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Dienstag, 10. September 2024

Tag 99 - Portavadie-Tarbert: April im September

Eigentlich wollen wir heute nach durch die Kyles of Bute nach Rothesay segeln. Aber als morgens der Wecker klingelt, werfen wir einen Blick auf die Wettervorhersage: sehr windig mit Schauerböen. Außerdem brachen wir eine Verschreibung (nix Schlimmes) und daher einen Arzt und eine Apotheke. Die nächste ist gegenüer in Tarbert und wir ändern spontan unsere Pläne und machen uns dahin auf den Weg.
Es sind zwar nur drei Seemeilen, also weniger als eine Stunde Fahrt, aber wir haben viel Abwechslung. Erst einmal eine vorhergesagte Schauerböe - wie der Name sagt mit Regen...
...und reichlich Wind - 32 Knoten ist am oberen Ende von Windstärke 7...
Aber schon bald ist wieder blauer Himmel zu sehen und das bedeutet einen Regenbogen direkt vor uns.
Kurze Zeit später liegen wir dann sicher im Hafen und wir beginnen damit, das Beiboot zu reinigen und später - nach dem Trocknen - zusammenzulegen (Foto oben rechts von Johanna).
Das ist gar nicht so einfach, denn es muss nachher kompakt in eine Tasche passen. Ich gebe von der Triton aus Tipps...
Zwischendurch vertreiben wir uns noch die Zeit mit einem Mittagsschaf (Ralf) und einem Würfelspiel (der Rest der Crew). Paul bleibt in zwei Runden ungeschlagen.
Damit es nicht langweilig wird, erwischt uns auch immer mal wieder ein heftiger Regenschauer zwischen sonnigen Abschnitten - richtiges Aprilwetter. Und wir bekommen noch einmal einen wunderbaren Regenbogen (siehe Titelbild).
In einer Regenpause laufen wir dann noch um den Hafen zu einem kleinen Café. Unterwegs machen wir auf einen Spielplatz halt und haben Spaß mit den Trampolinen.
Danach gehe ich an Bord zurück und amüsiere mich mit der heute fälligen Umsatzsteuer-Voranmeldung für Juli während die anderen noch etwas laufen gehen, unter anderem zur Burg (Foto von Ralf).
Morgen haben wir noch das letzte Stück zurück nach Largs vor uns und dann ist unsere Segelzeit für dieses Jahr zu Ende!
 

Montag, 28. August 2023

Tag 93 - Carrigaholt-Kilrush: Letzter Segeltag

Immer wieder faszinierende Gegensätze. Gestern hatten wir so viel Wind, dass es schwierig war, die Mooring-Tonne zu uns zu ziehen. Heute morgen haben wir so wenig Wind, dass die Tonne immer wieder gegen unser Boot klopft... Ich hole die zum Trocknen aufgehängte Seekarte, die sogar in einer Plastikhülle Wasser abbekommen hat.
Mit beginnendem Flutstrom legen wir ab. Heute kommt der Wind genau von hinten, so dass wir für die kurze Strecke nur mit Großsegel und Bullenstander (zum Befestigen) fahren.
Es gibt keine Welle und das Boot gleitet ganz ruhig dahin - auch das ein großer Kontrast zu den Wellen gestern. Unser Zielhafen Kilrush liegt sehr geschützt hinter einer Schleuse.
Wir müssen etwas warten, weil erst noch ein Touristenboot geschleust wird (siehe Titelbild). Vor und in der Schleuse hat sich eine Menge Schaum gebildet. Wir wissen nicht, ob er natürliche oder künstliche Ursachen hat.
In der Marina werden wir vom Chef Darin persönlich sehr freundlich begrüßt. Er macht einen kompetenten Eindruck und versichert uns, dass alle Arten vor Arbeiten hier erledigt werden können. Wir werden nicht beim Mastlegen und Kranen dabei sein können, da die Halle für unser Winterlager im Moment noch anderweitig genutzt wird.  Wir nehmen die Segel herunter und verpacken sie - gerade noch rechtzeitig, bevor der nächste Regen kommt. Außerdem werden diverse Leinen aufgeschossen und weggeräumt.
Morgen geht es dann weiter mit unseren Winterlager-Listen. Ich recherchiere noch Busverbindungen und schaue nach Sehenswürdigkeiten auf dem Weg vor hier zu unserem Flughafen. Wir wollen unseren Mietwagen nutzen, um uns noch einige Sehenwürdigkeiten im Landesinneren anzuschauen. Nach einigen Schauerböen heute nachmittag ist es jetzt wieder ganz friedlich im Hafen.

Montag, 12. August 2019

Tag 96 - Weymouth-Eastbourne: Wellen, Wogen, Wind

Wenn wir früher mit den Kinder gesegelt sind, haben wir gerne gesungen, um die Fahrten abwechslungsreicher zu machen. Favoriten waren unter anderem Lieder von der "Augsburger Puppenkiste" und besonders passend war: Wellen, Wogen, Wind (öff), das weiß jedes Kind (öff), sind für eine Seefahrt gut, wenn man eine machen tut... Wellen und Wogen brauche ich jetzt nicht unbedingt, aber Wind zum Segeln ist natürlich wichtig. Weil wir eine große Strecke (113 sm) vor uns haben und der Wind später abnehmen soll, fahren wir los so früh es geht und das bedeutet die Brücke um 8:00 Uhr.
So früh am Sonntagmorgen ist die Stadt noch ganz leer, nur von der Kirche schlägt die Uhr und ein paar Angler versuchen ihr Glück auf der Hafenmole.
Im Moment haben wir noch reichlich Wind (Stärke 6) aber von hinten und so binden wir je ein Reff in Groß und Fock uns sausen los.
Leider führt diese Windstärke und dazu die 24 Stunden Sturm aus der gleichen Richtung dazu, dass es auch reichlich Wellen und Wogen gibt... Auch die Wellen kommen ziemlich von hinten und bauen sich hinter der Triton zu recht beeindruckender Höhe auf, heben dann unser Heck an und wir sausen den Wellenberg hinunter.
Sicherheitshalber sind wir auch im Cockpit angeschnallt und haben ein Schott eingesteckt für den Fall dass eine Welle einsteigt. Aber die TRITON, gesteuert von Sir Henry kommt hervorragend mit den Bedingungen zurecht und wir sitzen in unserem Mittelcockpit hoch und trocken. Nur eine einzige Welle spritzt ein wenig von der Seite. Andere sind nicht so glücklich, wir hören über Funk von mehreren Mayday-Fällen, die von "Solent Coastguard" betreut werden.
Im englischen Kanal gibt es starke Tidenströme, die uns zunächst bremsen, aber durch den kräftigen Wind und die Wellen, die und von hinten schubsen, kommen wir trotzdem gut voran. Und als wir dann Schiebestrom bekommen, gibt es kein Halten mehr. Teilweise fahren wir längere Zeit 10 Knoten über Grund (7 Knoten vom Schiff plus 3 Knoten Strom), die Welle herunter noch einmal schneller. Nach 12 Stunden haben wir bereits 86 sm zurückgelegt. Auch der Wind hat durchgehalten und ist nicht wesentlich schwächer geworden. Als die Sonne untergeht, sieht es so aus, als würden wir ungefähr um Mitternacht ankommen.
Vor unserem Ziel, die Sovereign Marina in Eastbourne, liegt eine Schleuse, die aber die ganze Nacht besetzt ist und alle halbe Stunde den Zugang ermöglicht. Ralf schaut schon mal nach dem richtigen Funkkanal und nach der Ansteuerung.
Irgendwann heute haben wir unbemerkt die Hemisphäre gewechselt und sind über den Null-Meridian in Greenwich gesegelt. Ein Blick auf die Karte zeigt, dass wir London querab haben. Nun sind unsere Positionsangaben wieder mit östlicher Länge - wir nähern uns der Heimat!
Wir müssen noch "Beachy Head" runden und dafür ist eine Halse erforderlich, aber mit unserem bewährten Sicherheitsmanöver klappt das auch bei Dunkelheit sehr gut. Bei der Ansteuerung zum Hafen ist es schwierig, die roten, grünen und weißen Lichter, die für die Navigation von Bedeutung sind, vor der hell erleuchteten Stadt herauszufinden. Da ist der Kartenplotter eine große Hilfe. Schließlich sind wir sicher in der Schleuse und kurz danach auf einem ruhigen Liegeplatz im Hafen. Wir räumen das Boot auf und essen noch etwas - heute gab es nur kaltes Essen an Bord wegen der Schaukelei. Bis wir im Bett sind, ist es dann doch 3:00 Uhr, aber kein Problem, denn morgen ist es schwachwindig und wir wollen hierbleiben.

Freitag, 9. August 2019

Tag 94 - Weymouth: Waschen und Wind

Wenn wir auf dem Boot leben, gibt es ganz verschiedene Arten von Tagen: Bootswartung, wie am Anfang in Dennis, Langstrecke mit Schichtdienst, wie die Fahrt zu den Azoren und nach England, Urlaubstage mit kurzen Strecken und touristischen Aktivitäten wie mit Jan und auch "ganz normale Arbeitstage", an denen wir uns um kleinere Reparaturen, Verwaltung, Einkäufe, Wäsche, Putzen etc. kümmern. Heute war mal wieder Wäsche und Großeinkauf an der Reihe. Während wir auf die erste Maschine warten, machen wir noch einen Abstecher in einen Pastry-Laden (das ist typisch für die Gegend hier).
Wir haben uns den Hafen wirklich gut ausgesucht. Es gibt sehr schöne Duschen, das Waschen ist preisgünstig und die Maschinen funktionieren gut (insbesondere beim Trockner ist das nicht selbstverständlich), alle Arten von Geschäften und der Supermarkt sind fußläufig zu erreichen, es gibt einen kostenlosen Karren, mit dem wir alles aufs Boot befördern können und wir liegen hier sehr geschützt.
Der Wind ist im Tagesverlauf - wie vorhergesagt - immer stärker geworden. Hier sind die Messwerte von der Station draußen an der Portland Bill - zusammen mit den Tidenströmen ist es da bei Windstärke 6+ mit Böen zwischen 8 und 9 (rote Linie) sicher jetzt richtig unangenehm...
...und auch hier in der Marina Hafen pfeift es ganz schön im Rigg, knapp 24 Knoten sind echte 6 Beaufort und der Hafen ist von hohen Häusern umgeben.
Wir sind jedenfalls froh, dass wir es hier gemütlich haben. Vor den Schauerböen schützt uns unsere Kuchenbude über dem Cockpit, die allerdings langsam den Geist aufgibt. Da ist im Winter eine neue fällig.
Morgen bleiben wir noch hier und ab Sonntag soll es dann wieder guten Westwind geben, mit dem wir weiter Richtung Winterlager in Holland fahren können. Zwischenziel ist Rotterdam, wo wir uns mit Paul für die letzen 10 Tage treffen wollen.

Mittwoch, 12. Juni 2019

Tag 35 - Lajes das Flores: Erst mal ankommen

Nach einer guten Nacht in der wir gleichzeitig jeweils in breiten, kaum schaukelnden Betten schlafen können, lassen wir es erst einmal ruhig angehen. Die Marina liegt sehr hübsch unter einer grünen Steilküste und wir lassen die Szenerie auf uns wirken. Jeder, der hier im Hafen hat mindestens 500 sm Blauwasser hinter sich (meist mehr), entsprechend individuell sind die Boote ausgerüstet und entsprechend international ist das Seglervolk.

Wir gehen zusammen mit unseren Nachbarn (einer Malö 42 mit einem englischen Ehepaar, dass fünf Jahre lang um die Welt gesegelt ist) zum Hafenamt und treffen dort in der Schlange einen Finnen und einen Belgier... Unterwegs müssen wir bei einem Offizielle die "Leuchtturmsteuer" abführen, die jedes Boot in den Azoren bezahlen muss. Letzes Jahr waren das 2 Euro, dieses Jahr sind es 70 Euro (in Worten: siebzig). Das nenne ich mal eine Steuererhöhung!

Der Hafenmeister ist sehr nett, aber es ist einiger Papierkram zu erledigen. Wir verabreden, mit den anderen Seglern, morgen gemeinsam eine Inselrundfahrt zu machen. Für heute gehen wir mit Genuss Duschen und dann noch in das Café am Hafen, wo wir unsere neuen Segelfreunde wieder treffen. Ein Teil - so auch Ralf - macht sich auf den Weg in den Ort. Ich - als Fußlahme - gehe lieber zurück an Bord, räume etwas auf, bringe noch ein paar Fender aus, schwätze mit der Nachbarin und wir dürfen dann gleich beim nächsten Offiziellen (diesmal Polizei) die ganzen Bootsdokumente und Pässe erneut vorlegen. Erst das dritte Mal heute... Die Polizisten sind aber total freundlich und geben noch Ausflugstipps.
Bei der Gelegenheit fotografiere ich noch ein paar Blumen (Flores, die Blumeninsel) und später telefoniere ich über WhatsApp mit 2/3 der Söhne und mit meinen Eltern. Es gibt einiges zu erzählen! Ralf hat frisches Brot aus dem Ort mitgebracht und nach einem kalten Abendessen gehen wir noch auf ein Eis und einen Cider ins nette Hafencafé. So langsam beginnt, nach Arbeitseinsatz und Schichtdienst, die erste Urlaubsphase.

Freitag, 15. Juni 2018

Tag 346 - Solomons Island: Waschen, Schauen, Kaufen

Es gefällt und hier so gut, dass wir einen Marina-Tag einlegen. So gibt es hier nicht nur Badewannen, sondern auch einen gut ausgestatteten Waschraum mit günstigen Preisen. Für 4x Waschen und 4x Trocknen zahlen wir nur 10 Dollar. Und – ungewöhnlich – die Trockner trockenen die Wäsche auch tatsächlich!
Dann haben wir noch das Imprägnieren unserer Kuchenbude (Cockpitzelt) auf dem Programm. Sie hat zwar neue Reißverschlüsse bekommen, aber der Regentest ergab, dass sie nicht mehr so richtig dicht ist. Dieses und nächstes Jahr soll sie aber noch durchhalten, daher bekam sie jetzt eine Runde Imprägnierungsspray.
Die Marina bietet auch noch „Courtesy Bikes“ an, kostenlose Fahrräder für die Gäste. Wir leihen uns gleich zwei Stück aus und erkunden die Umgebung. Und siehe da, wir treffen schon wieder die KALMAR NYCKEL – ein wirklich schönes Schiff!
Außerdem können wir uns die berühmten Krabben-Pötte aus der Nähe ansehen. In der Mitte ist ein Drahtzylinder, in den Muscheln als Köder kommen und an allen vier Seiten sind Trichter, durch den die Krabben in die Korb herein, aber nicht wieder heraus können. Oben dann eine Leine und ein Schwimmer – fertig!
Nach einem kurzen Abstecher zurück in die Marina, um die nächste Runde Wäsche zu starten, fahren wir dann noch zum Einkaufen. Unterwegs machen wir beim „Calvert Marine Museum“ halt. Ein kleines, aber feines Museum, sehr liebevoll gestaltet. Es ist ein lokales Museum mit den Themenbereichen Geschichte (inclusive Paläontologie), Natur (mit Aquarium und Ottern) und Bootsbau. Als besondere Attraktionen gibt es zwei funkitonstüchtige Museumsschiffe (mit denen Ausfahrten gemacht werden) und einen alten Leucht“turm“ (bei dem der englische Begriff „lighthouse“ besser passt). Er stand früher an „der Ecke“ Drum Point. Es ist wirklich eher ein Leucht“haus“, denn die Leuchtturmwärter haben viele Jahre mit ihren Familien darin gewohnt.
Es ist wieder ein Museum mit relativ wenigen Exponaten, die dann aufwendig erklärt und in einen Zusammenhang eingeordnet werden. An den Labors sind Fenster zum hereinschauen und es sind verschiedene Freiwillige unterwegs, die gerne Fragen beantworten. Im Aquariumteil gibt es Fische (darunter den eingeschleppten Feuerfisch, der die einheimischen Arten bedroht), Schildkröten und besonders große und schöne Seepferdchen.
Ich finde die Quallen immer besonders schön – sie haben ein speziell beleuchtetes Becken mit roten und blauen Strahlern uns schwarzem Hintergrund und wirken wie fremdartige Raumschiffe, während sie dort langsam ihre Bahnen ziehen.
Zum Schluss gehen wir noch einkaufen und packen unsere Fahrräder ganz schön voll… Aber nun sind wir wieder mit allem ausgestattet. Für mich ist typisch amerikanisch, dass vieles einfach eine (oder zwei oder drei) Nummern größer ist als bei uns. Die Autos sind riesige Panzer (SUV oder Pickups), so hoch, dass man zum Einsteigen eine Leiter braucht, die Getränke sind sehr groß („small“ = 0,5 Liter, die kleinste Menge Orangensaft 2 l), die Straßen sind breit und die Entfernungen sind weit. Zu Fuß geht hier niemand und auch als Radfahrer sind wir Exoten, die den Verkehr aufhalten… Da sowieso keine Fußgänger da sind, fahren wir dann auf dem Bürgersteig…

Bis wir wieder zurück an Bord und unsere Wäsche und die (zum Trocknen aufgehängte) Kuchenbude eingesammelt haben, ist es schon Abend geworden. Wir entscheiden uns gegen Kochen und gehen in das Marian-Restaurant – sehr gute Idee, denn es gibt gut gekochtes Essen aus frischen Zutaten. Von der Veranda aus sehen wir, wie es langsam Nacht wird und noch ein letzter Segler in den Hafen einläuft.

Donnerstag, 14. Juni 2018

Tag 345 - Reedville-Solomons Island: Entspanntes Segeln

Normalerweise macht Ankern wenig Arbeit, denn wir brauchen keine Fender und keine Leinen: einfach den Haken reinwerfen, einfahren und fertig. Genauso einfach ist das Herausholen: ich bin am Ruder und Ralf zeigt die Richtung an und betätigt die elektrische Ankerwinde. Heute war das allerdings etwas anders, denn Anker und Kette waren mit schwarzem Mudder verschmiert und mussten entsprechend geschrubbt werden.
Ich fahre langsam den Krabbenpott-Slalom, um wieder ins Fahrwasser zu kommen. Wir hatten angedacht, ein relativ kurzes Stück nach Smith Island zu fahren, aber der Wind ist günstig und wir entscheiden uns, etwas Strecke nach Norden zu machen. Unterwegs begegnen wir gleich den feindlichen Pott-Legern und können uns davon überzeugen, dass es tatsächlich immer nur ein Korb im Wasser liegt.
Andere Fischer versuchen ihr Glück mit Stellnetzen und Pfählen, sehr zur Freude von Pelikanen, Albatrossen und Möwen, die gleich die günstige Gelegenheit erkannt haben und die Netze geradezu belagern.
Wir segeln ohne Welle und mit Sonne ganz wunderbar entspannt mit Wind von schräg hinten – optimal! Da haben wir schon mit mehr Schaukelei vor Anker gelegen… Das bedeutet auch entspanntes Leben an Bord mit gemütlichem Frühstück während der Fahrt. Und natürlich haben wir hier Internet, denn das Ufer ist nicht weit weg. Ralf bucht unser Winterlager (in der Nähe von Cape Cod) und ich buche unsere Heimflüge von Boston aus. Weil der 1.+2. September Wochenende und der 3. September ein Feiertag ist, kommt die TRITON am 4. aus dem Wasser, wir fliegen am 5. Los und sind dann hoffentlich am 6. September zurück in Deutschland.
Wir telefonieren noch (kostenlos über WhatsApp) mit unserem ältesten Sohn Jan, der auch gerade nach 2,5 Jahren Weltreise wieder in Deutschland gelandet ist. Immer wieder schön, dass das so einfach geht. Nach 40 sm und rund acht Stunden laufen wir in unsere heutige Bucht ein und treffen wieder unsere Freundin KALMAR NYCKEL. Tagsüber hatten wir sie unter Segeln am Horizont gesehen aber jetzt läuft sie leider unter Motor.
Solomons Island (Maryland) ist ein beliebtes Wochenendziel für den Großraum Baltimore-Washington und entsprechend gibt es hier zahlreiche Marinas. Wir haben uns den zentral gelegenen „Zahniser’s Boat Yard“ ausgesucht und kommen gerade noch zu Geschäftszeiten an. Wir werden nett begrüßt und bekommen einen Stadtplan und den Code für die Duschen und das Internet. Wie sich herausstellt ist es nicht nur eine Dusche, sonders sogar eine Art Badewanne – mangels Stöpsel bekomme ich zwar nur 10 cm Wasser hinein, aber immerhin. Als Bade-Fan bin ich begeistert!