Samstag, 29. August 2026

Tag 86 - Fåborg-Ærøskøbing: Der Fluch von Fåborg

Wir haben schon unterschiedliche Ideen gehabt, wohin wir sinnvollerweise vor Fåborg aus segeln könnten. Zunächst habe ich die Navigation nach Assens im kleinen Belt gemacht. Dann habe wir gesehen, dass der Wind später überwiegend eine Südkomponente hat, also haben wir beschlossen, Nicht nach Norden zu segeln. Aber wir wollten zwei Tage Ostwind nutzen, um weiter nach Westen zu kommen, also habe ich nach Dyvig navigiert. Wir wollten aber auch noch Odense besuchen und so hat sich die Planung wieder geändert und heute sind wir mit Ziel Avernakø losgesegelt. Unterwegs haben wir dann beschlossen, doch nach Ærøskøbing weiterzufahren und so durfte ich zum 4. Mal die Navigation ändern...
Das hat auch etwas damit zu tun, dass sich Wettervorhersagen und Wetter ständig ändern. Heute war es wieder sehr abwechslungsreich. Vormittags heftiger Regen, daher sind wir erst nach dem Mittagessen losgefahren - vorbei an Kormoranen, die die Gelegenheit nutzen, ihre Federn zu trocknen.
Es ist zunächst guter Wind und wir fahren nur mit der Fock und machen schnelle Fahrt. Später wird der Wind dann so stark, dass wir das Vorsegel noch weiter einrollen.
Der Wind kommt aus einer schwarzen Wolke, die sich hinter uns auftürmt - und das geht ganz schnell.
Genauso schnell ist dann alles wieder vorbei, die Sonne lacht und wir müssen ausreffen, damit wir überhaupt noch vorankommen.
In der Saison ist Ærøskøbing ein sehr beliebter Hafen und nicht nur Segler kommen in Scharen auf die Insel. Aber wir merken, dass jetzt deutlich Nachsaison ist, denn es liegen nicht viele Boote im Hafen (siehe auch Titelbild.

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