Montag, 1. Juni 2026
Tag 16 - Oslo-Oscarsborg: Südwind + Kurs Süd = Kreuzen
Das Wetter ist kühl und regnerisch und der Wind kommt aus Süden, der Richtung, in die wir wollen. Aber wenigstens ist Wind da und wir wollen uns auf den Weg machen. Vorher kaufen wir noch ein, tanken Wasser und bauen die Fahrräder zusammen.In Ölzeug und Gummistiefel gehüllt geht es los. Tatsächlich ist es mit dem Regen nicht so schlimm, dafür gibt es zwischendurch reichlich Wind. Wir sind gut beschäftigt mit zahlreichen Wenden und zusätzlich noch Ein- und Ausreffen des Großsegels. Wir sind wieder froh, dass wir unter unserem festen Dach so geschützt sitzen können.Weil wir durch unsere Wenden mehrfach das Fahrwasser kreuzen, müssen wir auch gut auf den Schiffsverkehr, insbesondere einige Fähren, aufpassen (siehe auch Titelbild).Gegen den Wind kann ein Segelboot nicht fahren, sondern nur ein einem Winkel von ca. 45 Grad zum Wind. Da dies für beide Seiten gilt, liegen zwischen den Wenden Winkel von ungefähr 90 Grad.Und der seitliche Druck auf den Segel führt zu einer ausgeprägten Schräglage, die das Leben an Bord eher unbequem macht. Schön ist, dass es hier im Fjord wenig Wellen gibt und die Triton sehr gut und schnell vorankommt. So sind wir insgesamt zufrieden mit unserem Segeltag.Auf den letzten paar Seemeilen ist das Fahrwasser zwischen den Inseln so eng, dass wir dann gegen den Wind die Maschine verwenden, um den kleinen Hafen zu erreichen. Es ist wenig los und außer uns sind nur noch zwei Motorboote da. Wir binden die Triton gut fest und essen leckere Halloumi-Burger zum Abendessen.
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