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Samstag, 9. August 2025

Tag 78 - Langevåg: Hafenleben und Kaffeetrinken

Unser Liegeplatz (siehe Titelbild) ist tief genug und so verbringen wir eine ruhige Nacht und einen angenehmen Tag in diesem netten kleinen Hafen. Ich setze mich an den Schreibtisch und Ralf kümmert sich um Sitz des Steuerrads auf der Welle.
Es ist noch ein weiteres deutsches Boot angekommen und Ralf kommt mit Marion und Rolf von der FIX BRIS ins Gespräch.
Wir verabreden uns für den Nachmittag zum Kaffeetrinken im direkt am Hafen gelegenen Einkaufszentrum mit Gemeindesaal. Das Wetter ist wieder abwechslungsreich und wir brauchen die Regenjacken.
Wie immer ist es nett, andere Segler zu treffen und Geschichten auszutauschen. Es gibt einfach viele gemeinsame Erfahrungen und Themen. Ich staune wieder über die größe des Zentrums im Verhältnis zur ca. 750 Einwohnern im Ort. Wahrscheinlich gibt es ein großes Einzugsgebiet. Hier ist es jedenfalls sehr nett, und wir sind froh, dass wir hierher gefahren sind. Morgen wollen wir weiter nach Süden.





 

Sonntag, 6. Juli 2025

Tag 56 - Hjellestad: Eine andere Welt

Nach der "Nachtfahrt" (wirklich dunkel wird es hier um diese Jahreszeit nicht) mit Wachdienst genießen wir die Ruhe in unseren Kojen und schlafen erst einmal aus. Heute regnet es nur einmal und wir sind froh, dass "Wirbel-Willi", unser Heizlüfter, die Kälte und Feuchtigkeit aus dem Boot vertreibt. Wir suchen die schmutzige Wäsche zusammen - eine Menge, da wir auch die Bettwäsche und Handtücher waschen wollen - und machen uns auf den Weg zum Waschhaus.
Auf unserem Weg hierher haben sind wir von der westlichen Hemisphäre in die östliche gewechselt und auch die Zeitzone hat sich geändert. Wir sind jetzt in den geschützten Schären und auch sonst ist hier schon auf den ersten Blick vieles ganz anders als in Schottland. Das fängt damit an, dass es hier keinen Hafenmeister gibt. Statt dessen wird das Hafengeld über eine App (GoMarina) bezahlt und mit der Quittung erhält man auch den Code für die Waschräume. Die sind sehr hübsch gestaltet, aber leider ohne Waschmaschine. In UK war offensichtlich Vorschrift, dass es eine Behindertendusche/Toilette geben muss - hier ist erst einmal keine zu finden. Dort kosteten die Duschen ein Pfund für - je nach Hafen - 6-15 Minuten, hier ist das Duschen im Hafengeld enthalten.
Auch wenn wir die Wäsche nicht waschen können, sind doch mindestens wir sauber geworden und können so zu unseren nächsten Projekten starten. Unter Deck wird geputzt, wir sortieren Seekarten und Bücher und machen ein Inventur der noch vorhandenen Lebensmittel. Wir haben uns entschieden, nicht weiter nach Norden zu segeln, sondern an der Küste entlang nach Süden bis in den Oslofjord, wo wir uns ein Winterlager suchen wollen. Außerde klären wir, wo die Triton während unserer Halbzeitpause liegen bleiben soll. Wir beziehen die Betten frisch und Ralf repariert den Wasserhahn in der Küche. Zur Belohnung gibt es dann sehr guten (und erstaunlich günstigen) Kaffee und Kuchen im Restaurant direkt am Hafen.
Nicht so günstig sind allerdings die Preise für Lebensmittel im kleinen Laden - ebenfalls direkt am Hafen. Wir sind hier im Speckgürtel von Bergen, der zweitgrößten Stadt in Norwegen und alles hier strahlt einen tiefen finanziellen Frieden aus (siehe Titelbild). Wir kaufen uns daher nur ein paar Hamburgerbrötchen und Toilettenpapier und verbrauchen lieber noch etwas von unseren frischen Vorräten. Direkt neben uns im Hafen liegt eine schwimmende Sauna, die stundenweise gemietet werden kann und regelmäßig macht es neben uns "platsch", wenn wieder ein Gast mutig in Wasser springt. Überhaupt zeigen sich die Einheimischen vom Wetter eher unbeeindruckt.

Freitag, 20. Juni 2025

Tag 41 - Stornoway: Viele Erledigungen

Noch ein Tag in Storoway, denn der Wind ist immer noch nicht günstig für uns. Also machen wir uns auf, um ein paar Besorgungen zu erledigen. Ralf hatte ja auf Islay ein Pedal ein seinem Fahrrad verloren, aber der Ingenieur weiß sich zu helfen.
Als erste fahren wir zum Ausrüstungladen für die Fischer hier, der von außen sehr unauffällig aussieht, innen aber ein sehr großes Angebot zu günstigen Preisen hat.
Die nächste Station ist das Hafenamt, wo wir noch das Liegegeld für eine Nacht bezahlen, Ralf ein altes Barometer bewundert und ich Informationen über die Orkney-Inseln aus Handbuch für die Großschifffahrt abfotografieren.
Ralf will sich noch weitere Tweed-Westen anschauen und wir besuchen den entsprechenden Laden hier. Es stellt sich heraus, dass es eine gute Entscheidung war, in Tarbert einzukaufen, denn hier ist die Auswahl sehr beschränkt und die Muster, die uns gefallen, gibt es nicht in der passenden Größe.
Durch die Nähe zu den Geschäften, können wir uns zum Mittagessen mit frischem Brot versorgen. Ralf probiert "Kippers", geräucherte Heringen, die hier besonders zum Frühstück gegessen werden. Ralf schmecken sie, aber ich finde sie zu salzig.
Wir machen eine kurze Mittagspause und gehen dann los, um im  nett aussehenden Café "Blue Lobster" direkt am Hafen noch vor Geschäftsschluss um 16:00 Uhr draußen Kaffee zu trinken. Wie wir es schon öfter erlebt haben, gibt es für draußen aber nur Wegwerfbecher und keine Porzellantassen. Ralf beschließt, dann auf den Kaffee zu verzichten.
Statt dessen will er sich noch etwas die Gegend ansehen, aber ich fühle mich heute nicht nach Fahrradtour und so macht er sich alleine auf den Weg auf die andere Seite der Bucht (Foto von Ralf).
Heute haben wir blauen Himmel und Sonne (obwohl es immer noch recht kalt ist, so um die 15 Grad) und es ergeben sich schöne Ausblicke (Foto von Ralf).
Ich hatte ihn gebeten, auch die großen Palmen zu fotografieren, die ich vom Bus aus gesehen hatte. Wirklich erstaunlich, dass sie (durch den Golfstrom) auch noch in so hohen Breiten wachsen! Zusätzlich gibt es noch die Skulptur eines Hochlandrinds. Die werden hier überall gezeigt, alles Mögliche und Unmöglich wird damit bedruckt, es gibt sie als Schlüsselanhänger, Kühlschrankmagneten und Kuscheltiere - nur "in echt" habe ich noch keine gesehen...
Während Ralf unterwegs ist, mache ich mich an die Planung für die nächsten Tage. Wir wollen gerne weitersegeln und das nächste Ziel sind die Orkney-Inseln (Stromness). Dazu müssen wir die Nordwest-Ecke von Schottland, Cape Wrath, runden. Dort ist auch noch ein Schießgebiet zu beachten. Auch bei der Einfahrt in die Orkney-Inseln gibt es erhebliche Strömungen. Daher ist eine sorgfältige Zeitplanung erforderlich, um nicht gegen die Tide zu arbeiten. Wahrscheinlich werden wir noch in einer Bucht auf dem Festland (Kinlochbervie) einen Zwischenstopp einlegen.
 

Freitag, 23. August 2024

Tag 81 - Peel: Das Haus von Manannan

Wir verbringen eine unruhige Nacht, denn es zieht wieder ein Sturmtief über die Insel. Diesmal kommt der Wind nicht von vorne, sondern dreht um 180 Grad, so dass es im Hafen richtig ungemütlich wird. Ralf bringt noch weitere Fender und Festmacher aus und nach einer Stunde ist der Spuk vorbei. Wir denken an die armen Besucher, die zum Manx Grand Prix Motorradrennen auf der Insel sind und versuchen zu zelten... Da haben wir es definitiv besser auf der Triton!
Am nächsten Morgen sind Wind und Regen verschwunden. Wir kaufen ein, räumen auf und planen unseren nächsten Schlag, denn wir wollen weiter nach Schottland. Morgen soll der Wind gut segelbar sein. Für heute haben wollen wir noch Sehenswürdigkeiten in Peel besuchen. Gleich am Hafen liegt das "House of  Manannan", ein Museum, dass sich mit Kelten, Wikingern und der maritimen Geschichte der Insel beschäftigt.
Manannan ist ein Seegott der keltischen Mythologie und verbunden mit der Isle of Man. Er führt durch die Ausstellung, die mit der keltischen Geschichte beginnt und zeigt, wie die Menschen in großen Rundhäusern lebten. Es gibt verschiedene Displays mit Figuren und dazu Videos und Audio-Dialoge. Die keltische Bevölkerung wurde schon früh christianisiert.
Natürlich kamen die Wikinger um 800 auch auf diese Insel. Wir schon erzählt war sie der südlichste Teil des norwegisch-gälischen "Kingdom of the Isles". Uns gefällt sehr gut, dass es überall im Museum auch Aktivitäten für Kinder gibt. In diesem Raum war das eine Verkleidungskiste mit Handpuppen und Waffen. Aber auch Erwachsene dürfen Spaß damit haben. Zur Feier des 1000jährigen bestehens ihres Parlaments segelte eine gälisch-norwegische Crew 1979 mit dem Nachbau eines Wikingerschiffs (siehe Titelbild) von Trondheim zur Isle of Man. Für uns eine interessante Route, denn wir wollen ja ebenfalls über Schottland nach Norwegen.
Der nächste Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit der allgemeinen maritimen Geschichte der Insel. Auch hier gibt es Figuren, die dann in kleinen Videos ihre Geschichte über Handel, Schmuggel, Fischerei, Kriege und Reisen erzählen. Und natürlich wird stolz die Flotte der Schiffe gezeigt, die die Insel mit dem Festland verbunden haben.
Von oben habe wir eine sehr gute Aussicht über unseren Hafen. Wir sind froh, dass wir hier die stürmische Woche so gut geschützt verbringen konnten und die Insel so viele interessante Ziele geboten hat.

Donnerstag, 8. August 2024

Tag 66 - Ardglass: Pläne und Besorgungen

Nach dem intensiven Besichtigungsmarathon in Belfast und dem knackigen Segeln gestern lassen wir es heute langsam angehen. Das Wetter verlockt auch nicht zu großen Aktivitäten und ich will meinen angeschlagenen Fuß schonen. So gehe ich nur bis zum Hafenbüro mit Dusche.
Die Dusche ist super, 10 von 10 Punkten mit variabler Wassertemperatur, abnehmbarem Duschkopf, Sitz, Tageslicht etc. und wir sind begeistert (besonders nachdem Ralf in Bangor beinahe gekocht worden ist). Es gäbe auch noch eine Küche, Waschmaschine und Trocker und eine gemütliche Sitzgruppe.
Ralf schaut sich auch noch an Land um und findet eine Möglichkeit, unsere Gasflasche zu tauschen - gut, denn die alte ist fast leer. Außerdem gibt es einen großen Spar-Markt und günstigen Cappuccino im nahegelegenen Golfclub. Wir überlegen zusammen, wohin wir wann segeln wollen, bevor wir Ende es Monats Paul und Johanna in Glasgow treffen werden. Nach der momentanen Windvorhersage werden wir wahrscheinlich morgen den großen Sprung nach Dublin machen.

Donnerstag, 23. Mai 2024

Tag 3 - Kilrush: Zeit- und andere Pläne

Wir verbringen eine sehr gute Nacht in unserer Unterkunft und melden uns morgens gleich als erstes in die Marina, um uns nach dem Stand der Dinge zu erkundigen. Wir haben verschiedene Arbeiten am Boot in Auftrag gegeben und wollen natürlich auch einen Krantermin verabreden. Wie sich herausstellt, ist das Boot komplett abgeklebt (siehe Titelbild), weil das Team noch auf die Farbe für den blauen Streifen wartet. Diese ist seit einer Woche unterwegs aus Holland, wurde aber irgendwo unterwegs aufgehalten. Das bedeutet für uns, dass wir erst einmal nicht am Boot arbeiten können. Wir haben allerdings auch Zeit, denn der Kran ist auseinandergenommen und das Team, was ihn wieder zusammenbauen soll wird erst am Dienstag erwartet... Auf der Werft werden wir von Stephen und seinem Team sehr herzlich begrüßt und bekommen erst einmal einen Tee angeboten. Wir kommen ins Gespräch und es stellt sich heraus, dass er letztes Jahr auf einem der 1.000 Schiffe war, die wir bei der "La Semaine du Golfe Morbihan" bewundert haben. Die Welt ist klein!
Wir holen unseren Werkzeugkasten vom Boot und beschließen, uns erst einmal um unserem Mast zu kümmern. Er hat den Winter unter einem Teil-Dach verbracht und die Leinen schauen etwas grün aus - hier wächst alles sehr schnell!
Alle sind sehr hilfsbereit und wir holen den Mast nach draußen und bekommen einen Hochdruckreiniger geliehen. Damit wird der Mast so sauber wie seit Jahren nicht mehr.
Wir tauschen dann noch das Kabel zum Toplicht (ganz oben auf dem Mast) aus, was erstaunlich reibungslos funktioniert und Ralf montiert gleich auch noch eine neue Dreifarbenlaterne.
Währenddessen mache ich Pläne für das Wochenende. Wenn wir nicht arbeiten können, "müssen" wir unsere Zeit eben mit touristischen Aktivitäten füllen. In der Mittagspause haben wir uns schon um Unterkünfte gekümmert und den Mietwagen verlängert. Hier in der Gegend gibt es viele schöne Ziele und ich habe da ein paar Ideen...
Zum Abschluss des Tages gibt es noch für jeden eine Pizza - auch wieder gleich um die Ecke - und dann geht es zurück zu unserem Zimmer bei Zoe Accomodation B&B (links im Bild).

Mittwoch, 23. August 2023

Tag 88 - Knightstown-Dingle: Kabelverbindungen und Segelspaß

Der Wind soll erst nachmittags einsetzen und wir wollen uns daher noch ein weiteres Museum vor Ort ansehen. Während wir unseren Tee trinken, können wir noch der NEHAJ und Susanne (eine Extremseglerin, die Ralf gestern kennengelernt hat) gute Fahrt zu den Azoren wünschen.
Dann kommen wieder unsere praktischen Klappräder zum Einsatz und wir fahren zum "8. Weltwunder", der Valentia Transatlantic Cable Station. In der 1966 geschlossenen Station wurde im letzem Jahr ein kleines Museum eingerichtet. Zunächst gibt es eine kurze Einführung und einen Film. Das Museum selbst besteht im Moment nur aus einem Raum, der aber diverse Schautafeln und verschiedene interaktive und/oder multimediale Stationen bietet.
In den 1850er Jahren wurde die kühne Idee entwickelt, ein Telegrafenkabel zwischen Europa und Amerika zu verlegen. Als kürzeste Strecke bot sich eine Verbindung zwischen Neufundland und Irland an. Ein vermögenter US-amerikanischer Geschäftsmann - Cyrus West Field - setzte sich für das Unternehmen ein. Er traf auf Sir Peter Fitzgerald, 19th Knight of Kerry, der auf Valentia lebte und (nach der Großen Hungersnot) die Lebensbedingungen auf seiner Insel verbessern wollte. Letzter setzte seine Beziehungen ein damit Valentia als irischer Verbingunspunkt ausgewählt wurde.
Das Projekt stand vor großen Herausforderungen. Unter anderem gab es zunächst kein Schiff, dass die erforderlichen Kabelmengen transportieren konnte. Nach mehreren erfolglosen Versuchen mit zwei Schiffen, gelang es erstmals 1958 eine Verbindung herzustellen und tatsächlich Nachrichten zu verschicken. Leider war der Spaß nach drei Wochen vorbei, weil eine zu hohe Spannung (um die Übertragungsgeschwindigkeit zu verbessern) das Kabel irreparabel zerstörte. Durch den amerikanischen Bürgerkrieg (1861-65) kam es zu weiteren Verzögerungen. Danach stand mit der GREAT EASTERN ein ausreichend großes Schiff für das Kabel zur Verfügung. 500 Mann Besatzung arbeiteten Tag und Nacht an der Verlegung. Auch diesmal scheiterte der erste Versuch, aber 1866 kam der der große Erfolg. Valentia und die Telegrafenstation hier wurden wichtig für die Kommunikation (daher wie berichtet die Errichtung der Wachbarracke in Cahersiveen). Im Museum versuchen wir selbst, einen einfachen Telegrafen zu bauen, leider ohne Erfolg.
Die Verlegung diese Kabels war der Beginn der globalen Kommunikation. Die Übertragungsdauer für transatlantische Nachrichten verkürzte sich von zwei Wochen (per Schiff) auf zwei Minuten. Politische und wirtschaftliche Entscheidungen konnten ohne Verzögerung getroffen werden. Auch die Bevölkerung wurde durch die Zeitungen aktuell informiert. Auch heute noch werden 98% der Nachrichten über Kabel übertragen, nur dass es sich jetzt um Glasfaserkabel (rechts) handelt. Für eine Übersicht siehe hier: Klick
Mittlerweile ist der Wind da und nach dem Mittagessen machen wir uns auf den Weg auf die andere Seite der Dingle Bay zum namensgebenden Ort Dingle. Ganz anders als bei unserem letzten Segeltag haben wir heute optimale Bedingungen mit Sonne, angenehmen Temperaturen, Wind von der Seite (der schnellste Kurs) und ohne Wellen (siehe Titelbild). So geht es schnell voran und schon bald können wir in die geschützte Bucht einlaufen.
Unsere Zeit hier geht langsam ihrem Ende entgegen und wir sind nicht mehr sehr weit von unserem Winterlager-Hafen Kilrush in der Mündung des Shannon entfernt. Unterwegs gibt es keine Häfen mehr, sondern nur noch ein paar mögliche Ankerbuchten. In der Karte rot unser Kurs heute, blau der direkte Weg nach Kilrush, gepunktet mögliche Zwischenstationen.
In Kilrush haben wir dann noch einiges mit dem Einwintern des Bootes zu tun. Danach planen wir, mit einem Mietwagen nach Dubin zu fahren und uns unterwegs noch etwas das Landesinnere anzusehen.

Freitag, 18. August 2023

Tag 83 - Bere Island: Segeln ohne Zeitplan

Wir werden immer wieder gefragt, wann wir eigentlich zurückkommen. Glücklicherweise sind wir in der komfortablen Situation, das wir uns nicht auf ein genaues Datum festlegen müssen. So müssen wir keine seglerisch riskanten Entscheitungen treffen, um einen festgelegten Termin einzuhalten. Das Wetter hier an der irischen Küste wird bestimmt von Tiefdruckgebieten, die wie Perlen an einer Schnur über den Atlantik ziehen und hier zum ersten Mal auf Land treffen. Das führt zu wechselhaftem Wetter und eben auch immer wieder reichlich Wind, Wellen und Regen. Wir sind der rote Punkt.
Wir liegen in unserer Marina gut geschützt von Wind und Wellen, aber den Regen bekommen wir natürlich auch ab (siehe Titelbild). Zum ersten mal seit Crosshaven haben wir Landstrom und können daher unseren kleinen Heizlüfter aufbauen. Dadurch haben wir es im Boot warm und trocken. Ein guten Platz zum Warten, bis die Wetterbedingungen für uns günstig sind.
Es wird ziemlich voll in der Hafen und es werden Päckchen gebildet. Hier ist die einzige Marina weit und breit und die anderen Segler haben sich sicherlich auch den Wetterbericht angesehen und habe keine Lust, in einer Bucht vor Anker oder an einer Mooring zu liegen.
Ich backe Kuchen und räume die Kiste unter dem Kartentisch aus. Der Inhalt riecht unangenehm und wir beschließen, mal wieder eine Runde Wäsche zu waschen.
An Land geht es nur im vollen Ölzeug und mit Gummistiefeln. Das führt dann dazu, dass im Anschluss das Cockpitzelt voll mit nassen Klamotten ist. Aber der Heizlüfter arbeitet wacker an der Trocknung.
Wir haben es gut und genießen einen entspannten Tag mit kleinen (ich) oder größeren (Ralf) Landausflügen und guten Essen. Morgen müssen wir dann sehen, dass wir unsere Vorräte ergänzen.