Samstag, 1. August 2026

Tag 58 - Fur-Livø: Dänemarks schönste Insel?!

Dänemark hat über 1400 Inseln von mindestens 100 qm Größe. Davon haben 443 einen Namen und 70 sind dauerhaft bewohnt. Im Jahr 2010 wurde Fur zur schönsten Insel Dänemarks gewählt. Ob das wirklich der Fall ist, wollen wir uns heute ansehen. Dazu nehmen wir den Hop-On-Hop-Off Bus, der die verschiedenen Sehenswürdigkeiten der Insel anfährt.
Die Staßen sind oft nur einspurig und nicht alle sind gepflastert. Sie führen durch sanft hügelige Kornfelder, die friedlich unter blauem Himmel mit Schäfchenwolken liegen.
Wir haben uns zwei Stopps ausgesucht, die wir uns näher anschauen wollen. Der erste ist "Fur Bryghaus", also das Brauhaus. Nicht etwa, weil wir dort Bier trinken wollen, sondern weil hier der Fußweg zum Knudeklint beginnt. Ich packe meine Stöcke aus und wir laufen los (Bild rechts von Ralf).
Knudeklint ist eine Klippe, die sich bis zu 35 m Höhe etwa einen Kilometer lang an der Nordseite der Insel erstreckt. Von oben haben wir einen guten Blick auf den Limfjord (siehe auch Titelbild). Leider ist auf diese Entfernung nicht zu sehen, was die Klippe so außergewöhnlich macht, dass sie dieses Jahr UNESCO-Weltnaturerbe geworden ist.
Die Formationen sind Überreste eines uralten Meeresbodens, auf dem vulkanische Asche, mikroskopisch kleine Kieselalgen und eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt aus der Zeit vor 55 Millionen Jahren Schicht für Schicht bewahrt wurden. Mehr als 700 Arten von Fischen, Vögeln, Insekten, Pflanzen und anderen Organismen wurden hier gefunden. Ich krabble bis an den Rand, um ein paar gute Bilder zu bekommen (Bild unten rechts von Ralf).
Wir laufen zurück zur Brauerei, wo es auch noch eine kleinen Kunstaustellung gibt und Ralf sich ein T-Shirt kauft. Unter andrem sind Bilder der typischen Fische zu sehen, die jedes Jahr von lokalen Künstlern gestaltet und dann auf der Insel verteilt werden.
Unser Bus kommt und die Reise geht weiter bis zu Museum, wo wir erst einmal in dem schönen Garten an dafür aufgestellten Tischen unsere mitgebrachten Brote essen.
Hier können wir nun zahlreiche der gefundenen Fossilien aus der Nähe bewundern. Es Es gibt zahlreiche Vitinen, oft mit Lupen, um die erstanlich gut erhaltenen Details zu sehen. Der Dinosaurier ist eher für die Kinder, denn die Funde stammen aus einern Zeit nach dem Aussterben der Dinos vor 66 Millionen Jahren.
Wir können verschiedene Exponate auch unter dem Mikroskop betrachten und noch mehr Einzelheiten Entdecken.
Nach einem Blick auf  die Windvorhersage, beschließen wir dann, noch ein paar Meilen bis zur nächsten Insel Livø zu segeln und dort zu ankern.
Es ist - mal wieder - Westwind, aber jetzt kommt er von hinten bzw. von der Seite und so haben wir nur mit der Fock eine schnelle Fahrt.
Es wird so kühl, dass wir das Sonnendach wieder gegen unser Cockpitzelt tauschen. Aber der Regen zieht neben uns vorbei und wir bekommen nur noch einen kleinen Regenbogen zu sehen.
Auf der anderen Seite es Bootes zaubert die untergehende Sonne noch leuchtende Ränder an die Wolken. Gerade beim Ankern gibt es immer wieder diese wunderbaren Naturschauspiele.