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Sonntag, 23. Juli 2023

Tag 57 - Morlaix-Ärmelkanal: Kaltstart

Hier in Morlaix sind wir abhängig von den Schleusenzeiten und so sind wir pünktlich um 8:45 Uhr dort am Start.
Es ist grau und regnetisch und wir fahren vorsichtig und genau auf unserer alten Tracklinie den anfangs sehr schmalen Fluss hinunter.
Nach gut zwei Stunden können wir dann die Segel setzen, die Windselbststeueranlage "Sir Henry" aktivieren und uns auf den Weg über den Kanal machen.
Netterweise hört der Regen auf, der Wind kommt aus westlicher Richtung in angenehmer Stärke, die Triton läuft gut und wir bekommen sogar Besuch von ein paar kleinen Delfinen.
Die Arbeit gestern mit der Iridium-Anlage hat sich gelohnt und wir können - mit Hilfe einer kleinen Außenantenne, die Ralf auf der Reling anklipsen kann - neue Wetterdaten abrufen.
Das Boot liegt ziemlich auf der Seite (siehe Titelbild), so dass alle Bewegungen an Bord unbequem werden und auch die Wellen sind eher kurz und ruppig. So direkt aus dem Stand ohne Eingewöhnung gleich ein längeres Stück segeln ist so eine Sache. An Deck und mit frischer Luft mit Blick auf den Horizont ist kein Problem, aber Arbeiten unter Deck oder wie in meinem Fall bei den Wetterdaten längere Zeit auf einen kleinen Bildschirm schauen füht zu leichter Seekrankeit. Ich lege mich erst einmal hin, kann dann daber so gegen 21:00 Uhr die Wache übernehmen.
Es ist für uns beide nicht langweilig, denn der Ärmelkanal ist eine der befahrensden Wasserstraßen der Welt. Wir treffen Fischer, Tanker, Containerschiffe, Teilnehmer des Fastnet-Races, Großseger und sogar ein Kreuzfahrtschiff. Ralf muss teilweise Slalom fahren.
Im nächsten Blog geht es dann weiter mit dem Rest der Überfahrt. Spoiler: ich schreibe diesen Beitrag in Newlyn...

Samstag, 22. Juli 2023

Tag 56 - Morlaix: Technik, Pläne und Entscheidungen

Wir machen weiter, wo wir gestern aufgehört haben - ich mit dem Einrichten unserer Satelliten-Verbindung und Ralf mit Einkäufen und Arbeiten am Boot. Ich kenne die Probleme mit Iridium schon von unserer Atlantikrunde und es ist nicht wesentlich besser geworden... Zusammen mit unserem Wetterprogramm von Predictwind (mit dem wir sehr zufrieden sind) müssen vier Apps installiert und eingerichtet werden. Diverse Nummer müssen ermittelt oder beantragt werden (SIM-ID, IMAI, Telefonnummer, Mail-Adresse). Um die Mittagszeit machen wir eine Pause und fahren nochmal in die Stadt. Heute ist hier Markt und vor dem "Hotel de Ville" gibt es nette Picknickplätze (siehe Titelbild).
Wir suchen uns eine Plätzchen für unser Mittagessen, das zwar hübsch aussieht, aber eher flau schmeckt.
Wir laufen noch ein kleines Stück durch die sehr hübsche Altstadt mit ihren Fachwerkhäuser...
...dann will Ralf noch auf das Viadukt und ich fahre zurück zum Boot um meine ganze frisch eingerichte Technik zu testen und zu dokumentieren. Hier im Hafen ist es nicht einfach, ausreichend viele Satelliten zu empfangen, aber schließlich kann ich Mail, SMS und sogar einen Anruf (auf einer kostenlosen Testnummer) erfolgreich durchführen.
So wie die Windsituation aussieht, ist es sinnvoll, morgen den Sprung über den Kanal zu machen. Wir werden die Iles of Scilly nicht gut ansteuern können, also setzen wir Kurs auf Penzance. Morgen können wir um 8:43 durch die Schleuse und das reicht hoffentlich, um vor dem nächsten Tiefdruckgebiet in England anzukommen.

Freitag, 21. Juli 2023

Tag 55 - Morlaix: Viele Vorbereitungen

Nach dem anstrengenden Reisetag gestern schlafen wir erst einmal aus. Ralf hatte zwar angekündigt, bevor ich aufwache schon diverse Arbeiten am Boot erledigen zu wollen, aber am Ende bin ich dann vor ihm wach. Diesmal haben wir natürlich keine Lebensmittel im Zug mitgenommen und so schreiben wir als erstes eine umfangreiche Einkaufsliste und machen uns auf dem Weg zum Supermarkt. Ralf hat die Halterung für das Smartphone am Rad und so fährt er vor. Bei mir geht das leider nicht, weil der Abstand zwischen Lenker und Sattel so kurz ist, dass ich beim Absteigen mit dem Busen auf dem Phone lande und es verstelle... Morlaix ist sehr hügelig und der von Ralf gewählte Weg führt steil bergauf - hier gibt es keinen Supermarkt, also wieder retour. Wir diskutieren etwas über die optimale Art der Navigation und - da wir verschiedener Ansicht darüber sind - verabreden wir uns am Supermarkt. Ich lasse mir den Fußweg aneizeigen und benutze Maps eher wie eine Papierkarte. So komme ich schnell und ohne Steigungen am Supermarkt an. Ralf macht lieber die "grand tour" über die Hügel und ist 20 Minuten später da. Wir füllen drei Gewebetaschen, unsere Kühltasche und zwei Rucksäcke und werden noch einmal kommen müssen.
Das haben wir eigentlich für den Nachmittag geplant - nach dem Kaffeetrinken in der wirklich hübschen Stadt.
Zurück an Bord wird alles ausgepackt und verstaut und es gibt ein spätes Mittagessen. Danach wollen wir nur eine kurze Mittagspause machen, die aber ohne Wecker so lange dauert, dass wir den nächsten Einkaufstrip auf morgen verschieben. Statt dessen kümmern wir uns um unsere "Kuchenbude", das Cockpitzelt, in der Annahme, dass das in Irland eher benötigt wird, als unser bewährtes Sonnendach. Wir hatten das Zelt nach unserer Atlantikrunde neu herstellen lassen und es hat noch nie wirklich gut gepasst. Ralf hat daher angefangen, das Gestänge auf das Zelt zuzuschneiden.
Wir probieren verschiedenes aus und beschließen dann, lieber das Zelt an das Gestänge anpassen zu lassen. Das hintere Teil ist zu kurz, kann aber sicher durch einen Streifen LKW-Plane unten verlängert werden. Das nächste Projekt ist dann unsere nicht funktionierende Dreifarbenlaterne. Diese benötigen wir, wenn wir nachts segeln. Sie sitzt oben auf dem Mast, also klettert Ralf ganz nach oben während ich ihn von unten sichere (siehe auch Titelbild).
Am Ende liegt der Fehler dann nicht ganz oben, sonder ein Kabel war unten gebrochen. Kein Problem für Mr-Fix-It Ralf und jetzt geht das Licht wieder. Nach dem Abendessen fährt Ralf noch eine Runde Rad und ich beginne, unsere Iridium GO! zu installieren. Mit dem Gerät können wir über Satellit unterwegs auch ohne Mobilnetz Wetterdaten empfangen und SMS und Mails senden und empfangen.
 

Donnerstag, 20. Juli 2023

Tag 54 - Griesheim-Darmstadt-Karlsruhe-Paris-Paris-Le Mans-Rennes-Morlaix: Sportliches Umsteigen

Nach einer schönen aber auch intensiven Zeit in der Heimat geht es wieder Richtung Triton. Netterweise bringt Hildegard uns zum Bahnhof. Irgendwie hatte ich nicht auf dem Schirm, dass Ferienzeit in Frankreich bedeutet, dass die Züge ausgebucht sind... jedenfalls gab es Probleme, auf den Buchungsseiten von Deutscher Bahn, SNCF, Trainline etc. Karten für den Zug von Darmstadt nach Morlaix zu finden... Ich überliste schließlich die Technik, indem ich jeden Reiseabschnitt einzeln buche auch wenn wir dadurch 4x umsteigen müssen (siehe Liste im Titel). Besonders die Umsteigezeit in Paris ist mit 61 Minuten sportlich. Nicht wirklich hilfreich ist, dass wir auch noch 15 Minuten Verspätung haben. Da wir schon öfter in Paris umsteigen mussten, wissen wir, dass wir Metro-Karten im Speisewagen kaufen können - und dann geht es im Sauseschritt (soweit ich das kann) durch laaaange Tunnel, zahlreiche Treppen, über Laufbänder und Rolltreppen in den Untergrund von Paris.
Die Metro fährt alle paar Minuten aber die Wege sind wirklich weit. Meine hilfreiche App der französischen Bahn versorgt mich mit Informationen über das richtige Gleis und so können wir das direkt ansteuern. Wenige Minuten vor Abfahrt unseres Zuges steht dort noch eine lange Schlange. Mir wird klar, dass die Menschen zum linken Zug wollen, während unserer rechts steht. Ich steuere daher das Tor ganz rechts an, werde durchgelassen und sehe, wie der Schaffner in den Zug steigt - ich blockiere sofort die erste erreichbare Zugtür, damit Ralf auch noch mitkommt - puh, das war knapp!
So langsam können wir uns dann etwas entspannen und die vorsorglich in Karlsruhe gekauften Brote essen. Wir sind sehr froh, das wir das so gut hinbekommen haben.
Nun nochmal umsteigen in Le Mans und in Rennes. Dort wissen wir von der letzten Reise, wo es sehr leckeren Kaffee und Kuchen gibt.
Es gibt keine weiteren relevanten Verspätungen, und so kommen wir gut in Morlaix an. Kurz vor dem Bahnhof haben wir vom Viadukt aus einen guten Blick auf den Hafen, in dem die Triton auf uns wartet (siehe Titelbild). Auf den letzten Metern werden wir dann schwach und nehmen ein Taxi anstelle von Bus und Fußmarsch mit Gepäck. Insgasamt waren wir 11,5 Stunden unterwegs. Mit dem Boot ist alles in Ordnung und wir freuen uns, wieder hier zu sein.

Samstag, 1. Juli 2023

Tag 52+53 - Morlaix-Chartres-Griesheim: Pause für die Triton

Um sechs Uhr klingelt der Wecker, wir packen die letzten Sachen ein, verabschieden uns von der Triton (siehe Titelbild) und laufen los zur Bushaltestelle. Von dort aus können wir schon das beeindruckende Viadukt sehen, auf dem unser Zug den Fluss überqueren wird.
Entsprechend steil geht es dann auch mit dem Bus bergauf. Unser Zug ist pünktlich und bringt uns - wie gestern berichtet - erst einmal nach Rennes. Wir haben Zeit für einen Kaffee bzw. Tee und dann fahren wir weiter nach Vannes.
Den Bus nach Arzon kennen wir schon und auch das klappt wie geplant. In Arzon bekommen wir dann einen Schreck (Foto von Ralf)...
...denn es sieht so aus, als ob die Scheibe auf der Beifahrerseite fehlt... und das Auto ist voll mit wertvollen Maschinen... glücklicherweise waren wir nur zu blöde, das Fenster zuzumachen und alles ist noch da - puh! Auf der freien Autobahn kommen wir gut voran bis zu unserem Tagesziel Chatres.
Wir sind so früh, dass wir noch beschließen, einen Blick auf die bekannte Kathedrale zu werfen, die in der flachen Landschaft schon von Weitem zu sehen ist.
Leider können wir sie nur von außen bewundern, denn sie ist schon geschlossen.
Wir laufen noch ein kleines Stück durch die hübschen Straßen der nie zerstörten Stadt...
...und trösten uns dann mit sehr guter Pizza, Salat und Dessert in einem der zahlreichen Restaurants rings um die Kathedrale. 
Vielleicht kommen wir morgen früh nochmal vorbei. Heute macht Ralf noch ein Foto von mir mitten im "C".
Am nächsten Morgen nieselt es und so verzichten wir auf die Besichtigung und machen uns gleich auf den Weg in die Heimat. Es ist Samstag und wir kommen auf freien Autobahnen gut durch und werden zuhause von Katzen und Kindern begrüßt.

Donnerstag, 29. Juni 2023

Tag 51 - Roscoff-Morlaix: Punktlandung mit Körperspannung

Heute ist unser letzter Segeltag für den ersten Teil der Saison - wir wollen in einen Hafen, in dem unser Boot bis Ende Juli liegen soll. Wir sind von Westen (links) gekommen, waren in Roscoff und heute fahren wir in die Bucht und den Fluss Morlaix hinauf in die gleichnamige Stadt (siehe rote Kreuze).
Bei Niedrigwasser fällt der Fuss vollständig trocken. Damit das in dem Zielhafen nicht passiert ist davor eine Schleuse, die nur jeweils 1,5 Stunden vor Hochwasser, bei Hochwasser und eine Stunde nach Hochwasser geöffnet wird. Wir müssen unsere Fahrt also genau timen. Das erste Stück in der offenen Bucht können wir noch Segeln, nur mit Fock und die auch noch gerefft, damit wir nicht zu schnell sind. Wir kommen am Château du Taureau vorbei. Es wurde im 16. Jahrhundert von den Einwohnern von Morlaix erbaut, um die Stadt vor englischen Plünderungen zu schützen. Auf Wunsch Ludwigs XIV. wurde es von Vauban (wem sonst) restauriert und erweitert. Heute ist es eine Touristenattraktion.
Schon bald danach beginnt der eigentliche Flusslauf, es geht vorbei an hübschen kleinen Städtchen (siehe Titelbild) und wir müssen wir sehr sorgfältig der Betonnung folgen, denn direkt neben dem Fahrwasser wird es sehr schnell sehr flach.
Teilweise bedeutet das, wirklich Schlangenlinien durchs Wasser zu fahren und wir sind sehr konzentriet. Zwei andere Boote, die mit uns fahren, haben beide Grundberührung, kommen aber aus eigener Kraft wieder frei - auch weil das Wasser noch steigt. Die extremste Stelle kommt dann kurz vor der Schleuse: hier liegt die letzten rote Tonne (die links bleiben muss) ca. 5 m von der Mauer entfernt...
Wir sind ca. 10 Minuten zu früh und binden uns fest, um auf die Schleusenöffnung zu warten. Das dauert etwas, denn zunächst werden die Boote aus dem Hafen herunter geschleust. Der Hafenmeister fährt auf dem Slalomkurs vorneweg und die Boote kommen hinterher wie Entenkücken hinter ihrer Mutter.
Dann dürfen wir in die Schleuse und es geht ein ganzes Stück nach oben. Entgegen unserer Vermutung, dass hier niemand hin will, sind doch einige Boote unterwegs.
Wir haben einen Liegeplatz reserviert - leider ist genau vor uns ein dicker gelber Bagger, der sehr laut seiner Arbeit nach geht.
Wir sind an Bord noch gut beschäftigt mit Putzen, Saugen, Aussortieren aus, was mit nach Hause soll und verstauen von Ausrüstung unter Deck. Mit den letzte Vorräten schmieren wir Brote für den ersten Teil der Rückfahrt morgen und dann gehen wir zum Abschlussessen in ein nahegelegenes Café. Es gibt Tarte mit Salat - sehr lecker. Vorher habe ich noch unsere Fahrt mit Zug und Bus zu unserem Auto nach Arzon gebucht. Da in Frankreich alle Wege Richtung Paris führen, müssen wir von Morlaix aus erst einmal nach Rennes fahren, von dort aus nach Vannes und dann mit dem Bus nach Arzon. Das dauert alles zusammen knapp fünf Stunden. Auf direktem Weg wären es 200 km...
Meine größte Herausforderung wird sein, vom Hafen zum Bahnhof zu kommen, denn trotz intensiver Bemühungen mit Hilfe der Dame von der Tourist Information konnten wir kein Taxi bekommen.

 

Mittwoch, 28. Juni 2023

Tag 50 - Roscoff: Planänderung und nette Begegnungen

Eigentlich wollten wir ja heute nach Morlaix und Kerstin und Ralf kommen vorbei, um uns zu verabschieden. Im Gespräch und nach einem Telefonat mit dem Hafenmeister in Morlaix entscheiden wir dann, erst morgen zu fahren, weil dann dort etwas mehr Wasser vor der Schleuse ist. Also nutzen wir die Zeit für große Wäsche: Kleidung, Handtücher, Schlafsäcke und auch die Triton (siehe Titelbild).
Hier gibt es große, gut funktionierende Maschinen und nachdem das Problem mit dem Bezahlen gelöst ist (der Apparat will nur Münzen und keine Scheine) klappt das Waschen prima. Und dann arbeiten mehrere Zufälle zusammen: weil  wir hiergeblieben sind und Ralf wegen der Zahlungsprobleme nochmal zu Hafenbüro muss trifft er Kim, der ihn gleich erkennt und anspricht. Wir haben ihn und seine - jetzt - Frau Anneli zum ersten Mal 2018 kurz auf Gouadeloupe getroffen. Dann waren wir 2019 zusammen auf Flores und haben eine denkwürdige internationale Inselbesichtigung zusammen erlebt. Wir mussten wegen eines Winddrehers die Insel verlassen und haben uns dann noch mehrfach auf anderen Azoren-Inseln getroffen. Und jetzt, vier Jahre später sehen wir uns in Roscoff wieder! Beim gemeinsamen Kaffeetrinken gibt es viel zu erzählen.
Noch schnell die Wäsche falten und zu Abend essen und dann sind wir wieder mit Kerstin und Ralf verabredet und wir haben keinen Mangel an Gesprächsthemen! Zuletzt treffen wir noch eine nette Katze, die mich an unsere Katzen daheim erinnert.
Schön, dass wir die Katzen, Familie und Freunde bald wiedersehen werden - wir freuen uns schon darauf!

Dienstag, 27. Juni 2023

Tag 49 - L'Aber Wrac'h-Roscoff: Strecke machen

Wir sind heute seit sieben Wochen unterwegs und - abgesehen von den ersten 10 Tagen, die wir mit Arbeiten am Boot verbracht haben - ist der Wind eher schwach. So auch heute für unseren letzten größeren Schlag vor der Halbzeitpause. Sechs Knoten von hinten und wieder recht hohe Dünung reichen uns leider nicht zum Segeln. Wieder geht es früh los, um wenigstens den Strom mitschieben zu lassen.
Wir fahren durch ein schmales Fahrwasser und dann vor bei am "Phare de l'île Vierge". Damit haben wir offiziell den Atlantik verlassen und sind wieder im Ärmelkanal. Leider steht auch dieser Leuchtturm wieder im Gegenlicht.
Zusammen mit einigen anderen Booten geht es Richtung Osten. Die großen Wellen kommen von hinten und helfen mit, so dass wir pünktlich das enge Fahrwasser zwischen Festland und der Île de Batz durchfahren können. Hier ist genaues Steuern und beachten der zahleichen Seezeichen erforderlich (siehe auch Titelbild).
Wir kommen Mittags in Roscoff an und - nach Mittagessen und Siesta - wird das Beiboot "entsalzt", damit wir es später zusammenlegen können.
Eine ganz besondere Freude ist es, hier Kerstin und Ralf von der LOTHLORIEN wiederzu sehen. Wir haben uns 2017 in Porto Santo kennengelernt und uns dann im Verlauf unserer Atlantikrunde mehrfach getroffen: auf Madeira, Lanzarote, Grenada, Gouadeloupe... Diesmal habe ich gesehen, dass sie in unserer Nähe sind und wir haben uns hier verabredet. Sie haben gerade die zweiten "Atlantic-Loop" hinter sich und es gibt viel zu erzählen - eine sehr nette und interessante Begegnung!
Morgen wollen wir versuchen, Morlaix zu erreichen. Wir müssen aber erst einmal klären, ob die Wassertiefe bei dem im Moment niedrigen Koeffizienten ausreicht.