Samstag, 23. August 2025
Tag 92 - Lyngør-Risør-Narvika: Besichtigungs-Tour und Ankerbucht
Eigentlich wollen wir heute morgen früh weg, aber dann entscheiden wir uns doch dafür, noch eine kleine Runde an Land spazieren zu gehen. Und es lohnt sich, denn der kleine Ort ist wirklich sehr hübsch. Die schmalen Straßen führen vorbei an weißgestrichenen Holzhäusern.Überall gibt es Blumengärten und Obstbäume. Die Hagebutten erinnern mich sehr an Sommer auf Juist.Ist jemand daheim, wird ein norwegischer Wimpel gesetzt. Wir schauen auch im örtlichen Laden vorbei, der erstaulich gut sortiert ist.Dann geht es weiter an der Küste entlang. Heute sind wir früher dran, weil wir uns noch den nächsten Ort, Risør, ein beliebtes Ausflugsziel, anschauen wollen.Der Wind hat noch nicht günstig gedreht, aber da es nur eine kurze Strecke ist, versuchen wir es mit aufkreuzen - mit mäßigem Erfolg. Trotzdem ist schon bald der Leuchtturm an der Einfahrt zu sehen.Wir sind pünktlich zum Mittagessen im Hafen und machen uns dann an die nächste Besichtigung. Zufällig ist hier gerade ein Treffen von den Rolls-Royce-Freunden.Wir schauen uns aber noch lieber die schönen Holzboote an. Hier gibt es eine entsprechende Werft und Anfang August ein großes Holzboot-Treffen.Ralf macht noch eine kleine Wanderung zum Aussichtsplatz oben auf den Bergen am Hafen.Von dort aus hat ein eine fantastische Ausicht über die Bucht und die Triton, die am Kai festgemacht ist - rechte untere Ecke, das Segelboot ganz links (Foto von Ralf).Wir holen noch etwas frisches Wasser und trinken - nach schlechten Erfahrungen in Arendal - den Kaffee an Bord.Für die Nacht haben wir uns eine geschützte Ankerbucht im "Nordfjorden" ausgesucht, denn wir wollen mit Johanna auch in einen Fjord fahren. Wir setzen nur die Fock und können damit bis kurz vor die Bucht segeln.Es geht durch eine sehr enge Einfahrt in einen geschützen Naturhafen, wo wir noch die Abendsonne genießen können (siehe Titelbild). Am Ufer stehen einige Häuser aber sonst sind wir von Wald und Felsen umgeben - wieder ein sehr schönes Plätzchen.
Freitag, 22. August 2025
Tag 91 - Færvigkilen-Arendal-Lyngør: Hoch hinauf
Wir wollen nach Nordosten durch enges Fahrwasser und da ist es günstig, wenn der Wind von der Seite oder von hinten kommt. Genau wie gestern haben wir vormittags Gegenwind, bevor die Richtung nachmittags für ein paar Stunden besser für uns wird. Also beschließen wir wieder die Wartezeit für eine Stadtbesichtigung zu nutzen. Also holen wir den Anker hoch und Johanna steuert sehr gut auf unserer Tracklinie zurück durch das enge Fahrwasser.Eigentlich wollen wir uns in Arendal in den Gästehafen legen, aber wir kommen am Stadhafen vorbei und finden dort noch einen Liegeplatz.Das Wetter ist ideal für einen kleinen Ausflug und Johanna sucht als Ziel einen Aussichtsturm aus. Vorher finden wir noch einen netten Spielplatz mit Trampolinen, die gleich von Johanna und Ralf ausprobiert werden.Wie sich herausstellt, muss ich nicht bis ganz oben zum Turm laufen, sondern es gibt einen - schön bemalten - Tunnel und dann einen Aufzug.Von oben haben wir fantastische Sicht über die Stadt und das Schärenfahrwasser (siehe Titelbild). Auch architektonisch ist das Gebäude eine interessante Konstruktion.Es ist so nett am Hafen, dass wir uns dann spontan entscheiden, in einem der Restaurants zu Mittag zu essen. Wir haben in Norwegen bisher eher schlechte Erfahrungen mit auswärts essen gemacht (teuer und mäßig), aber diesmal haben wir Glück und bekommen Pizza und Nudeln zu akzeptablen Preisen.Tatsächlich dreht dann pünktlich der Wind um 180 Grad von Nord auf Süd (siehe kleine schwarze Pfeile unter "Windstärke) und wir machen uns auf den Weg.Diesmal brachen wir etwas Geduld, denn im geschützten Schärenfahrwasser ist der Wind nicht besonders stark.Aber mit allen Tricks und verschiedenen Segelstellungen können wir bis ca. 2 sm vor unseren Zielhafen segeln.Es gibt wieder eine Brücke, die die vorgelagerte Insel mit dem Festland verbindet. Sie istr mit 34 m für die Triton kein Problem.Nach schöner Fahrt erreichen wir im goldenen skandinavischen Abendlicht unser Ziel Lyngør.Hier wollen wir am den Steg vor einer Segelmacherei legen, aber zu unserem Erstaunen ist alles voll - Freitagabend und ein nettes Lokal sind wahrscheinlich der Grund. Der Hafenmeister winkt uns und wir dürfen uns neben ein anderes deutsches Boot, der THEKLA VON SCHELE, ins Päckchen legen. Wir genießen die friedliche Abendstimmung im Cockpit.
Donnerstag, 21. August 2025
Tag 90 - Slåttholmen-Lillesand-Færvigkilen: Halbtags-Segeln
Wie gestern haben wir erst nachmittags geeigneten Segelwind und so trinken wir erst einma gemütlich Tee auf unserer Privatschäre. Um die Zeit gut zu nutzen, fahren wir ein Viertelstündchen, um im Hafen von Lillesand anzulegen.Wieder kommen wir an vielen sehr gepflegten Anwesen vorbei - oft mit eigenem Bootsanleger.Auch heute haben wir strahlenden Sonnenschein und blauen Himmel mit angenehmen Tempreraturen - ideal, um den hübschen kleinen Ort zu besichtigen.Gefühlt ist auch hier schon die Herbstruhe eingekehrt. Viele Restaurants sind schon geschlossen und in der Einkaufsstraße ist wenig los.Wir vermuten, dass Touristen mit dem Wikinger-Schiff fahren können, aber heute liegt es nur am Dock.Als wir kommen, wird gerade die Kirche aufgeschlossen und so können wir einen Blick hineinwerfen.Außerdem haben wir Spaß mit einem überdimensionalen Stuhl, der auf einem Spielplatz am Ufer steht. Hier gibt es sogar einen kleinen Strand (siehe Titelbild).Wir essen an Bord noch gut zu Mittag, bevor wir uns auf die Fahrt durch die Schären machen.Wieder hat der Wind günstig gedreht und schiebt uns von hinten und wieder gibt es richtig enge Durchfahrten.Ohne Welle geht es gut und schnell voran - es stimmt einfach alles und wir sind froh, dass wir so gute Bedingungen mit Johanna haben.Nun liegen wir vor Anker in einer sehr geschützten Bucht und unsere Ankerlaterne taucht das Vordeck in sanftes Licht.
Mittwoch, 20. August 2025
Tag 89 - Kristiansand-Slåttholmen: Schären-Slalom
Von Tananger bis Kristiansand sind wir in überwiegen in offenem Wasser gesegelt. Aber jetzt geht es richtig in den Schärengarten mit vielen kleinen und kleinsten Inseln und schmalen Durchfahrten. Hier müssen wir genau aufpassen und jedes Seezeichen finden.Bevor es losgeht, warten wir aber wieder auf den richtigen Wind und vormittags nutzen Johanna und Ralf die Zeit, um mit den Fahrrädern einkaufen zu gehen, weitere Besorgungen zu machen (Ralf) und sich die Stadt anzusehen (Johanna). Wir sind wieder fasziniert, wie gut die Wettervorhersage stimmt. Der Wind dreht wirklich um 180 Grad für uns günstig auf Südwest und wir legen ab. Johanna zeigt gleich vollen Einsatz beim setzen der Fock. Auf das Großsegel verzichten wir heute, damit wir im engen Fahrwasser gut manövrieren können. Es gibt viel zu sehen und wir bewundern die schönen (Ferien?)Häuser.Alle helfen mit, nach Seezeichen Ausschau zu halten. Es gibt Fahrwasserstecken mit Beleuchtung, einfache Stangen, die eine oder andere Untiefentonne und ab und zu auch einen kleinen Leuchtturm.Zwischendurch segeln wir ein kurzes Stück über offenen Wasser, bevor wir wieder zwischen die Schären einbiegen können. Mittlerweile hat der Wind zugelegt und wir kommen schnell voran.Im nächsten Abschnitt geht es durch eine besonders schmale Wasserstraße, die "Blindleia". Auch hier ist es wieder postkarten-schön und es gibt vielen Anwesen und private Anlegestellen.Es geht unter einer Brücke hindurch, die mit einer Durchfahrshöhe von 19 m für uns ausreichend ist. Dahinter kommt dann eine besonders enge Stelle, die durch zwei Steintürmchen markiert ist.Als Tagesziel hatten wir un eigentlich Lillesand überlegt, aber wir entscheiden uns spontan, kurz vorher an einer kleinen Schäre anzuhalten und uns dort an den Holzsteg zu legen (siehe Titelbild). In der Saison ist es sicher sehr voll, aber heute sind wir die einzigen Besucher. Johanna und Ralf machen einen kleinen Rundgang über die Insel.Ich erfreue mich an der wunderschönen Vegetation und habe Spaß an den verschiedenen Pflanzen und Beeren, die hier wachsen.Neben dem Steg gibt es hier auch ein Trockenklo, und verschiedene Gebäude, darunter auch einen Kiosk, der aber so spät im Jahr geschlossen ist. Insgesamt ein sehr abwechslungsreicher Segeltag durch tolle Landschaften.
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