Sonntag, 8. September 2024

Tag 97 - Lochranza-Tarbert: Entspannen und Essen

Offensichtlich wollen die Boote in unserer Bucht Sonntags nach Hause,  denn als wir unseren Anker hochholen, sind schon fast alle unterwegs. Vormittags ist es noch grau mit Wind aus der Richtung in die wir wollen.
Daher fahren wir die 11 sm bis zu unserem Ziel unter Maschine. Wir lassen das Cockpitzelt aufgebaut und Team-Triton sieht die Sache entspannt.
Schon bald haben wir unser Ziel Tarbert erreicht und wir können das Anlegemanöver vorbereiten. Dazu werden die Fender ausgebracht.
Im Hafen angekommen gibt es erst einmal einen Mittagsimbiss. Johanna und Paul gehen die Gegend erkunden und treffen eine nette Katze (Fotos von J&P).
Zum Kaffeetrinken haben wir uns am Hafen verabredet und fotografieren uns dort gegenseitig (Foto von Paul - siehe auch Titelbild).
Dann gibt es Kuchen, Eis, Cappuccino und Chai Latte für das Team - leider wir Ralfs "Waffel mit Nutella und Eis" vergessen.
Auf dem Rückweg zum Boot gibt es dann noch Gelegenheit für technische Gespräche für Ralf und Paul über eine große Seilwinde.
Den kulinarischen Abschluss des Tages bildet dann sehr leckere veganes Gemüse-Curry von Paul und zum Dessert habe ich veganen Schokoladenpuddig gekocht, der ebenfalls prima schmeckt und wahlweise mit oder ohne Pfirsiche serviert wird.

Samstag, 7. September 2024

Tag 96 - Campbeltown-Lochranza: So macht sogar Kreuzen Spaß!

Wieder ein schöner und warmer Spätsommertag, den wir zunächst für Landausflüge nutzen. Campbeltown ist die kleinste Whisky-Region in Schottland und es gibt hier noch drei Brennereichen. Paul entscheidet sich für eine Führung durch die Springbank brennerei, die alle Herstellungsschritte vom Mälzen bis zum Abfüllen selbst durchführt (Fotos von Paul).
Währenddessen laufen Ralf und ich noch etwas in die hübsche Stadt. Alles wirkt hier sehr gepflegt und aufgeräumt mit Blumenbeeten und netten kleinen Geschäften. Der Linda McCartney Memorial Garden ist leider geschlossen, aber wir können einen Blick üben den Zaun werfen. Sie war die Frau des Beatles Paul McCartney und die Familie hatte hier eine Farm.
Wir trinken dann noch eine Tasse Kaffee bzw. Tee am Hafen mit Blick auf unsere liebe Triton.
Dann geht es bei wenig Wind zunächst unter Motor durch den engen Kilbrannan Sound Richtung Norden. Wir nutzen das ruhige Wetter für einen Mittagsimbiss im Cockpit.
Dann können wir aber doch noch die Segel hochziehen und wir kreuzen bei fast keiner Welle langsam aber stetig auf.
Der Nachteil beim Kreuzen ist, dass der Weg weiter wird und dass das Boot sich unbequem auf die Seite neigt. Hier gut zu sehen an den Kaffeetassen/-gläsern.
Jetzt hat Johanna alle möglichen Kurse beim Segeln erlebt: raumer Wind von hinten mit Ausbauber, halben Wind von der Seite und nun auch kreuzen gegen Wind von vorne. Sie wird kreativ mit möglichen Ruheplätzen an Bord.
Abend kommen wir dann in Lochranza an der Nordwest-Ecke der Insel Arran an. Unsere insgesamt neun Wenden sind auch auf dem Track zu sehen.
Hier gibt es Mooring-Tonnen für Gäste, aber die sind schon alle belegt, so dass wir unsern Anker werfen. Zum Abschluss des Tages gibt es dann hinter uns noch einen wunderbaren Sonnenuntergang (siehe Titelbild).

Freitag, 6. September 2024

Tag 95 - Ardrossan-Campbeltown: Sonne, Segeln und Delfine

Heute wollen wir ein etwas größeres Stück hinüber zur Kintyre-Halbinsel segeln und daher geht es gleich morgens los. Erst mal müssen wir an der Hafenausfahrt an einem Reparaturteam vorbei.
Die Wolken verschwinden, die Sonne kommt heraus und wir haben Rückenwind, mit dem wir erst einmal nur mäßig schnell vorankommen. Hier sind einige Fischer unterwegs und wir halten gut Ausschau.
Unterwegs wird zur Mittagszeit ein kleiner Imbiss an Bord serviert, während Ralf auf dem Vorschiff arbeitet, um das Vorsegel auszubaumen.
Der Wind ist wieder sehr unterschiedlich und schwank zwischen 8 und 25 Knoten (also Windstärke 3-6). Entsprechend ändert sich auch unsere Geschwindigkeit und wir müssen mehrfach die Segelstellung und -fläche anpassen. Wir haben Spaß (siehe Titelbild) und es wird nicht langweilig. Kurz vor der Einfahrt in unsere Bucht ist so wenig Wind, dass das Großsegel schlägt und Paul eine Sicherungsleine ausbring. Dann kommt auf einmal ein Windfeld und wir sind so schnell, dass wir noch eine Fähre einholen, von der wir dachten, dass wir sicher vor ihr sind.
Wir ändern unseren Kurs ensprechend und laufen in das Campbeltown Loch ein. In der Abdeckung wird der Wind schwächer und dann werden wir noch von großen Delfinen begrüßt - das ist immer etwas Besonderes (und schwer zu fotografieren).
Wir waren schon einmal im Mai 2016 hier - damals allerdings bei ströhmendem Regen und wir hatten es gar nicht so nett in Erinnerung. Kurz vor der Hafeneinfahrt treffen wir dann noch eine lässige Robbe, die sich von uns nicht stören läßt.
Der kleine Hafen ist ziemlich von, aber wir bekommen noch einen gute Platz am Steg und genießen das warme Nachmittagslicht. So schön kann das Segelerleben sein!

Donnerstag, 5. September 2024

Tag 94 - Millport-Ardrossan: Der nächste Geburtstag

Mein Geburtstag beginnt sehr nett an unserer Mooring-Tonne mit Sonnenschein. Es wir so warm im Cockpit, dass Johanna und Paul sich spontan für ein Bad im sehr kalten Wasser entscheiden (wir schätzen so 12-14 Grad).
Ralf und Paul haben heute zufällig das gleiche T-Shirt an. Es erinnert uns an unsere gemeinsame Atlantiküberquerung 2017 von Teneriffa nach Barbados.
Gegen Mittag fahren wir dann gemütlich los nach Ardrossan. Zunächst sind wir mit Motor unterwegs, aber dann können wir doch noch die Segel setzten.
Ich schicke Johanna und Paul mit der GoPro auf Vorschiff, um ein paar "Titanic-Fotos" zu machen. Klein im Hintergrund steuere ich die Kamera über mein Smartphone.
Viel zu schell sind wir schon vor dem Hafen und müssen die Segel herunternehmen und die Leinen aufschießen.
Ich freue mich über zahlreiche Glückwünsche, die mich auf verschiedenen Wegen erreichen und nutzen die Zeit, um sie zu beantworten. Außerdem buche ich den Rückflug für den 15. September und noch ein Zimmer für zwei Übernachtungen, weil die Triton schon am Freitag, den 13. aus dem Wasser gehoben werden soll.
Für den Abend habe ich einen Tisch beim Italiener am Hafen bestellt. Von außen sieht er nett aus und wir machen vor der Tür noch ein Geburtstagsfoto (siehe Titelbild).
Leider ist weder das Ambiente so schön noch das Essen so gut wie bei Ralfs Geburtstag. Aber die Gesellschaft ist sehr gut!
Und wir haben Aussicht auf einen ganz wunderbaren Sonnenuntergang, der den Himmel in dramatische Farben taucht.

Mittwoch, 4. September 2024

Tag 93 - Great Cumbrae: Sonniger Ausflug

Zur Abwechslung haben wir heute einen strahlendblauen Himmel - ideales Wetter für einen Ausflug. Mit dem Dinghy geht es an Land (ich werde natürlich auch noch abgeholt).
Direkt an unserem Anlegeplatz ist ein Fahrradverleih, wo wir ein Rad für Ralf, ein Tandem für die Jugend und ein E-Bike für mich bekommen. Damit wir bei dieser Auswahl sehr unterschiedlich schnell sind, trennen wir uns zunächst. Ralf und ich besuchen einen wunderbaren Rosengarten.
Dazu gehört auch noch ein Seerosenteich. Das historische Gebäude wird gerade aufwendig renoviert - wie überhaupt die gesamte Wasserfront eine Baustelle ist. Dort enstehen Mauern gegen Flut-Ereignisse.
Auf der kleine Insel gibt es einen Rundweg am Ufer entlang. Es eröffnen sich sich immer wieder schöne Ausblicke (siehe auch Titelbild), es gibt nette Kühe und auch einige Brombeeren sind schon reif (Foto von Paul mit Kuh von Johanna).
Zum Mittagessen sind wir im einzigen Café auf dem Rundweg verabredet - wie sich herausstellt eine gute Wahl. Wir sitzen sehr nett, es gibt leckeres Essen mit veganen Angeboten und wir haben Spaß mit einem Rahmen für Fotos.
Dann trennen sich unsere Wege wieder. Die Jugend fährt noch einen Berg hinauf (und zerreißt dabei die Fahrradkette) und wir besichtigen noch die "Cathedral of the Isles", eine schottisch-episkopalische Kirche und die kleinste Kathedrale Brittanniens.
Erfüllt mit Eindrücken und geben wir die Räder zurück und fahren wieder zur Triton, die brav an ihrer Mooring auf uns gewartet hat.
Heute abend schaffen wir es dann zum erstem Mal, eine Runde Karten zu spielen. Johanna und Paul haben ein Spiel mit einfachen Regeln aber interessantem Spielverlauf mitgebracht und wir haben viel Spaß. Ein schöner Tag!