Da wir Gezeiten und Strömungen berücksichtigen müssen, haben wir einen "Travelplan" erstellt, der vorsieht, wann wir wo sein wollen. Danach müssen wir so gegen 11:00 Uhr los, um mit ausreichen Wasser in Dennis aus dem Hafen zu kommen und mit Schiebestrom durch den Cape-Cod-Canal fahren zu können. Das gibt uns ausreichend Zeit, um das Schiff aufzuräumen und alles seefest zu verstauen. Und dann ist es soweit: Motor an, Leinen los und ein letzer Blick auf die Northside Marina. Kein Sonderangebot, aber für uns ein praktisches Winterlager.
Leider wird es heute nix mit dem Segeln, denn der Wind kommt aus der Richtung in die wir wollen und wir müssen unseren Zeitplan einhalten und können deswegen nicht aufkreuzen. Aber die Sonne scheint, im Kanal dürfen wir sowieso nicht segeln und auch die Apfel-Versorgung stimmt.
Wir sausen also mit 10 Knoten Geschwindigkeit durch den Kanal und dann weiter - im moderaten Tempo - durch die Buzzards Bay bis zur kleinen Insel Cuttyhunk am Westausgang der Bay.
Durch eine schmale Einfahrt kommen wir in ein geschütztes, ausgebaggerts Becken mit Mooring-Tonnen. Im Sommer ist hier die Hölle los, aber so früh im Jahr können wir uns einen schönen Platz aussuchen und sind noch rechtzeitig da, um im Cockpit (zum ersten Mal in dieser Saison) zu essen.
Wir hatten heute die Gelegenheit, die umgebaute Selbststeueranlage mehrere Stunden lang zu testen. Letztes Jahr war das Gerät immer nach kurzer Zeit ausgestiegen und unsere Vermutung war, dass die Steuerimpulse der neuen Anlage nicht zum alten Elektromotor passten - daher der teure und aufwendige Austausch. Erfreulicherweise hat alles so funktioniert, wie es sollte. Jetzt müssen wir noch einige Parameter besser einstellen - wie immer ist die Steuerung wesentlich komplexer geworden. Ich habe wirklich Spaß an der Beschäftigung mit elektronischen Geräten, aber manchmal Frage ich mich, ob es wirklich nötig ist, so viele Einstellungen individuell vornehmen zu können...
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Sonntag, 19. Mai 2019
Samstag, 18. Mai 2019
Tag 10 - Dennis: Kleinigkeiten
So langsam werden wir fertig mit den Arbeiten - an Deck sieht es schon richtig gut aus. Und auch das Echolot - nun eingelegt in Rapsöl - funktioniert wieder. Aber wie immer ist die große Linie schnell erledigt und die vielen Kleinigkeiten halten auf. So braucht Ralf heute zwei Stunden, um eine Schraube auszutauschen, die bei der Montage des neuen Motors für die Selbststeueranlage stört. Daher ist das Cockpit auch immer noch Ablageplatz, denn die Mutter zu besagter Schraube ist ganz unten in der Backskiste.
Währenddessen sortiere bearbeite ich die Post (30 Briefe, von Paul per WhatsApp geschickt), sortiere Seekarten, kontrolliere Kabel und Geräte, schaue, wo Batterien getauscht werden müssen etc. Wir stellen fest, dass wir nochmals die nun vertraute Runde zum Baumarkt und zum Einkaufen fahren müssen: Batterien, ein Senker für die auszutauschende Schraube und noch anderer Kleinkram... Bei der Gelegenheit kaufen wir auch noch ein paar Kleidungsstücke (unter anderem Socken) und tanken Tonis Auto. Wir haben auch noch ein kleines Geschenk und ein Foto für sie vorbereitet - sie war uns wirklich eine große Hilfe.
Wir bezahlen die aufgelaufene Rechnung - da ist dann doch einiges zusammengekommen... Aber es war wirklich praktisch, dass wir hier in der Marian fast alles bekommen haben (Toni sei Dank, die vieles über Nacht bestellen konnte), angefangen von Farbe über Schäkel bis zu neuen Fockschoten. Wir hoffen, dass wir am Wochenende einen ersten Schlag segeln können - wahrscheinlich durch den Cape-Cod-Canal Richtung Newport. Mittlerweile scharren wir und die TRITON etwas mit den Hufen...
Währenddessen sortiere bearbeite ich die Post (30 Briefe, von Paul per WhatsApp geschickt), sortiere Seekarten, kontrolliere Kabel und Geräte, schaue, wo Batterien getauscht werden müssen etc. Wir stellen fest, dass wir nochmals die nun vertraute Runde zum Baumarkt und zum Einkaufen fahren müssen: Batterien, ein Senker für die auszutauschende Schraube und noch anderer Kleinkram... Bei der Gelegenheit kaufen wir auch noch ein paar Kleidungsstücke (unter anderem Socken) und tanken Tonis Auto. Wir haben auch noch ein kleines Geschenk und ein Foto für sie vorbereitet - sie war uns wirklich eine große Hilfe.
Wir bezahlen die aufgelaufene Rechnung - da ist dann doch einiges zusammengekommen... Aber es war wirklich praktisch, dass wir hier in der Marian fast alles bekommen haben (Toni sei Dank, die vieles über Nacht bestellen konnte), angefangen von Farbe über Schäkel bis zu neuen Fockschoten. Wir hoffen, dass wir am Wochenende einen ersten Schlag segeln können - wahrscheinlich durch den Cape-Cod-Canal Richtung Newport. Mittlerweile scharren wir und die TRITON etwas mit den Hufen...
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Donnerstag, 16. Mai 2019
Tag 8 - Dennis: Endlich wieder mit Mast!
Heute war es endlich so weit: die TRITON bekam ihren Mast wieder! Es gab ein paar kleine Probleme und Ralf musste nach oben, um die Wanten zu klarieren aber insgesamt hat alles gut geklappt. Wieder zurück in unserer Box haben wir erst einmal alle Kabel durch den Schwanenhals gefädelt und angeschlossen. Auch unser Kartenplotter wurde wieder montiert.
Die Seekarte wurde erkannt und auch die Position stimmt, aber die Tiefenanzeige fehlt... Ralf hat gleich eine Idee, woran es liegen könnte und begibt sich ins Innere des Schiffes. Unter den Bodenbrettern liegt der Geber für das Echolot und der hat dort bisher klaglos seine Arbeit verrichtet. Wie ich heute gelernt habe ist er in einer Dose mit Olivenöl eingelegt (kein Scherz) und dieses hat 19 Jahre gebraucht, um den Klebstoff langsam aufzulösen...
Als Therapie wird die Dose ausgebaut, gereinigt und mit einem anderen Kleber neu eingeklebt. Wir sind gespannt, ob das Teil dann morgen, gefüllt mit frische Öl, funktionieren wird... Schon ist es wieder Zeit für die Mittagspause, die wir heute bei schöner Sonne draußen verbringen können.
Am Nachmittag wird das Deck geschrubbt und dann kümmern wir uns um den Baum, den Baumniederholer, die Dirk (Leine, die den Baum oben hält) und die diversen Fallen (Leinen um Segel nach oben zu ziehen). Ein Fall war ja durch das Scheuern im Mast beschädigt und so mussten wir ein Stück abschneiden und es dann mit einem speziellen "Fallenknoten" (siehe hier) an einem neuen Schäkel zu befestigen.
Wir haben den Knoten dann noch unter Last getestet und sind zuversichtlich, dass er halten wird. Morgen können wir dann die Segel hochziehen. So langsam beginnt die TRITON wieder auszusehen wie ein schönes Segelschiff und nicht wie eine schmutzige, unordentliche Baustelle!
Die Seekarte wurde erkannt und auch die Position stimmt, aber die Tiefenanzeige fehlt... Ralf hat gleich eine Idee, woran es liegen könnte und begibt sich ins Innere des Schiffes. Unter den Bodenbrettern liegt der Geber für das Echolot und der hat dort bisher klaglos seine Arbeit verrichtet. Wie ich heute gelernt habe ist er in einer Dose mit Olivenöl eingelegt (kein Scherz) und dieses hat 19 Jahre gebraucht, um den Klebstoff langsam aufzulösen...
Als Therapie wird die Dose ausgebaut, gereinigt und mit einem anderen Kleber neu eingeklebt. Wir sind gespannt, ob das Teil dann morgen, gefüllt mit frische Öl, funktionieren wird... Schon ist es wieder Zeit für die Mittagspause, die wir heute bei schöner Sonne draußen verbringen können.
Am Nachmittag wird das Deck geschrubbt und dann kümmern wir uns um den Baum, den Baumniederholer, die Dirk (Leine, die den Baum oben hält) und die diversen Fallen (Leinen um Segel nach oben zu ziehen). Ein Fall war ja durch das Scheuern im Mast beschädigt und so mussten wir ein Stück abschneiden und es dann mit einem speziellen "Fallenknoten" (siehe hier) an einem neuen Schäkel zu befestigen.
Wir haben den Knoten dann noch unter Last getestet und sind zuversichtlich, dass er halten wird. Morgen können wir dann die Segel hochziehen. So langsam beginnt die TRITON wieder auszusehen wie ein schönes Segelschiff und nicht wie eine schmutzige, unordentliche Baustelle!
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Mittwoch, 15. Mai 2019
Tag 7 - Dennis: Großeinkauf
Es ist heute sehr windig mit entsprechenden Wellen und wir entscheiden uns, den Mast lieber erst morgen zu stellen. Uns wird aber nicht langweilig, denn stattdessen erstelle ich Proviantlisten und Ralf sortiert jede Menge Kleinteile.
Dann leihen wir uns wieder Tonis Auto und machen uns auf den Weg zum Einkaufen: zunächst in den Baumarkt und dann wieder zum bereits ausprobierten Stop & Shop, wo wir der Reihe nach die Gänge abarbeiten. Zunächst füllen wir zwei Einkaufs-Wagen und nach einer kurzen Mittagspause dann noch einen dritten. Am Ende ist die hintere Sitzbank und der gesamte Kofferraum gut gefüllt.
Nun muss der ganze Kram nur noch mit einer Sackkarre zu Schiff geschafft werden - gar nicht so leicht bei dem aktuellen Wasserstand...
...und schließlich wird alles sortiert und dann möglichst sinnvoll verstaut. Ich habe das ja nun wirklich schon oft gemacht, aber ich staune immer wieder, dass sich tatsächlich für alles ein Plätzchen finden lässt.
Auch diesmal verschwinden alle Einkäufe schließlich im Bauch der TRITON. Nun sind wir mindestens bis zu den Azoren mit Getränken, Konserven und anderen haltbaren Lebensmitteln ausgerüstet. Bevor es losgeht, werden wir dann nochmal eine Runde Frischkram besorgen. Nun hoffen wir, dass das Wetter morgen mitspielt und wir nicht mehr mastlos sein werden.
Dann leihen wir uns wieder Tonis Auto und machen uns auf den Weg zum Einkaufen: zunächst in den Baumarkt und dann wieder zum bereits ausprobierten Stop & Shop, wo wir der Reihe nach die Gänge abarbeiten. Zunächst füllen wir zwei Einkaufs-Wagen und nach einer kurzen Mittagspause dann noch einen dritten. Am Ende ist die hintere Sitzbank und der gesamte Kofferraum gut gefüllt.
Nun muss der ganze Kram nur noch mit einer Sackkarre zu Schiff geschafft werden - gar nicht so leicht bei dem aktuellen Wasserstand...
...und schließlich wird alles sortiert und dann möglichst sinnvoll verstaut. Ich habe das ja nun wirklich schon oft gemacht, aber ich staune immer wieder, dass sich tatsächlich für alles ein Plätzchen finden lässt.
Auch diesmal verschwinden alle Einkäufe schließlich im Bauch der TRITON. Nun sind wir mindestens bis zu den Azoren mit Getränken, Konserven und anderen haltbaren Lebensmitteln ausgerüstet. Bevor es losgeht, werden wir dann nochmal eine Runde Frischkram besorgen. Nun hoffen wir, dass das Wetter morgen mitspielt und wir nicht mehr mastlos sein werden.
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Dienstag, 14. Mai 2019
Tag 6 - Dennis: Zurück im Wasser
Es war ja schon an den anderen Tagen kalt, aber heute ist es wirklich sehr frostig! Dazu weht noch ein kräftiger und kalter Ostwind. Aber ich will mich nicht beklagen, denn die Kälte ist mir lieber als die feuchte Hitze in der Chesapeake Bay letzen Sommer. Damals musste ich zwar nur vier und nicht wie jetzt 14 Kleidungsstücke anziehen, aber selbst diese vier waren noch zu viel. Aushalten ließ es sich nur im Wasser und zwar im Schatten unter der Badeplattform. Richtig ausgerüstet lässt es sich heute überall gut aushalten und mir ist schön warm in meinem Zwiebel-Look.
Wegen der Tide können wir nur frühmorgens oder spätabends das Schiff ins Wasser heben. Wir liegen noch gemütlich im Bett, als es von draußen klopft und ruft und ein Mitarbeiter vorschlägt, dass Schiff jetzt sofort zu kranen. Uns ist das nicht recht, denn dass Wasser fällt schon wieder und es müssen noch der Mast und andere Boote aus der Halle. Also vereinbaren wir, die Aktion auf den späten Nachmittag zu verschieben. Das gibt uns Zeit, alles soweit wieder aufzuräumen und noch diverse Kleinigkeiten zu erledigen.
Bis zur Mittagspause haben wir alles soweit geschafft und dann können wir miterleben, wie zunächst das Boot unseres Nachbarn mit dem großen Gabelstapler aus der Halle geholt wird.
Bis er im Wasser ist und sein Mast gestellt ist es kurz vor Feierabend und wir befürchten schon, dass es mit der TRITON heute nix mehr wird... Aber die netten Mitarbeiter sind bereit, wegen uns Überstunden zu machen und so werden wir von George, dem Meister an Gabelstapler und Travellift, mit absoluter Maßarbeit aus der Halle geholt.
Er manövriert die sperrigen Fahrzeuge lässig und elegant auf dem engen Gelände, eine Freude, ihm bei der Arbeit zuzusehen! Dann geht es ganz schnell und schon schwimmt die TRITON wieder in ihrem Element. Der Motor springt erfreulicherweise sofort an und wir legen uns in eine Box. Der Mast soll dann erst morgen früh gestellt werden.
Wegen der Tide können wir nur frühmorgens oder spätabends das Schiff ins Wasser heben. Wir liegen noch gemütlich im Bett, als es von draußen klopft und ruft und ein Mitarbeiter vorschlägt, dass Schiff jetzt sofort zu kranen. Uns ist das nicht recht, denn dass Wasser fällt schon wieder und es müssen noch der Mast und andere Boote aus der Halle. Also vereinbaren wir, die Aktion auf den späten Nachmittag zu verschieben. Das gibt uns Zeit, alles soweit wieder aufzuräumen und noch diverse Kleinigkeiten zu erledigen.
Bis zur Mittagspause haben wir alles soweit geschafft und dann können wir miterleben, wie zunächst das Boot unseres Nachbarn mit dem großen Gabelstapler aus der Halle geholt wird.
Bis er im Wasser ist und sein Mast gestellt ist es kurz vor Feierabend und wir befürchten schon, dass es mit der TRITON heute nix mehr wird... Aber die netten Mitarbeiter sind bereit, wegen uns Überstunden zu machen und so werden wir von George, dem Meister an Gabelstapler und Travellift, mit absoluter Maßarbeit aus der Halle geholt.
Er manövriert die sperrigen Fahrzeuge lässig und elegant auf dem engen Gelände, eine Freude, ihm bei der Arbeit zuzusehen! Dann geht es ganz schnell und schon schwimmt die TRITON wieder in ihrem Element. Der Motor springt erfreulicherweise sofort an und wir legen uns in eine Box. Der Mast soll dann erst morgen früh gestellt werden.
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Sonntag, 12. Mai 2019
Tag 4 - Dennis: Putzen, Polieren und Montieren
Heute ist erst einmal der Mast an der Reihe: er wird von oben bis unten abgewaschen, abgetrocknet und eingeölt. Alle Beweglichen Teile werden mit Lithium-Fett behandelt und die unbeweglichen kontrolliert. Wir wissen ja schon, dass oben im Mast etwas scheuert und tatsächlich ist eine Leine beschädigt. Morgen wollen wir den Mastkopf abnehmen und die Sache überprüfen. Vielleicht können wir etwas umfädeln.
Mit diesen Arbeiten sind wir am Vormittag sehr gut beschäftigt. In der Mittagspause ging es wieder ins Hafen-Café. Gestern bei grauem Regenwetter waren wir fast die einzigen Gäste. Heute, bei strahlender Sonne und Wochenende, ist jeder und seine Großmutter unterwegs. Aber wir finden noch einen freien Tisch.
Frisch gestärkt geht es dann weiter mit den Arbeiten am Boot. An einigen Stellen (z.B. unter den Stützen) fehlte noch das Antifouling. Auch das Ruder unserer Selbststeueranlage "Sir Henry" und die Schrauben des Bugstrahlruders bekommen eine Schicht Farbe.
Mit diesen Arbeiten sind wir am Vormittag sehr gut beschäftigt. In der Mittagspause ging es wieder ins Hafen-Café. Gestern bei grauem Regenwetter waren wir fast die einzigen Gäste. Heute, bei strahlender Sonne und Wochenende, ist jeder und seine Großmutter unterwegs. Aber wir finden noch einen freien Tisch.
Frisch gestärkt geht es dann weiter mit den Arbeiten am Boot. An einigen Stellen (z.B. unter den Stützen) fehlte noch das Antifouling. Auch das Ruder unserer Selbststeueranlage "Sir Henry" und die Schrauben des Bugstrahlruders bekommen eine Schicht Farbe.
Das nächste Projekt ist dann, die Halterungen für unseren neuen "Drogue" anzubringen. Das ist ein Treibanker oder besser eine ganze Reihe von kleinen Treibankern, die wir bei schwerem Wetter hinterherschleppen können um Querschlagen in brechenden Wellen zu verhindern und das Schiff abzubremsen, aber noch steuerbar zu lassen. Ralf hat zwei Stahlplatten vorbereitet, die rechts und links ans Boot geschraubt werden sollen.
Die Idee ist, dass die Schrauben dann an der Innenseite in der hinteren Backskiste herauskommen, wo dann eine zweite Stahlplatte und die entsprechenden Muttern angebracht werden können. Unsere TRITON ein sehr zuverlässiges, sicheres und stabiles Boot, aber sie ist nicht symmetrisch... An der rechten Seite läuft alles wie geplant, an der linken Seite landet die letzte Schraube leider nicht in der Backskiste, sondern im Spalt zwischen Kiste und Schott der Achterkabine. Da müssen wir uns morgen noch etwas einfallen lassen...
Für heute reicht es uns und wir genießen noch die letzten Strahlen der Abendsonne mit Blick auf den windstillen Hafen. Bisher sind wir mit unseren Fortschritten zufrieden und wir hoffen, dass das Boot am Montag ins Wasser gesetzt werden kann.
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Samstag, 11. Mai 2019
Tag 3 - Dennis: Buntes Leben
Das ist Toni, die gute Seele der Marina, freundlich, gut gelaunt, engagiert - für jeden ein nettes Wort, ein Lächeln oder auch einen Kaffee... Überhaupt haben wir einen guten Griff mit dieser Marina getan, es ist chaotisch genug, um uns zu erlauben, auf dem Schiff zu schlafen, es gibt einen kleinen Shop, in dem wir Farbe, Pinsel, Lackieranzüge, Schäkel, Impeller und sogar den mit großem Einsatz gesuchten Ölfilter bekommen und dann ist da noch das Café, in dem wir uns versorgen können, wenn wir keine Lust haben, auf dem Boot zu kochen.
Gut ausgerüstet können wir also nach den Vorbereitungen von Ralf gestern gleich loslegen mit dem Streichen des Unterwasserschiffs. Ich habe die kleine Walze und einen Pinsel und bin zuständig für den Wasserpass, alle Ränder und die unzugänglichen Stellen...
...während Ralf dann mit der großen "Walze am Stiehl" die Flächen bearbeiten kann. Wir haben extra eine andere Farbe gewählt, damit wir besser sehen können, was wir schon gestrichen haben und ob die Farbschicht dick genug ist.
Pünktlich zur Mittagspause haben wir dann tatsächlich schon die Hälfte des Bootes geschafft:
Nach der Arbeit - und bei einem von Toni gesponserten Kaffee - treffen wir dann noch die lokale Berühmtheit Dickie Buck samt seinem netten Hund Allie. Ralf kann sicher demnächst mehr über ihn berichten, denn wir haben seine Biografie käuflich erworben.
Dann klettere ich wieder zurück aufs Schiff, was mir mit meinem kaputten Fuß nicht leicht fällt. An Bord läuft natürlich nichts, für das Wasser erforderlich ist. Wir haben einen kleinen Wasserkanister und einen Eimer, denn wir wollen ja kein Wasser an unserem neu gestrichen Schiff herunterlaufen lassen. Und auch der Kühlschrank geht mangels Kühlwasser nicht - was kein Problem darstellt, da das ganze Schiff kühlschrank-kalt ist.
Wir wollen unter diesen Bedingungen nicht aufwendig kochen und daher ist für heute zum Abendessen der gute "Erbseneintopf Hubertus" von Erasco geplant. Den haben wir den ganzen Weg von Griesheim bis hierher gesegelt, denn bei dem warmen Wetter in der Karibik und den Südstaaten passte das nicht wirklich. Aber heute ist eine warme Suppe sehr willkommen!
Gut ausgerüstet können wir also nach den Vorbereitungen von Ralf gestern gleich loslegen mit dem Streichen des Unterwasserschiffs. Ich habe die kleine Walze und einen Pinsel und bin zuständig für den Wasserpass, alle Ränder und die unzugänglichen Stellen...
...während Ralf dann mit der großen "Walze am Stiehl" die Flächen bearbeiten kann. Wir haben extra eine andere Farbe gewählt, damit wir besser sehen können, was wir schon gestrichen haben und ob die Farbschicht dick genug ist.
Pünktlich zur Mittagspause haben wir dann tatsächlich schon die Hälfte des Bootes geschafft:
Nach der Arbeit - und bei einem von Toni gesponserten Kaffee - treffen wir dann noch die lokale Berühmtheit Dickie Buck samt seinem netten Hund Allie. Ralf kann sicher demnächst mehr über ihn berichten, denn wir haben seine Biografie käuflich erworben.
Dann klettere ich wieder zurück aufs Schiff, was mir mit meinem kaputten Fuß nicht leicht fällt. An Bord läuft natürlich nichts, für das Wasser erforderlich ist. Wir haben einen kleinen Wasserkanister und einen Eimer, denn wir wollen ja kein Wasser an unserem neu gestrichen Schiff herunterlaufen lassen. Und auch der Kühlschrank geht mangels Kühlwasser nicht - was kein Problem darstellt, da das ganze Schiff kühlschrank-kalt ist.
Wir wollen unter diesen Bedingungen nicht aufwendig kochen und daher ist für heute zum Abendessen der gute "Erbseneintopf Hubertus" von Erasco geplant. Den haben wir den ganzen Weg von Griesheim bis hierher gesegelt, denn bei dem warmen Wetter in der Karibik und den Südstaaten passte das nicht wirklich. Aber heute ist eine warme Suppe sehr willkommen!
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Freitag, 10. Mai 2019
Tag 2 - Dennis: Von Opfer-Anoden und Bord-Hühnern
Heute Nacht war es mit 4°C so richtig kalt aber wir hatten es kuschelig warm mit Schlafsack und Fleece-Decke. Nur das Aufstehen fiel dann etwas schwer... Draußen schien die Sonne von einem strahlendblauen Himmel und pünktlich um 8:00 Uhr standen wir im Büro und wurden von Toni herzlich begrüßt.
Sie war auch sonst super hilfsbereit, besorgte und einen Adapter für den Strom, versprach Teile zu bestellen und stellt uns ihr Auto zum Einkaufen zur Verfügung. Aber erst einmal ging es zurück zum Arbeiten am Schiff. Ralf entfernte einige hartnäckige Muscheln und bereitete alles zum Streichen des Antifoulings vor. Unsere Opfer-Anonden (die statt unserer Metallteile korrodieren, da aus unedlerem Material) müssen ausgetauscht werden. Die vorher glatte Oberfläche sieht jetzt aus wie eine Mondlandschaft.
Netterweise hat das Café in der Marina am 3. Mai aufgemacht, und so konnten wir uns am späten Vormittag dort mit einem leckeren Frühstück/Brunch stärken. Ich hatte vom letzen Jahr die leckeren Pancakes noch in guter Erinnerung und wurde nicht enttäuscht:
Ein großer Teil des Lebens als Fahrtensegler besteht darin, herauszufinden, wo wir die Lebensnotwendigkeiten kaufen oder erledigen können: Lebensmittel, Diesel, Gas, Wasser, Strom, Wäsche, Dusche, Ersatzteile etc. Und so waren in Tonis Auto mit der Mission Gasflasche füllen und Lebensmittel kaufen unterwegs. Tatsächlich konnten wir nach etwas Fragerei unsere deutsche Gasflasche, für die wir einen amerikanischen Füll-Adapter haben, in einem Gartenmarkt füllen lassen.
Während Ralf in Sachen Gasflasche unterwegs war, schaute ich mich etwas im Markt und und zu meiner Überraschung hätten wir dort lebende Hühner-Küken kaufen können, die von einer Rotlicht-Lampe gewärmt wurden.
Einen kleinen Moment war ich in Versuchung, ein Bordhuhn anzuschaffen, denn es gibt einen französischen Segler, einen völlig verrückten Bretonen, der mit einem Huhn unterwegs ist: https://www.instagram.com/guirecsoudeeadventure/ Ich habe dann aber doch Abstand davon genommen...
Statt dessen haben wir uns dann im großen Supermarkt eine Runde Lebensmittel und Getränke gekauft. Den Großeinkauf machen wir erst, wenn, das Boot im Wasser ist, denn dann müssen wir die Einkaufstaschen nicht einzeln an einem Seil vier Meter hoch aufs Boot ziehen. Aber natürlich habe wir den Apfelvorrat aufgefüllt, damit Ralf nicht unter Entzug leidet.
Den Rest des Tages wurde weiter auf dem Boot gearbeitet: Ralf hat sich wieder mit dem Unterwasserschiff amüsiert und ich habe unsere diversen Taschen ausgepackt, alles möglichst sinnvoll im Schiff verstaut und bin im Internet auf die Suche nach einem kompatiblen Ölfilter zu unserem Volvo Motor gegangen. Mittlerweile ist auch die Heizung am Start, so dass die kommende Nacht nicht ganz so kalt wird.
Sie war auch sonst super hilfsbereit, besorgte und einen Adapter für den Strom, versprach Teile zu bestellen und stellt uns ihr Auto zum Einkaufen zur Verfügung. Aber erst einmal ging es zurück zum Arbeiten am Schiff. Ralf entfernte einige hartnäckige Muscheln und bereitete alles zum Streichen des Antifoulings vor. Unsere Opfer-Anonden (die statt unserer Metallteile korrodieren, da aus unedlerem Material) müssen ausgetauscht werden. Die vorher glatte Oberfläche sieht jetzt aus wie eine Mondlandschaft.
Netterweise hat das Café in der Marina am 3. Mai aufgemacht, und so konnten wir uns am späten Vormittag dort mit einem leckeren Frühstück/Brunch stärken. Ich hatte vom letzen Jahr die leckeren Pancakes noch in guter Erinnerung und wurde nicht enttäuscht:
Ein großer Teil des Lebens als Fahrtensegler besteht darin, herauszufinden, wo wir die Lebensnotwendigkeiten kaufen oder erledigen können: Lebensmittel, Diesel, Gas, Wasser, Strom, Wäsche, Dusche, Ersatzteile etc. Und so waren in Tonis Auto mit der Mission Gasflasche füllen und Lebensmittel kaufen unterwegs. Tatsächlich konnten wir nach etwas Fragerei unsere deutsche Gasflasche, für die wir einen amerikanischen Füll-Adapter haben, in einem Gartenmarkt füllen lassen.
Während Ralf in Sachen Gasflasche unterwegs war, schaute ich mich etwas im Markt und und zu meiner Überraschung hätten wir dort lebende Hühner-Küken kaufen können, die von einer Rotlicht-Lampe gewärmt wurden.
Einen kleinen Moment war ich in Versuchung, ein Bordhuhn anzuschaffen, denn es gibt einen französischen Segler, einen völlig verrückten Bretonen, der mit einem Huhn unterwegs ist: https://www.instagram.com/guirecsoudeeadventure/ Ich habe dann aber doch Abstand davon genommen...
Statt dessen haben wir uns dann im großen Supermarkt eine Runde Lebensmittel und Getränke gekauft. Den Großeinkauf machen wir erst, wenn, das Boot im Wasser ist, denn dann müssen wir die Einkaufstaschen nicht einzeln an einem Seil vier Meter hoch aufs Boot ziehen. Aber natürlich habe wir den Apfelvorrat aufgefüllt, damit Ralf nicht unter Entzug leidet.
Den Rest des Tages wurde weiter auf dem Boot gearbeitet: Ralf hat sich wieder mit dem Unterwasserschiff amüsiert und ich habe unsere diversen Taschen ausgepackt, alles möglichst sinnvoll im Schiff verstaut und bin im Internet auf die Suche nach einem kompatiblen Ölfilter zu unserem Volvo Motor gegangen. Mittlerweile ist auch die Heizung am Start, so dass die kommende Nacht nicht ganz so kalt wird.
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Donnerstag, 9. Mai 2019
Tag 1 - Griesheim-Dennis: Zurück zum Boot
"Wann wollt ihr denn wiederkommen", hatte Toni, die hier den Laden schmeißt uns letzten September gefragt - "So am 8. Mai" war unsere Antwort und pünktlich sind wir dann auch wieder gestartet. Ich habe es tatsächlich geschafft, ALLE Punkte auf meiner To-Do-Liste abzuarbeiten oder sinnvoll zu delegieren. Einige unerwartete Mail und Briefe habe ich extra noch dazugeschrieben, damit ich sie dann zu meiner Befriedigung durchstreichen konnte...
Morgens um 4:00 - nach einer kurzen Nacht - kam das Taxi, das uns zusammen mit unseren neun Gepäckstücken zum Frankfurter Flughafen brachte. Eine gute Zeit, um Stau und Wartezeiten zu vermeiden!
Wir konnten nicht online einchecken, weil dort nicht vorgesehen war, dass jemand mit Visum in die USA einreisen will. Auch am Schalter haben es drei Damen probiert, aber schließlich hat es dann doch noch geklappt. Dann mussten wir mit unseren interessanten Gepäckstücken (unter anderem ein ominöser schwarzer Elektro-Motor) durch die Sicherheitskontrolle. Nach meinen schlechten Erfahrungen beim letzen Mal, als wir mit Teilen für die Selbststeueranlage geflogen sind ("Papa, die haben die Bombe nicht gefunden!") für mich recht aufregend - hat aber alles geklappt und wir kamen gerade rechtzeitig zum Gate für den Flug nach Lissabon.
Dort hatten wir dann etwas Aufenthalt, bevor es weiter nach Boston ging. Als zusätzlich Sicherheitsmaßnahme gibt es dann bei Flügen in die USA noch ein kurzes Interview. Der Flug selbst war dann ohne besondere Vorkommnisse und wir kamen pünktlich an und durften zunächst an einem Automaten und danach bei einem Menschen Visa und Fingerabdrücke präsentieren. Die Preisfrage war, ob wir es noch zum Bus nach Barnstable schaffen.
Das Gepäck bekamen wir relativ schnell, aber dann gab es eine lange Schlange am Ausgang. Ein Mitarbeiter fragte, ob jemand zu einem "connecting flight" müsste und wir sagten: "Nein, aber zu einem "connecting bus"!" Und der nette Herr machte die Absperrung auf und lies uns einfach raus - Glück gehabt! Mein schon daheim gebuchte Telefonkarte funktionierte einwandfrei und so konnte ich die Tickets für den Bus online kaufen und auch schon die "Uber"-App, laden, dass ist der Taxi-Service. Der Bus kämpfte sich durch den dichten Berufsverkehr und setzte uns dann nach mehr als zwei Stunden Fahrt in Barnstable ab. Dort stärkten wir uns erst einmal beim Burger King (die Verpflegung auf dem Flug war eher übersichtlich) und dann ging es mit Uber weiter zur Northside Marina, wo uns die Triton in der Halle erwartete:
Schnell die zahlreichen Taschen aufs Schiff hochgezogen und das unter Deck etwas Platz geschaffen. Wir hatten alle Polster hochkant gestellt, um Schimmel möglichst zu vermeiden. Soweit wir sehen können, hat alles den Winter gut überstanden.
Nach 22 Stunden Reise waren wir zu müde, um noch viel mehr zu tun, als die Betten zu bauen, die Schlafsäcke zu suchen und den berühmten Eimer bereitzustellen - morgen geht es dann mit frischer Kraft an die Arbeit! Wir sind zufrieden, dass die Fahrt so gut geklappt hat und freuen uns sehr, wieder auf dem Schiff zu sein!
Morgens um 4:00 - nach einer kurzen Nacht - kam das Taxi, das uns zusammen mit unseren neun Gepäckstücken zum Frankfurter Flughafen brachte. Eine gute Zeit, um Stau und Wartezeiten zu vermeiden!
Wir konnten nicht online einchecken, weil dort nicht vorgesehen war, dass jemand mit Visum in die USA einreisen will. Auch am Schalter haben es drei Damen probiert, aber schließlich hat es dann doch noch geklappt. Dann mussten wir mit unseren interessanten Gepäckstücken (unter anderem ein ominöser schwarzer Elektro-Motor) durch die Sicherheitskontrolle. Nach meinen schlechten Erfahrungen beim letzen Mal, als wir mit Teilen für die Selbststeueranlage geflogen sind ("Papa, die haben die Bombe nicht gefunden!") für mich recht aufregend - hat aber alles geklappt und wir kamen gerade rechtzeitig zum Gate für den Flug nach Lissabon.
Dort hatten wir dann etwas Aufenthalt, bevor es weiter nach Boston ging. Als zusätzlich Sicherheitsmaßnahme gibt es dann bei Flügen in die USA noch ein kurzes Interview. Der Flug selbst war dann ohne besondere Vorkommnisse und wir kamen pünktlich an und durften zunächst an einem Automaten und danach bei einem Menschen Visa und Fingerabdrücke präsentieren. Die Preisfrage war, ob wir es noch zum Bus nach Barnstable schaffen.
Das Gepäck bekamen wir relativ schnell, aber dann gab es eine lange Schlange am Ausgang. Ein Mitarbeiter fragte, ob jemand zu einem "connecting flight" müsste und wir sagten: "Nein, aber zu einem "connecting bus"!" Und der nette Herr machte die Absperrung auf und lies uns einfach raus - Glück gehabt! Mein schon daheim gebuchte Telefonkarte funktionierte einwandfrei und so konnte ich die Tickets für den Bus online kaufen und auch schon die "Uber"-App, laden, dass ist der Taxi-Service. Der Bus kämpfte sich durch den dichten Berufsverkehr und setzte uns dann nach mehr als zwei Stunden Fahrt in Barnstable ab. Dort stärkten wir uns erst einmal beim Burger King (die Verpflegung auf dem Flug war eher übersichtlich) und dann ging es mit Uber weiter zur Northside Marina, wo uns die Triton in der Halle erwartete:
Schnell die zahlreichen Taschen aufs Schiff hochgezogen und das unter Deck etwas Platz geschaffen. Wir hatten alle Polster hochkant gestellt, um Schimmel möglichst zu vermeiden. Soweit wir sehen können, hat alles den Winter gut überstanden.
Nach 22 Stunden Reise waren wir zu müde, um noch viel mehr zu tun, als die Betten zu bauen, die Schlafsäcke zu suchen und den berühmten Eimer bereitzustellen - morgen geht es dann mit frischer Kraft an die Arbeit! Wir sind zufrieden, dass die Fahrt so gut geklappt hat und freuen uns sehr, wieder auf dem Schiff zu sein!
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