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Donnerstag, 12. Juni 2025
Tag 33 - Portree-Rona: Gegenmittel
Nach der sehr vollen und touristischen Isle of Skye fahren wir heute nur 10 sm weiter, aber in eine ganz andere Welt.Auf der kleinen Insel Rona leben nur der Inselmanager und seine Frau. Es gibt Cottages, die wochenweise vermietet werden und fünf Gast-Moorings. Es ist fast völlig windstill, als wir durch die enge Einfahrt in die geschützte Bucht motoren.Wir bekommen noch eine der Gastplätze (siehe Titelbild) und treffen am Anleger dann gleich den Manager Bill mit zwei Freunden in seinem Boot und andere Segler. Bill erzählt aus seinem Leben, von seinen deutschen Freunden und - bedauerlicherweise - das er das Internet (WLAN) ab 18:00 Uhr abstellt, damit er in Ruhe fernsehen kann und die Segler das nicht blockieren. Das ist der Grund, warum ich erst heute bloggen kann.Es gibt wieder eine "Honesty Box", um das Hafengeld zu bezahlen und wir könnten auch eingefrorenes Wild oder Hirschgeweihe kaufen. Einen "Bull" haben wir nicht gesehen...Bill hat nicht nur ein Boot zur Fortbewegung, sonder ein ein Quad, mit dem er die steilen Pfade der Insel befahren kann. Auf der Insel lebt Rotwild, dass er bejagdt (daher das Wildfleisch im Tiefkühler).Wir laufen ein Stück über die Insel und ich bin froh, dass ich meine Walking-Stöcke dabei haben. Nach dem ersten Hügel mache ich nur noch ein Foto von Ralf und laufe dann zurück zum Hafen.Abends genießen wir dann die Stille auf dem Boot, essen gemütlich im Cockpit und widmen uns unseren jeweiligen Büchern.
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Freitag, 6. Juni 2025
Tag 27 - Rùm-Canna: Trauminsel ohne Netz
Heute wollen wir uns die nächste der „Small Islands“ ansehen, die Doppelinsel Canna und Sanday, die bei Ebbe miteinander verbunden sind. Es sind nur 10 sm bei leichtem Wind und Sonne und da macht es uns nichts aus, dass wir einen Kreuzschlag machen müssen.
Unterwegs kommen wir – wie schon so oft – an einer Fischfarm vorbei, in der vermutlich Lachse gezüchtet werden.Auf Marine Traffic habe ich gesehen, dass schon mehrere Boote in der gut geschützen Bucht zwischen den Inseln liegen, aber wir bekommen problemlos noch eine der 10 Gast-Moorings.Und dann gibt es Hafenkino vom Feinsten. Die Fähre, die alle kleinen Inseln regelmäßig besucht, legt rückwärts an (dazu muss sie in der Bucht drehen) und wie Perlen an der Schnur kommt ein Segler nach dem andren in die Bucht. Die Moorings sind schnell belegt und die zu spät Gekommenen fahren Ankerrunden. Aber schließlich hat jeder einen Platz gefunden.Wir wollen uns natürlich die Insel ansehen, lassen das Beiboot ins Wasser, installieren den Elektro-Motor und unsere blauen Rollen, denn die Boote müssen am oberen Ende einer Rampe geparkt werden und mit den Rädern lässt sich das Dinghy leicht ziehen.Gleich am Anleger ist ein funkelnagelneues Waschhaus errichtet worden – mit Waschmaschine, Trockner und Behinderten WC. Wir folgen der Straße um die Bucht und kommen an der kleinen Kirche "Canna Ruh Church" vorbei, die gerade renoviert wird (siehe Titelbild). Auf den Inseln gibt es laut Wikipedia insgesamt 20 Gebäude und davon sind drei Kirchen. Direkt gegenüber ist ein witziger Sitzplatz aufgestellt worden.Als nächstes kommen wir dann zum kleinen Laden, der rund um die Uhr geöffnet ist und wo die Mooring bezahlt werden kann. Es steht eine Kasse da und jeder legt das ensprechende Geld hinein oder bezahlt mit Karte.Direkt daneben ist dann das Café Canna, wo es – wie der Name schon sagt – Kaffee und Kuchen und vor allem WLAN gibt (ich hatte schon Entzugserscheinungen, denn es gibt hier kein Mobilfunknetz) (Foto von Ralf).Canna und Sanday haben eine ebenso wechelvolle Geschichte wie die anderen Hebriden-Inseln: Steinzeit, Wikinger, Lord of the Isles, schottische Clanchefs. Und dann kamen hier – wie auch auf Rùm – die reichen Exzentriker. Der erste war ein Schiffsbauer aus Glasgow, der die Insel in den 1880er Jahren erwarb und einen Pier, eine Brücke zwischen den Inseln und eine Kirche errichten ließ. Dann wurde die Insel an John Lorne Campbell und seine Frau Margaret Fay Shaw verkauft, ein interessantes Paar, die sich mit der Sammlung von gälischer Musik und Folklore beschäftigten, die Insel in ein Naturreservat und eine Farm verwandelten und in Canna House lebten.Im Jahr 1981 schenkten sie die Inseln dem National Trust, der sie heute noch verwaltet. Das schöne Wohnhaus kann nach nur nach Voranmeldung besichtig werden, aber der Garten ist offen und wir bewundern die sorgfältig gepflegten BeeteRalf versucht sich auf dem Crocket Feld und schafft es mehrfach, die großen Kugeln durch die kleinen Tore zu schießen.Von hier aus haben wir auch noch einen schönen Blick auf die an ihren Moorings liegenden Boote. Als wir zurücklaufen, ist das Café draußen und drinnen voll besetzt. Die Besatzungen der 14 Segelyachten hat die Bevölkerung von ungefähr 15 Personen mehr als verdoppelt und stellt sicher einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar. Wirklich eine sehr nette Insel – nur schade, dass es in der Bucht absolut kein Netz gibt und wir uns noch nicht einmal den aktuellen Wetterbericht anschauen können…
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Tag 26 - Tobermory-Rùm: Insel-Slalom
Der Wind hat abgenommen und wir machen uns auf den Weg zur nächsten Insel. Nördlich von Mull und südlich von Skye liegt eine Gruppe von kleinen Inseln, die "Small Islands" und davon haben wir uns die südlichste, Muck, als Tagesziel ausgesucht. Aber dazu müssen wir erst einmal gegen den frischen Westwind aus dem Sound of Mull kommen und das bedeutet hart am Wind zu fahren. Damit das optimal gelingt, steuert Ralf (mit neuem Hut) von Hand (siehe Titelbild). Wir müssen - mal wieder - ein Kap runden und heute ist es der westlichste Punkt des britischen Festlands, der etwas südlich des Leuchtturms auf Ardnamurchan Point liegt.Hier ändern wir unseren Kurs, so dass der Wind jetzt achterlicher kommt und das Segeln entspannter wird. Wir haben wieder mit Schiebestrom geplant und so kommen wir gut voran und sind schnell am Ziel in Muck. Doch die Ankerbucht ist ziemlich eng und liegt voll mit privaten Mooring-Bällen, was sich nicht gut mit Ankern verträgt.Wir sind uns beide einig, dass uns die Situation nicht gefällt und wir lieber weiter zur Insel Rùm segeln wollen, wo es einen größere Bucht gibt.Das Wetter ist schön und die Triton läuft prima, so macht das Segeln viel Spaß. Auch die Bucht ist wie erwartet günstig gelegen und es gibt 10 Gast-Mooring-Tonnen, so dass wir noch nicht einmal den Anker aktivieren müssen. Statt dessen machen wir das Beiboot klar und Ralf rudert an Land, um sich umzusehen und das Mooring-Geld zu bezahlen.Die Insel Rùm ist zwar schon seit vorchristlicher Zeit bewohnt, aber die Landschaft ist karg und bergig und bietet nur wenige Fläche für Ackerbau, so dass maximal ca. 450 Menschen hier lebten. Später gehörte die Insel mehreren adeligen Gutsherrn, die hier z.B. Rotwild zur Jagd aussetzten. Dann übernahm ein reicher Unternehmer die Insel, baute sich hier um 1900 ein Castle, hatte einen privaten Golfplatz, hielt exotische Tiere, züchtete tropische Pflanzen in Gewächshäusern (betreut von Gärtnern in Kilts) und wurde in einem Mausoleum nach dem Vorbild eines griechischen Tempels auf der Insel bestattet. Seine verwitwete Schwiegertochter verkaufte die gesamte Insel dann an den Rat für Naturschutz und sie wurde Naturschutzgebiet.Hier leben immer noch Rotwild und vor allem unzählige Vögel, darunter Weißkopfseeadler und eine große Kolonie von Atlantiksturmtauchern. Es gibt praktisch keine Straßen und nur wenige Gebäude. Die einzige Ansiedlung ist Kinloch, wo alle aktuell 40 Bewohner wohnen. Die wenigen Gebäude sind die kleinen schwarzen Punkte oben auf der Karte. Ralf besucht den Laden mit Poststelle (Foto von Ralf)......und schaut sich eine kleine Hütte an, in der selbstgemachter Schmuck und Seife gekauft werden kann. Alles - auch das Wechselgeld - liegt offen da (Foto von Ralf).Nach den doch ziemlich touristischen Inseln Mull und Iona ist es hier sehr friedlich und entspannend. Die Boote schaukeln sanft an ihren Moorings und hinter den Bergen der Insel geht die Sonne unter.
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Dienstag, 3. Juni 2025
Tag 24 - Tobermory: Aprilwetter im Juni
Es war eine sehr windige Nacht und auf der vorgelagerten Insel Tiree erreicht der Wind in Böen Sturmstärke 9. Aber wir liegen hier wirklich gut und verbringen eine untestörte Nacht.Auch morgens pladdert der Regen noch auf unser Cockpitzelt. Wir wundern uns, dass die anderen Boote hier ihr Cockpit überwiegend offen lassen. Alleine um die nassen Klamotten nicht mit ins Boot nehmen zu müssen finden wir es sehr praktisch. Außerdem können wir nach draußen schauen und oft ist es im Zelt wärmer als unten im "wassergekühlten" Boot.Zwischen den regnerischen und windigen Abschnitten kommt aber auch immer mal wieder die Sonne heraus, wir fahren an Land und die Welt sieht schon ganz anders aus.Hier trennen sich unsere Wege, denn Ralf will eine geführte Naturwanderung zum Leuchtturm machen......während mir das zu weit ist und ich mir lieber die netten Geschäfte und das kleine Mull Museum anschaue. Tobermory ist ein Touristen-Ort und entsprechend ist hier alles was nicht bei drei auf den Bäumen ist mit allgemeinen schottischen Symbolen (Highland-Rinder) oder speziellen Drucken für Tobermory (bunten Häuser, Papageientaucher) verziert. Nicht zu reden von röhrenden Hirschen, Schwertern, Tartan und natürlich die Produkte der zahlreichen Destillerien...Das kleine Museum besteht nur aus einem - sehr vollgestopften Raum, aber es gibt einen Audioguide, in dem viele kleine Geschichten erzählt werden. Unter anderem wird ein Nachdruck des berühmten "Book of Kells" gezeicht, das uns im Trinity College in Dublin schon begegnet ist. Es wurde angeblich ca. 800 auf der kleinen Insel Iona (direkt neben Mull) geschrieben. Und es gibt einen Bericht über einen Besuch im Jahr 1829von Felix Mendelssohn, der von hier aus die Höhle "Fingal's Cave" auf der Insel Staffa besichtigte und dadurch zu seiner Ouvertüre "Die Hebriden" inspiriert wurde.Ralf hat auf seiner Wanderung Glück mit dem Wetter und schickt ein wunderbares Foto vom Leuchtturm.Ich setzte mich auf eine Bank am Hafen, höre mir die Hebriden-Ouvertüre an und habe Freude an dem schnell wechselnden Wetter. Diese Fotos wurden mit 15 Minuten Abstand gemacht und die ganze Stimmung des Ortes wechselt - auch durch den Wind, der aus den dunklen Wolken pustet.Ralf kommt zurück und - wie regelmäßige LeserInnen sicher schon vermuten - wir machen uns auf die Suche nach Kaffee und Kuchen. Ein Kirche am Hafen ist zu einem Café/Restaurant geworden......und dort bekommen wir Kaffee, heiße Schokolade und verschiedenen Kuchen - sehr gut!Wir schauen noch nach unserer Wäsche, die wir heute morgen gestartet haben. Das Problem ist, dass es zwar mehrere Waschmaschinen, aber nur einen Trockner gibt und sich deswegen ein Wäsche-Stau gebildet hat. Wir beschließen daher, erst einmal auf dem Boot zu Abend zu essen und wir schaffen es gerade noch zurück, bevor es wieder heftig anfängt zu regnen. Doch der Spuk dauert nicht lange, die Sonne kommt heraus und wir bekommen einen wunderbaren doppelten Regenbogen (siehe Titelbild)!
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Montag, 2. Juni 2025
Tag 23 - Oban-Tobermory: Es wird windig!
Für unsere Planung ist es in diesem Revier immer wichtig, die Wettervorhersagen zu studieren. Heute soll es ab dem frühen Nachmittag ziemlich windig werden und auch für die Nacht und morgen ist Starkwind vorhergesagt. Tiefdruckgebiete, die sich an der amerikansichen Ostküste bilden, ziehen über den Atlantik und treffen dann auf die irische und schottische Westküste.Bevor der Wind kommt, wollen wir noch einen Hafen weitersegeln. Die Strömung passt auch und so machen wir uns schon am Morgen auf den Weg nach Nordwesten durch den Sound of Mull (zwischen der Insel Mull und dem Festland).Wind und Strom helfen mit und so geht es schnell voran (siehe Titelbild). Es fühlt sich ähnlich an wie in den schwedischen Schären und bei kaum Welle ist es an Bord richtig angenehm. Während wir so dahinsegeln, telefoniere ich mit Steuerberater, Versicherung und Familie und das fühlt sich immer etwas absurd an in so einer Umgebung über Zahlen zu sprechen.Der Wind nimmt - wie vorhergesagt - weiter zu und wir sind froh, dass wir rechtzeitig in Tobermory ankommen um noch eine gute Mooring zu bekommen. Hier können wir jetzt den Starkwind abwettern.Wir machen noch das Beiboot klar und Ralf macht sich auf den Weg zur Landerkundung - sicherheitshalber hat er das komplettem Regenoutfit dabei.Mir reicht es heute, das nette Städtchen vom Wasser aus zu bewundern. Es ist bekannt für seine bunt bemalten Häuser.Ralf läuft bis in die "Oberstadt" und schickt ein Bild von der Bucht. Mittlerweile sind der Hafen und alle Gast-Moorings belegt und wir liegen hier gut nach Süden und Westen geschützt - die Richtungen, aus denen der Wind kommen soll. Während ich hier schreibe, prasselt schon der Regen aufs Boot und der Wind pfeift im Rigg.
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