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Montag, 22. Juni 2026

Tag 37 - Valön-Lysekil: Ganz gemütlich

Wir verbringen eine ruhige Nacht in unserer Ankerbucht und lassen es auch morgens langsam angehen. Es ist war genug für eine Dusche auf der Badeplattform - wir merken, dass es Sommer wird.
Nach dem Mittagsimbiss wird dann der Anker hochgezogen - das macht Arbeit, denn Anker und auch die Kette sind schmutzig und müssen Stück für Stück gereinigt werden.
Wir haben wieder Schärenfahrwasser und ziehen nur die Fock hoch, damit wir gut und schnell manövrieren können.
Wir kommen so gut voran, dass wir unsere Pläne ändern und bis Lysekil weiterfahren. Bis auf den Sotenkanalen (durch den wir schon mit Laura und Jan in die andere Richtung gefahren sind), können wir die ganze Strecke segeln.
Wir sitzen entspannt im Cockpit und es gibt pünklich Kaffee und Kuchen für Ralf - die Stimmung an Bord ist sehr gut!
In Lysekil gibt es ausreichend Platz im Hafen und wir können längsseits anlegen (für mich einfacher zum Aussteigen). Im Hafen schwimmen unzählige Feuerquallen, hübsch anzusehen, aber sehr unangenehm beim Baden.
Das Städtchen ist auf den ersten Blick sehr nett und nicht überlaufen. Wir wollen hier die Bettwäsche erledigen und sind sehr angetan, als wir Industriemaschien vorfinden.
Während wir warten, laufen wir noch ein Stück die Hafenpromenade entlang und entdecken diesen farbenfrohen Schlepper.
Es wird im Moment gar nicht mehr ganz dunkel und um 23:30 Uhr fotografiere ich den Mond über dem Hafen und gleich danach die Kirche gegen den noch hellen Himmel (siehe Titelbild).

Sonntag, 21. Juni 2026

Tag 36 - Grebbestad-Valön: Abschied und Ankern

Heute müssen wir uns von Laura und Jan verabschieden. Die letzten zwei Wochen mit der Jugend in unterschiedlichen Konstellationen waren intensiv und für uns sehr schön und abwechslungsreich. Alle waren hilfsbereite und verträgliche Mitsegler und wir hatten eine gute Zeit. Und alle dürfen gerne wiederkommen - nur der große Alu-Koffer (noch von meinen Eltern) muss nächstes Mal daheim bleiben! Heute wurde er an Deck gepackt und dann zur Bushaltestelle gerollt.
Wir winken den beiden noch zum Abschied zu und gehen dann erst einmal eine Runde Einkaufen.
Nach dem Ramba-Zamba gestern abend im "Röde Orm" wollen wir noch zu einer Ankerbucht und wieder Richtung Süden fahren.
Es geht - teilweise mit Maschinenhilfe - durch das enge Schärenfahrwasser und zum Greifen nah am Land vorbei.
Heute ist wunderbares Sommerwetter und die hübschen roten Häuser leuchten nur so in der Sonne.
Wir merken deutlich, das jetzt die Saison ernsthaft angefangen hat, denn außer uns sind noch zahlreiche Segler und Motorbootfahrer unterwegs.
Auch in unserer Ankerbuch liegen noch 11 weitere Boote und wir benötigen drei Versuche, bis der Anker hält und wir zu unserer Zufriedenheit liegen. Zum Abschluss bekommen wir noch (um 22:30) einen wunderbaren Sonnenuntergang (siehe Titelbild).

Sonntag, 14. Juni 2026

Tag 29 - Ellös-Mollösund: Durch enge Fahrwasser

Wir nehmen Abschied von Ellös und fahren ein Stück weiter durch das Schärenfahrwasser nach Mollösund.
Johanna hatte unvorsichtigerweise gefragt, ob sie auch mal das Großsegel hochziehen darf. Irgendwie hat Ralf das falsch verstanden und jetzt darf Johanna jeden Tag ran - heute sogar mit Reff.
Es ist wirlich schön, die Jugend dabei zu haben und alle Arbeiten an Bord werden schnell und gut von der "happiest Crew" erledigt.
Allerdings werden die Gesichtsausdrücke etwas angespannter, als wir eine kräftige Schauerböe haben und nicht für alle Platz unter unserem schönen Dach ist - wenigstens kann Ralf seinen schicken neuen Südwester einsetzen!
Aber der Regen ist schon bald wieder vorbei, der Wind wird weniger und Jan steuert uns kompetent durch das enge Fahrwasser (siehe auch Titelbild).
So kommen wir gut und schnell in Mollösund an, wo wir sehr gerne Kaffeetrinken wollen, wenn möglich auch mit entsprechedem Kuchen. Leider hat noch alles geschlossen.
Aber die Bordküche liefert und Paul bereitet "Arme Ritter" zu, die mit "Nötcreme" und karamellisierten Bananen sehr lecker schmecken.
Jan baut sich eine "Private-Viewing" Station und verfolgt den Sieg der deutschen Mannschaft gegen Curaçao.
Auch beim Abendessen geben Johanna und Paul wieder alles und zaubern ein absolut fanastisches veganes Tikka Masala mit Reis, Karotten und Naan-Brot, das mit veganer Petersilienbutter serviert wird. Wie Ralf sagt: "Wir werden euch aus verschiedenen Gründen vermissen".
Nach dem Essen (und einer Spülorgie von Ralf) spielen wir noch eine Runde Karten und haben viel Spaß.

Montag, 25. August 2025

Tag 94 - Kragerø-Brevik: Letzter Segeltag!

Wie jeden Tag seitdem Johanna da ist, schein auch heute wieder die Sonne vom strahlend blauen Himmel. Und auch heute kommt der südliche Wind, den wir für die Fahrt nach Norden brauchen, erst am Nachmittag. Ralf ruft bei unserem Winterlager an und wir bekommen einen Krantermin für diesen Donnerstag. Also kann ich eine Übernachtung, den Bus und den Flug für Freitag buchen. Wir stellen noch einen Maschine Wäsche an und gehen dann in der Badeanstalt gleich gegenüber schwimmen (siehe auch Titelbild). Es gibt ein großes Becken und verschiedene Möglichkeiten zum Schwimmen direkt im Meer. Wir sind vorsichtig, denn es sind auch einige Feuerequallen unterwegs.
Danach ist auch unsere Wäsche sauber und trocken und wir nutzen die Picknicktische zum Falten. Ich kann sicher sagen, dass ich noch nie an so einem netten Ort Wäsche zusammengeleg habe!
Johanna und Ralf gehen noch shoppen und kaufen jeweils eine Hose. Es gibt gute Angebote, denn überall ist Sommerschlussverkauf. Im Hafen ist es jedenfalls ziemlich leer.
Der Winddreher kommt zuverlässig und wir sind nach dem Mittagessen unterwegs und können zum letzten Mal für dieses Jahr das Schärensegeln genießen.
Heute treffen wir einige Fähren und diesen Schlepper, denen wir im engen Fahrwasser ausweichen müssen.
Wir müssen einige Male den Kurs ändern und entsprechend die Segelstellung anpassen. Alle Manöver klappen schnell und gut.
Johanna lernt sehr schnell und arbeitet überall mit - wir freuen uns sehr, dass sie uns diese Woche begleitet hat.
Gegen abend segeln wir dann das letzte Stück durchs Fahrwasser nach Brevik, von wo aus Johanna morgen einen kurzen Weg zur Bushaltestelle hat. Wir haben es dann nicht mehr weit bis zu unserem Winterlager.
 

Donnerstag, 21. August 2025

Tag 90 - Slåttholmen-Lillesand-Færvigkilen: Halbtags-Segeln

Wie gestern haben wir erst nachmittags geeigneten Segelwind und so trinken wir erst einma gemütlich Tee auf unserer Privatschäre. Um die Zeit gut zu nutzen, fahren wir ein Viertelstündchen, um im Hafen von Lillesand anzulegen.
Wieder kommen wir an vielen sehr gepflegten Anwesen vorbei - oft mit eigenem Bootsanleger.
Auch heute haben wir strahlenden Sonnenschein und blauen Himmel mit angenehmen Tempreraturen - ideal, um den hübschen kleinen Ort zu besichtigen.
Gefühlt ist auch hier schon die Herbstruhe eingekehrt. Viele Restaurants sind schon geschlossen und in der Einkaufsstraße ist wenig los.
Wir vermuten, dass Touristen mit dem Wikinger-Schiff fahren können, aber heute liegt es nur am Dock.
Als wir kommen, wird gerade die Kirche aufgeschlossen und so können wir einen Blick hineinwerfen.
Außerdem haben wir Spaß mit einem überdimensionalen Stuhl, der auf einem Spielplatz am Ufer steht. Hier gibt es sogar einen kleinen Strand (siehe Titelbild).
Wir essen an Bord noch gut zu Mittag, bevor wir uns auf die Fahrt durch die Schären machen.
Wieder hat der Wind günstig gedreht und schiebt uns von hinten und wieder gibt es richtig enge Durchfahrten.
Ohne Welle geht es gut und schnell voran - es stimmt einfach alles und wir sind froh, dass wir so gute Bedingungen mit Johanna haben.
Nun liegen wir vor Anker in einer sehr geschützten Bucht und unsere Ankerlaterne taucht das Vordeck in sanftes Licht.