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Dienstag, 25. August 2026

Tag 82 - Lohals-Svendborg: Unter Motor

Wir fahren weiter nach Westen, heute unter Motor, denn der Ostwind soll erst morgen einsetzen. Von der Nordspitze von Langeland geht es an die Südseite von Fünen, einer der größeren dänischen Inseln.
Das Meer und der Himmel sind blau, die Sonne scheint, der Autopilot steuert und wir müssen nur Ausschau nach anderen Booten halten.
Unser weg führt durch den Svendborgsund, vorbei ein alten und neuen Häusern und netten kleinen Booten.
Svendborg hat einen sehr aktiven Hafen mit einer Werft für Holzboote und Fähren zu den zahlreichen Inseln der dänischen Südsee und schon beim Einlaufen gibt es einiges zu sehen.
Nach einem schnellen Mittagessen wollen wir uns den Hafen und die Stadt ansehen. Es gibt verschiedene Stationen mit Ferngläsern, die das Hafenleben in frührern Zeiten als Gegensatz zu heute zeigen.
Wir gehen zum Schiffsausrüster (ein neues Mützenbändchen für mich) und werfen einen Blick auf bzw. in die "Svendborg Internatinal Marine Academy", die zukünftige Kapitäne, Offiziere und Schiffsingenieure dual ausbildet.
An der Ecke des Hafenbeckens steht ein rundes Gebäude aus Corten-Stahl, wie sich herausstellt die neue Pumpstation, die oben auch einen Aussichtsplatz hat (siehe auch Titelbild).
Nun ist es schon fast wieder Zeit zum Kaffeetrinken und wir laufen durch die Einkaufsstraße der Stadt vorbei an Skulpturen und einem kleinen Teich.
Ich habe die Rezensionen auf Google sorgfältig studiert und danach ein Café ausgesucht. Eine gute Wahl, denn es gibt sehr guten Kaffee und leckeren Kuchen - Ralf ist zufrieden!
Zurück im Hafen schauen wir noch einigen Booten beim Anlegen zu (teilweise Hafenkino) und genießen die gute Stimmung und später die Lichter der Stadt.
 

Montag, 24. August 2026

Tag 81 - Korsør-Lohals: Sanft und friedlich

Heute morgen haben wir für den 9. September einen Krantermin von der Werf bekommen. Das bedeutet, dass wir noch zwei Wochen Zeit haben und entscheiden müssen, wohin wir segeln wollen/können. Der Ostwind soll nur zwei Tage anhalten, einer davon sehr stark, und so beschließen wir, uns schnell nach Westen zu bewegen und dann gemütlich zurück zu segeln. Heute ist wenig Wind, der dann komplett einschlafen soll und daher wollen wir nur ein kurzes Stück an die Nordspitze von Langeland fahren.
Es sind nur knapp 15 Meilen und wir schaffen es tatsächlich, davon 2/3 langsam zu Segeln.
Es gibt keine Wellen, die Sonne strahlt vom wolkenlos blauen Himmel und wir sitzen im T-Shirt im Cockpit. Was für ein Gegensatz zu gestern mit Regen und Starkwind, und komplettem Ölzeug! Gestern haben wir das Groß heruntergenommen, weil zu viel Wind war, heute machen wir das gleiche, weil zu wenig Wind ist!
So kommen wir unter Maschine gut im Hafen von Lohals an und können uns noch einen Platz längseits an der Mole im Fischereihafen sichern. 
Der Ort ist klein (eine Straße) aber hat - gerade bei dem wunderbaren Wetter eine sehr schöne Stimmung. Wir essen ein Eis und setzen uns an die Hafeneinfahrt, um zuzuschauen, wie immer mehr Boote kommen.
Hier stehen sehr bequeme Liegen und wir genießen die warme - aber nicht zu heiße -  Sonne. Ralf trägt sein neues T-Shirt aus Tunø. Abends ist es dann völlig windstill im Hafen und die Boote spiegeln sich im stillen Wasser (siehe Titelbild).