Donnerstag, 4. Juni 2026

Tag 19 - Engelsviken-Utgårdkilen: Gegen Wind und Strom

Heute wollen wir nach Südosten und passend dazu hat der Wind auf Südosten gedreht, so dass er wieder genau von vorne kommt. Ergänzt wird das ganze noch von Starkwind mit Schauerböen, Gegenstrom von 1-1,5 Knoten und unangenehmen Wellen - kein Wunder, dass wir keine 90 Grad zwischen unseren Wenden schaffen!
Mit dieser Methode verdoppeln wir die angenehmen 13,5 Seemeilen für den direkten Weg auf 27 Seemeilen, für die wir sechs unbequeme Stunden benötigen.
Wir haben drei Reffs in der Fock und zwei im Großsegel und Ralf steuert überwiegend von Hand um besser auf die Wellen zu reagieren (siehe Titelbild). Die höchste Zahl, die ich auf unserer Windanzeige lese ist 25 Knoten - Windstärke sechs, aber die Wetterstation, die wir unterwegs passieren, zeigt noch höhere Werte an.
Später flaut der Wind dann etwas ab, aber wir haben immer noch große Wellen und Gegenstrom. So sind wir dann froh, als wir die Einfahrt zu unserer Bucht auf der Insel Vesterøy sehen.
Hier ist es gleich wesentlich ruhiger, es gibt keine Wellen und der Anker fällt auf vier Meter Tiefe. Wir haben die Bucht ganz für uns und es gibt erst einmal ein etwas verspätetes Kaffeetrinken.
Während des Segels haben wir nur trockene Kräcker gegessen und so freuen wir uns dann auch noch auf das schnelle Abendessen.
Zuletzt kommt dann sogar noch kurz die Sonne heraus - wie schön! Gerade der Gegensatz zwische kalt, nass, windig und unbequem beim Segeln und dann Ruhe und Frieden in der Ankerbucht hat für mich einen besonderen Reiz.
 

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