Wieder ein sonniger Morgen und Ralf entscheidet sich für eine Wandertour zum Leuchtturm (siehe Titelbild von Ralf). Der Weg führt direkt durch die Weide einiger - glückicherweise friedlicher - Kühe (Foto von Ralf).Ich bleibe an Bord, telefoniere und schreibe Mails. Neben uns legt ein Schiff mit australischer Flagge an. Wie sich später im Gespräch herausstellt, kommt die ANJEA gerade direkt von den Azoren und ist vor acht Jahren in Australien gestartet. Es ist immer wieder nett und interessant, andere Lanfahrtsegler zu treffen.Wir machen uns dann auf den Weg in den Ort. Dingle ist ein beliebtes Touristenziel. Nicht nur, dass es ebenfalls am Wild Atlantic Way liegt, nein von 1983 - 2020 lebte ein sehr zutraulicher Delfin namens Fungie im Hafen. Ihm wurde sogar ein Denkmal gesetzt. In der Hauptstraße wechseln sich Cafés, Pubs und Andenkenläden ab und die Touristen werden in Bussen hierhergebracht.Wir sind beeindruckt, was man alles mit irischen Symbolen (Kleeblätter, keltische Knoten, Harfen etc.) bedrucken kann und Grün ist die vorherrschende Farbe.. Ralf bekommt jedenfalls ein nette Dingle-T-Shirt, allerdings in Dunkelblau.
Typisch irisch hält das sonnige Wetter nicht den ganzen Tag durch und als wir wieder an Bord sind, beginnt es zu regnen... heute daher kein schöner Sonnenuntergang.
Donnerstag, 24. August 2023
Mittwoch, 23. August 2023
Tag 88 - Knightstown-Dingle: Kabelverbindungen und Segelspaß
Der Wind soll erst nachmittags einsetzen und wir wollen uns daher noch ein weiteres Museum vor Ort ansehen. Während wir unseren Tee trinken, können wir noch der NEHAJ und Susanne (eine Extremseglerin, die Ralf gestern kennengelernt hat) gute Fahrt zu den Azoren wünschen.Dann kommen wieder unsere praktischen Klappräder zum Einsatz und wir fahren zum "8. Weltwunder", der Valentia Transatlantic Cable Station. In der 1966 geschlossenen Station wurde im letzem Jahr ein kleines Museum eingerichtet. Zunächst gibt es eine kurze Einführung und einen Film. Das Museum selbst besteht im Moment nur aus einem Raum, der aber diverse Schautafeln und verschiedene interaktive und/oder multimediale Stationen bietet.In den 1850er Jahren wurde die kühne Idee entwickelt, ein Telegrafenkabel zwischen Europa und Amerika zu verlegen. Als kürzeste Strecke bot sich eine Verbindung zwischen Neufundland und Irland an. Ein vermögenter US-amerikanischer Geschäftsmann - Cyrus West Field - setzte sich für das Unternehmen ein. Er traf auf Sir Peter Fitzgerald, 19th Knight of Kerry, der auf Valentia lebte und (nach der Großen Hungersnot) die Lebensbedingungen auf seiner Insel verbessern wollte. Letzter setzte seine Beziehungen ein damit Valentia als irischer Verbingunspunkt ausgewählt wurde.Das Projekt stand vor großen Herausforderungen. Unter anderem gab es zunächst kein Schiff, dass die erforderlichen Kabelmengen transportieren konnte. Nach mehreren erfolglosen Versuchen mit zwei Schiffen, gelang es erstmals 1958 eine Verbindung herzustellen und tatsächlich Nachrichten zu verschicken. Leider war der Spaß nach drei Wochen vorbei, weil eine zu hohe Spannung (um die Übertragungsgeschwindigkeit zu verbessern) das Kabel irreparabel zerstörte. Durch den amerikanischen Bürgerkrieg (1861-65) kam es zu weiteren Verzögerungen. Danach stand mit der GREAT EASTERN ein ausreichend großes Schiff für das Kabel zur Verfügung. 500 Mann Besatzung arbeiteten Tag und Nacht an der Verlegung. Auch diesmal scheiterte der erste Versuch, aber 1866 kam der der große Erfolg. Valentia und die Telegrafenstation hier wurden wichtig für die Kommunikation (daher wie berichtet die Errichtung der Wachbarracke in Cahersiveen). Im Museum versuchen wir selbst, einen einfachen Telegrafen zu bauen, leider ohne Erfolg.Die Verlegung diese Kabels war der Beginn der globalen Kommunikation. Die Übertragungsdauer für transatlantische Nachrichten verkürzte sich von zwei Wochen (per Schiff) auf zwei Minuten. Politische und wirtschaftliche Entscheidungen konnten ohne Verzögerung getroffen werden. Auch die Bevölkerung wurde durch die Zeitungen aktuell informiert. Auch heute noch werden 98% der Nachrichten über Kabel übertragen, nur dass es sich jetzt um Glasfaserkabel (rechts) handelt. Für eine Übersicht siehe hier: KlickMittlerweile ist der Wind da und nach dem Mittagessen machen wir uns auf den Weg auf die andere Seite der Dingle Bay zum namensgebenden Ort Dingle. Ganz anders als bei unserem letzten Segeltag haben wir heute optimale Bedingungen mit Sonne, angenehmen Temperaturen, Wind von der Seite (der schnellste Kurs) und ohne Wellen (siehe Titelbild). So geht es schnell voran und schon bald können wir in die geschützte Bucht einlaufen.Unsere Zeit hier geht langsam ihrem Ende entgegen und wir sind nicht mehr sehr weit von unserem Winterlager-Hafen Kilrush in der Mündung des Shannon entfernt. Unterwegs gibt es keine Häfen mehr, sondern nur noch ein paar mögliche Ankerbuchten. In der Karte rot unser Kurs heute, blau der direkte Weg nach Kilrush, gepunktet mögliche Zwischenstationen.In Kilrush haben wir dann noch einiges mit dem Einwintern des Bootes zu tun. Danach planen wir, mit einem Mietwagen nach Dubin zu fahren und uns unterwegs noch etwas das Landesinnere anzusehen.
Dienstag, 22. August 2023
Tag 87 - Cahersiveen-Knightstown & Portmagee: Berg- und Talfahrt
Nach unseren Erfahrungen beim Anlegen mit starkem Strom haben wir die Abfahrt bei Stillwasser geplant. Auch sonst könnte die Situation nicht unterschiedlicher sein. Statt grauem Himmel mit schwarzen Wolken und reichlich Wind ist es heute ein wunderbarer Sonnentag mit leichtem Wind und Schäfchenwolken. Wir fahren 45 Minuten den Fluss hinunter nach Knightstown auf der Insel Valentia.Auf der Insel gibt es ein Visitor-Center für Skellig Michael und wir wollen da mit den Rädern hinfahren. Google verspricht "größtenteils flach" und so fahren wir frohgemut los. Knightstown selbst ist wieder eine "Tidy Town" und entsprechend hübsch und farbenfroh.Die erste Hälfte des Weges führt wie versprochen flach am Ufer entlang und vorbei an verschiedenen Weiden, unter anderem mit Schafen.Auch die Häuser am Wegesrand sind sehr gepflegt und strahlen teilweise einen tiefen finanziellen Frieden aus. Leider ist die Straße im zweiten Abschnitt dann doch recht hügelig und es geht auf und ab - hätte ich mir ja nach den bisherigen Erfahrungen an der irischen Küste denken können.Im Besucherzentrum ist gerade eine Busladung angekommen, und so beschließen wir, über die Brücke in den nahegelegenen Ort Portmagee zu fahren und erst einmal nach einem Imbiss zu schauen.Für irische Verhältnisse ist Portmagee recht touristisch, denn die Stadt liegt gleich an drei relevanten Routen. Da ist zunächst der bereits erwähnte "Wild Atlantic Way", der die gesamte irische Westküste entlangführt. Dann gibt es noch den "Ring of Kerry", der um die Iveragh Halbinsel führt und als drittes der "Ring of Skellig", eine weitere Panoramastraße. Außerdem starten von hier aus die Touren zur Insel "Skellig Michael".Seitdem Skellig Michael eine bedeutende Rolle in Star Wars (VII und VIII) gespielt hat, ist das Interesse an Fahrten zur Insel groß und es werden überall entsprechende Andenken verkauft. Hier ein kurzes Video: KlickMittlerweile sind die Busse verschwunden und wir gehen ins Besucherzentrum mit Informationen zur Insel. Wie schon berichtet wurde hier lange vor Star Wars im siebten Jahrhundert ein Kloster errichtet und bis zum 12. Jahrhundert bewohnt. In mühsamer Arbeit wurden Treppen mit über 600 Stufen gebaut und kleine, bienenkorbartige Hütten und später auch eine Kirche aus aufgeschichteten Steinen ohne Mörtel (Trockenmauerwerk) errichtet.Die Ausstellung ist recht übersichtlich. Neben dem Kloster gibt es noch Tafeln zum Leuchtturm und zu Seevögeln, außerdem einen kurzen Film, einen Shop und ein Café.Dann geht es auf der Berg- und Talstrecke wieder zurück nach Knightstown (siehe Titelbild von Ralf). Unterwegs zünden wir noch Kerzen in der kleinen Kirche "Church of the Immaculate Conception" an.Auch im Hafen gibt es noch etwas zu sehen. Eine kleine Schafherde wird aus einem offenen Boot in einen Anhänger verladen. Die Tiere waren zum Grasen auf einer der kleinen unbewohnten Inseln.Auf dem Steg treffen wir dann noch einen netten Belgier, der hier ein Ferienhaus hat und uns noch weitere Ausflugstipps gibt. Später macht Ralf dann noch die Bekanntschaft von Einhandseglerin Susanne Huber-Curphey mit ihrer NEHAJ. Wie sich bei Recherche heraustellt, ist sie eine Segellegende mit mehreren Weltumseglungen, darunter Einhand und Nonstop. Sie will morgen weiterfahren und wir bedauern, dass wir uns nicht länger mit ihr unterhalten können.Zum Abschluss des schönen Tages bekommen wir dann auch noch einen spektakulären Sonnenuntergang.
Montag, 21. August 2023
Tag 86 - Cahersiveen: Angenehme Überraschung
Cahersiveen (sprich Kahörseiwien) ist eine kleiner Ort (nach der letzten Volkszählung 1.041 Einwohner) am Fluss Ferta. Wir sind eigentlich nur hergekommen, weil es hier einen Aldi geben soll und wir unsere Vorräte ergänzen wollen. Zuletzt waren wir in Orten mit Bewohnerzahlen im niedrigen dreistelligen Bereich und entsprechend wenig Infrastruktur und Geschäften. Wir laufen die kurze Strecke von der Marina zur Hauptstraße, die bunt und nett aussieht (wir vermuten ein Tidy Towns Projekt).Ganz in der Nähe ist eine finden wir eine im Verhälnis zur Bewohnerzahl ungewöhnlich große Kirche - wie sich herausstellt, die "Daniel O'Donnell Memorial Church" die von 1888-1902 in einer Mischung von neugotischem und mittelalterlichem Stil erbaut wurde.Uns fallen auch die zahlreichen Wandgemälde auf, die die Stadt schmücken. Darunter ein Portrait von Monsignor Hugh O'Flaherty (oben links im Bild).Wir nehmen einen Mittags-Imbiss und recherchieren nach weiteren Sehenswürdigkeiten. Vorgeschlagen wird uns ein Museum ganz in der Nähe, das "Old Barracks Heritage Center", und wir machen uns auf den Weg dorthin. Auch dieses Gebäude wirkt unpassend für den kleinen Ort und gleicht eher einem kleinen Schloss als einer Kaserne (siehe Titelbild). Es wurde 1870-75 als Polizeistation für die Royal Irish Constabulary gebaut und es ging das Gerücht um, dass die Baupläne mit einer indischen Grenzbefestigung vertauscht worden sein und jetzt eine irische Polizeikaserne in Indien steht... Anlass für den Bau war unter anderem der Schutz eines transatlantischen Kabels, das 1858 zwischen Irland und Neufundland verlegt wurde (Bildquelle Wikipedia).Das Museum ist ganz toll gemacht, mit einem exellenten Audioguide auch auf deutsch. Wir erfahren einiges zu der Verlegung des transatlantischen Kabels, z.B. über die großen Schwierigkeiten ein Kabel dieser Länge in einem Stück im Nordatlantik zu verlegen und wir können uns über den Morsecode informieren und eine Nachricht übersetzen oder selbst schreiben.Die Geschichte des Gebäudes wird multimedial erzählt und wir erfahren Einzelheiten über die Polizeitruppe. Neben dem Schutz der Telegraphenstation war sie auch für Ruhe und Ordnung verantwortlich. So waren sie beteiligt an der Niederschlagung des "Fenian Risings" von 1867, eines Aufstands der irischen Nationalisten gegen die englische Herrschaft, das hier in Cahersiveen begann. Ein weiterer Raum ist Daniel O'Donnell gewidmet, und wir verstehen, warum die Kirche nicht nach einem Heiligen, sondern nach einem Laien benannt wurde. O'Donnell (1775-1847), geboren im Nachbarort von Cahersiveen, fiel schon als Schüler durch Intelligenz und Redegewandheit auf. Er wurde als Anwalt sehr wohlhabend und übernahm gerne hoffnungslose Fälle aus der armen Bevölkerung. Politisch kämpfte er für die Gleichberechtigung der Katholiken und die Abschaffung der Union mit England. Dabei war es ihm sehr wichtig, diese Ziele mit verfassungsgemäßen und friedlichen Mitteln zu erreichen. Es gelang ihm, Großveranstaltungen durchzuführen und die katholische Bevölkerung, gerade auch arme Arbeiter und Bauern, zu mobilisieren. Er wurde ins (englische) Unterhaus gewählt, konnte jedoch seinen Sitz zunächst nicht einnehmen, da er dazu einen Eid auf den König als Oberhaupt der angelikanischen Kirche hätte ablegen müssen. Weil die englische Regierung einen Aufstand in Irland befürchtete, wurde das diskriminierende Gesetz geändert und auch katholische Abgeordnete konnten im Parlament sitzen.Auch der Hintergund des Porträts von Monsignor Hugh O'Flaherty (1898-1963) wird geklärt. Er war ein Priester, der während des zweiten Weltkrieges Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus im von der Wehrmacht besetzten Italien war. Er baute eine geheime Organisation auf, die Juden und Kriegsflüchtlinge in Klöstern, kirchlichen Gebäuden und Privathäusern versteckte und damit ca. 6.500 Menschen das Leben rettete. Wir sind sehr angenehm überrascht von diesem interessanten Museum!Das Gebäude liegt direkt am Fluss Ferta, an dem auch unsere Marina liegt und der hier von eine einspurigen Autobrücke und einer alten Eisenbahnbrücke überquert wird. Auf der ehemaligen Eisenbahnlinie soll ein Fahrradweg angelegt werden.Nun ist es Zeit für unseren Einkauf bei Aldi und der Markt ist der dritte Gebäude, dass weder vom Stil noch von der Größe in den Ort passt. Er ist riesig (größer als unserer daheim) und wirkt wie ein Alien-Raumschiff. Wir freuen uns natürlich, dass wir uns hier so gut verpflegen können.Sehr zufrieden laufen wir schwer bepackt zurück zum Schiff, dass brav in der netten Marina auf uns gewartet hat.
Labels:
2023,
Hafenleben,
Irland,
Museum,
Sightseeing,
Triton
Sonntag, 20. August 2023
Tag 85 - Bere Island-Cahersiveen: Starker Wind und hohe Wellen
Pünktlich um 8:00 Uhr sind wir bereit zum Auslaufen. Alle Wetterberichte sind sich einig: Grundwindstärke 5-6 aus Süd-Südwest, in Böen auch 7 Beaufort. Da es schon einige Tage windig ist, können sich dazu auf dem Atlantik schöne hohe Wellen aufbauen. Zunächst geht es aber ganz friedlich los, weil wir noch in der Abdeckung hinter Bere Island sind.Die erste Herausforderung ist es dann, aus dieser Abdeckung heraus gegen den Wind in die Bantry Bay zu fahren. Es ist eine Wind-gegen-Strom Situation mit unangenehm steilen Wellen, aber wir kommen gut durch.Heute müssen wir zahlreiche Kaps runden und wir hoffen, dass wir das erste - Black Ball Head - ohne Kreuzen erreichen können. Zu unserer Freude klappt das sehr gut.Danach können wir die Segel etwas herauslassen und Richtung des nächsten Kaps fahren. In der Südwestküste Irlands gibt es vier tiefe Einschnitte (Rias, überflutete Flussmündungen). Die Häfen liegen immer etwas im Inneren der Buchten, so dass wir bei unseren Trips zunächst aus einer Bucht heraus (in diesem Fall Bantry Bay) und dann in eine andere Bucht hinein fahren müssen. Wir runden die Landspitze vor Dursey Island. Jetzt kommt der Wind schräg von hinten und wir können das Vorsegel links ausbaumen. Auch unser Timing war gut, denn die Strömung schiebt in die richtige Richtung. Hier liegen noch vier weitere kleine Felseninseln: The Bull, The Cow, The Heifer und The Calw (also Bulle, Kuh, Färse und Kalb), alle mit spektakulären Felsformationen. Wellen lassen sich schlecht fotografieren, aber hier brechen sie sich an "The Calw".Wir schaukeln ziemlich hin und her, denn zu den Windwellen von schräg hinten kommt noch atlantischer Schwell von der Seite. Teilweise addieren sich die überlagernden Wellen zu ziemlich beeindruckender Höhe und sorgen für insgesamt unbequemes Segeln. Vorteilhaft ist, dass wir schnell unterwegs sind. Leider ist die Sicht nicht besonders gut und so können wir die Inseln Little Skellig (rechts) und Skellig Michael (links) nur im Dunst erahnen. Das ist schade, denn Skellig Michael mit einer mittelalterlichen Mönchssiedlung ist UNESCO Welterbe und war Drehort für Star Wars als Versteck von Luke Skywalker.Auch die Küste der Hauptinsel ist nur schlecht zu erkennen und der Himmel wird langsam immer dunkler. Wir sind sowieso schon mit einem Reff im Groß und zwei Reffs in der Fock unterwegs, aber nun binden wir noch ein weiteres Reff ins Groß (siehe Titelbild). Hinter Valentia Island müssen wir den Kurs um 90 Grad ändern und das bedeutet eine Halse (mit dem Heck durch den Wind und die Segel auf die andere Seite ziehen). Die Halse klapp gut und auch das 2. Reff war die richtige Entscheidung. Selbst mit der mittlerweile dreifach gerefften Fock surfen wir noch mit teilweise über 10 Knoten Fahrt die Wellen hinunter.Das ist gar nicht so gut, denn wie im Plotterbild zu sehen, fahren wir jetzt auf eine enge und felsige Einfahrt zu. Eigentlich hatten wir gehofft, dass Wind und Wellen in der Abdeckung der Insel weniger werden... Bei den Wellen stimmt das, aber der Wind legt nochmal zu und pfeift uns in Fallböen mit 29+ Knoten (Stärke 7) um die Ohren. Wir nehmen daher das Großsegel herunter und dabei passiert einer meiner Albträume: der Schnappschäkel, der die Großschot hält geht auf. Das bedeutet, das der Großbaum unkontrolliert hin- und herschlagen könnte. Besonders gefährlich, weil Ralf gerade an Deck mit dem Segel hantiert. Glücklicherweise ist das Groß schon unten, so dass wir den Schäkel wieder befestigen können. Keine Ahnung, warum er sich geöffnet hat. Ich bin froh, dass alles gut gegangen ist.Als wir die enge Einfahrt durchquert haben (natürlich liegt an der schmalsten Stelle wieder ein Fischpott), beruhigt sich die Situation. Wir haben uns entschieden, noch zwei Seemeilen flussaufwärts zu fahren, weil es dort einen Ort mit einem Aldi gibt, in dem wir unsere Vorräte wieder ergänzen können. Wir bekommen noch einen freien Platz in der kleinen Marina, aber das Anlegen ist bei dem kräftigen Wind und zusätzlicher Strömung des Flusses nicht einfach. Netterweise helfen uns andere Segler mit den Leinen und nun liegen wir sicher und geschützt im Hafen. Morgen soll es noch einmal ähnlich starken Wind geben und wir wollen hier bleiben.
Labels:
2023,
Bere Island,
Irland,
Segeln,
Triton,
Valentia Island
Abonnieren
Posts (Atom)

















































