Sonntag, 31. Mai 2026

Tag 15 - Oslo: Architektur und Aussichten

Es ist kein Wind und für den Abend Regen vorhergesagt, daher verlängern wir noch einen Tag in Oslo. Vormittags telefonieren wir mit unseren jeweiligen Müttern und erledigen einige Verwaltungsaufgaben, bevor wir zum Mittagessen wieder unsere bewährte "Backstube" aufsuchen, die einfach gut und günstig ist.
Im Januar 2000 beschloss der Osloer Stadtrat, dass möglichst viele der Hafenflächen in Oslo für die Stadtentwicklung genutzt werden sollen. Das Gebiet sollte so umgestaltet werden, dass es für Wohnungen, die Wirtschaft und Erholungszwecke genutzt werden kann. Eine insgesamt 9 km lange Hafenpromenade sollte die einzelnen Stadtgebiete verbinden. Das Projekt läuft bis 2030 und ist in großen Teilen bereits fertiggestellt.
Unser Hafen liegt etwa in der Mitte bei Nr. 5, gestern sind wir auf dem Weg zu den Museen bis zu Nr. 1 ganz rechts gefahren und heute wollen wir noch einmal nach rechts zum Munch Museum und zur Oper fahren. Wir schauen uns das ungewöhnliche Gebäude des "MUNCH" nur von außen an, denn für die 26.000 qm mit 11 Galerien auf 13 Stockwerken haben wir keine Zeit mehr. Das Gebäude ist von Lambda, dem 11. Buchstaben des griechischen Alphabeths inspiriert.
Neben dieser modernen Architektur gibt es hier aber auch eine Ansammlung von kleinen schwimmenden Saunahütten.
Wir fahren weiter Richtung Opernhaus und kommen noch ein einem kleinen Strandbad vorbei.
Direkt am Ufer stehen viele neue Wohngebäude, die im Rahmen des Stadtentwicklungsprojekts entstanden sind.
Das Opernhaus selbst sollte wie die Oper von Sydney direkt am Hafen stehen, ist von einem Eisberg inspiriert und überwiegend aus weißem Carrara-Marmor gebaut. Während unser Fahrt um den Hafen können wir es aus verschiedenen Blickwinkeln bewundern.
Eine Besonderheit ist die begehbare Dachfläche, die der Öffentlichkeit zugänglich ist und von oben schöne Aussicht auf Hafen und Stadt bietet (siehe auch Titelbild).
In Oslo darf überall mit Fahrrädern und Scootern gefahren werden, wenn es nicht ausdrücklich verboten ist. Ein solches Verbot sehen wir dann im eindrucksvollen Inneren (!) des Opernhauses - auf die Idee, dort zu fahren wäre ich erst gar nicht gekommen...
Langsam ziehen die angekündigten Regenwolken auf und wir vertagen uns in ein nettes Café, dass Ralf im Vorrüberfahren aufgefallen ist. Tatsächlich gibt es sehr leckeren Kuchen und guten Kaffee.
So gestärkt kann Ralf dann noch den Impeller der Wasserpumpe tauschen, wärend ich mich um Überweisungen kümmere.
Morgen machen wir uns dann langsam wieder auf den Weg nach Süden um ab nächsten Samstag so nach und nach die Jugend einzusammeln.

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