Donnerstag, 25. Juni 2026

Tag 40 - Gullholmen-Hyppeln: Gute Ausgangsposition

Wie schon geschrieben, wollen wir Dänemark segeln, dass von uns aus im Südwesten liegt. Heute haben wir Westwind und morgen soll es Südwind geben, also ist der Plan, heute mit halben Wind nach Süden und morgen mit halben Wind nach Westen zu segeln. Zumindes für heute geht der Plan auf und wir sind genau in Position, um Skagen an der Spitze von Jütland zu erreichen.
Mit uns sind wieder viele andere Boote unterwegs und wir haben sehr gute Bedingungen mit Wind in angenehmer Stärke aus richtiger Richtung. Es ist sonnig und warm (aber nicht zu warm) und wir bekommen noch einen guten Liegeplatz im Hafen der kleinen Insel Hypperln (siehe Titelbild).
Unterwegs kommen wir an einer Schäre vorbei, die offensichtlich der Lieblingsplatz der Kormorane ist, die hier ihre Flügel trocknen können.
Hypperln gehört zur Gemeinde Öckerö, einer Gruppe von 10 bewohnten Inseln im Stockholmer Schärengarten - wieder sehr hübsch und sehr schwedisch.
Im kleinen Laden wir auf Vertrauensbasis eingekauft: man nimmt die Sachen aus dem Regal, scannt sie selbst und bezahlt dann.
Die Inseln sind teilweise mit Brücken verbunden oder es fährt eine kostenlose Autofähre mehrmals am Tag.
Heute ist es so warm, dass ich tatsächlich ein Sommerkleid auspacke - das ist in den letzten Sommern in Irland und Schottland nicht oft passiert. Die letzten Nächte waren noch sehr kalt, aber heute bleibt es auch abends warm und es wird völlig windstill.
 

Mittwoch, 24. Juni 2026

Tag 39 - Lysekil-Gullholmen: Sommer in Schweden

Heute kommt der Wind genau von vorne und im engen Fahrwasser können wir nicht kreuzen.
Wir enscheiden wir uns, unter Motor die kurze Strecke nach Gullholmen zu fahren. Es ist merklich voller geworden und uns kommen zahlreiche Boote entgegen.
Wir kommen früh in Gullholmen an und bekommen problemlos noch einen Liegeplatz. Es gibt hier verschiedene Museen, die aber alle erst im Juli öffnen.
Wir erkunden die schmalen Sträßchen mit den kreuz und quer gebauten bunten Holzhäusern. Dabei sind wir manchmal unsicher, ob wir bei jemandem im Vorgarten stehen. Autos passen hier nicht durch, also werden Quads mit Anhänger oder Mopeds mit Ladefläche für den Transport benutzt.
Ralf läuft noch eine größere Runde über die Insel und fotografiert die felsige Landschaft mit Wasserflächen, Brücken und kleinen Häusern.
Ich laufe weiter durch die Straßen und am Hafen entlang. Es ist sommerlich warm (aber nicht zu heiß) und es bieten sich postkartenhübsche Motive (siehe Titelbild). Ich finde eine gemütliche Bank und Ralf macht ein Foto von der anderen Seite des Hafens.
Den Nachmittagskaffee gibt es hier leider nur aus einem Pappbecher und Ralf muss sich mit einem Muffin trösten.
Insgesamt ein sehr netter und sehenswerter Ort und wir sind froh, dass wir hier einen Stopp eingelegt haben.
 

Dienstag, 23. Juni 2026

Tag 38 - Lysekil: Klar Schiff

Wir legen einen Hafentag ein, um die Triton gründlich aufzuräumen, Wäsche zu waschen und einige Verwaltungsarbeiten zu erledigen. Wir waschen die Schlafsäcke und Laken und ich beziehe alle Betten frisch und räume die Schränke und Fächer wieder ein. Die Sonne hilft uns beim Trocknen.
Nach dem Mittagessen setze ich mich an den Schreibtisch für Überweisungen und der Beschäftigung mit dem Wohnungseigentumsgesetz während Ralf einen Spaziergang im nahegelegenen Naturschutzgebiet macht (Foto von Ralf).
Er kommt zufällig am Skandia Museum vorbei, das von einem Verein betrieben wird. Hier wurden früher Dieselmotoren der Marke Skandia gefertigt und nun werden verschiedene Modell dort gezeigt und teilweise auch vorgeführt. Leider ist das Museum heute geschlossen, doch Ralf kommt mit dem Vereinsvorsitzenden ins Gespräch und bekommt eine Privatführung (Foto von Ralf).
Hier steht auch der Ersatzmotor für den Schlepper "HARRY", der unten am Hafen liegt (Foto von Ralf).
Wie es der Zufall will, habe ich mich auch noch etwas in Lysekil umgesehen habe dabei HARRY auf seinem Liegeplatz fotografiert.
Ich fahre die Hafenpromenade entlang, auf der ich viele nette Motive finde (siehe auch Titelbild) und klettere die Treppen zu einem kleinen Leuchtturm hinauf.
Von dort habe ich in die eine Richtung einen wunderbaren Blick über die Schärenlandschaft und die Badeanstalt...
...und in die andere Richtung auf die mitten in die Felsen gebauten Häuser und den Kirchturm, der hinter ihnen herausschaut.
Wir machen uns auch Gedanken, wo wir unser Boot in der Halbzeitpause liegen lassen wollen und fragen bei den entsprechenden Häfen an. Wichtig ist uns, dass wir mit dem Zug nach hause fahren können, deswegen wollen wir zum dänischen Festland hinüber. Im Moment planen wir, in den Limfjord nach Struer zu segeln.

Montag, 22. Juni 2026

Tag 37 - Valön-Lysekil: Ganz gemütlich

Wir verbringen eine ruhige Nacht in unserer Ankerbucht und lassen es auch morgens langsam angehen. Es ist war genug für eine Dusche auf der Badeplattform - wir merken, dass es Sommer wird.
Nach dem Mittagsimbiss wird dann der Anker hochgezogen - das macht Arbeit, denn Anker und auch die Kette sind schmutzig und müssen Stück für Stück gereinigt werden.
Wir haben wieder Schärenfahrwasser und ziehen nur die Fock hoch, damit wir gut und schnell manövrieren können.
Wir kommen so gut voran, dass wir unsere Pläne ändern und bis Lysekil weiterfahren. Bis auf den Sotenkanalen (durch den wir schon mit Laura und Jan in die andere Richtung gefahren sind), können wir die ganze Strecke segeln.
Wir sitzen entspannt im Cockpit und es gibt pünklich Kaffee und Kuchen für Ralf - die Stimmung an Bord ist sehr gut!
In Lysekil gibt es ausreichend Platz im Hafen und wir können längsseits anlegen (für mich einfacher zum Aussteigen). Im Hafen schwimmen unzählige Feuerquallen, hübsch anzusehen, aber sehr unangenehm beim Baden.
Das Städtchen ist auf den ersten Blick sehr nett und nicht überlaufen. Wir wollen hier die Bettwäsche erledigen und sind sehr angetan, als wir Industriemaschien vorfinden.
Während wir warten, laufen wir noch ein Stück die Hafenpromenade entlang und entdecken diesen farbenfrohen Schlepper.
Es wird im Moment gar nicht mehr ganz dunkel und um 23:30 Uhr fotografiere ich den Mond über dem Hafen und gleich danach die Kirche gegen den noch hellen Himmel (siehe Titelbild).

Sonntag, 21. Juni 2026

Tag 36 - Grebbestad-Valön: Abschied und Ankern

Heute müssen wir uns von Laura und Jan verabschieden. Die letzten zwei Wochen mit der Jugend in unterschiedlichen Konstellationen waren intensiv und für uns sehr schön und abwechslungsreich. Alle waren hilfsbereite und verträgliche Mitsegler und wir hatten eine gute Zeit. Und alle dürfen gerne wiederkommen - nur der große Alu-Koffer (noch von meinen Eltern) muss nächstes Mal daheim bleiben! Heute wurde er an Deck gepackt und dann zur Bushaltestelle gerollt.
Wir winken den beiden noch zum Abschied zu und gehen dann erst einmal eine Runde Einkaufen.
Nach dem Ramba-Zamba gestern abend im "Röde Orm" wollen wir noch zu einer Ankerbucht und wieder Richtung Süden fahren.
Es geht - teilweise mit Maschinenhilfe - durch das enge Schärenfahrwasser und zum Greifen nah am Land vorbei.
Heute ist wunderbares Sommerwetter und die hübschen roten Häuser leuchten nur so in der Sonne.
Wir merken deutlich, das jetzt die Saison ernsthaft angefangen hat, denn außer uns sind noch zahlreiche Segler und Motorbootfahrer unterwegs.
Auch in unserer Ankerbuch liegen noch 11 weitere Boote und wir benötigen drei Versuche, bis der Anker hält und wir zu unserer Zufriedenheit liegen. Zum Abschluss bekommen wir noch (um 22:30) einen wunderbaren Sonnenuntergang (siehe Titelbild).