Freitag, 5. Juni 2026

Tag 20 - Utgårdkilen-Strömstad: Schnell nach Schweden

Wir haben eine ruhige Nacht vor Anker in unserer gut geschützten Bucht verbracht, aber heute morgen war der Wind wieder da - glücklicherweise nicht ganz so stark wie gestern und wieder aus Süden, also nicht genau von vorne, so dass wir nur einen kleinen Holeschlag machen mussten, um die Einfahrt von Strömstad gut zu erreichen.
Wir konnten die Triton laufen lassen und waren richtig schnell unterwegs - mit jeweils zwei Reffs in Groß und Fock.
Auch das Wetter war heute wesenlich besser und nach und nach kam die Sonne heraus und der Himmel wurde blau. Wir überqueren die Grenze nach Schweden und freuen uns, als wir die Ansteuerungstonne von Strömstad sehen.
Im Fahrwasser kommt uns dann - mal wieder - eine Fähre entgegen. Gefühlt ist das immer so, wenn wir ein- oder auslaufen (siehe Titelbild). Natürlich wechseln wir auch noch die Gastlandsflagge - zum ersten mal seit 2009 sind wir wieder in Schweden.
Wir machen an einem der äußeren Stege fest und Ralf geht los, um nach Waschmaschine und Duschen zu schauen. Wie sich herausstellt, gibt es noch ein inneren Hafenbecken, das geschützter ist und von dem aus wir alles besser erreichen können. Also legen wir das Boot in eine Box mit einem grünen Licht - sehr fortschrittlich, denn früher gabe es dafür Tafeln, die umgedreht werden konnten.
Leider ist das aber nicht fortschrittlich genug, denn bei einem Besuch beim Hafenmeister stellt sich heraus, dass die Box nur eine Nacht frei ist. Also bekommen wir einen neuen Platz zugewiesen und legen uns - alle guten Dinge sind drei - wieder um. Jetzt haben wir das Problem, dass unser Nachbar eine falsche Breite angegeben hat und wir (und unsere jeweiligen Fender) nicht zusammen in die Box passen...
Also gehen wir wieder zum Hafenmeister und wechseln noch ein viertes Mal den Liegeplatz - was bei kräftigem Seitenwind gar nicht so einfach ist. Aber wir werden mit jedem Manöver besser! Auf dem Bild stehen schon zwei große Taschen mit Wäsche im Cockpit, weil die Waschmaschinen in Oslo defekt waren, hat sich einiges angesammelt. Ralf macht sich auf den - nun kürzeren Weg - zum Waschen und ich beginne das Boot für unsere Gäste vorzubereiten. Die Achterkajüte ist kein Problem, denn die wird regelmäßig benutzt.
Aber das Vorschiff ist zum letzten Mal 2013 in London zum Schlafen benutzt worden, als wir mit den drei Jungs und Lukas auf dem Boot waren. Mittlerweile ist es unsere Abstellkammer und auch alle Schapps sind voll.
Ich beginne also, alle Gegenstände irgendwo anders im Schiff zu verstauen - gar nicht so einfach, insbesondere weil viele sperrige Dinge ins Vorschiff gewandert sind. Schließlich  habe ich fast alles untergebracht und auch den Vorhang wieder aufgehängt, nur für den Gennaker müssen wir noch einen Platz finden.
Es gibt wieder ein sehr leckeres Abendessen: Curryhuhn mit Pfirsichen, Brokkoli und Reis.
Unser neuen Platz ist auch genau gegenüber vom Bahnhof, wo Johanna hoffentlich morgen nach einer langen Reise wohlbehalten ankommen wird.
 

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