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Dienstag, 18. August 2026

Tag 75 - Tunø: Radtour und Drohnentest

Wir beginnen den Tag sehr enspannt. Das ist hier kein Problem, denn auch das volle Besichtigungsprogramm kann an einem halben Tag erledigt werden.
Auf Tunø gibt es die Geschichte, dass der Pfarrer jahrelang mit der Frau des Leuchtturmwärters geschlafen hat... Das war aber kein Grund zur Aufregung, da der Kirchturm auch als Leuchtturm fungiert (siehe Titelbild) und der Pfarrer über 100 Jahre lang auch als Leuchtturmwärter arbeitete. Wir haben uns heute eine Fahrradtour über die Insel vorgenommen, sind aber zunächst bei der Kirche vorbeigefahren, wo uns eine sehr nette Katze begrüßte.
Der kleine Friehof rund um die Kirche ist sehr gepflegt und erinnert mehr an einen botanischen Garten.
Wir werfen auch noch einen kurzen Blick in das kleine Museum, aber wir sind durch die tollen Museen in Aarhus sehr verwöhnt und eine Sammlung von alten Telefonen (auch ein frühes Nokia Handy) beeindruckt uns nicht.
Da schauen wir uns doch lieber einen sehr beeindruckenden Apfelbaum an! Überhaupt sind die Häuser und Gärten hier alle sehr gepflegt und erinnern uns an Tesco, eine der Scilly Inseln.
Die Navigation auf der Insel ist einfach, denn es gibt Die Straße, die vom Hafen an einem Ende der Insel bis auf die andere Seite führt.
Wir fahren die kleinen Hügel hinauf und hinunter bis wir zu einem freien Feld kommen. Hier wollen wir unsere neue Drohne ausprobieren und der erste Versuch klappt schon recht gut.
Leider hat das Hotel geschlossen, in dem wir eigenlich zu Mittag essen wollten, um die lokale Tourismusbrache zu unterstützen. Also fahren wir noch einmal zurück in den Ort und dann wieder die nun schon bekannte Straße entlang, bis wir zu dem kleinen, privaten Flugplatz kommen. Eigentlich ist es nur eine erstaunlich kurze Landebahn und das Flugzeug ist einfach am Wegesrand geparkt...
Kurz darauf erreichen wir das andere Ende der Insel, an dem die Gemeinde netterweise ein Plumpsklo aufgestellt hat.
Als weitere Attraktion gibt es dann auch noch eine Sitzgruppe mit Blick aufs Meer, ein guter Platz um unseren nächsten Drohnenflug zu starten.
Schon auf dem Feld haben wir verschiedene Flugmodi ausprobiert und hier versuchen wir unseren Lieblingsmodus, den Bumerang, bei dem die Drohne in einem weiten Bogen um uns herum fliegt. Hier ein Standbild, das Video ist auf Instagram.
Sehr zufrieden mit unserem Ausflug und dem Test fahren wir durch die hübsche Landschaft zurück in den Hafen.
Heute morgen war es dort ziemlich leer, aber mittlerweile sind die Plätze gut gefüllt, überwiegend von deutschen Booten. Wir plaudern noch ein wenig mit unseren Stegnachbarn und genießen dann die schöne Abendstimmung.

Sonntag, 7. Juni 2026

Tag 22 - Strömstad-Pinnö-Grebbestad: Ein langer Tag

Der Wind soll erst am Nachmittag kommen, also lassen wir es langsam angehen. Wir duschen und überlegen dann, was es hier in Strömstad für Sehenswürdigkeiten gibt. Auf der Karte wird ein Freilichtmuseum angezeigt und wir machen uns auf den Weg - Johann und Ralf zu Fuß und ich mit dem Rad.
Wie sich herausstellt, war hier gestern - am Nationalfeiertag - eine große Veranstaltung, aber heute ist zwar das Gelände geöffnet, aber die Häuser selbst können nicht besichtigt werden. Trotzdem ist ein ein hübscher Platz mit vielen netten Details.
Neben den kleinen Fischerhütten gibt es auch noch eine Schaukel, die uns an Linda erinnert und die Johanna gleich ausprobiert.
Ralf hatte auf eine Tasse Kaffee gehofft und schaut traurig auf die Kaffeemaschine hinter verschlossenen Türen.
Nach einem schnelle Mittagessen geht es dann los weiter nach Süden, natürlich wieder mit Südwind - heute allerdings in moderater Stärke (siehe Titelbild). Trotzdem heiße es wieder kreuzen und wir haben auch wieder Gegenstrom, so dass wir nur langsam vorankommen. Trotzdem ist die Stimmung an Bord gut.
Wir machen wieder zahlreiche Wenden (insgesamt 11) aber heute können Johanna und ich uns beim Kurbeln an der Winsch abwechseln.
Wir müssen aufmerksam steuern und navigieren, denn hier gibt es viele, viele kleine und kleinste Schären-Inseln. Zwischendurch bereiten wir schon das Abendessen vor.
Schließlich kommen wir in der ausgewählten Ankerbucht an. Es ist schon spät und Johanna fängt an zu Kochen. Da wir kaum Wind haben und hier alleine sind, will ich unsere neue Drohne ausprobieren. Der erste Flug klapp auch schon ganz gut.
Als ich sie aber dann auf dem Deck ablege, um mein Smartphone zu sichern passiert es: sie rutscht unglücklich ab, dotzt kurz auf und wird durch die Reling ins Wasser katapultiert - uuuups, das war ein kurzes Vergnügen...
Wir sind auch nicht zufrieden mit unserem Ankerplatz, denn die Triton dreht sich bedenklich nah um Land hin. Also entscheiden wir uns noch, nach dem Abendessen nach Grebbestad zu fahren, wo wir morgen Paul treffen wollen. Der hat seine eigenen Probleme, denn der Nachtzug von Hamburg nach Göteborg fällt aus. Nun sitzt er in einem Bus nach Malmö... Aber wir hoffen, dass er morgen hier ankommt! Das war heute ein langer und ereignisreicher Tag!