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Donnerstag, 19. April 2018

Tag 289 - Trunk Bay-Christmas Cove: Pizza, Pizza!

Wir wollen wieder eine Insel weiter und wieder sind es nur fünf Meilen, also können wir es ruhig angehen lassen. Erst einmal telefoniere ich noch mit Paul und Max und dann ergibt sich auch noch ein Gespräch mit Andrea – ich liebe mein unbegrenztes Datenvolumen und nutze es gut aus… Dann geht es los Richtung Westen, also gut zu segeln und wir rollen die Fock aus und kommen flott voran.
Unser Ziel ist „Christmas Cove“, eine Bucht der Insel „Great St. James“. Die Insel selbst darf nicht betreten werden, aber es gibt Mooring-Tonnen und auch die Unterwasserwelt soll sehenswert sein.
Wir haben diese Bucht von der MORA empfohlen bekommen, denn als besondere Attraktion gibt es hier „Pizza Pi“, ein Boot, auf dem frische Pizza gebacken und auf Wunsch an Bord geliefert wird. Das müssen wir doch gleich ausprobieren!
Wir verzichten auf den Lieferservice (zumal er $ 10 extra kostet) und sind auch neugierig wie es im Boot aussieht, das extra zu diesem Zweck umgebaut wurde.
Die (sehr große) Pizza ist schon fertig und reicht locker für uns beide. Es bleibt sogar noch etwas übrig (das dann eine willkommene Ergänzung zum Abendessen bildet). Halb Margerita mit Pulled Pork und halb eine Spezialpizza mit Knobi-Zitronen-Sauce, Lauch, Radiccio und Blauschimmelkäse, New York Stye und absolut köstlich.
Nach einer kurzen Siesta ist es wieder Zeit für einen Schnorchel-Ausflug direkt von Boot aus. Wir ziehen unsere Masken auf und machen uns auf den Weg. Mittlerweile wissen wir, dass die Unterwasser-Welt nur bei Sonne gut zu erkennen ist und dass wir an Steilwänden oder Felsen am meisten zu sehen bekommen.
Hier ist wieder eine andere Situation. Es gibt sehr flaches Wasser, wo offensichtlich die Fisch-Kinderstube ist, einige Felsen und Geröll, wo wieder andere Fische leben und Überhänge, in denen sich großäugige Exemplare verbergen.
Auch hier sind wieder die verschiedensten Korallen zu sehen: Hirnkorallen, Elchgeweihkorallen, Feuerkorallen… Dazu Seeigel (mit sehr respektabel langen Stacheln), Schwämme und sogar kleine Krebse.
Überall eine Fülle von Leben und ich finde es toll, dass wir da einfach so hindurchschwimmen können und es möglich ist, sehr nah an die Fische heranzukommen.
Wir schwimmen dann zurück zur Triton und im tieferen Wasser gibt es auch entsprechend größere Fische. Ralf hat kurz einen Rochen gesehen aber leider haben wir keine der hier angeblich lebenden Schildkröten entdeckt.
Mittlerweile ist es Spätnachmittag geworden und für den Rest des Tages legen wir die Füße hoch. Die Zeit im Wasser vergeht immer sehr schnell, denn es gibt so viel Abwechslungsreiches zu sehen. Schwimmen kann ich glücklicherweise viel besser und schmerzfreier als Laufen.

Mittwoch, 18. April 2018

Tag 288 - Caneel Bay-Trunk Bay: Unterwasserwelten

Wir wissen ja nun, dass die Moorings im Nationalpark nichts kosten und wir haben auf unserem Ausflug gestern gesehen, dass jede Menge davon frei sind. Also wollen wir heute noch eine Bucht weiter fahren, denn in der Trunk Bay gibt es wieder einen Schnorchel-Trail. Es sind weniger als zwei sm und das Wetter ist ruhig, also verzichten wir auf alle normalen Vorbereitungen (Beiboot, Luken, Seeventile, Sicherheitsgurte, Staumaßnahmen) und fahren einfach los. Es fühlt sich an, wie in den Schären: überall felsige, bewachsene Inseln, Buchten, und eine ganze Menge Boote unterwegs.
Wir sind wieder das einzige Boot in der Bucht aber am Strand ist reges Leben. Heute müssen wir nicht Beiboot fahren, sondern können von der Triton direkt zu der Insel schwimmen an der hier geschnorchelt wird. Die Situation ist anders als in Buck Island. Dort hatten wir ein Riff mit frischen Wasser, hier ist der Lebensraum die Felswand der Insel. Das Wasser ist trüber, aber flacher und es gibt Felsen und Buchten. Besonders schön finde ich große Schwärme ganz kleiner silberner Fische, die sich geheimnisvoll in genau gleichem Rhythmus bewegen. Aber auch sonst ist hier eine reiche Unterwasserwelt mit vielen verschiedenen Korallen.
Zu den Korallen gehören natürlich auch Korallenfische, teilweise einfarbig, teilweise wunderschön bunt.

Beim Weg zum Ufer hatte ich im tiefen Wasser unter mir wieder einen ziemlich großen Barrakuda gesehen, so groß, dass ich lieber in die andere Richtung geschwommen bin. Hier treffe ich nun ein recht kleines Exemplar (ca. 30 cm) und diesmal ist er derjenige, der lieber wegschwimmt…

Wir sind insgesamt 1,5 Stunden schwimmend unterwegs, dann wird uns langsam kalt. Das Wasser ist doch 10 Grad kälter als die Körpertemperatur und irgendwann macht sich das bemerkbar. Wieder bin ich sehr froh über die gute Schnorchelmaske, denn so lange wäre ich nicht gerne mit Mundstück geschwommen. Außerdem beschlägt die Scheibe der Maske nicht und es läuft kein Wasser unten herein. Eine wirklich gute Entwicklung für Gelegenheits-Schnorchler wie uns.

Morgens hatte ich schon einige Verwaltungsarbeiten erledigt (mal wieder Finanzamt), weil ich nicht sicher war, dass es hier im Naturschutzgebiet ein Netz gibt. Aber wir sind offensichtlich noch nahe genug an der Zivilisation und so kann ich zu meiner großen Freude mit Jan in Kolumbien telefonieren. Wir genießen die Abendstimmung in unserer neuen Privatbucht – wieder fühle ich mich an die Schären erinnert – und Ralf kocht leckere Hackfleischbällchen mit Schafskäse.

Dienstag, 20. März 2018

Tag 259 - Ilet Pigeon: Unter dem Meer

Von verschiedenen Seglern haben wir gehört, dass Pigeon Island besonders schön zum Schnorcheln ist und das wollen wir heute ausprobieren. Am Nachmittag aktivieren wir also das Dinghy und motoren von unserem Ankerplatz vor der Küste in Richtung der vorgelagerten Insel. Wir sind erst ein kleines Stück von der TRITON entfernt, als der Außenborder plötzlich stehen bleibt und sich auch erst einmal nicht wieder zum Leben erwecken lässt. Wir rudern also zum nächsten erreichbaren Schiff und binden uns erst einmal fest. Wir vermuten, dass der Motor keinen Sprit bekommt und das erweist sich nach kurzer Inspektion des Tankschlauchs als richtig. Ralf kann das Hindernis beseitigen, der Motor läuft wieder einwandfrei und wir fahren weiter zur Insel.
Dort liegen schon zahlreiche Tauchboote und es sind viele Menschen im Wasser und Schwimmen, Schnorcheln oder Tauchen. Daher beschließen wir, das letzte Stück zu rudern, um niemanden zu gefährden. Wir können auf einem kleinen Stück Strand anlanden.
Wir setzen unsere Masken auf – meine war ja in Grenada über Bord gegangen, aber ich habe wieder eine neue gekauft, weil ich die Panoramasicht wirklich gut finde. Bei Ralf gibt es kleine Probleme mit der Abdichtung wegen des Bartes…
Die Unterwasserwelt hat hier wirklich etwas zu bieten und wir sehen ein paar Korallen und eine große Anzahl von Fischen in allen Größen und Formen. Unser Freund Günter könnte sicher sagen, um welche Exemplare es sich handelt. Die Fische haben keine Angst (bei den Mengen von Tauchern etc. sind sie sicherlich Besucher gewöhnt) und wir können sehr nah an sie heranschwimmen.
Wir beobachten das bunte Leben bis sich eine große Wolke vor die Sonne schiebt und die Farben verblassen. Es wird uns auch langsam kalt und so kehren wir ans Ufer zurück. Nun müssen wir noch mit dem Beiboot durch die Brandung ins tiefe Wasser kommen, wo wir dann den Motor wieder herunterklappen und starten können. Dank unserer Erfahrung aus der Carlisle Bay in Barbados klappt das aber sehr gut.

Donnerstag, 4. Januar 2018

Tag 185 - Rodney Bay-Marina du Marin: Es gibt Fisch!

Zum Frühstück gibt es gleich 2x Ei, denn beim ersten Versuch war ein faules Ei dabei… Aber dann zaubert Jan eine (von Ralf erfundene) „Eier-Pizza“ und das Frühstück ist gerettet.
Wir wollen weiter nach Martinique und so holen wir den Anker hoch und machen uns auf den Weg nach Norden. Heute ist verhältnismäßig wenig Wind (3-4 Windstärken) und wir haben – zum erstem Mal seit langer Zeit – kein Segel gerefft. Jan will unbedingt einen Fisch fangen und macht gleich einen Köder klar.
Wir haben ja auf dem Atlantik oft versucht, etwas zu fangen, aber immer ohne Erfolg. Aber was soll ich sagen, schon nach kurzer Zeit fasst Jan an die Leine und meint: „Da ist etwas dran!“ Wir vermuten erst Seegras oder Müll aber tatsächlich war es dann ein Barracuda!
Von dem Erfolg ermuntert werden dann zwei Leinen ausgebracht und tatsächlich beißt auch noch eine Dorade an, kann aber entkommen bevor wir sie an Bord haben. Dann ist die kurze Überfahrt nach Martinique schon beendet und wir steuern die Bucht von Le Marin an. Hier gibt es eine große Marina und in der Bucht unzählige Boote an Mooringtonnen oder vor Anker.
In der Marina ist angeblich kein Platz frei, aber wir binden uns dann doch irgendwo fest und Ralf geht zum Hafenamt und zum Einklarieren. Das ist hier unproblematisch möglich, denn Martinique ist ein Übersee-Departement von Frankreich und gehört zur EU. Selbst meine Aldi-Talk Karte funktioniert ohne Roaming-Gebühren. Unser Stegnachbar gibt noch Tipps zum Filetieren des Fisches.
Zum Abendessen gibt es dann für Ralf und Jan frische Fisch-Filets. Max und ich verzichten und essen lieber Reis und Gemüse.