Posts mit dem Label Regatta werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Regatta werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 5. August 2019

Tag 90 - Fowey-Cawsand: Unerwartete Entwicklungen

Gestern Abend haben wir uns gegen einen Landgang entschieden, weil es kalt und ungemütlich wurde, aber heute morgen lacht die Sonne und wir machen das Beiboot klar für ein Frühstück an Land. Tatsächlich gibt es immer noch die Fowey Gallants - heute ist das ein Segelclub (das Backsteinhaus im Hintergrund).
Fowey selbst ist ein netter, kleiner Ferienort mit vielen Galerien, kleinen Läden und einer große Auswahl von Möglichkeiten zur Nahrungsaufnahme. Wir wollen frühstücken und haben uns im Internet das "Brown Sugar Café" herausgesucht. Wie sich herausstellt, sind die guten Bewertungen nicht übertrieben und wir bestellen eine Auswahl von Eiern, Smoothies, Kaffee, Chai und Kuchen, alles ganz prima!
Danach laufen wir noch eine kleine Runde, kaufen ein paar Lebensmittel und stöbern in einigen der Läden - das Städtchen ist touristisch, aber auf eine nette, unaufgeregte Art.
Als wir zum Dinghy-Steg zurückkommen, hat es sich zugezogen und es beginnt sogar etwas zu regnen, aber - wie Ralf immer sagt - "Das ist ja nur Süßwasser!"
Wir haben noch etwas Zeit, denn vor unserem Tagesziel, dem River Yealm, liegt eine Barre und wir brauchen ausreichend Wasser, um diese zu überqueren. Der Wind soll aus WSW mit etwa 14 Knoten kommen, also angenehmes Segeln - denken wir... Der Wind kommt dann tatsächlich aus SW und es sind 20 Knoten, also gut Windstärke 5...
Dazu kommen richtig unangenehme Wellen und bei auflandigem Starkwind über eine Barre zu fahren ist normalerweise keine gute Idee. Wir entscheiden uns also, stattdessen nach Plymouth zu fahren. Das wollten wir eigentlich vermeiden, denn dort ist das Ziel des berühmten Fastnet Race. Seit 1925 wird es jedes ungerade Jahr ausgetragen und führt von Cowes auf der Isle of Wright in Südengland um den Fastnet Rock vor der irischen Küsten und zurück nach Plymouth - insgesamt 605 sm. Dieses Jahr ist die Rekordzahl von 388 Booten am 3. August gestartet und die schnellsten Trimarane sind bereits über die Ziellinie gegangen.
 Wir rufen eine der zahlreichen Marinas in Plymouth an und fragen nach einem Platz, die Antwort ist schrilles Hohngelächter... die Plätze werden für die Fastnet-Schiffe freigehalten, die ja Tag und Nacht ankommen können. Es gibt aber eine Ankerbucht kurz vor Plymouth, die bei Südwestwind gut geschützt ist, also setzen wir den Kurs dahin ab. Auf dem AIS sind viele Boote zu sehen und ich klicke ein paar davon an, um zu sehen, ob es vielleicht Renn-Teilnehmer sind. Tatsächlich segelt kurz vor uns die MALIZIA II mit dem deutschen Skipper Boris Herrmann.
Er ist gerade über Seglerkreise hinaus bekannt geworden, weil er mit diesem Boot und zusammen mit seinem Co-Skipper Pierre Casiraghi (Sohn von Caroline von Monaco) die junge Klima-Aktivistin Greta Thunberg von England nach New York segeln will: klick. Da er vor uns ist und viel schneller als wir können wir ihn leider nicht sehen. Aber es sind auch noch weitere Boote der Klasse IMOCA 60 (60 Fuß lang = 18 m) unterwegs und die müssen an uns vorbei, wenn sie zur Ziellinie wollen... Wir sehen verschiedene schwarze Segel (High-Tech-Material), die schnell näher kommen.
Die TRITON ist für ihre Verhältnisse mit 7 Knoten flott unterwegs, aber diese Boote laufen 15-20 Knoten... Dieses ist relativ weit entfernt, aber dann kommt die PRYSMIAN GROUP genau auf uns zu...
...macht ihre Halse und segelt dann dicht an uns vorbei - ein beeindruckendes Bild und ganz offensichtlich sehr nasses Segeln, denn das Wasser spritzt richtig hoch - das wird keine gemütliche Überfahrt für Greta!
Kurz danach kommt noch die TEAM BRUNEL, eine Volvo Ocean 65, die dieses Rennen um die Welt mitgesegelt ist - ein ganz anderer Typ Schiff (siehe Bild am Anfang). Wir sind jetzt auch soweit, dass wir unsere Halse machen müssen - natürlich etwas langsamer... Jan nimmt das Segel dicht und Ralf hilft Sir Henry bei der Kursänderung.
Bald sind wir geschützt in Landabdeckung und Wind und Wellen werden weniger. Wir bergen die Segel und werfen Anker in der Cawsand Bay. Hier sind wir noch in Cornwall, während Plymouth selbst zu Devon gehört. Das war ein unerwartet abwechslungsreicher Tag - wir hätten nicht gedacht, dass wir so viele Rennboote sehen würden.

Montag, 24. April 2017

Ansegeln 2017

Bei schönem Wind sind wir am Wochenende in die Saison 2017 gestartet - es war kalt aber überwiegend sonnig und wir hatten wieder viel Spaß mit unserem gut segelnden Boot! Die Muskeln waren nach der Winterpause noch eher wie Pudding (zu bemerken auch am Muskelkater) aber wir haben die 3,5 Stunden auf dem Wasser sehr genossen.

Für weitere Bilder siehe hier: 170422Ansegeln

Sonntag, 12. Oktober 2014

Koblenz 2014

Zur letzten Regatta im Jahr geht es traditionell nach Koblenz - dort ist dann die Gelegenheit, unsere Segelfreunde ein letzten Mal zu treffen. Wir hatten am Samstag strahlende Sonne, aber leider nicht wirklich guten Wind:
Samstag abends dann noch Parkettsegeln (=Tanzen) mit gutem Essen und schöner Musik. Sonntag war es dann zunächst nebelig, eine ganz besondere Stimmung auf der Schlepptour Moselaufwärts...
 ...warm gekleidet war es trotzdem eine schöne Tour und wieder ein ganz besonderes Erlebnis...
...in Winningen gab es dann Zwiebelkuchen und Federweißen und auch die Sonne ließ sich wieder blicken...
 ...bei blauem Himmel  und leichten Winden ging es dann zurück zum Segelclub...
 ...wo dann die Sieger und das Saisonende gefeiert wurden.

Samstag, 4. Oktober 2014

Absegeln Eich 2014

Strahlende Sonne für unseren letzten Segeltag in Eich - wieder gab es einen Känguruh-Start, so dass wir in Echtzeit gegen die anderen Boote segelten. Für die Dyas hieß das: alle anderen Boote einholen und dabei die Runden genau mitzählen. Auf dem See gab es ein buntes Bild:
Wir hatten viel Spaß und Spannung bis zum letzten Moment, als dann die Boote gezeitet wurden. Hier ausnahmsweise ein Bild von uns - danke an den SCE für das Foto


Sonntag, 7. September 2014

Laach 2014

Auch bei unserer nächsten Regatta in Maria Laach war die Windvorhersage nur sehr mäßig und zunächst entspannten wir uns bei herrlichem Sommerwetter an Land - immer gut mit Essen und Trinken versorgt von unseren netten Gastgebern:
Schließlich ging es dann am Spätnachmitta doch noch auf's Wasser - leider ohne Dokumentations-fotos, den ich hatte die Kamera an Land vergessen... Für uns lief es recht gut und nach zwei Wettfahrten mit einem 4. und einem 1. Platz lagen wir punktgleich mit dem Zweiten auf Platz 1.

Am nächsten Morgen war es zunächst kühl und dunstig und wir waren nicht ganz sicher, ob noch ein Lauf zustande kommen würde. Trotzdem bauten wir auf und es wurde pünktlich um 11.00 Uhr gestartet.
Wir hatten einen guten Start und kamen auch mit dem leichten und drehenden Winden zurecht - aber beim letzten Raumgang blieben wir in einem Windloch liegen und so konnten Norbert und Peter an uns vorbei fahren - hier sind sie knapp vor uns beim Zieleinlauf:
Die Sonne kam heraus und der Wind schlief fast völlig ein - aber es waren ja vier Läufe ausgeschrieben und so warteten wir noch eine Weile...
...und tatsächlich: es kam wieder genug Wind um auch noch einen 4. Lauf zu starten. Diesmal hatten wir den richtigen Riecher was die Seite bei Spi-Kurs anging und unsere Kreuz lief - auch dank Taktick-Kompasse - hervorragend.
Am Ende durften wir dann diesen formschönen Topf Pokal mit nach Hause nehmen:

Sonntag, 31. August 2014

Schluchsee 2014

Es ist nun schon Tradition, dass wir zur Regatta in den Schwarzwald an den Schluchsee fahren. Der Windfinder hatte zwar nur schwachen Wind vorhergesagt, aber auf dem Wasser war es dann viel besser als gedacht und wir konnten bei Kaiserwetter drei schöne Läufe absolvieren:
Am nächsten Morgen war der Himmel dann grau aber wir hatten ausreichend Wind für zwei weitere Läufe. Diesmal hatten wir auch aufgepasst und sind alle verkürzten Bahnen richtig abgesegelt (was nicht bei allen Teilnehmern der Fall war). Auch die Überlappung im Drei-Längen-Kreis wurde diskutiert...
Dann hies es im Regen Boot zusammenbauen und leider war das wunderbare Segelwochenende schon wieder vorbei.

Sonntag, 6. Juli 2014

Interne Eich 2014

Trotz fehlendem Clubhaus geht das Leben weiter und das bedeutet Interne Jollen Regatta. Auf der Steuerleutebesprechung werden alle Klarheiten beseitigt und dann geht es aufs Wasser...
...wir sind in diesem Jahr mit dem alten, grünen Conger unterwegs, denn die Dyas ist keine Jolle...
...wie sich herausstellt eine absolute Bleiente (oder ein Blei-Lobster), denn trotz aller alten Conger-Tricks mit Ausbaumen und so weiter...
 ...sehen wir von den anderen Booten immer nur das Heck!

Montag, 12. Mai 2014

Rursee 2014: Klenkes-Cup

Auch an diesem Wochenende ging es wieder an den schönen Rursee, diesmal in den ABC. Unser Boot lag ja noch im Wasser und so konnten wir gemütlich am erst am Samstag morgen fahren. Der Windfinder hatte reichlich Wind angesagt (5, in Böen 7) und wir änderten den Trimm und zogen unseren alten Spi wieder ein. Der lässt sich leichter bergen und wir wollten den Stress von letzter Woche vermeiden...

Pünktlich um 14 Uhr starteten 11 Dyas und dazu noch diverse Kielzugvögel und H-Boote. Der Wind war stark, böig und drehig aber in den ersten beiden Runden noch gut segelbar. In der dritten Runde wurde es dann in dem schmalen Kanal zur Tonne zwei so richtig fies... Fallböen, mit heftigen Drehern, die bis zu 30 Grad aus unterschiedlichen Richtungen kamen... wie ich später hörte, kam es bei mehreren Vorschotern zum berühmten Rursee-Trapez-Dip...

Hier ein Archiv-Foto:
... oder zu Stürzen aus dem Trapez ins Schiff. Wir lagen sicher auf dem 3. Platz und verzichteten beim letzten Raumgang auf den Spi. Das hätte bei den besagten Drehern nur zu Chaos geführt!

Bei uns hatte sich ein Stagreiter gelöst, eine Barberholer-Rolle war ausgerissen und der Takeling auf der Fockschot hielt nicht richtig, daher legten wir eine kurze Pause zur Reparatur am Steg ein:
Der Wind war nicht weniger geworden und wir hofften, dass die Wettfahrtleitung den Kurs ändern und auf die Fahrt durch den Fallwind-Kanal verzichten würde... leider war das nicht der Fall. Wir entschieden uns zu starten, aber keine Heldentaten zu versuchen um Menschen (insbesondere mein Knie mit der Innenband-Zerrung) und Material zu schonen.

Der Start - es waren überhaupt nur noch drei Dyas angetreten -  klappte prima und wir lagen vorne :-). Dann ging es wieder in den schmalen Kanal und dort war es bei mindestens einer Windstärke mehr noch übler als zuvor... Das war kein Segeln mehr nur noch K(r)ampf an der Windkante - wir waren uns sofort einig, dass wir das nicht brauchen und wir Stranskys drehten ab nach hause - es ging in toller Gleitfahrt zurück! Das Team Dauber hielt durch und kam als einziger Dyas ins Ziel. Das bedeutete dann den verdienten Gesamtsieg.

Hier ist der Windverlauf vom Nachmittag, Start war um 14.00 Uhr, dann legte der Wind ständig zu bis wir dann um kurz nach 16.00 aufhörten:
Wir konnten vom Steg aus noch die H-Boote beobachten, die - dank 50% Ballastanteil auf der Kreuz gut zurecht kamen, aber auf dem Spi-Gang Adrenalin für die Zuschauer boten: Sonnenschuss in Richtung Felsen, Spi überfahren und unter dem Schiff, Spi hinter dem Schiff... es war alles dabei!

Am nächsten Morgen war der Wind, nach einer stürmischen Nacht, noch einmal stärker geworden, so dass gar nicht mehr gestartet wurde. Wir hatten also Zeit, unser Boot in Ruhe zusammenzubauen. Paddeln gegen den Wind zum Slip war nicht möglich, so dass wir netterweise geschleppt wurden:
Dank an alle Helfer und Organisatoren, speziell auch für alle Hilfe im Segelclub Rursee - wir kommen gerne wieder!

Sonntag, 4. Mai 2014

Rursee 2014: Beilken-Cup

Sonne und Wind - ideale Bedingungen für die Regatta direkt im Anschluss an das Training! Der Wind war - wie oft am Rursee - böig und drehig... das kennen wir ja schon.
Aber irgendwie war es nicht unser Tag. Kurz vor dem Start fiel mir auf, dass unser Dyneema-Schäkel auf der neuen, glatten Fockschot nicht so gut hielt wie auf der alten und langsam aber stetig nach vorne rutschte. Als erste Hilfe haben wir dann die Luvschot ausgefädelt und schnell einen Hausfrauen-Knoten gemacht, um weiteres Verschieben zu verhindern...
 ...diese ganze Aktion fürte dazu, dass wir den Start nicht so richtig mitbekamen und schließlich einen Frühstart mit Einzelrückruf hatten (wohl zu gut aufgepasst bei den Startübungen...). Wir mussten also wieder zurück und es neu versuchen. Unerwarteterweise gab es aber den "Aufzug" an der Wand und so waren wir nach der Startkreuz wieder im vorderen Drittel mit dabei. Die neuen Segel liefen gut und wir waren soweit zufrieden.

Aber auf dem letzen Spigang wickelte sich dann der Spi beim Bergen um den Bug (dabei hatten wir das doch geübt... wahrscheinlich lag es am neuen Spi, der wesentlich schlechter in die Trompete rutschte). Jedenfalls kletterte ich nach vorne, um das Segel zu klarieren (das sich keinen Millimeter bewegte) als wir plötzlich eine Boe bekamen... das Schiff krängte... und krängte... und krängte... und irgendwie gibt es vorne am Bug nicht so richtig die Möglickeit, sich festzuhalten. Es kam, wie es kommen musste und ich fiel ins kalte Rurseewasser... da das Schiff nach hinten breiter wird, hatte ich erst einmal gute Aussicht auf das Unterwasserschiff und den Kiel bevor ich dann wieder auftauchte und das Boot samt Steuermann verschwinden sah...

Sonntag, 13. April 2014

Laser in Langen 2014

Am Wochenende war Paul mit dem Laser auswärts unterwegs - leider bei sehr wenig Wind. Am Samstag wurde erst spät gestartet und eine Wettfahrt über den See gequält.
Und auch am Sonntag war nicht wirklich viel los... wenigstens habe ich die Zeit genutzt, um für meine Schiedsrichterprüfung zu lernen :-)!