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Mittwoch, 19. August 2026
Tag 76 - Tunø: Wenn Engel singen
Regen und reichlich Wind genau aus der Richgung in die wir wollen - nach Studium verschiedener Wetterberichte und der Seekarten, entscheiden wir, dass wir heute hier bleiben.Am Nachmittag hört der Regen auf, die Fahrräder sind noch aufgebaut und wir entscheiden uns für eine Fahrt ins Dorf. Ralf hat gelesen, dass es heute in der Kirche ein kleines Konzert geben soll, also nichts wie hin. Die Bänke sind mit Sommerflieder geschmückt, die Kerzen brennen und wir junge Damen, die Gruppe Konval Kvartet, singen wunderschön á capella (siehe auch Titelbild). Hier ist ihr Instagram Account: KlickDanach schauen wir uns noch den (geschlossenen) Minigolfplatz an, der sehr nett aussieht. Wie überall auf der Insel gibt es hier zahlreiche Blumen, teilweise gepflanzt......aber auch wild auf den umgebenden Feldern. Es ist einfach sehr schön und friedlich hier. Mittlerweile sind die Brombeeren reif geworden und sie sind saftig und süß. Auch das ist eine Kindheitserinnerung an Sommer an der Nordsee.Ich habe nachgelesen und Tunø gehört zu dem "Verband dänischer Kleininseln". Es sind insgesamt 27 Inseln ohne Landverbindung mit weniger als 1200 Einwohnern. Thema ist unter anderem der Fährverkehr, Förderung von Gewerbe und Landwirtschaft und die Einwohnerzahl zu halten oder sogar zu vermehren. Vorteile sind Natur, Ruhe und Gemeinschaft. Das ist bestimmt alles richtig, aber der landschaftlichen Schönheit ist das ganzjährige Leben hier sicher nicht einfach.Heute wollen wir früher ins Bett, denn morgen soll es früh losgehen nach Endelave, wo wir dänische Segelfreunde treffen wollen, die wir auf unserer Atlantikrunde kennengelernt haben. Es wird immer früher dunkel und wir brauchen beim Abendessen Licht im Cockpit.
Montag, 17. August 2026
Tag 74 - Aarhus-Tunø: Zurück zur Natur
Das schöne an unseren Reisen sind die Gegensätze. Nach den intensiven Tagen in der Großstadt mit über 300.000 Einwohnern segeln wir heute quer über die Bucht zur kleine Insel Tunø, auf der nur 74 Menschen wohnen.Nur unter Fock kommen wir bei kräftiem Wind von hinten sehr gut und schnell. Wir können gemütlich essen und lesen.In den Sommermonaten und am Wochenende soll der Hafen sehr voll sein, gerade, weil er so schnell von Aarhus aus zu erreichen ist. Aber einem Montag in der Nachsaison sind noch einige Plätze frei (siehe Titelbild). Auf den ersten Blick ist es hier sehr nett.Wie oft auf den dänischen Inseln gibt es direkt neben dem Hafen einen Strand. Ich mach die Vegetation mit Dünengras und Heckenrosen sehr gerne.Ansonsten ist die Stimmung im Hafen entspannt und auch die Möwen lasses es eher ruhig angehen...Hinter den Bäumen geht langsam die Sonne unter - jeden Tag früher - und es wird ziemlich kalt! Morgen wollen wir uns die Insel etwas näher ansehen.
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