Donnerstag, 21. Mai 2026

Tag 5 - Stathelle: Bargeldlos zahlen für Anfänger

An Bord schlafen wir immer sehr gut und so machen wir uns morgens ausgeschlafen an die Arbeit. Ein Segelboot benötigt natürlich auch Segel und die wollen wir heute setzen. Wir beginnen mit dem Focksegel vorne, dass erst hochgezogen und dann aufgerolle wird. Das Großsegel hinten macht mehr Arbeit, denn wir müssen die Segellatten wieder in die entsprechenden Taschen stecken und dann alle Rutscher fetten und in die Schiene am Mast einfädeln.
Alles klappt prima, das Wetter wird immer besser und die Triton sieht wieder aus wie ein Segelboot (siehe Titelbild). Unser Zeitplan sieht vor, dass wir jetzt noch ein paar Dinge einkaufen, unterwegs zu Mittag essen und dabei das Auto nochmal laden. Wir fahren also zum nahegelegenen Einkaufszentrum und laden erfolgreich zwei Taschen voll. Aber an der Kasse kommt das böse Erwachen: sechs Karten von drei verschiedenen Konten werden verweigert.
Auch die Bank direkt nebenan kann nicht helfen. Offensichtlich wurde das System gehackt und Karten funktionieren nicht mehr. Norwegen ist eines der hochentwickelsten Länder der Erde und Bargeld gibt es auf der Bank nicht - hier ist alles bargeldlos... Wir haben kein norwegisches Geld dabei, so dass wir auch nicht essen oder das Auto laden können... Etwas frustriert geht es wieder aufs Boot, wo wir noch ein paar Kronen vom letzen Jahr haben und Ralf macht sich auf den den Weg zu einem kleinen Flughafen in der Nähe um das Auto pünktlich zurückzugeben. Wir hoffen, dass dort die Karten wieder funktionieren.
Tatsächlich klappt alles und Ralf kann das Auto sogar noch die erforderlichen mehr als 70% laden und den Bus zurück mit Karte bezahlen - puh. Vor dem Abendessen geht Ralf dann noch wie jedes Jahr in den Mast, um die Lazy Jacks einzufädeln (ein System, das verhindert, dass das Großsegel beim Bergen vom Baum fällt).
Damit sind wir segelfertig und es kann morgen los gehen. Über den Tag ist das Wetter immer besser geworden und wir genießen unser erstes Abendessen im Cockpit.
Es ist so schön, wieder an Bord zu sein und die Sonne zu beobachten, wie sie langsam hinter den umliegenden Bergen versinkt. Wir sind froh, dass insgesamt alles so gut geklappt hat.

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