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Samstag, 13. August 2022
Tag 76 - Île de Ré: Inselrunde
Wir wollen mit unseren Freunden eine Radtour über die Insel unternehmen und so laufen erst einmal zum E-Bike-Verleih und fahren dann wieder nach La Courade, wo wir ein köstliches Frühstück bekommen.So gestärkt machen wir uns auf den Weg Richtung Leuchtturm "Phare des Baleines" an der Westspitze der Insel (siehe auch Titelbild).Auch hier gibt es wieder ein ganzes Netz von Fahrradwegen, die sehr gut ausgebaut und beschildert sind. Netterweise ist es heute zwar sommerlich warm, aber nicht mehr so unerträglich heiß. Da macht das Fahren (trotz der vielen anderen Urlauber) richtig Spaß!Die Strecke ist - wie die ganze Insel - überwiegend flach und wir kommen an Beispielen für die Einnahmequellen (außer dem Tourismus) vorbei: Austern, Salz und Wein. Oft können die Produkte auch gleich vor Ort verkostet und/oder erworben werden. Salzgärten und Weinfelder prägen die Landschaft.So kommen wir gut am Leuchtturm an, der an seinem Fuß ein kleines Touristenzentrum mit Läden und Restaurants hat. Wir steigen heute nicht auf dem Turm, sondern werfen nur einen Blick aufs Meer, bzw. auf den Meeresboden, denn es ist gerade Ebbe. Auf dem Rückweg machen wir dann noch in Ars-en-Ré Halt, besichtigen die dortige Kirche mit ihrem auffälligen schwarz-weißen Kirchturm... ...und versorgen uns mit Kuchen und Getränken.Dann müssen wir uns beeilen, denn bis 18:00 Uhr sollen unsere Fahrräder abgegeben werden. Wir schaffen es gerade rechtzeitig und haben sogar das Glück, unterwegs noch in der Entfernung ein paar der berühmten Esel der Insel zu entdecken.
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Freitag, 12. August 2022
Tag 75 - Saint-Martin-de-Ré: Hitzefrei
Vor der gestern besichtigten Kirche (ebenfalls Saint-Martin) ist heute ein kleiner Künstlermarkt aufgebaut wir schauen uns die verschiedenen Stände an und sind besonders angetan von verschiedenen Aquarellen, die unter anderem Szenen von der Insel mit Hafenansichten und Landschaften zeigen.Wir unterhalten uns eine Weile mit dem Künstler Jean Marc Robin und suchen uns dann eine Ansicht von La Rochelle aus. Ich möchte nicht irgendeinen beliebigen Hafen haben, sondern mir ist es wichtig, den Ort zu erkennen. Ralf hatte ein anderes, kleineres Bild besser gefallen. Nachdem wir den Kauf abgeschlossen haben, bekommen wir dann netterweise noch das kleinere Bild geschenkt! Hier ist der Link zu einer Auswahl der Bilder - gekauft haben wir gleich das erste Bild oben links: KlickDanach werfen wir auch noch einen Blick in die Kirche. Sie ist seit dem 15. Jahrhundert diverse Male teilweise Zerstört und wieder aufgebaut worden und zeigt ein Sammelsurium von verschiedenen (wie wir finden recht uneinheitlichen) Baustielen. Wie immer zünde ich eine Kerze für meine Familie an. Es gibt diverse Heilige zur Auswahl, aber ich bleibe bei der Jungfrau Maria - Mutter zu Mutter sozusagen...In der Kirche waren die Temperaturen noch einigermaßen auszuhalten aber draußen ist es wieder sehr heiß. Wir essen noch ein Sandwich und überlegen, wo wir die heißesten Stunden des Tages verbringen können. Schließlich suchen wir uns einen Schattenplatz unter einem Baum auf den Befestigungsanlagen rund um den Hafen (natürlich auch diese von Vauban, mit dem wir es auf unseren Reisen schon öfter zu tun hatten). Ralf holt noch Wasser, Handtücher, Kissen (und natürlich ein paar Äpfel) und dann versuchen wir, uns möglichst wenig zu bewegen (siehe Titelbild). Erst gegen Abend gehen wir wieder auf die Triton zurück und dann ist es schon bald Zeit, die Fahrräder aufzubauen, denn wir sind bei unseren Freunden zum Abendessen eingeladen.Wir verbrinden einen sehr netten Abend mit leckerem Essen und guten Gesprächen - und wir spielen mit Bobby, die sicher Golden Retriever in ihren Vorfahren hat und begeistert verschiedene quietschende Spielsachen herbeibringt...Auf dem Heimweg können wir dann zum ersten Mal die über USB aufladbare Beleuchtung unserer Klappräder zum Einsatz bringen. Sie ist sehr hell, aber - wie ich finde - nicht ausreichend um alle Sandbunker und Schlaglöcher auf dem Fahrradweg sicher zu umfahren. Letztendlich kommen wir aber gut wieder zurück zum Boot. Dort nehmen ich dann den Kampf mit dem schlechten Internet auf, um mein Blog schreiben zu können...
Donnerstag, 11. August 2022
Tag 74 - La Rochelle - Saint-Martin-de-Ré: Nette Begleitung
Freunde von uns verbringen gerade ihren Urlaub auf der Île de Ré und wir wollen sie natürlich gerne treffen. Sie kommen aber erst einmal bei uns in La Rochelle vorbei und wir nehmen meine Studienfreundin Vera mit auf das kurze Stück (12 Seemeilen) bis zu unserem Zielhafen Saint-Martin. Mann, Tochter und Hund ziehen die Autofahrt vor.Leider können wir heute nur wenig Segeln bieten, denn der Wind ist zunächst sehr schwach. Trotz aller Tricks (Halsen, Ausbaumen, Bullenstander) geht es bei sehr warmen Temperaturen ganz, ganz langsam voran. Positiv ist, dass das Boot mangels Wellen ganz ruhig liegt.Wir fahren unter der Brücke hindurch, die die Insel mit dem Festland verbindet und sehen schon vorher eine leichte Kräuselung auf dem Wasser. Könnte das der gewünschte Wind sein?Tatsächlich spüren wir eine leichte Brise, allerdings ziemlich genau von vorne... Da wir einen Zeitplan einhalten müssen (vor dem Hafen fällt es trocken) und auch die Schleuse bestimmte Öffnungszeiten hat, ist leider keine Zeit zum Aufkreuzen und wir legen den Rest der Strecken unter Maschine zurück. Wenigstens haben wir jetzt etwas Luftbewegung an Bord. Gleich an der Einfahrt werden wir vom Hafenmeister begrüßt und bekommen einen Platz zugewiesen.Wir werden schon Veras Familie erwartet und gehen zusammen noch einen Kaffee trinken. Sie empfehlen uns noch den Glockenturm der Kirche Saint-Martin aus Aussichtspunkt.Tatsächlich haben wir von oben einen wunderbaren Blick über die Insel und wir können sogar unsere Triton im Hafen entdecken!Während wir oben stehen, fangen die großen Glocken an zu schlagen - ein komisches Gefühl und wirklich laut!Danach geht es zurück zum Boot. Wir haben das große Glück, trotz Hauptsaison und vollem Hafen, nicht im Päckchen liegen zu müssen, sondern einen Einzelplatz zu haben. So ist es nicht erforderlich, uns mit den Nachbarn abzustimmen wann wer den Hafen verlassen will...
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