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Freitag, 14. August 2026
Tag 71 - Aarhus: Unerwartete Ein- und Ausblicke
Schon in Aalborg haben wir die App "StoryHunt" verwendet, die Audio-Stadtrundgänge anbietet. Da es auch einen Guide für Aalborg gibt, machen wir uns bei blauem Himmel und Sommerwetter mit unseren Fahrrädern auf den Weg ins Zentrum. Wir kommen am Anleger für die Kreuzfahrtschiffe vorbei und halten kurz an. Auch hier gibt es gleich die ersten großen Wandgemälde.Unser nächster Halt ist "DOKK1", ein Kulturcenter und öffentliche Bibliothek, und wir entscheiden uns für einen kurzen Blick hinein. Wie oft bei unseren Ausflügen bleibt es nicht bei dem kurzen Blick, denn wir schauen uns "dokkx" an, ein "Zentrum für Wohlfahrtstechnologie". Es wird von der Stadt betrieben und hier werden Hilfsmittel gezeigt, die Senioren und behinderten Menschen das Leben einfacher machen können. Es ist nicht viel los und eine nette junge Dame führt uns durch die Ausstellung, die verschiedene Lebensbereiche zeigt: Badezimmer, Küche, Schlafzimmer, Wohnzimmer. Es gibt z.B. eine Brille mit Löchern, um sich leichter Augentropfen machen zu können, besondere Bildschirme für Legastheniker, eine Roboter-Katze, die Miaut und sich bewegt und vieles mehr.Unser Weg führt weiter am Hafen entlang mit Blick auf einen Springbrunnen und das alte Zollhaus.Schließlich kommen wir am Beginn unserer Tour an, im "Latin Quarter", einem der ältesten Teile der Stadt und heute sehr lebhaft mit vielen Cafés und kleinen Geschäften.Als nächstes geht es zur Domkirche von Aarhus, der ebenfalls zunächst katholisch war und im Zuge der Reformation dann evangelisch Lutherisch wurde. Er ist die längste und höchste Kirche in Dänemark. Auch hier gibt es - wie in vielen dänischen Kirchen - ein Modellschiff.Weil ich auf eine schöne Aussicht zum Fotografieren hoffe, steigen wir die 150 Stufen bis hinauf in den Turm (mit Glocken und Turmuhrwerk). Ich finde es etwas enttäuschend, weil dicke Gitter vor den Fenstern angebracht sind und ich nur durch die Lücken ein paar Bilder machen kann.Nach dem Mittagessen fahren wir weiter zum neuen Rathaus von 1941. Das Gebäude ist im Stil des vom Bauhaus inspirierten "Skandinavischen Funktionalismus" (kurz Funkis) von den dänischen Architekten Arne Jacobsen und Erik Møller entworfen. Typisch sind klare, einfache Formen mit viel Licht und Holz und Metall im Innenbereich. Freitags gibt es eine Führung auf Englisch, die im Internet leider ausverkauft war. Wir können aber vor Ort noch Karten erstehen.Zunächst geht es auf den Turm - dankenswerterweise gibt es auch einen Aufzug - ebenfalls mit diversen Glocken.Von hier aus haben wir einen fantastischen Blick über die Stadt - ganz ohne störende Gitter. Wir können bis zum Hafen sehen (siehe auch Titelbild).Ich entdecke den Dom, das Museum für moderne Kunst mit seinem Rundgang in Regenbogenfarben und das "Lighthouse", einen Wohnturm mit Aussichtsplattform und das höchste Gebäude in Dänemark.Unsere Führerin hat selbst viele Jahre hier gearbeitet und wir gehen mit ihr in einen Versammlungsraum (mit einem Portrait von Ex-Königin Margarethe), in das mit Blumen bemalte Hochzeitszimmer (in dem sie Trauungen durchgeführt hat). Alles, inklusuve der Lampen und der kleinen Aschenbecher (unter links) ist von den Architekten designt worden.Zum Schluss werfen wir noch einen Blick in den Sitzungssaal, in dem sich moderne Technik in der klassischen Einrichtung verbirgt. Alle Räume sind luftig und lichtdurchflutet.Mittlerweile ist es nach 17:00 Uhr geworden. Von den zehn Sehenswürdigkeiten auf unserer Tour haben wir heute nur fünf geschafft. Wir kaufen noch etwas ein und Ralf stellt sich den Herausfordurung der Selbst-Check-Out Kasse.
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