Sonntag, 30. August 2026
Tag 87 - Ærø: Rundfahrt mit dem Bus
Einer der Gründe für die Entscheidung, nach Ærø zu segeln, waren die Möglichkeiten hier einen Tag lang die Insel zu erkunden. Als wir aufstehen, ist der Himmel noch grau und es regenet so stark, dass wir uns in vollem Ölzeug auf den Weg machen. Von der Bushaltestelle aus ist noch alles nass und grau.Wir haben uns entschieden, mit dem kostenlosen Bus eine Inselrundfahrt zu machen - von unserem Hafen Ærøskøbing in der Mitte der Insel bis nach Søby im Nordwesten und Marstal im Südosten.Wir haben schon oft festgestellt, dass wir schöne Dinge erleben, wenn wir dem Tag eine Chance geben - so auch heute. Auf der Fahrt nach Søby kommt die Sonne heraus und der Himmel wird blau. Wir fahren vorbei an goldenen Felder, Sonnenblumen und netten kleinen Häusern und Kirchen.Im Hafen von Søby wird gerade an der Erweiterung gearbeitet. Außerdem sind einige Kunstwerke um den Hafen verteilt. Ich erinnere mich, dass Max hier vor vielen Jahren große Freude daran hatte, die Steine zur Befestigung der Hafenmole mit einem großen Platsch ins Wasser zu werfen. Wir sind dann weitergefahren, bevor er alles abgetragen hatte...Für die Kaffeepause hat Ralf "Søbygaard" herausgesucht. Er erzählt ja immer, dass er nur segelt. damit er an schönen Plätzen Kaffeetrinken kann. Hier ist es jedenfalls ein voller Erfolt. Es handelt sich um ein ehemaliges herzogliches Jagdschloss, dass jetzt als Kultur- und Erlebniszentrum dient. Wir sizten unter einem riesigen alten Nussbaum (siehe Titelbild) mit Blick auf das Herrenhaus, dass von einem Wassergragen mit einer Zugbrücke umgeben ist. Im Haus selbst gibt es wieder historisch eingerichtete Räume. Wir werfen nur einen kurzen Blick hinein, denn der Bus fährt jede Stunde und wir wollen ihn nicht verpassen.Ralf erzählt vom Handwerk des Mollenhauers, der Tröge aus ganzen Baumstämmen herstellen konnte ich ich von Weißnäherinnen die für verzierte Unterwäsche und Bettwäsche zuständig waren. Die Äpfel in der Schale sind aus Filz und das Küssen des Frosches durch Ralf führt leider nicht zur Verwandlung in eine Prinzessin.Wir bekommen unseren Bus und fahren ganz ans andere Ende der Insel. In Marstal laufen wir am Ufer entlang und durch das Außengelände des Seefahrtsmuseums. Leider werden die historischen Motoren nur Donnerstags zum Leben erweckt. Eine sehr verschmuste Katze bringt uns Grüße von Diego.Schon bald ist unsere Stunde um und wir fahren wieder zurück nach Ærøskøbing, das besonders für seine malerischen Straßen mit Kopfsteinpflaster, Fachwerkhäusern und Stockrosen bekannt ist.Der Hafen ist immer noch leer, aber im Gegensatz zur grauen Regenwelt heute morgen liegen er (und die Triton) im goldenen Abendlicht.Das bedeutet, wir bekommen zum Abschluss einen wunderbaren Tages auch noch einen pastellfarbenen Abendhimmel geboten.
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