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Sonntag, 29. Oktober 2017

Tag 118 - Puerto de Mogán-Marina San Miguel: Atlantik-Taufe

Leonie ist noch nie gesegelt und so waren wir heute alle gespannt, wie es ihr bekommen und gefallen würde. Heute stand die Überfahrt von Gran Canaria nach Teneriffa an und das bedeutete Abschiednehmen von Puerto de Mogán.
Die Bedingungen waren fast optimal, wenn man Segeln mag: Sonne, 26°C, Wind Stärke 4-5 genau von der Seite, moderate Wellen, aber immerhin 50 sm zu bewältigen, also 8-10 Stunden auf dem Wasser. Wie sich herausstellte ist Leonie angstfrei, seefest und interessiert – sehr erfreulich! Für uns ist es auch schön, an Bord Unterstützung zu haben und Paul hat auch gleich das Großsegel hochgezogen und uns gut durch das Verkehrstrennungsgebiet zwischen den Inseln und in den Hafen gebracht.
Bei der Ansteuerung von Marina San Miguel ärgern wir uns erst, weil ein Boot in der engen Einfahrt liegt und auch keine Anstalten macht, wegzufahren sondern uns mit Zeichen zu verstehen gibt, um es herumzufahren. Wir sind dann sehr überrascht, als plötzlich ein gelbes Unterseeboot auftaucht!
Der nette Marinero führt uns zu einem guten Platz im Hafen und der nette deutsche Nachbar leiht uns den Schlüssel für die Damendusche aus. Komischerweise ist die Herrendusche nicht abgeschlossen… Frisch gesäubert bekommen wir auch noch einen Kochservice von Paul und Leonie und es gibt gebackenen Camenbert mit Süßkartoffeln-Pommes und Salat – lecker!

Freitag, 27. Oktober 2017

Tag 116 - Puerto de Mogán: Familientreffen

Unsere Freunde sind nach schönen Inseltagen auf dem Heimweg und als Ablösung kommen unser jüngster Sohn Paul und seine Freundin Leonie (L&P) zu uns an Bord. Während die beiden im „Langsam-Bus“ vom Flughafen zu uns sitzen, schauen wir uns noch auf dem Freitags-Markt um. Unglaublich, dass schon wieder Freitag ist, die Zeit vergeht wie im Flug! Wir haben schon über 1/4 unseres Sabbaticals hinter uns!
Direkt am Busbahnhof ist der Spar-Supermarkt, der viele deutsche und internationale Produkte anbietet und wir können dort unsere Vorräte ergänzen. In den nächsten zwei Woche wird bei uns dann vegetarisch gekocht.
Zurück auf dem Schiff beziehen L&P die Achterkabine, die ich heute Morgen erst einmal freiräumen musste. Bis auf weiteres haben wir alles im Vorschiff gestaut. Da werden wir vor der Großen Fahrt noch mal auf- und umräumen müssen. Als wir die Triton von 18 Jahren kauften, hatten wir (auch nicht gerade klein) im Salon problemlos Stehhöhe. Für unsere Söhne trifft das nicht mehr zu – aber so kann Paul sich dann beim Kochen zwischen Boden und Decke einklemmen und hat auch einen guten Rundumblick aus der hinteren Luke.
Für Ralf ist es wie Weihnachten, denn seit England ist die Versorgung mit gut sortierten Schiffsausrüstern eher mäßig und so hat er jede Menge Teile in Deutschland bestellt, die Paul jetzt mitgebracht hat. Endlich wieder Material zum Projekt: „Unser Schiff soll besser werden“!
Nach der Siesta gehen wir dann noch zum Großeinkauf, schwimmen mit letzten Licht im Meer, duschen und essen gemütlich im zu Abend. Wir freuen uns sehr, die beiden bei uns zu haben!

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Tag 115 - Mogán-Tauro-Mogán: No Fish Today

Die Triton darf auch mal wieder etwas Seeluft schnuppern. Wir wollen mit unseren Freunden in eine nahegelegene Ankerbucht fahren. Zur Abwechslung ist heute auch in dieser geschützten Ecke Wind und so können wir sogar Segel setzen und einfach mal nur so zum Spaß segeln. Günter kennt sich mit angeln aus und baut ein beeindruckendes Gerät zusammen. Ich frage mich im Stillen, wie groß die eventuelle Beute wohl sein wird und was wir machen sollen, wenn tatsächlich ein Fisch anbeißt. Ich habe noch nie etwas getötet, das größer war als eine Fliege. Und auch die fange ich eher mit Glas und Bierdeckel und lasse sie dann frei…
Jedenfalls ist es interessant, die Technik mit der Angel zu beobachten und offensichtlich baut sich auch (bei 5-6 Knoten Fahrt) auch schon ohne zusätzlichen Fisch ganz schön Druck auf.

Glücklicherweise können wir das vom Leben zum Tode befördern auf einen anderen Tag verschieben und statt Fisch gibt es in der Ankerbucht Playa de Tauro dann eine Erfrischung zunächst im Wasser und dann im Cockpit. Nach einem sehr schönen Nachmittag fahren wir im Abendlicht den kurzen Weg zurück in unsere Marina.
Dabei können wir die diversen Wassersportaktivitäten beobachten. Neben der Glasbodenfähre, die regelmäßig bei uns im Hafen anlegt, sehen wir das gelbe U-Boot (eines der wenigen Passagier-U-Boote der Welt), Angelboote mit langen „Fühlern“, Jetskis (teilweise mit Anhängern), Katamarane mit und ohne Segel, Stand-Up-Paddler, Segelboote mit Gennaker oder Parasailor, Wasserskiboote und auch wieder (wie in den Rías) Boote die einen Fallschirm ziehen.
Heute Abend gibt es dann noch einen Abschieds-Cocktail mit unseren Freunden und Spaghetti Bolognese von Chefkoch Ralf an Bord. Morgen freuen wir uns dann auf Paul und Leonie.

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Tag 114 - Gran Canaria: Aufdringliche Verkäufer und unbekannte Künstler

In den vergangenen Tagen haben wir immer abwechselnd einen Tag eine Besichtigungstour unternommen und einen Tag entspannt. Demnach war heute wieder eine Tour an der Reihe. Nach dem Süden, der Mitte und Las Palmas führte unser Weg heute an die Westküste. Der erste Stopp war an der „Playa de la Aldea“, ungefähr in der Mitte der Küste, wo es wieder einen schönen Picknickplatz geben sollte. Wir wurden nicht enttäuscht und konnten einen üppigen Brunch einnehmen. Nach diesen Anstrengungen war Ralf völlig erschöpft und musste sich erst einmal ein wenig ausruhen.
Die Straße, die wir eigentlich fahren wollten war gesperrt und so konnten wir nur den Blick vom „Mirador del Balcón“ bewundern (s.o.) und mussten dann wieder umkehren. Sehr unangenehm war dort, dass wir schon vor dem Aussteigen von einem aggressiven Verkäufer belästigt wurden. Er klopfte an meine Scheibe, riss die Tür auf und stach mir einen Zahnstocher mit einem Stück Kuchen fast ins Auge. Dabei stand er mir so im Weg, dass ich nicht aussteigen konnte. Egal wie gut die Produkte sind, die er anbietet – das ist für mich die falsche Art, die Sachen zu verkaufen. Auch sein Anhänger hatte etwas zu viel von allem…
Weiter nach Norden ging es zunächst nach „Puerto de las Nieves“ einem kleinen Ort von dem aus die Fähren nach Teneriffa abfahren. Trotz der Mittagshitze waren einige Sonnenhungrige am Strand zu sehen.
Wir tranken lieber einen Ort weiter, in Agaete, einen Kaffee auf dem schattigen Kirchplatz.
Über eine kleine Straße mit scharfen Kurven fuhren wir nach „Sardina del Norte“. Der Fischerort liegt ganz im Nordwesten der Insel, der vom Massentourismus relativ unberührt ist. Als Zielpunkt dieses Ausflugs hatten wir uns Galdár ausgesucht und wir wurden nicht enttäuscht. Zufällig führte uns der Weg direkt am „Casa Museo de Antonio Padrón“ vorbei und wir nutzten die Gelegenheit, diesen Künstler kennenzulernen. Antonio Padrón (1920-1968) wurde in Galdár geboren, verbrachte große Teile seines Lebens dort und starb mit nur 48 Jahren an einer allergischen Reaktion auf Penicillin. Er selbst bezeichnete sich als „Expressionist ohne Tränen“ und verarbeitete in seinem Werk Gebräuche, Mythen und Folklore der Insel. Das Museum ist in seinem ehemaligen Wohnhaus, eine Oase der Ruhe in der Stadt. In seinem Atelier steht noch das letzte unvollendete Werk des Künstlers. Uns haben die Motive und Farben der Bilder sehr angesprochen.
Galdár selbst hat mir von allen Orten, die wir besichtigt haben am besten gefallen, was vielleicht auch der Tageszeit geschuldet war. Im goldenen Abendlich waren die Straßen mit den bunten Häusern voller Leben, gefühlt überwiegend Einheimische und keine Touristenmassen. Auch hier gab es einen wunderbaren Kirchplatz mit Brunnen und alten Bäumen.
Insgesamt haben wir auf unseren vier Touren viel von der Insel gesehen und die Beschreibung „Miniaturkontinent“ (wegen der 14 verschiedenen Mikroklimazonen) trifft sicher zu. Wir haben viele unterschiedliche Landschaften erlebt (Berge, Wüste, Steilküste, fruchtbare Täler, Strand) und auch die Orte sind sehr unterschiedlich von der Stimmung und der Bebauung. Von der Großstadt Las Palmas über hässliche Hotelburgen, hübsche Touristenzentren, pittoreske Fischerorte, historische Altstädte, hier ist für jeden etwas dabei. Die Insel ist auf jeden Fall eine Reise wert.

Dienstag, 24. Oktober 2017

Tag 113 - Puerto de Mogán: Schöne Aussichten

Wie schön, dass der Strand hier so nah ist, so dass wir den Tag gleich mit einem Bad und anschließender Süßwasserdusche beginnen können. 
Bevor es zu heiß wird machen wir uns noch auf die Suche nach ein paar leichten Oberteilen für mich, die hier günstig verkauft werden. Wie wir festgestellt haben, lohnt es sich auch nach dem Preis zu fragen und so kommen wir zufrieden zurück zum Boot. Nach dem Frühstück kümmere ich mich dann um das neue Funkgerät. Es muss lernen, ein GPS-Signal vom Plotter zu empfangen, ein AIS Signal an den Plotter zu senden und es ist erforderlich, die Funkkanäle von amerikanisch auf international umzustellen, solange wir noch hier in Europa unterwegs sind. Außerdem soll es mit dem Handgerät im Cockpit sprechen. All das dauert eine Weile, aber am Schluss gelingt es wieder, die Technik zu überlisten.
Ich schreibe noch eine Mail an Paul mit einer Liste, was er mitbringen soll und schicke Scans von allen Ausweisen und Schiffspapieren an Cornell Sailing – langsam wird es ernst! Natürlich denke ich auch an meine Schwester, die heute Geburtstag hat und im Moment auf meiner Lieblingsinsel Juist ist. - Nachmittags laufen wir auf einen Mirador (Aussichtspunkt) mit einem wunderbaren Blick über den gesamten Hafen. Wer findet die Triton (Hinweis: es gibt mehr als eine Hallberg Rassy…)?
Carola und Günter holen uns ab und wir fahren zu ihrem netten Appartement im Nachbarort Taurito und können uns im Swimmingpool auf dem Dach abkühlen. Da in Puerto de Mogán die Auswahl an Restaurants größer ist, suchen wir uns hier einen Platz zum Abendessen aus.

Montag, 23. Oktober 2017

Tag 112 - Las Palmas: Sunami, Carmen und Kolumbus

Natürlich wollen wir auch die Hauptstadt (oder genauer eine der beiden Hauptstädte) der kanarischen Inseln besuchen (die andere ist Santa Cruz auf Teneriffa). Wir parken am Hafen und laufen auf die Promenade der „Playa de las Canteras“, einen 3 km langen Sandstrand. Von dort ist es nicht weit zum Startpunkt unserer gebuchten Tour mit einem Elektro-Tuk-Tuk und Sunami (ursprünglich aus Kuba) fährt uns 1,5 Stunden durch die Stadt. Die Fortbewegung macht Spaß und wir bekommen einen guten Überblick über die verschiedenen Stadtviertel.
Beim leckeren Mittagessen planen wir die weitere Route. Die „Catedral de Santa Ana“ darf nicht fehlen. Die Kirche selbst ist geschlossen, aber wir fahren hoch auf den Turm für eine schöne Aussicht über Stadt und Hafen.
Ganz in der Nähe ist die „Plaza Espíritu Santu“ mit einer kleinen Kapelle und unterschiedlichen Fassaden.
Dann laufen wir weiter durch die Altstadt „Vegueta“ (finde den Ralf)…
…und kaufen eine Kerze „Virgin del Carmen“ – die heilige Maria in ihrer Eigenschaft als Schutzheilige der Seeleute), die wir dann in der Kirche San Augustin für alle, die bei uns an Bord mitsegeln, anzünden. Jetzt kann nichts mehr schiefgehen…
Besonders gut gefallen uns die prachtvollen Innenhöfe. In diesem Gebäude gibt es Fortbildungen für Juristen, im Hintergrund fand gerade ein Seminar statt.
Wir kommen am Casa de Colón vorbei, ein Haus, das Kolumbus einst besuchte und das jetzt ein Museum beherbergt…
…und laufen dann durch die Calle Major de Triana, eine Einkaufsstraße mit wunderbaren Jugendstilfassaden.
Nun ist wieder ein „Boxenstopp“ in einem Café erforderlich. Heute haben wir mit der Auswahl unserer Erfrischungen jedes Mal Glück gehabt. Überall war es lecker und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte. Auch das was wir von Las Palmas gesehen haben, hat uns gut gefallen. Für eine Stadt mit über 380.000 Einwohnern und jeder Menge Touristen fand ich die Stimmung sehr entspannt und Straßen und Plätze nicht überlaufen (ganz anders z.B. in Brügge). Hier könnten wir sicher noch einige Tage mit Sightseeing und Shopping verbringen.

Samstag, 21. Oktober 2017

Tag 110 - Gran Canaria: Reise zum Mittelpunkt der Insel

Für heute haben wir eine Fahrt quer über die Insel geplant und so geht es morgens mit gepackten Picknick-Taschen zusammen mit unseren Freunden im Mietwagen los Richtung Nordost. Von der Küste aus fahren wir auf gewundenen Straßen immer höher in die Berge. Schon bald erreichen wir die ersten Aussichtspunkte und können das Panorama und die Steinformationen bewundern. Hier im Süden ist es eher trocken und warm, denn bei den vorherrschenden Passatwinden regnen sich die Wolken – aufgehalten von den hohen Bergen – im Norden ab.
Unterwegs kommen wir auch an einem Stand mit einheimischen Produkten vorbei und kaufen Pflaumen, Mandeln und Käse.
Die erworbenen Leckereien ergänzen unser Picknick, das wir am Rastplatz „Cueva de las Ninas“ (Stausee der Mädchen) einnehmen. Der See ist leider nicht zu sehen, aber der Rastplatz ist sehr schön mit steinernen Bänken und Tischen ausgestattet und wir haben ein köstliches Frühstück.
Wir wollen noch höher hinauf und unser nächstes Ziel ist der „Roque Nublo“, der Wolkenfels, der mit 1813 m einer der höchsten Punkte von Gran Canaria ist. Aber hier ist der Name Programm, denn zunächst versteckt sich der auffällige Basaltfelsen, der als Wahrzeichen der Insel gilt, in einer dicken Wolkenschicht. Erst später können wir ihn ganz kurz hervorblitzen sehen.
Günter fährt uns geschickt durch dicken Nebel (oder Wolken?) weiter in Richtung des hübschen Ortes Tejeda. Hier erweist sich der Roque Bentayga (ebenfalls ein Basaltfelsen und heiliger Ort der Altkanaren) als wesentlich kooperativer. Wir sehen ihn unterwegs aus verschiedenen Perspektiven und auch von den Terrassen in Tejeda ist sein markantes Profil gut zu erkennen.
Der Weg führt jetzt durch viele Haarnadelkurven über das „Cruz de Tejeda“, mit rund 1500 m den höchsten Pass und gleichzeitig den geografischen Mittelpunkt der Insel. Dann geht es wieder abwärts bis hinunter nach Teror. Die Kleinstadt gilt als einer der ursprünglichsten Orte auf Gran Canaria. Rund um die Basilika „Nuestra Señora del Pino“ sind in der Altstadt Häuser im traditionellen kanarischen Stil zu sehen. Laut Überlieferung soll Maria im Jahre 1481 einigen Bewohnern der Insel in einer Pinie (Pino) erschienen sein.
Nach den vielen Menschen an der Küste in Maspalomas und Puerto de Mogán war es im Landesinneren wesentlich ruhiger. Auf den engen Straßen waren glücklicherweise nur wenige Autos (und einige fitte und todesmutige Radfahrer) unterwegs. Auch an den Aussichtspunkten und in Städtchen war die Menge der Touristen übersichtlich. Die Restaurants waren gut gefüllt, aber offensichtlich auch mit Einheimischen. Uns haben die netten Orte und die beeindruckenden Landschaft gut gefallen!

Freitag, 20. Oktober 2017

Tag 109 - Puerto de Mogán: Schwimmen, Essen, Entspannen

Heute ist Markt in Puerto Mogán wir bleiben daher hier. Wir beginnen den Tag mit einer Runde schwimmen direkt neben unserem Hafen. Um diese Zeit (9:00 Uhr) kommt die Sonne hinter den Felsen heraus und wir haben den Strand praktisch für uns.
Wir essen ein leckeres Frühstück im schattigen Cockpit bei leichtem Wind – wunderbar und entspannend! Ralf kämpft noch etwas mit einer Online-Überweisung und der Vormittag ist schnell vorbei. Wir schaffen es gerade noch, vor dem Abbau über den Markt zu laufen und die Angebote zu vergleichen. Es gibt wieder das Übliche, das wir ja schon von Lanzarote kennen, aber der Ort ist wunderschön mit viel Grün und Blumen an weißen Häusern und gefällt uns sehr gut.
Wir kommen wieder am Strand vorbei, und staunen über den Unterschied: vorhin noch Ebbe und menschenleer, jetzt Flut und vor lauten Menschen kaum noch Sand zu sehen!
Nachmittags kommen dann unsere Freude und wir haben die Qual der Wahl, wo wir Kaffeetrinken wollen. Wichtig ist: Schatten und Luftzug… Dann erfrischen wir uns nochmals am Strand, der mittlerweile wieder ziemlich verlassen ist. Auch hier führt antizyklisches Verhalten zum Erfolg.
Seit vielen Jahren kochen Ralf und Günter freitags zusammen und heute haben sie endlich wieder die Gelegenheit. Es gibt Curryhuhn mit Reis und Karotten und wir können problemlos schon wieder essen und genießen. Ein schöner Tag!

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Tag 108 - Gran Canaria: Springende Hirten und merkwürdige Pflanzen

Nach Lanzarote und Fuerteventura ist Gran Canaria die dritte kanarische Insel, die wir besuchen. Unsere Freunde haben ein Auto gemietet und so geht es heute wieder auf Erkundungstour. Als ersten Stopp haben wir uns „Mundo Aborigem“, die Welt der Erstgeborenen, ausgesucht, ein Freilichtmuseum, dass über die Lebensweise der Guanchen (Altkanaren) informiert. Es gibt originalgetreu errichtete Gebäude, lebensgroße Figuren, die verschiedene Tätigkeiten zeigen und verschiedene lebende Tiere. Hier haben wir 50% der Bremer Stadtmusikanten:
Leider wurde die differenzierte Kultur der Guanchen von den spanischen Eroberern zerstört. Die Sprache ist ausgestorben, aber viele Vor- und Ortsnamen sind noch guanchischen Ursprungs. Wir erleben einen Vorführung in traditionellem Flechten und sehen einen „Salto del Pastor“ (Hirtensprung), mit dem Viehhirten mittels eines langen Stocks, der „Garrote“ in gebirgigem Gelände Höhenunterschiede schnell überwinden konnten.
Von dem hochgelegenen Museum haben wir einen guten Blick über die Landschaft der Insel und die Vegetation. Hier ein Natursymbol der Insel, die Kanaren-Wolfsmilch. Wie der Name sagt ein Wolfsmilchgewächs und kein Kaktus.
Das andere Natursymbol von Gran Canaria ist die kanarische Dogge. Man vermutet das der Name Gran Canaria von dem lateinischen Wort für Hund (canis) abgeleitet wurde. Auch im Wappen der kanarischen Inseln sind zwei Hunde zu sehen. Hier ist zwar keine Dogge, aber im Museum gab es sehr nette Schäferhunde.
Unser nächstes Ziel war der botanische Garten in Maspalomas, wo wir weitere einheimische und fremde Pflanzen bewundern konnten, von denen ich viele noch nie gesehen hatte.
Das hier sind die Früchte (?) einer Mimosenart – für uns sah das so aus, als hätte jemand etwas in den Baum gehängt…
Pauls Freundin Leonie, die schon oft auf Gran Canaria war, hat uns die Strandpromenade Meloneras empfohlen. Wir suchten uns dort ein nettes Café, wo wir wirklich gute Sandwiches bekamen und einen wunderbaren Blick über das Wasser hatten. Dort steht auch der Faro de Maspalomas, der uns bei unserer Nachtfahrt den Weg gewiesen hatte.
Auf dem Rückweg kaufen wir noch im Supermarkt ein, denn morgen ist Freitag, der Tag an dem Ralf und Günter traditionell für die „Freitagsschmauser“ kochen. Und wenn wir schon beide Meisterköche hier am Start haben, wollen wir uns das doch nicht entgehen lassen!