vorsegel auf die andere Seite, damit es nicht vom Groß abgedeckt wird.Manchmal wird es eng, aber wir können uns vor wesentlich größeren Schiffen positionieren und sind sehr zufrieden.Nach 74 Minuten haben wir die zwei Runden abgesegelt und können sogar auf der Ziellinie noch ein paar Boote abfangen.Anschließen segeln wir noch eine Runde nur zum Vergnügen und essen unsere vorbereiteten Brote. Hier die Segelanweisung und ein Tracking unserer Fahrt heute:Wir entspannen ein wenig an Bord und laufen dann um die Bucht zu einem sehr witzigen Kaffee. Wir suchen uns diverse Leckerein aus und bekommen den Kaffee in einer sehr bunten Kanne serviert.Die fünf mobilen Crewmitglieder besteigen dann noch den nahegelegenen Berg (Foto von Laura).Am Abend gibt es dann noch einmal ein Essen für alle Teilnehmer und anschließend werden die Preise verteilt. Es gibt für jedes Boot eine eigene Kategorie, so dass jedes ein Gewinner ist.Wir gewinnen den Preis für die "Happiest Crew" und finden, dass passt sehr gut. Während der Veranstaltung werden zahlreiche Fotos und ein Film der Rally gezeigt. Hier ist unser Boot, wir im Hintergrund beim Runden der Tonne und ein Drohnenbild der Flotte (Fotos von Hallberg Rassy).Insgesamt war es wirklich eine tolle Veranstaltung, interessant mit vielen Begegnungen, professionell organisiert, aber trotzdem entspannt und das Segeln heute mit den ganzen anderen Booten aus 50 Jahren Baugeschichte hat uns viel (und 4x) Freude gemacht (siehe auch Titelbild)!
Freitag, 12. Juni 2026
Tag 27 - Ellös: Interessante Einblicke und nette Begegnungen
Alle haben eine gute Nacht verbracht und nach wahlweise Tee oder Kaffee sind wir erst einmal getrennt unterwegs. Ralf und ich laufen auf der Uferstraße zum Stadthafen.Mittags sind wir dann alle auf dem Boot und auf Wunsch von Paul gibt es leckere Pizza-Toasts und außerdem Hafenkino - von allen konzentriert beobachtet.Es laufen noch verschiedene Boote ein, darunter die Hallberg Rassy 69 von Chef Magnus Rassy, der persönlich steuert (siehe auch Titelbild).Um 14:00 Uhr beginnt dann die Veranstaltung im Shop, wo es Drinks und Knabbereien gibt und außerdem die Möglichkeit, mit 20 % Rabatt Kleidung und das Hallberg-Rassy Buch zu erwerben. Wir schlagen zu und bekommen es gleich signiert.Dann haben wir Gelegenheit, das Flaggschiff (und die neue 370) zu besichtigen. Ein qualitativ hervorragend ausgebautets Boot mit einer unglaublichen Menge von Technik, sowohl an Deck als auch im begehbaren Motorraum.Der Innenraum ist sehr hell und freundlich und es gibt reichlich Platz, sowohl am Kartentisch, als auch in den Kabinen. Auf dem Bildschirm können wir Ralf und Paul auf der 370 sehen.Alles hat beeindruckende Dimensionen: Der hohe Mast, die zwei Steuerräder und die Flächen an Deck.Wir sind alle in unseren neuen Crew-Westen (Team Triton) unterwegs und werden bald von den anderen erkannt ("das ist aber eine große Crew"). Das Foto ist von Laura:Nachdem wir nun die fertigen Boote besichtigt haben, bekommen wir jetzt die Chance, die Produktion anzuschauen. Die Rümpfe werden in einer anderen Anlage gefertigt und dann hier in Ellös ausgebaut. Neben den bekannt guten Holzarbeiten werden hier Leitungen und Geräte für Heizung, Elektronik und Hydraulik installiert.Die Führungen für die über 100 Teilnehmer sind sehr gut organisiert und werden auf schwedisch, englisch und deutsch durchgeführt (Foto von Laura).Die in den verschiedenen Werkstätten gefertigten Teile werden dann in mehreren großen Produktionshallen in die unterschiedlichen Rümpfe eingebaut.Da das Deck bereits mit dem Rumpf fest verbunden ist, müssen alle Komponenten durch den Niedergang passen. Die Boote werden nach Kundenwünschen individuell ausgestattet.Neben den interessanten Einblicken in den Fertigungsprozess haben wir auch die Gelegenheit, uns mit den anderen Seglern auszutauschen, ganz besonders beim Abendessen, bei dem ein "Westküsten Büffet" serviert wird.Für uns gibt es leckere Fisch-Variationen und der Koch hat für Johanna verschiedene vegane Alternativen vorbereitet. Wir unterhalten uns nett mit Kate und Mike (die Freunde von MJ und Adam, die wir auch schon in Son getroffen haben). Zufällig sitzt der Chef Magnus Rassy neben uns und wir haben Gelegenheit auch ihm einige Fragen zu stellen.Ein sehr interessanter und abwechslungsreicher Tag - nun sind wir gespannt auf die Rally morgen. Hoffenlich haben wir gutes Wetter und schönen Wind!
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Donnerstag, 11. Juni 2026
Tag 26 - Kungshamn-Ellös: Wir sind vollzählig
Blauer Himmel! Sonnenschein! WESTwind! Das bedeutet, dass wir wieder mit Wind von der Seite auf direktem Kurs fahren können.Johanna ist wieder Am Großsegel im Einsatz und Paul steuert. So habe ich Gelegenheit, die Manöver zu fotografieren.Zum ersten Mal in dieser Saison wird auch Sir Henry Hydro, unsere Windselbststeueranlage aktiviert. Alles läuft gut, nur die Wellen sind noch etwas zu groß vom starken Wind in den letzten Tagen.Bei diesem Wetter sind auch die beiden Sitze im Heckkorb ein schönes Plätzchen:Wir kommen gut im privaten Hafen der Hallberg Rassy Werft an, in dem schon zahlreiche Teilnehmer der Rally liegen.Es gibt Kaffee im Cockpit und dann machen wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle, den Laura und Jan kommen aus Göteborg (siehe Titelbild). Jan hat wieder seinen dicken Alu-Koffer dabei. So ein eckiges Teil ist auf einem Boot nur schwierig zu verstauen... Ich freue mich sehr, dass sich mein Wunsch erfüllt und Johanna & Paul und Laura & Jan zu diesem Event gekommen sind!Der letzte freie Platz für den Koffer findet sich noch in der Backskiste - jetzt wird es für ein paar Tage eng an Bord.Aber bald ist alles sortiert und die Jugend fängt an zu Kochen. Heute auf dem Menü: Linsenbolognese mit Nudeln und Salat. Irgendwie passen alle ins Cockpit.Kurz vor Mitsommer dauert es lange bis zum Sonnenuntergang heute um 22:17 Uhr und dann ist es ja noch nicht dunkel.
Mittwoch, 10. Juni 2026
Tag 25 - Kungshamn-Smögen-Kungshamn: Kleiner Ausflug
Johanna hat sich einen Ausflug nach Smögen gewünscht, dass nur eine Seemeile von uns entfernt liegt. Trotzdem lassen wir die Triton im Hafen und nehmen lieber die Fähre, weil wir unseren guten Liegeplatz nicht aufgeben wollen. Die Fähre ist ein offenens Holzboot mit einer kleinen Schlupfkabine für die Warmduscher.Smögen ist vor allem bekannt für seine hübsche Hafenpromenade und in der kurzen Saison ist hier bestimmt sehr viel Betrieb.Wir laufen natürlich die Promenade entlang. Jetzt in der Vorsaison sind noch nicht alle Geschäfte geöffnet, aber Ralf kauft einen schicken gelben Südwester. Die Jugend ist schon vorgegangen und von Paul ist dieses schöne Bild über den Hafen:Wir wollen uns am Strand treffen und ich sehe ein Schild, auf dem "Strand 100 m" steht. Wohlgemut machen Ralf und ich uns auf den Weg. Es geht zunächst über ausgebaute Treppen und Holzstege.Soweit so gut, aber dann geht es einfach über die Felsen der Schäre weiter und das fällt mir sehr schwer, denn seit der Fuß-OP bin ich nicht mehr geländegängig. Aber mit Ralfs Hilfe schaffe ich es dann doch (Foto von Ralf).Wir laufen durch den nette kleinen Ort vorbei an ganz verschiedenen Häusern - hier wohnen einige wohlhabende Schweden.Zum Abschluss geht es dann noch eine Treppe hinunter - hier haben Ralf und ich uns dann gegenseitig fotografiert.So kommen wir dann gut auf der Promenade an und treffen Johanna und Paul zu einem kleinen Mittagessen. Eigenlich hatte ich ja gedacht, dass ich gemütlich in der Sonne sitze, während die anderen über die Felsen springen...Dafür fahre ich jetzt wieder Fähre zurück, während der Rest des Teams über die Brücke läuft (Foto von Paul). Heute morgen ware es noch grau, aber jetzt haben wir strahlend blauen Himmel (siehe auch Titelbild).Wir treffen uns dann auf dem Boot und haben (nach ein paar Einkäufen) frei bis zum Abendessen - sehr lecker gekocht von Paul. Zum Abschluss spielen wir noch eine Runde Karten. Ein schöner und entspannter Tag!
Dienstag, 9. Juni 2026
Tag 24 - Hamburgsund-Kungshamn: Der frühe Vogel fängt den Ostwind
Um 4:30 Uhr klingelt der Wecker und kurze Zeit später sind wir unterwegs. Die Wettervorhersage kündigt für heute nacht Starkwind aus Südwest an, aber vorher gibt es eine kurze Zeit Ostwind. Wir haben uns daher einen geschützten Hafen ausgesucht, den wir gut erreichen können. Der Plan geht auf: erst geht es noch durch das enge Fahrwasser im Sund......aber draußen können wir dann wunderbar segeln, ganz ohne Kreuzen, weil der Ostwind von der Seite kommt.Schon nach drei Stunden können wir das Großsegel herunternehmen. Johanna bereitet die Lazy Jacks vor.Auch auf unserem Tracking ist gut zu sehen, dass wir heute einfach auf Kurs segeln konnen:Im Hafen suchen wir uns einen Platz mit dem Bug in Windrichtung und so, dass der Wind uns nicht auf die Mauer drückt (siehe auch Titelbild).Dann schlafen wir alle erst noch eine Runde und stehen erst zum Mittagessen wieder auf. Danach starten wir zwei Maschinen Wäsche.Schon unterweg hatten wir uns über ein Café am Hafen informiert und dahin machen wir uns zur Kaffezeit auf den Weg. Es gibt zwar keinen Cappuccino aber eine große Auswahl an Leckereien, die wir dort genießen können.So gestärkt machen wir noch einen Spaziergang zu einem Aussichtspunkt über dem Hafen. Dazu ist erst einmal Treppensteigen erforderlich.Belohnt werden wir mit einem schönen Ausblick auf die Brücke und die Nachbarinsel.Wir sammeln noch die Wäsche ein und dann ist es schon wieder Zeit zum Kochen. Johanna und Paul zaubern ein wieder sehr leckeres Gemüsecurry mit Kichererbsen und Karotten.Danach träumen wir noch von einem "Sundowner" auf der Aussichtsterrasse des örtllichen Hotels (im Bild oben noch mit Sonnenlicht), aber leider hat es in der Vorsaison geschlossen.Wir trösten uns an Bord mit selbst gekochtem Schokoladenpudding mit frischen Erdbeeren und Banane.Über den Tag ist der Wind immer stärker geworden und hat von Osten auf Südwest gedreht. Wir sind froh, dass wir heute morgen losgefahren sind und jetzt hier so gut liegen.Nach hefigem Regen heute mittag (aber erst nachdem wir hier angekommen sind) hat der Wind jetzt die Wolken weggepustet und wir haben noch schönes Abendlicht bekommen.
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