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Dienstag, 25. Juni 2019

Tag 48 - Horta - Velas (São Jorge): Es läuft!

Gestern Abend bekommen wir überraschend Besuch von Tom, den wir zusammen mit seiner Frau Claudia und ihrem Schiff MAGELLAN zuletzt in der Marina Phare Bleu auf Grenada gesehen haben. Wie sich herausstellt, war sie letztes Jahr auf der Rückreise von der Karibik mit ihrem Boot hier und haben die Tiefseeforscher Kirsten und Joachim Jakobsen getroffen, die Hilfe auf ihrem Forschungsboot benötigten (hier ein Bericht über die Forscher: Klick). Jetzt ist Tom wieder hier und arbeitet als Bootsmann auf dem Mutterschiff Ada Rebikoff.
Er lädt uns ein, das Boot und insbesondere das Spezial U-Boot LULA 1000 zu besichtigen und heute Morgen gehen wir an Bord. Der Motorkatamaran ist sozusagen um das U-Boot herumgebaut worden. Es wir in ruhigem Wasser abgelassen und dann zum Einsatzort geschleppt, wo es bis zu 1000 m tief tauchen kann. Die Azoren sind ein ideales Revier, denn hier ist das Wasser gleich neben den Inseln entsprechend tief. Betrieben wird das Projekt von der gemeinnützigen Rebikoff-Niggler Stiftung. Das U-Boot wurde von Joachim Jacobsen entworfen und die Plexiglaskuppel ist bei Evonik in Darmstadt gefertigt worden, die das Projekt auch sponsorte. Link zur Stiftung: Klick
Wir lernen auch die beiden Forscher kennen und dürfen auf die Brücke des Katamarans mit einer eindrucksvollen Reihe von Bildschirmen und Computern. Dann revanchieren wir uns und laden zu einer Besichtigung auf die TRITON ein. Wie sich herausstellt, hatte Joachim Jakobsen selbst einmal eine Hallberg Rassy 29 und frischt bei uns seine Erinnerungen auf.
Dann ist es an der Zeit, von Horta Abschied zu nehmen - was uns nicht leicht fällt, denn wir haben uns hier sehr wohl gefühlt: wunderbare Landschaft, angenehmes Wetter, günstige Preise, nette Menschen, internationales Flair...
Aber es gibt ja noch mehr schöne Azoren-Inseln und bei Traumwetter fahren wir das kurze Stück nach São Jorge. Bei diesen Bedingungen sind auch zwei kleine Kreuzschläge kein Problem. Im Abendlicht kommen wir in Velas an und werden dort gleich vom Hafenmeister herzlich in Empfang genommen.
Die kleine Marina liegt sehr geschützt unter einer Steilküste und es gibt noch einen guten Platz für uns. Wir können gleich ein Auto für die nächsten zwei Tage organisieren, es gibt tolle Duschen und das Ortszentrum ist nur 200 m entfernt - perfekt!
Es ist wirklich gut, dass wir Zeit haben, uns dieses Revier etwas näher anzusehen. Für viele Segler sind die Azoren nur ein kurzer Zwischenstopp auf der Rückreise nach Europa. Das ist schade, denn die Inseln, die wir bisher gesehen haben, sind alle sehr unterschiedlich und haben einen ganz individuellen Charakter. Nun sind wir gespannt auf dieses Exemplar...

Sonntag, 23. Juni 2019

Tag 47 - Horta: Schöner Sonntag

 
Heute morgen bin ich nicht fit und Laufen ist bekanntlich im Moment nicht mein Ding, daher geht Ralf alleine zum Supermarkt einkaufen. Am Nachmittag komme ich dann aber gerne mit in das örtliche Museum, das eine bunte Mischung von Themen hat.
Bilder von lokalen Künstler, Musikinstrumente, Heiligenstatuen... Es gibt eine Sonderausstellung über Euclides Silveira da Rosa, der aus Feigenmark fragile Kunswerke und Modelle fertigt.
Eine weitere Ausstellung beschäftigt sich mit 100 Jahre 1. Transatlantik-Flug. Das ist nicht Charles Lindbergh, der mit zu diesem Thema in den Sinn kommt - er hat die erste Nonstop-Überquerung alleine geschafft - sondern ein Gruppe von Flugbooten:
"Am 8. Mai 1919 starteten drei Flugboote vom Typ Curtiss NC der US Navy zu einer Atlantiküberquerung von New York nach Lissabon. Auf dem längsten Teilstück am 16. Mai von Trepassey Bay (Neufundland) zu den Azoren landeten zwei Maschinen auf der offenen See und konnten dann die Reise nicht fortsetzen. Die NC-4 unter Albert C. Read erreichte Faial, flog am 20. zum geplanten Zwischenziel Ponta Delgada und am 27. Mai 1919 nach Lissabon. Die Maschine und ihre sechsköpfige Besatzung überflogen als erste den Atlantik. Sie flogen dann noch über Ferrol nach Plymouth." (Quelle Wikipedia). Hier ein Modell:
Wir finden auch das Thema Transatlantische Kabel sehr interessant. Auch hier war Faial durch seine Lange prädestiniert für eine Relaisstation.
Es gibt einen gut gemachten Film über die Automatisierung der Nachrichten, die auf einer Schreibmaschinen-Tastatur getippt und dann automatisch in einen Lochstreifen mit Morsecode umgewandelt werden. Die Morse-Signale werden dann in An/Aus-Signale übersetzt - also quasi digitalisiert und dann an die nächste Relaisstation geschickt, dort ausgelesen, verstärkt und weitergeschickt. In der Empfänger-Station wird die Nachricht automatisch in Buchstaben übersetzt, aufgeklebt und dann von einem Boten ausgeliefert.
Wir laufen noch eine Runde durch den Ort, der schon für den lokalen Feiertag morgen dekoriert ist...
... und finden einen hübschen Park mit roten Bänken, Tauben und einer interessanten Auswahl von Bäumen: Palme, Norfolk Tanne, Drachenbaum und verschiedene Laubbäume. Mir gefallen besonders die älteren Herren, die begeistert auf einer Bank diskutieren und mich an "Asterix auf Korsika" erinnern.
Auf dem Rückweg zum Boot essen wir noch einen (schlechten) Hamburger und aus Ausgleich ein leckeres Eis. Das bekommen wir auch bei "Peter", denn die Familie hat - wie sich herausstellt - eine ganze Häuserzeile gekauft und betreibt neben dem besagten Café Sport noch den Eisstand, einen Laden bei dem man Inseltouren und Whale-Watching-Ausflüge buchen kann und einen Andenkenladen, in dem er seine eigene Modekollektion verkauft. Ich werde schwach und kaufe eine Jacke...

Samstag, 22. Juni 2019

Tag 45 - Horta: Nette Gesellschaft

Wieder ist das Wetter vormittags eher grau mit Nieselregen und ab mittags kommt dann die Sonne und verscheucht die Wolken so nach und nach. Daher nutzen wir die "Regenzeit", um das Boot zu putzen, zu saugen und weiter aufzuräumen. Dann geht Ralf - mal wieder - in den Mast um nach der Dreifarbenlaterne zu schauen, die auf der Überfahrt nicht funktioniert hat. Wie sich herausstellt, war das Birnchen nicht richtig in der Fassung. Außerdem kontrolliert er, ob das Großfall wieder ein Scheuerstelle hat oder ob das Umfädeln und die eingebaute Rolle etwas genützt haben: erfreulicherweise ist alles in Ordnung. Im Moment funktionieren also alle Systeme so wie sie sollen!
Wir haben durch unsere Aufräum-Aktion noch eine Maschine Wäsche zusammenbekommen und machen uns daher wieder auf den Weg zum Wasch- und Dusch-Haus. Bei der Gelegenheit besuchen wir auch wieder das Jugendstil-Café und schauen uns ein wenig das Städtchen an.
Ralf sucht (erfolglos) nach einer neuen Hose und wir laufen die Uferpromenade entlang - heute mit Blick auf den Pico (Vulkan) auf Pico (Nachbarinsel). Besonders nett finden wir den "Wolkenkragen" (siehe oben).
Zurück am Boot haben unsere neuen Freunde aus Holland und Schweden ihre Malerarbeiten fast fertig und wir verabreden uns für den Abend auf ein Bier im Café Sport. Wir finden, die Kunstwerke von CONDIOS, FAAM (mit Darth "Willem" Vader) und TRITON sind wirklich schön geworden.

Freitag, 21. Juni 2019

Tag 44 - Horta: Verschiedene Projekte

Heute ist es zunächst grau und regnerisch und wir beschäftigen uns - nach gemütlichem Ausschlafen - erst einmal mit Projekten auf dem Boot. Dazu gehört es, das Vorschiff und die dazugehörenden Stauräume aufzuräumen und zu sortieren. Wir haben für die Jungs Ölzeug, Schlafsäcke und Kissen an Bord, die im Moment nicht benötigt werden. Also kommen sie ziemlich unzugänglich unter den Lattenrost und ins Vorpiek. Wir sortieren auch einige Schuhe aus und stellen sie vorne am Hafen auf eine Mauer - kurze Zeit später haben sie schon Abnehmer gefunden.
Außerdem muss das Auto zurückgegeben werden, die neuen Fender bekommen Leinen, das Ölzeug wird mit Süßwasser ausgewaschen, die Polster vorne neu bezogen und danach wird noch alles wieder zurück an seinen Platz geräumt. Und dann ist da natürlich auch noch unser Projekt mit dem Bild auf dem Kai... Mittlerweile scheint die Sonne wieder und daher können wir mit der nächsten Farbschicht - weiß für die Kontinenten und Inseln - weitermachen. Ralf geht mit der üblichen Sorgfalt ans Werk und hat bald einige Bewunderer - auch in unserem Azoren-Reiseführer werden die Hafenbilder in Horta als Attraktion genannt...
Wir kommen auch mit einem schwedischen Einhand-Segler ins Gespräch, den Ralf zu einer Tasse Kaffee bei uns an Bord einlädt. Gegenüber von uns liegt ein holländischen Boot mit einem netten Vater-Sohn Paar an Bord. Unterstützt von hilfreichen Kommentaren wird jetzt auch noch blau für Rahmen, Schrift und Reiseroute auftragen. Ralf ist zunächst unzufrieden, weil der raue Untergrund keine exakten Linien zulässt. Zum Schluss schreibe ich noch unsere Namen und wir finden das Ergebnis dann doch ganz in Ordnung.
Nachdem wir erzählt habe, dass es Unglück bringt, kein Bild zu hinterlassen und wir auch unsere Farben und Pinsel anbieten, fangen unsere Segel-Kollegen dann auch noch an, sich mit Gemälden zu verwirklichen - ich bin gespannt, was wir da morgen entdecken können!

Donnerstag, 20. Juni 2019

Tag 43 - Faial: Sightseeing satt

Heute haben wir ein Auto gemietet und wir machen uns auf, die Insel Faial als Touristen zu erkunden. Faial hat eine Größe von ungefähr 21 x 14 km und 15.000 Einwohner. Eine besondere Bedeutung erlangte die Insel als Knotenpunkt für transatlantische Kabel und natürlich als Zwischenstopp auf dem Weg von Amerika nach Europa. Zuerst fahren wir eine Aussichtspunkt an, von dem aus wir den Hafen und die Bucht überblicken können.
Das ist der Blick über Horta - rechts oben der Hafen und rechts am Rand einer der wenigen Strände auf den Azoren - wie wir dann aus der Nähe feststellen können nicht wirklich überlaufen...
Unser nächstes Ziel ist das Aquarium - oder besser die "Fisch-Station". Es gibt einige Becken und Tanks mit lokalen Fischen aber in der Hauptsache wird hier Forschung betrieben und außerdem werden Fische an andere Aquarien in der ganzen Welt geliefert.
Außerdem gibt es ein Krankenstation für Schildkröten, zum Beispiel dieses Exemplar, dass eine Vorderflosse verloren hat. Wir erfahren einiges über die Wanderungen dieser großen Meeresbewohner. Wir wusseten schon, dass die Weibchen zur Eiablage an ihren Geburtsstrand zurückkehren (die Männchen bleiben zeitlebens auf See), aber nicht, dass das erst nach einer weiten Reise mit dem Golfstrom über den Atlantik erfolgt - sehr interessant!
Auch unsere nächste Station, nur ein paar Minuten zu Fuß entfernt, beschäftigt sich mit großen Meeresbewohnern. Wir besichtigen eine ehemalige Wal-Verarbeitungs-Fabrik, heute ein Museum. Auf unserer Reise haben wir es nun schon häufiger mit Walfängern zu tun bekommen, so auf Madeira und Nantucket. Jedesmal wurden die Walfänger von den Azoren besonders erwähnt. Bis 1982 der Walfang offiziell verboten wurde, haben die Bewohner hier noch ganz klassisch aus offenen Booten mit Harpunen gejagt und zwar insbesondere Pottwale, weil dies nach dem Tod an der Oberfläche schwimmen bleiben. Das hier ausgestellte Skelett stammt allerdings von einem auf natürliche Weise gestorbenen Tier.
Heute wird immer noch mit Walen Geld verdient, allerdings nicht mehr durch Verarbeitung in Fabriken, sondern durch Ausflüge zum Whale-Watching mit Touristen. Wir bleiben jedoch an Land und fahren auf einer hübschen Küstenstraße zum Westende der Insel. Unterwegs finden wir noch ein Café für einen kleinen Imbiss und treffen dort zufällig Debbie und Moray von der SOL PURPOSE.

Unser Ziel heute ist jedoch die Halbinsel "Ponta dos Capelinhos". Sie ist erst 1957/1958 durch einen Vulkanausbruch entstanden. Durch den Ausbruch wurden 300 Häuser zerstört und ca. 2000 Menschen wurden obdachlos. Wahrzeichen ist der teilweise zerstörte Leuchtturm.
Auf den ersten Blich nicht zu sehen ist das Besucherzentrum, dass allgemein über Vulkane und die verschiedenen Azoren-Inseln und speziell über den Ausbruch hier informiert. Es liegt unterirdisch und ist von außen nicht zu erkennen. Das Innere ist beeindruckend mit Sichtbeton gestaltet.
Wir schauen uns verschiedene Filme und Modelle an. Auch das Thema Vulkane begleitet uns schon lange während unserer Reise, denn auch Madeira, die Kanaren und die karibischen Inseln sind vulkanischen Ursprungs. Zum Abschluss klettern wir dann noch die steile Wendeltreppe auf den Leuchtturm hinauf (au, au, au), aber die Aussicht ist wirklich lohnenswert! Der Kreis ist das Besucherzentrum von oben.
 Auf dem Rückweg in den Ort nehmen wir noch ein paar junge Spanier mit und dann schauen wir noch im Supermarkt vorbei. Damit sind unsere Aktivitäten aber noch nicht zu Ende, den Jonathan und Anne von der SOFIA haben eine Führung durch das Scrimshaw-Museum für den OCC (Ocean Cruising Club) organisiert und uns netterweise auch dazu eingeladen. Das Museum gehört zum bereits erwähnten Café Sport und der Chef persönlich erzählt uns von seiner Familie (er ist die 4. Generation) und der Sammlung. Mit Scrimshaw wir eine Gravurtechnik auf tierischen Materialien bezeichnet - in diesem Fall ganz überwiegend auf Walzähnen.
Unter anderem sind hier die bekannten Segler Joshua Slocum (ersten Einhand-Weltumsegler 1895-1898), Sir Francis Chichester (Weltumseglung 1966-1967 mit nur einem Stop), Eric Tabarly (Einhand-Regattasegler und Konstrukteur) und Bernard Moitessier (mehrere große Segelreisen, bekannt dafür, dass er eine Einhand-Um-Die-Welt-Retatta in Führung liegend abgebrochen hat) verewigt.
Die Führung ist wieder international besetzt mit Teilnehmern von 22 Booten aus 10 Nationen. Zum Abschluss bekommen wir noch ein Getränk aufs Haus (und verschiedene weitere auf eigene Rechnung), wir unterhalten uns sehr nett und wir essen ganz ausgezeichnet, Ralf Oktopus und ich schwarze Spaghetti mit Shrimps - sieht merkwürdig aus, schmeckt aber köstlich!

Mittwoch, 19. Juni 2019

Tag 42 - Horta: Büro an Bord

Wir liegen im Hafen im Päckchen und das Boot neben uns, direkt an der Mauer, ist im Moment nicht bewohnt. Das ist gut, denn dann will es auch nicht irgendwann wegfahren, wenn es uns nicht passt. Weil es hier im Hafen sehr unruhig ist, hat es einen "Boat-Keeper" den wir gestern schon kennengelernt haben. Er hat unseren alten Ballonfender bekommen und uns netterweise im Auto zum Dusch- und Waschhaus mitgenommen. Heute besucht Lorenz uns auf dem Boot. Er ist hier geboren, hat aber deutsche Eltern und spricht entsprechend akzentfrei Deutsch. Wir unterhalten uns sehr nett. Nebenbei können wir den Frühsport auf einer großen amerikanischen Motoryacht beobachten:
Unser Projekt für heute ist die Bearbeitung der Post (ca. 40 Dokumente warten auf Entscheidungen) und der Entwurf für unser Hafenbild. Wir entscheiden uns für eine Karte vom Nordatlantik mit dem Kurs unserer Reise.
Natürlich werden die Kontinente einfach nur weiß. Ich will das ganze maßstäblich ausdrucken und wir laufen in den Ort, um Druckerpapier und neue Fender zu besorgen und etwas zu Mittag zu essen. Wir mischen hellblaue Farbe und Ralf malt den Hintergrund an der vorgesehenen Stelle.
Glücklicherweise trocknet die Farbe schnell, so dass auch ein kurzer Regenguss kein Problem ist. Das Wetter ist hier bisher ziemlich unbeständig. Regen und Sonnenschein wechseln sich ab und heute hat der Wind schon 2x um 180 Grad gedreht. Nachdem ich den Entwurf gedruckt habe, kann Ralf dann die Schablonen zuschneiden:
Wir genießen wieder das schöne Abendlich im Cockpit und können eine klassisches Walfangboot unter Segeln beobachten - ein toller Anblick! Morgen wollen wir uns die Insel etwas näher anschauen.

Montag, 17. Juni 2019

Tag 41 - Horta: Große Wäsche

Heute morgen haben wir wieder im Marina-Büro angefragt und tatsächlich bekommen wir einen Platz zugewiesen. Bei Nieselregen und Wind holen wir den Anker auf - gar nicht so selbstverständlich, dass das klappt, denn im Hafenbecken liegen alte Ketten, in denen sich gerne mal ein Anker verhakt. Es gibt hier mehrere Tauchshops, die ein einem solchen Fall gerne helfen... Aber unserer kommt gut heraus, verziert von jeder Menge Seegras. Wir stellen fest, dass unser Platz noch belegt ist, finden aber eine Möglichkeit direkt daneben und dürfen dort liegenbleiben.

Jetzt können wir ohne Dinghy an Land und unser erster Weg führt dann gleich in das Gebäude mit Duschen und Waschmaschinen. Es gibt einen "Halb-Service": wir müssen die Maschinen selbst befüllen, aber eine nette Dame räumt die Sachen dann in den Trockner. Irgendwie hat sie eine Vorliebe für uns (oder für Ralf?) jedenfalls werden wir gefühlt vorgelassen und dürfen mehrere Ladungen gleichzeitig waschen. Die Wartezeit verbringen wir in einen Jugendstil-Café...
...wo wir 5,80 € für zwei Stück Kuchen und zwei Getränke bezahlen - ich liebe Portugal!
Die Legende sagt, dass Segler nur ein glückliche Weiterfahrt haben, wenn sie im Hafen von Horta ein Bild hinterlassen. Wir wollen natürlich kein Risiko eingehen und besorgen uns schon einmal die passenden Farben. Vor zwei Jahren haben wir an der Hafenmauer von Porto Santo geübt... Außerdem kaufen wir eine neue Deutschlandflagge, einen schönen Eimer und eine Armbanduhr (gelb-schwarz-plastik) für Ralf. Dann nutzen wir noch die Duschen (1,50 € und für 1 € mehr gibt es noch ein frisches Handtuch und Seife) und falten die saubere Wäsche:
 Zurück an Bord können wir nur noch ganz kurz die Füße hochlegen...
...bevor es schon wieder Zeit zum Abendessen, bloggen und spülen ist. Wir leben immer noch überwiegend von den Atlantik-Vorräten, nur der Brokkoli ist frisch.