Mittwoch, 30. September 2020

Tag 53 - Workum-Griesheim: Abschied

Das Schiff ist, sauber, aufgeräumt und sicher festgebunden. Die To-Do-Liste hat ausreichend Punkte, so dass es auch im Winter nicht langweilig wird... Das Auto ist dagegen vollgepackt. 
Wir geben noch das Altöl zurück und machen uns dann auf den Heimweg. Unterwegs schauen wir noch in Köln bei "The Great Berry" vorbei und genießen leckeres Essen und gute Gesellschaft. 
Daheim werden wir von Familie und Kater herzlich begrüßt. Wir hatten eine gute Zeit auf dem Boot, aber es ist auch schön, wieder daheim zu sein!

Dienstag, 29. September 2020

Tag 52 - Workum: Schrauben, Räumen, Packen, Putzen

Mangels Kran bleibt der Mast stehen und die Triton im Wasser, aber alle anderen Vorbereitungen fürs Winterlager können wir heute erledigen. Nach dem Ölfilter wird auch noch der Kraftstofffilter getauscht - im engen Motorraum gar nicht so einfach.
Ich sortiere derweil die Bücher und Seekarten aus. Wir müssen entscheiden, was an Bord bleibt und was wir im Winter verkaufen wollen.
An Deck montieren wir Baum, Baumniederholer und Ausbaumer ab (siehe Titelbild). Beiboot und Motor werden aus der Halle geholt und wieder an Bord verstaut. Wir packen, laden das Auto und putzen das Boot von innen und außen.
Zum Schluss wird die Triton noch in eine freie Box gefahren, wo sie nun warten muss, bis wir einen Autokran-Termin zum herausheben bekommen.
Zum Abschluss gehen wir dann noch im Café Folkers am Marktplatz nett essen. Wie schön, dass es  dieses Jahr trotz Corona noch Zeit auf dem Boot verbringen konnten!

Montag, 28. September 2020

Tag 51 - Makkum-Workum: Letzter Segeltag

Wir verbringen eine sehr ruhige Nacht - kein Wind, keine Wellen, keine Geräusche an unserem Liegeplatz. Am nächsten Morgen verholen wir uns erst einmal an die Tankstelle - wir haben für 50 Motorstunden 100 l Diesel  verbraucht. Wir tanken GTL (Gas to Liquid), einen Dieselersatz, der den Vorteil hat, dass sich kein Bioschlamm im Diesel bildet, der das ganze System verstopft.
Dann geht es auf den letzen Schlag nach Workum, nur etwa 10 sm entfernt. Wir hatten eigentlich gehofft, unsere Segel auf der Fahrt trocken zu können, aber es ist feucht und neblig - da snd wir froh, dass wir geschützt unter unserem Dach sitzen... 
Ungefähr die Hälfte der Strecke können wir unter Segel zurücklegen und dann laufen wir das letzte Stück unter Motor. Der Nebel wird immer dichter und wir aktivieren wieder den Radar, um die Tonnen zu finden und Segler zu sehen, die keine AIS-Kennung senden. So kommen wir gut in der Einfahrt nach Workum an.
Wir fahren wieder zu "Henk Jan", wo wir unser Boot schon einige Male im Winterlager hatten. Leider hat er Teile seines Geschäfts verkauft und/oder vermietet und einen solchen Krach mit dem Käufer bekommen, dass es im Moment dort keinen Kran gibt... Erst Mitte Oktober soll ein Autokran kommen, um die Boote aus dem Wasser zu holen. Wir beginnen trotzdem mit den Winterlager-Arbeiten. Ralf macht einen Ölwechsel und tauscht auch die Ölfilter. Dank eines Spezial-Aufsatzes für die Ratsche lässt sich der Filter schnell aus- und einbauen.
Das Wetter hat sich gebessert und so können wir die Segel im Hafen zum Trocken hochziehen und dann abnehmen und verpacken. Wir sind mit den Segeln der Firma Hyde sehr zufrieden. Sie sind schwer, aber wirklich gute Qualität. Auch das neue Flexi-Teak-Deck hat sich gut bewährt. Es trocknet sehr schnell und hat im nassen und trockenen Zustand einen ausgezeichneten Grip.
Morgen müssen wir noch den Baum abmontieren, packen, putzen und Boot ausräumen. Am Mittwoch geht es dann in Richtung Heimat.

Sonntag, 27. September 2020

Tag 50 - Terschelling-Makkum: Grau in Grau

Netterweise ist das Hochwasser in Terschelling um kurz nach Zwölf, und so können wir entspannt starten.  Wie angeküngigt hat es heute nacht wieder Starkwind gegeben, aber jetzt ist kaum ein Lüftchen zu spüren.
Wir ziehen trotzdem die Segel hoch und beginnen die langsame und gewundere Fahrt durch das Wattenmeer. Heute ist Sonntag und es sind jede Menge Boote unterwegs, wie wir mit unserem AIS sehen können.
Wir sehen wieder eineige Plattbodenschiffe,  die wahrscheinlich Wochenend-Ausflüge machen. Schön, dass diese traditionellen Boote hier noch so aktiv gesegelt werden.
Wir kommen nur langsam voran und dann beginnt es auch noch, leicht zu regnen.
Auf unserem Plotter bekommen wir immer die ETA, die voraussichtliche Ankunftszeit, angezeigt und es wird immer später. Wir entscheiden uns dann, die Fock zu bergen und mit Maschinenhilfe weiter zu fahren.
Das verbessert die Situation und wir sitzen entspannt im Cockpit. Ralf liest Quizzfragen vor, wir trinken Kaffee - so lässt es ich aushalten. Wir überlegen kurz, in Harlingen anzulegen, entscheiden uns aber dann doch für Makkum. Nun bergen wir auch noch das Großsegel, das die ganze Zeit mitgeholfen hat.
Wir müssen durch die Schleuse Kornwerderzand zurück ins IJsselmeer. Vor uns fährt wieder ein Traditionsschiff. Da wir wissen, dass diese  bei Schleusen und vor allem Brücken bevorzugt behandelt werden, geben wir Gas und bleiben dicht im Kielwasser.
Die Taktik macht sich bezahlt, denn wir kommen ohne Wartezeiten durch die Brücke und in die Schleuse. Nun sind es nur noch zwei Seemeilen bis zum Hafen und wir komen noch im Tageslicht an. Man merkt, dass es Herbst wird, denn es ist schon früh dunkel. Zum Abschluss des Tages gönnen wir uns noch eine erstaunlich gute Pizza beim Italiener direkt am Hafen.

Samstag, 26. September 2020

Tag 49 - Terschelling: Große Wäsche

Die Möglichkeiten zum kostenlosen Waschen haben uns so gut gefallen, dass wir beschließen, alle Handtücher, Laken, Kopfkissen und auch die Schlafsäcke zu waschen. Wir schmeißen also drei Maschinen gleichzeitig an und ich setzte mich ins Hafengebäude, um die Waschladungen in den Trockner zu räumen. Hier kann man es gut aushalten.
Währenddessen ist Ralf noch einmal  mit den Rad auf der Insel unterwegs (die zwei folgenden Bilder von Ralf). Auch hier gibt es wieder einen Süßwassersee.
Am Strand trifft er Strandsegler und Brandungsangler. Leider spricht dieser nur niederländisch, daher wissen wir nicht, was für eine Art von Fisch er fangen will.
Nach dem starken Wind gestern ist es heute zunächst fast windstill. Auch bei mir am Hafen ist alles ruhig, aber es ziehen sich schon wieder Wolken zusammen.
In den Profi-Geräten sind sogar die Schlafsäcke trocken geworden. Ich packe meine Sachen und laufe zurück zum Boot. Wie angesagt, beginnt es zu regnen.
Heute nacht soll noch einmal ein Tief mit Wind und Regen über uns ziehen. Wir hoffen, dass die Wettervorhersage stimmt und dass wir morgen mittag mit Nordostwind Richtung Makkum aufbrechen können.